Werkstattgespräch am 06.06.: E.T.A. Hoffmann und die Commedia dell’arte


Werkstattgespräch

E.T.A. Hoffmann und die Commedia dell’arte

Dr. Tiziana Corda

E. T. A. Hoffmann (1776-1822) wird von der internationalen Literaturgeschichtsschreibung unbestritten als Dichter des Phantastischen gesehen und nach den Worten Sigmund Freuds als der "unerreichbare Meister des Unheimlichen" in der romantischen Dichtung gefeiert. Für Generationen von Literaten und Künstlern verkörperte der weltberühmte Verfasser der Fantasie- und der Nachtstücke das romantische Bild des allseits begabten Künstlers, denn E.T.A. Hoffmann war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Karikaturist, Musiker, Musikdirektor, Opernkomponist, Theaterdekorateur und Bühnenbildner. Nicht zuletzt war er auch ein hervorragender Kenner der italienischen Theatertradition: sein Interesse galt den italienischen Komödien, aber vor allem der Welt der Masken der Commedia dell’arte.

Hoffmanns bislang wenig beachtete Beschäftigung mit der Commedia dell‘ arte und seine Faszination für den venezianischen Commedia-Dramaturgen Carlo Gozzi und dessen Fiabe Teatrali sind Thema dieses Werkstattgesprächs. Neben einer kurzen Einführung in die Geschichte und typischen Merkmale dieser speziellen Theaterform wird Hoffmanns spezifisches Interesse für Komik und Masken der Commedia dell’Arte über sein biographisches Material und das ganze Spektrum seines Werks verfolgt – besonders in den Texten Prinzessin Blandina (1815) und Prinzessin Brambilla (1822) finden sich starke Bezüge Hoffmanns zu dieser Form des italienischen Maskentheaters.

Organisatorische Daten:

    Ort:                  Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße
    Termin:           06. Juni 2013, 18.15-19.45 Uhr
    Treffpunkt:     Eingangshalle (Bonhoeffer-Büste)    

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