Ringvorlesung: E.T.A. Hoffmann. Literatur, Künste und Wissenschaften in der Romantik. Vom 26.4. bis 19.7. am Institut für deutsche Literatur der Humboldt‐Universität zu Berlin

E.T.A. Hoffmann, dessen Todestag sich 2022 zum zweihundertsten Mal jährt, ist bis heute der wohl meistgelesene Autor der deutschen Romantik. Seine Ausstrahlung auf die europäische Literatur und die Künste des 19. Jahrhunderts und der Moderne ist kaum hoch genug einzuschätzen. In den nicht einmal fünfzehn Jahren seiner literarischen Produktivität schuf er eine Fülle fantastischer, skurriler, oft unheimlicher Erzählungen, Märchen und Romane. Außerdem war er Komponist und Dirigent, Maler und Zeichner, rezipierte das medizinische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit und war als Jurist im preußischen Staatsdienst beschäftigt.

In der Ringvorlesung sollen Hoffmanns Vielfältigkeit, seine historischen Bezüge, seine Wirkung und Aktualität aus den Perspektiven verschiedener Fächer beleuchtet werden. Dazu gehören neben der Literaturwissenschaft auch die Medizin- und Rechtsgeschichte, die Kunst-, Musik- und Filmwissenschaft.

Termine:

26.4. Stefan Willer (Berlin): Hoffmanns Verwandlungen. Einführung in die Ringvorlesung

3.5. Ethel Matala de Mazza (Berlin): Phantastische Kolonialwaren. Über Geschmackssachen in Hoffmanns Märchen

10.5. Claudia Stockinger (Berlin): „Ohne Die Lebens-Ansichten des Katers Murr […] würde Neue Leben […] so nicht existieren“. Zur Aktualität Hoffmanns in der Literatur der Gegenwart

17.5. Friedhelm Marx (Bamberg): „wie ein elektrischer Schlag“. E.T.A. Hoffmanns Erzählexperimente

24.5. Frederike Middelhoff (Frankfurt am Main): „Pfote aufs Herz“. Zoopoetik und Tierseelenkunde in E.T.A. Hoffmanns Lebens‐Ansichten des Katers Murr (Online-Vortrag)

31.5. Hans‐Richard Brittnacher (Berlin): „Aus den Gräbern zerrst du deine Ätzung, teuflisches Weib!“ Bilder des Todes bei E.T.A. Hoffmann

7.6. Constanze Baum (Berlin): Fresko, Fermate, Federkiel. Das intermediale Universum E.T.A. Hoffmanns

14.6. Reinhard Mehring (Heidelberg): E.T.A. Hoffmann, Preußen und der Rechtsstaat

21.6. Volker Hess (Berlin): Der Umgang mit „Irren“ zu Zeiten E.T.A. Hoffmanns. Psychiatriereform avant la lettre

28.6. Markus Bernauer (Berlin): Hoffmanns Bildwelten – erzählt, gemalt, gezeichnet

5.7. Anett Werner‐Burgmann (Berlin): Von mordenden Juwelieren und tödlichen Elixieren. E.T.A. Hoffmann und der Film

12.7. Tobias Haupts (Berlin): Genre lernen. E.T.A. Hoffmann, die Fantastik und der bundesdeutsche Film der 1980er Jahre

19.7. Arne Stollberg (Berlin): Ein unbekanntes Reich. E.T.A. Hoffmann und die musikalische Rhetorik des Unsagbaren

Veranstaltungsort:

Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für deutsche Literatur
Hörsaal 1.101
Dorotheenstraße 24
10117 Berlin

Die Veranstaltungen finden auch online über Zoom statt. Bitte schreiben Sie eine Mail an vonveron@hu-berlin.de, um den Anmeldelink zu erhalten.

Website: etah2022.de

Ringvorlesung im Sommersemester 2022 am Institut für deutsche Literatur der Humboldt‐Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Projekt „Unheimlich Fantastisch – E.T.A. Hoffmann 2022“ der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Koordination: Ursula Jäcker (SBB-PK) und Stefan Willer (HU)

Die Veranstaltung ist Teil des Projektes Unheimlich Fantastisch – E.T.A. Hoffmann 2022. Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, durch die LOTTO-Stiftung Berlin, die Kulturstiftung der Länder, die Wüstenrot Stiftung, die Kulturinitiative „experimente#digital“ der Aventis Foundation, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Oberfrankenstiftung, die Stiftung Preußische Seehandlung sowie die Stiftung Joseph Breitbach.

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