Ankündigungen von Veranstaltungen und Terminen

480 Restauratorinnen und Restauratoren aus Archiven, Museen, Bibliotheken aus 30 Ländern für fünf Tage in Berlin

Montag – Donnerstag, 12. – 15. Oktober 2015
Konferenz in der Staatsbibliothek zu Berlin – PK, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin

Chemie, Physik, Mechanik, Biologie, Kunst, Geschichte und andere Wissenschaftszweige bieten die Grundlage für das spezialisierte Handwerk, das weltweit von Restauratorinnen und Restauratoren in Archiven, Bibliotheken und Museen ausgeübt wird. Vom 12. bis zum 16. Oktober kommen 480 Fachleute aus 30 Ländern nach Berlin – zu dem alle vier Jahre stattfindenden Kongress der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Archiv-, Bibliotheks- und Graphikrestauratoren (IADA). Es sind Menschen, deren Berufsalltag geprägt ist vom präventiven Bestandsschutz, dem Analysieren und Beseitigen von Schäden, dem Entwickeln und Erforschern neuer Methoden zur Rettung von Kulturgütern wie auch von der Kooperation mit Kuratoren und Wissenschaftlern bei der Bestimmung von Herkunft, Alter und stofflicher Zusammensetzung einzelner Objekte. Während der Tagung wird den Restauratoren – neben vielem anderen – eine neue Technik vorgestellt, mit der der organische Teil von alten wie neuen Tinten isoliert und analysiert oder die Verwendung von aus Pflanzen hergestellten Farben und Tinten in mittelalterlichen Manuskripten bestimmt werden kann. In derselben Vortragssession (Mittwoch von 11 bis 12.20 Uhr) werden biomolekulare Techniken erläutert, die an Pergamenten DNA-Untersuchungen zur Bestimmung von jenen Tieren ermöglichen, deren Haut für das Pergament genutzt wurde.

Insgesamt werden 70 Fachvorträge geboten, die Referenten kommen aus Japan, Guatemala, Kanada, den USA, Armenien, Griechenland, den Niederlanden, Dänemark, Österreich, Frankreich, Italien, Irland, Norwegen, Polen, Großbritannien, Finnland, Schweden, Deutschland und der Schweiz. Sie befassen sich mit dem Festigen brüchigen Papiers, der Stabilisierung von Kupfergrün, Massenentsäuerung, flüchtigen organischen Verbindungen in graphischen Sammlungen, der Konsolidierung von Miniaturen auf Gold, auch mit den Auswirkungen von Missmanagement und Ignoranz gegenüber konservatorischen Problemen und vielen anderen Fragestellungen.

„Displaced Persons“ – die Staatsbibliothek zu Gast im Jüdischen Museum

Im Jahr 2009 begann die Staatsbibliothek, für ihre Orientabteilung systematisch eine Sammlung mit Literatur aufzubauen, die zwischen 1945 und 1950 in den Lagern für jüdische „Displaced Persons“ in der amerikanischen und britischen Besatzungszone Deutschlands entstand. Eine Auswahl dieser seltenen, äußerst wertvollen historischen Zeugnisse ist seit dem 3. September im Jüdischen Museum Berlin in einer kleinen Sonderausstellung zu sehen sein. Dazu ist ein informatives und reichlich illustriertes Begleitheft erschienen, das in der Ausstellung selbst mitgenommen werden kann. Die Ausstellung ist noch bis 15. Dezember zu sehen.

Workshops der Wissenswerkstatt im Oktober

Im Oktober bieten wir Ihnen Workshops und Vorträge zu verschiedenen Fächern, aber auch zu interdisziplinären Themen an. Wir zeigen ihnen dabei nicht nur den praktischen Umgang mit Instrumenten, die ihnen die Literaturrecherche erleichtern, sondern auch Portale, die gleich zum Lesen einladen.

Workshop
Allgemeine Recherche
Teil 1: Dienstag, 13. Oktober, 17.00 Uhr
Teil 2: Dienstag, 20. Oktober, 15.00 Uhr

Workshop
Von Ausreiseantrag bis Zentralkomitee DDR Geschichte online – das Portal DDR- Presse sowie Quellen, Fakten, Archive und Aufarbeitung
Donnerstag, 15. Oktober, 17.00 Uhr

Workshop
To search or not to search: that is NOT the question!
Donnerstag, 22. Oktober, 16.00 Uhr

Workshop
Google der Wissenschaften – die fächerübergreifende Datenbank Web of Science core collection
Dienstag, 27. Oktober, 15.00 Uhr
Außerdem startet die zweite Runde unserer Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.

Poster mit allen Terminen

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Ausstellung SchriftSprache am 1. Oktober eröffnet

Ungewohnt buntes Treiben im Foyer des Hauses Potsdamer Straße: Am 1. Oktober wurde die Ausstellung SchriftSprache – Aksara dan Bahasa durch die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, den Botschafter der Republik Indonesien, Seine Exzellenz Dr.-Ing. Fauzi Bowo, sowie die Direktorin des Nationalsmuseums Jakarta, Dra. Intan Mardiana, feierlich eröffnet. Nach einem vielseitigen Abendprogramm mit indonesischer Musik und Tanz zogen die beiden Direktorinnen und der Botschafter an der Spitze der Gäste in einer Prozession zum Dietrich-Bonhoeffer-Saal und durchschnitten dort gemeinsam das Band zur Eröffnung. Neben der Präsentation der wertvollen Handschriften im Ausstellungsraum finden im Foyer Vorführungen zu indonesischen Schriften und zur Herstellung von Maulbeerbaumpapier statt. Ebenfalls präsentiert sich das World Culture Forum der UNESCO mit einem Informationsstand über Indonesien. Die Ausstellung findet aus Anlass der Frankfurter Buchmesse statt, auf der in diesem Jahr Indonesien das Ehrengastland ist.

In ihrer Ansprache betonte Barbara Schneider-Kempf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Indonesien und dem Nationalmuseum, aus der die Neukatalogisierung des indonesischen Handschriftenbestands resultiert. Zu der Ausstellung erscheint ein reich bebilderter zweisprachiger Katalog. Der vor allem für die Wissenschaft interessante Katalog der Handschriften wird ebenfalls in Kürze veröffentlicht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Oktober 2015 im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße 33, zu sehen (weitere Informationen).

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Workshops zur allgemeinen Recherche am 13. und 20.10.

Workshops
„Allgemeinen Recherche“

Teil 1: Dienstag, 13. Oktober, 17.00 Uhr
anmelden
Teil 2: Dienstag, 20. Oktober, 15.00 Uhr
anmelden
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt: Eingangshalle (I-Punkt)

Teil 1:

WO finde ich was? Erste Begegnung mit Katalogen und Datenbanken
WAS suche ich eigentlich? Durchführung einer thematischen Recherche

Sie erhalten einen Überblick über die Angebote der Staatsbibliothek mit dem Ziel, die richtige Ressource auswählen zu können. An einigen Beispielen erlernen Sie den Umgang mit dem Katalog der Staatsbibliothek (StaBiKat / StaBiKat+) sowie weiteren elektronischen Rechercheinstrumenten. Kryptische Abkürzungen wie DBIS, ZDB, EZB oder ZEFYS sind danach kein Rätsel mehr für Sie und Sie werden in der Lage sein, Aufsätze, aber auch Bücher und Zeitungsartikel schneller zu finden.

Wir überlegen gemeinsam, wie Sie ihre Suche richtig vorbereiten und planen. Je komplexer ein Thema ist, desto lohnenswerter ist es, sich zu Beginn etwas Zeit zu nehmen, um über die richtigen Suchbegriffe nachzudenken. Sie erhalten Tipps zur Recherche mit Schlag- und Stichworten sowie mit Facetten. Außerdem lernen Sie Systematiken kennen, mit deren Hilfe die wichtigsten Nachschlagewerke zu einem Fach im Lesesaal oder ältere Literatur zu einem Thema gefunden werden kann.

Teil 2

WIE finde ich was? Strategien für die erfolgreiche Recherche
WIE geht es WEITER? Nach der Recherche

Sie wissen, welche Informationen Sie haben wollen – die Suchbegriffe stehen fest. Nun geht es darum, die Möglichkeiten der Suchmaschine optimal zu nutzen. In welcher Beziehung stehen meine Suchbegriffe zueinander? Wie verknüpfe ich sie am besten um das gewünschte Ergebnis zu erhalten? Was passiert bei einer Verknüpfung mit Booleschen Operatoren? Welche Möglichkeiten bietet mir eine Trunkierung und wann ist sie sinnvoll? Diese Fragestellungen werden in der Veranstaltung behandelt.

Anschließend zeigen wir Ihnen, was Sie mit der Fülle der gefundenen Informationen machen. Welche Quellentypen und Dokumentarten eignen sich gut, welche weniger gut für eine wissenschaftliche Arbeit? Was ist „zitierfähig“? Wie kommen Sie vom Literaturnachweis zum Text? Was verbirgt sich hinter Dingen wie SUBITO, DoD und dem MLA-Style? Wie gehen Sie mit den Vorgaben des Urheberrechts um und vermeiden Plagiate? Diese und andere Fragen sollen und können hoffentlich in der abschließenden Veranstaltung geklärt werden.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

 

Ausstellung SchriftSprache 2.-17.10.

Ausstellung indonesischer Handschriften aus den Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin
SchriftSprache – Aksara dan Bahasa

In Kooperation mit dem Indonesischen Nationalmuseum, Jakarta und mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Indonesien in Berlin sowie der Senatskanzlei Berlin

Schriftsprache

Druck

2. – 17. Oktober 2015

Mo – Sa 10 – 19 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen

Eintritt frei

Staatsbibliothek zu Berlin
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Kuratorenführung durch die Ausstellung jeweils Mittwoch um 17 Uhr. Eintritt frei.


Begleitveranstaltungen im Simón-Bolívar-Saal, Haus Potsdamer Straße 33

Freitag, 2. Oktober 2015
15 – 19 Uhr
Seminar
Schriftlichkeit & Sprache in indonesischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin

Montag, 5. Oktober 2015
15 – 19 Uhr
Seminar
Literarische Schatzkammer Indonesien und Indonesische Superhelden

Samstag, 10. Oktober 2015
10 – 14 Uhr
Lesung
Lesung aus indonesischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin

In den Pausen traditioneller indonesischer Tanz

Der Simón-Bolívar-Saal ist nicht barrierefrei zugänglich.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Anmeldung zu den Veranstaltungen bitte unter: orientabt@sbb.spk-berlin.de

Humboldts Reisetagebücher: Werkstattgespräch am 6.10.

Werkstattgespräch
„Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher“

Dienstag, 06. Oktober
18.15 Uhr
Konferenzraum 4, Haus Unter den Linden
Treffpunkt: Eingangsbereich (Rotunde)

Anmeldung

Dr. Jutta Weber / Julia Bispinck-Roßbacher, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Dr. Tobias Kraft, Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Amerikanischen Reisetagebücher sind das wichtigste materielle Zeugnis für Alexander von Humboldts berühmte Forschungsreise durch die amerikanischen Tropen von 1799 bis 1804. Zugleich bilden sie die Arbeitsgrundlage des von Humboldt in den Jahren 1805 bis 1838 publizierten, 29-bändigen Reisewerks Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent. Darüber hinaus wissen wir, dass die im Konvolut der Tagebücher enthaltenen Texte nicht nur bereits vor der eigentlichen Amerika-Reise ansetzen, sondern auch durchgehend bis kurz vor seinem Tod 1859 von Humboldt benutzt, verändert, beschrieben und ergänzt worden sind. Erst eine um die Erkenntnismöglichkeiten materialwissenschaftlicher Forschung erweiterte Lektüre ermöglicht, die vielschichtigen Dimensionen dieses lebenslangen Arbeits- und Schreibprozesses in den Tagebüchern nachvollziehen und angemessen deuten zu können. Der Vortrag wird exemplarisch einige Dimensionen dieser Arbeit am Material der Humboldt‘schen Texte ausleuchten und zukünftige Kooperationsvorhaben zwischen Literaturwissenschaft, Bibliothek und Materialforschung vorstellen.

Eine Veranstaltung aus der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Workshop zur DDR-Geschichte am 15.10.

Workshop
„Von Ausreiseantrag bis Zentralkomitee DDR Geschichte online – das Portal DDR- Presse sowie Quellen, Fakten, Archive und Aufarbeitung“

Donnerstag, 15. Oktober
17.00 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt: Eingangshalle (I-Punkt)

In diesem Workshop stellen wir Ihnen verschiedenste Online-Quellen zur DDR-Geschichte vor. Einen Schwerpunkt bildet die Einführung in unser Portal „DDR-Presse“, das die Volltextrecherche in drei DDR-Tageszeitungen über mehr als 40 Jahren ermöglicht. Danach lernen sie verschiedene Online-Quellen kennen – von Statistiken über interne Dokumente des Ministeriums für Staatssicherheit bis zu illegal im Samisdat veröffentlichten Zeitschriften.

Wir zeigen Ihnen, wie sie thematische und biographische Informationen finden und welche Archive sie nutzen können. Und wir informieren Sie über verschiedenste thematische Portale – vom Nationen Verteidigungsrat über Jugendopposition und Punk bis zum Möbeldesign.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

 

Workshop für PolitologInnen am 1.10.

Workshop
„Elektronische Journals und E-Books für die Politikwissenschaften“

Donnerstag, 01. Oktober
15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt: Eingangshalle (I-Punkt)

anmelden

Dieses an PolitologInnen gerichtete Angebot soll insbesondere jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (neuere) Möglichkeiten der Literatursuche nahebringen. Mit dem neuen „Discovery-System“ Stabikat+ eröffnet sich die Möglichkeit, zu jedem Thema der Politikwissenschaft unsere elektronischen und gedruckten Bücher sowie Zeitschriften zu finden. Ein großer Vorteil ist, dass hier, anders als in üblichen Bibliothekskatalogen, auch einzelne Aufsätze verzeichnet und anhand verschiedener Suchkriterien zu finden sind. Darüber hinaus werden anhand von Beispielen ergänzende politikwissenschaftliche Informationsquellen vorgestellt.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

 

Interdisciplinary Conference on Digital Cultural Heritage 28.-30.10.

DCH 2015
Interdisciplinary Conference on Digital Cultural Heritage

Berlin, October 28-30, 2015

Preserving, Knowledge Generation, and Enabling Permanent Access to Cultural Heritage
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Conference Chair

Horst Kremers, Berlin, Germany

Organized by

CODATA-Germany the German National Committee for CODATA,

Committee on Data for Science and Technology of the International Council for Science (ICSU)

In cooperation with

Deutsche Gesellschaft für Kartographie
Staatsbibliothek zu Berlin
TOPOI Excellence Cluster
The Role of Culture in Early Expansions of Humans

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