Berechnung des SNIP

Scopus vs. Web of Science

Änderung im SBB-Datenbankportfolio ab 2021

Die Frage, welche der beiden großen bibliometrischen Datenbanken Teil des Portfolios der Staatsbibliothek zu Berlin sein soll – Web of Science oder Scopus – ist jetzt entschieden. Um es gleich vorwegzunehmen: Scopus wird weiterhin im Bestand der Staatsbibliothek bleiben, während unsere Lizenz für Web of Science zum Jahresende 2020 auslaufen wird.

Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Während wir Web of Science bereits seit vielen Jahren anbieten, hatten wir in den letzten drei Jahren parallel dazu auch Scopus im Bestand. Das ermöglichte einen fundierten Vergleich der beiden Datenbanken in Form einer am geistes- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt der Staatsbibliothek ausgerichteten Evaluation. Inhaltliche Faktoren wie die Abbildung von fachlich relevanten Autor*innen und Publikationsmedien in verschiedenen Sprachen, Filtermöglichkeiten innerhalb der Fächersystematik und Ranking-Listen zu den Fachbereichen spielten dabei eine zentrale Rolle, es wurden aber auch Usability-Aspekte wie Übersichtlichkeit und Strukturierung der Nutzungsoberfläche einbezogen. Darüber hinaus berücksichtigten wir die Nutzungszahlen sowie die Kosten der beiden Produkte.

Die Bewertung von zwanzig Fächern nach diesem Raster führte uns zum Schluss, dass sowohl hinsichtlich der inhaltlichen Faktoren als auch der Nutzungszahlen Scopus das geeignetere Produkt für unser Portfolio ist. Insbesondere die vergleichsweise gute Abdeckung geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer, die Einbindung von Altmetrics und Metriken, die fachspezifische Gegebenheiten berücksichtigen, sowie die nutzungsfreundlichen Bedingungen (Usability, Möglichkeit des Zugriffs von außerhalb der Staatsbibliothek) haben uns zu einer Entscheidung für Scopus bewogen. Auch wenn die Lizenz für Web of Science ausläuft und somit keine neuen Daten mehr ergänzt werden, stehen die Inhalte für den Lizensierungszeitraum bis einschließlich 2020 weiterhin als Archiv zur Verfügung.

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