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„Heinz Knobloch. Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit“ – Präsentation im Stabi Kulturwerk

12.05.2026/1 Kommentar/in Presse/von Pia Beckmann

Das Stabi Kulturwerk der Staatsbibliothek zu Berlin widmet dem Schriftsteller, Journalisten und Feuilletonisten Heinz Knobloch (1926–2003) eine Präsentation, die neue Perspektiven auf sein vielschichtiges Werk eröffnet und seine besondere Beobachtungsgabe für das Berliner Alltagsleben in den Mittelpunkt stellt.

Heinz Knobloch zählt zu den prägnantesten Stimmen der Berliner Nachkriegsliteratur. Mit feinem Humor, präziser Beobachtung und einem ausgeprägten Sinn für historische Zusammenhänge porträtierte er Menschen, Orte und Geschichten der Stadt. Sein journalistisches Werk besteht aus mehr als 1.600 Feuilletons, die er in über 40 Jahren für Zeitschriften und Zeitungen verfasste. Durch seine Rubrik „Mit beiden Augen“ – 20 Jahre lang in der Wochenpost veröffentlicht – gilt er als letzter großer Vertreter der „Kleinen Form“ des deutschsprachigen Zeitungsfeuilletons.

Ihm gelang es, unter den Bedingungen in der DDR sein Publikum „zwischen den Zeilen“ lesen zu lassen und nutzte seine Spielräume, um Missstände zu thematisieren. Zugleich verstand er sich als Chronist der gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit. Auch nach dem Mauerfall setzte er sein Schaffen erfolgreich fort.

Der schriftstellerische Durchbruch gelang ihm mit dem Buch „Herr Moses in Berlin“ (erstmals 1979 erschienen), das sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Beachtung fand. Seine lebendigen Porträts mutiger Persönlichkeiten sind sorgfältig recherchiert und bieten Lesenden auch heute noch anregende Impulse für Spaziergänge oder Reisen zu den von ihm beschriebenen Orten. Insgesamt sechs von ihm initiierte Gedenktafeln in Berlin zeugen bis heute von seiner erfolgreichen Erinnerungsarbeit.

Die „Im Fokus“-Präsentation zeigt einen ersten Einblick in den umfangreichen Nachlass Heinz Knoblochs im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin. Kurator ist Helmut Mehnert, der auch die Website www.heinz-knobloch.de betreut.

Stabi Kulturwerk
Unter den Linden 8
10117 Berlin
https://stabi-kulturwerk.de/
Der Eintritt ist frei.

Pressegespräche
Gerne vermitteln wir Pressegespräche mit dem Kurator der Präsentation.

Bildmaterial
Druckfähige Pressebilder finden Sie im Pressebereich.

HINTERGRUND

Stabi Kulturwerk der Staatsbibliothek zu Berlin
Die Staatsbibliothek zu Berlin ist eine der größten und leistungsfähigsten Bibliotheken Europas mit Schwerpunkt in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung. Sie entwickelt Wissensressourcen von Weltrang und fördert mit modernsten Technologien internationalen Austausch und freien Informationszugang. Das Stabi Kulturwerk ist das Schaufenster in die umfangreichen Sammlungen und vielfältigen Forschungen der Bibliothek. In einer Dauerausstellung, der Schatzkammer sowie wechselnden Sonderausstellungen werden auf über 1.000 m² wertvolle Originale, herausragende Sammlungsobjekte und über 400 Jahre Kultur- und Bibliotheksgeschichte präsentiert.

Schlagworte: Kommunikation, Presse, Presseinformation, pressemitteilung, Stabi Kulturwerk
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https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/Nachl_353_Knobloch_03_2_66_77M-2048x1430-1.jpg 1430 2048 Pia Beckmann https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/stabi-logo-kante.png Pia Beckmann2026-05-12 09:51:292026-06-24 09:40:34„Heinz Knobloch. Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit“ – Präsentation im Stabi Kulturwerk
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1 Antwort
  1. Thomas Parschik
    Thomas Parschik sagte:
    26.06.2026 um 13:12

    Am Freitag, dem 24. Juli 2026 um 17,00 Uhr wird am Heinz-Knobloch-Platz, Eingang Berliner Str., 13189 eine Gedenktafel zur Erinnerung an den großen Journalisten und Feuilletonisten eingeweiht. Es werden Dr. Cordelia Koch, die Bezirksbürgermeisterin & Vorsitzende der Gedenktafelkommission Pankow, sowie der Kurator unserer Ausstellung, Herr Helmut Mehnert sprechen. Die Saxophonistin Dr. Brigitta Flick sorgt für den musikalischen Rahmen. Im Anschluß liest der Freundeskreis ausgewählte Feuilletons. Von der Friedrichstr. kann man mit der Tram M1 dorthin fahren: Richtung Niederschönhausen, Schillerstr., nach 14 Stationen an der Masurenstr. aussteigen und 3 Minuten laufen. Wer Heinz Knoblochs Texte kennt und schätzt oder sich für die Berliner Stadtgeschichte interessiert, ist herzlich eingeladen.

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