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Italienische Drehorgeln Made in Berlin / Costruzione di organetti italiani made in Berlin

19.10.2026/0 Kommentare/in Feuilleton, Foyer, Musik, SBB-Startseite/von Thomas Parschik

Mit der kürzlich erworbenen „Sammlung Christof Kugler“ kam ein alter Leierkasten in unser Haus. Neugierig haben wir ihn von außen und innen betrachtet, ihn ausprobiert (er funktioniert!) und uns über die Herstellerfirma Bacigalupo informiert.

Con la „Collezione Christof Kugler“, acquistata poco tempo fa, un organetto (a manovella) vecchio arricchisce la nostra Istituzione. Allora lo abbiamo visitato e provato la sua funzionalità (funziona!) e ci abbiamo informati sul‘ costruttore di strumenti, BACIGALUPO

Giovanni Battista Bacigalupo wurde 1847 in Modena geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er in Paris eine Lehre als Orgelbauer. Später arbeitete er in London. Dort machte er sich 1864 selbstständig. 1867 zog er nach Hamburg, von dort wechselte er 1873 nach Berlin. Mit dem Instrumentenbauer Chiaro Frati gründete Bacigalupo 1879 die Firma „Frati & Co.“ mit Sitz zunächst in der Buchholzer Str. 1, ab 1884 in der Schönhauser Allee 73. Zusammen bauten die beiden mechanisch-pneumatische Musikwerke. 1890 kehrte Frati in seine Heimat zurück. Gemeinsam mit zwei anderen Einwanderern aus Bella Italia, dem Orgelbauer Giuseppe Cocchi und dem Gastwirt Atonio Graffigna betrieb Bacigalupo von 1891-1903 die Drehorgelbauerwerkstatt „Cocchi Bacigalupo & Graffigna“ in der Schönhauser Allee 78 (später 79). Von da an war die Werkstatt ein reines Familienunternehmen.

Giovanni Battista Bacigalupo é stato nato nel 1867 a Modena. Con dieci anni lui fu iniziava un apprendistato come organaro a Parigi. Dopo lui lavora a Londra, dove esercitava un’attività indipendente. Nel 1867 si transferisce a Hamburgo e da lì nel 1873 a Berlino. Insieme con Chiaro Frati, costruttore di strumenti musicali, Bacigalupo fondava la società „Frati & Co.“ con sede a Buchholzer Str. 1, e dal 1884 a Schönhauser Allee 73. Insieme hanno costruito le gli strumenti musicali basati sulla pneumatica. Nel 1890 Frati è ritornato nella sua patria. Insime con due altri connazionali, il costruttore di organetti di Barberia, Giuseppe Cocchi, e l’oste A[n]tonio Graffigna, Bacigalupo da 1891 fino a 1903 esercitava il laboratorio „Cocchi Bacigalupo & Graffigna“ locato a Schönhauser Allee 78 (dopo 79). In seguito è diventata un’impresa famigliare.

Innenleben der Drehorgel: die Walze / Meccanismo interno dell’organetto: il cilindro

Eine traditionelle Drehorgel ist mit einer mit Stiften besetzten Walze als Träger für die Musik ausgestattet. In den 1920er Jahren produzierten die Bacigalupos auch Orgeln mit Lochbändern. Auf eine Walze passen etwa 8 Lieder. Um ein größeres Repertoire spielen zu können, verfügten Leierkastenmänner und -frauen oft über mehrere Walzen zum Wechseln. Mit ihrem Leierkasten zogen sie durch die Berliner Hinterhöfe. Als optische Attraktion saß manchmal ein Äffchen auf dem Kasten. Die Kinder scharten sich um das Instrument, die Erwachsenen schauten aus den Fenstern und warfen kleine Geldbeträge zu ihnen hinab.

Un‘ organetto di Barberia (a manovella) tradizionale funziona adraverso un Cilindro a spine. Nei anni venti del millenovecento producevano anche organetti a base di nastri perforati. Un cilindro contiene circa otto canzoni. Per suonare un vasto repertorio, I suonatori di organetti avevano più cilindri per cambiare. Col loro strumento vagavano per i cortili interni berlinesi. Come attrazione visiva, a volte una scimmietta sedeva sul organetto. I bambini si affollavano intorno e gli adulti si sporgevano dalle finestre e gettavano monete.

Innenleben der Drehorgel: die Pfeifen / Meccanismo interno dell’organetto: le canne

Für die Uraufführung der Dreigroschenoper fertigte Giovanni Battista Bacigalupo im Auftrag von Bertolt Brecht und Kurt Weil 1928 eine Orgel, die mit drei Stiftwalzen zum Wechseln ausgestattet war und insgesamt 23 Stücke spielen konnte. Die Musik dürfte ungefähr so wie in unserem Klangbeispiel geklungen haben.

Nel 1928, per la prima rappresentazione della „Dreigroschenoper“, Giovanni Battista Bacigalupo costruisce su ordinazione di Bertolt Brecht e Kurt Weil un organetto con tre cilindri per cambiare e capace  di suonare in totale 23 brani musicali. La musica dovrebbe suonare più o meno come il nostro esempio sonoro.

https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/Drehorgel-Bacigalupo.mp3

Die Staatsbibliothek zu Berlin begibt sich auf Spurensuche: Wie lebten Menschen mit italienischen Wurzeln in Berlin? Hier erfahren Sie mehr über das Zeitzeugenprojekt.

La Biblioteca di Stato di Berlino va alla ricerca di queste tracce: come vivevano a Berlino le persone di origine italiana? Qui potete saperne di più sul progetto dedicato ai testimoni dell’epoca.

Italienische Übersetzung: Johanna R. Rech

Traduzione italiana: Johanna R. Rech

 

Schlagworte: Drehorgel, Giovanni Battista Bacigalupo, Leierkasten, Organetto a manovella, Organetto di Barberia, Sammlung Christof Kugler, Sammlung Kugler
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https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/bacigalupo1.jpg 192 290 Thomas Parschik https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/stabi-logo-kante.png Thomas Parschik2026-10-19 09:31:382026-10-19 09:31:38Italienische Drehorgeln Made in Berlin / Costruzione di organetti italiani made in Berlin
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