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Digitale Lektüretipps 46: Allons enfants du patrimoine – le jour numérique est arrivé ! Über Frankreichs digitale Bibliothek Gallica

Ein Beitrag aus unserer Reihe Sie fehlen uns – wir emp-fehlen Ihnen: Digitale Lektüretipps aus den Fachreferaten der SBB

In Frankreich hat das Déconfinement, der Ausstieg aus dem Lockdown begonnen, die Départments werden in rote oder grüne Zonen mit weniger oder mehr Bewegungsfreiheit eingeteilt. Für die Verfasserin wird dieses Jahr der Urlaub in der Dordogne ausfallen – Zeit, sich ein bisschen digitalen Trost zu holen. Und zu rufen: Vive la France und Vive Gallica –  diese digitale Bibliothek ist schlichtweg die Avantgarde der europäischen Digitalisierung en masse et avec classe!

Affiche / Plakat "Bain de mer. St Valéry en Caux...." von Ch. Brun (Plakatmaler, 18..-19..). 1895. Source gallica.bnf.fr / BnF

Affiche / Plakat “Bain de mer. St Valéry en Caux….” von Ch. Brun (Plakatmaler, 18..-19..). 1895. Source gallica.bnf.fr / BnF

Dabei begann alles eher wie ein distinguiertes Duell der Grande Nation mit einem Internetgiganten: als Google 2004 die „aufsehenerregende Ankündigung“ machte, innerhalb der kommenden sechs Jahre 15 Millionen urheberrechtsfreie Bücher aus einigen großen US-amerikanischen und britischen Bibliotheken zu digitalisieren und kostenlos online zu stellen, wirkte dies beim damaligen Präsidenten der Französischen Nationalbibliothek, Jean-Noël Jeanneney, wie ein „Trompetenstoß“. Er fürchtete unter anderem, das Projekt, damals noch Google Print und heute Google Books genannt, könnte die „Vorherrschaft“ der Lingua franca, also des Englischen, weiter ausweiten. Nachzulesen ist dies in seiner daraufhin entstandenen „Kampfschrift“ Quand Google défie l’Europe (2005), in deutscher Übersetzung als Googles Herausforderung bei Wagenbach erschienen. O-Ton Klappentext: „Jeanneney (…) warnt eindringlich vor einer schleichenden Aushöhlung des Urheberrechts, einer kulturellen amerikanischen Hegemonie und einer erdrückenden Dominanz der englischen Sprache (…). Denn Bücher sind für ihn Kulturgüter, deren digitale Archivierung (…) nicht einer kommerziell orientierten Privatwirtschaft überlassen werden darf.“

Jeanneneys europäischer Gegenentwurf sah folgendermaßen aus: die Vielfalt der Europäischen Kultur muss sich zusammentun! Jedes Land sollte sein Kulturgut digitalisieren und zusammenfließen lassen in einer großen europäischen Datenbank. Es ist Jeanneney zu verdanken, dass er sich damit in Frankreich für eine erhebliche Ausweitung von Gallica und auf europäischer Ebene für die Schaffung von Europeana, der 2007 online gegangenen Datenbank der europäischen Kulturinstitutionen, verdient gemacht hat.

In Europeana fließen Daten aus tausenden europäischen Museen, Bibliotheken und Archiven sowie weiteren Institutionen zusammen, deren Erschließungsdaten für die einzelnen Objekte (z.B. Bücher, Handschriften, Kunstwerke, Archivmaterialien) recht unterschiedlich sind und daher auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden mussten. Die Digitalisate sind dann über Server der liefernden Einrichtungen zugänglich. In Europeana, das den Zugang zu über 50 Millionen Dokumenten bietet, kann man daher sehr gut nach Hotspots für die eigenen Interessengebiete recherchieren und dadurch auf Einrichtungen stoßen, die besonders viel relevantes Material für die eigenen Forschungen enthalten. Oft lohnt es sich dann, von der übergeordneten Datenbank Europeana auf den ursprünglichen Lieferanten der Digitalisate (also die besitzenden Museen, Bibliotheken, Archive) zu wechseln, da die Ursprungsdatenbanken verfeinerte Recherchemöglichkeiten zulassen.

In dem heutigen Blog soll es also um Gallica der Französischen Nationalbibliothek gehen, die ursprünglich 1988 als „bibliothèque d’un genre nouveau“ von François Mitterand ins Leben gerufen wurde: zur Eröffnung des nach ihm benannten Neubaus am Ufer der Seine sollten 100.000 Bücher und 300.000 Bilder online sein. In der Anfangszeit waren es vor allem einzelne Zimelien, Handschriften, besonders kostbare, prachtvolle und schützenswerte Materialien, die digitalisiert wurden. Handverlesen, mit großem Aufwand ausgewählt und gewiss auch mit dem konservatorisch berechtigten Hintergedanken, sie fortan gut geschützt in den Tresormagazinen belassen zu können (dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, ist eine andere Geschichte). Die digitale Bibliothek der Bibliothèque nationale de France (BnF) ging 1997 online. Das Profil dieser ersten Version von Gallica hatte einen Schwerpunkt in Geschichte, Literatur, Naturwissenschaften und Technik und umfasste:

– schwer zugängliche Dokumente, Erstausgaben, Rara

– Dokumente mit hoher Relevanz für die Forschung (z.B. Wörterbücher, Enzyklopädien)

– wichtige französische Autoren

– wichtige französische Zeitschriften

– wichtige französische Tageszeitungen

– kostbare Sondermaterialien (illuminierte Handschriften, Zeichnungen, Fotos, Karten, Porträts…)

Die Materialien waren überwiegend in französischer Sprache und umfassten aus Urheberrechtsgründen Objekte bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts, das bis heute den Schwerpunkt bildet.

Jedes Jahr kamen etwa 5.000 neue Werke hinzu. Jeanneney bewirkte eine Verzwanzigfachung dieser Summe: ab 2008 waren es über 100.000 neue Werke jährlich. Scanroboter schafften 2.500 Werke pro Woche. Tageszeitungen wurden aus ihren großen Folio-Einbänden befreit, digitalisiert und die Blätter anschließend nicht wieder neu gebunden, sondern lose in Archivkartons verwahrt. Für viele digitalisierte Werke wurde eine Volltexterkennung (OCR = optical character recognition, im Amtsfranzösisch: océrisation genannt) durchgeführt. Im Dezember 2009 verkündete Sarkozy eine weitere Steigerung der französischen Digitalisierungsstrategie. 2010 waren 1 Million Dokumente erreicht; kurz darauf fand der Umstieg auf eine neue Oberfläche statt. 2014 enthielt Gallica bereits 3 Millionen Dokumente, 2015 war es schon wieder Zeit für eine neue Oberfläche.

Ein lustig animiertes Video aus dem Jahr 2017 in französischer Sprache (zu diesem Zeitpunkt gab es „nur“ über 4 Millionen Dokumente) vermittelt einen ersten Eindruck der Vielfalt und der Nutzungsmöglichkeiten.

Heute enthält Gallica 6.747.380 Dokumente (Stand: 25.5.20), davon:

  • 693.154 digitalisierte Bücher (davon etwa die Hälfte im Volltextmodus), z.B. Cyrano de Bergerac (Bergerac liegt schließlich in der Dordogne)
  • 176.606 Karten (z.B. der Region Nouvelle Aquitaine, zu der die Dordogne gehört)
  • 146.616 Handschriften
  • 1.476.742 Bilder (darunter ein Plakat, wie man den Winter am Golf der Dordogne verbringen könnte)
  • 498.003 Objekte
  • 4.014.102 Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften
  • 51.628 Partituren
  • 51.185 Tondokumente (u.a. La Marseillaise oder die berühmte Nasenrede)
  • 773.973 Dokumente von ca. 270 Partnerbibliotheken

Die Recherchemöglichkeiten gehen von einer einfachen Ein-Zeilen-Suche (fast möchte man sagen: à la Google) über eine erweiterte Suchmaske bis hin zu einer Vielzahl an sehr schön aufbereiteten thematischen Dossiers (sélections) und anderen sachlichen Zugängen (z.B. Gallica vous conseille). Dazu gehört auch ein geografischer Zugang, z.B. mit Karten und Plänen einzelner Länder. Oder brauchen Sie noch Inspiration für das nächste Gourmet-Menü nach Ende des Social Distancing?  Dann schauen Sie bei Patrimoine Gourmand vorbei.

Affiche / Plakat "Bains de mer de Trouville..." von A. F. (Plakatmaler). 1890. Source gallica.bnf.fr / BnF

Affiche / Plakat “Bains de mer de Trouville…” von A. F. (Plakatmaler). 1890. Source gallica.bnf.fr / BnF

Einfach nur richtig gut gemacht ist die Social-Media-Gruppe mit Blog, Twitter-Account, Facebook-Profil, Pinterest, Instagram und dem guten alten Newsletter. In Gallica Studio können Nutzende ihre Projekte teilen; Pennäler sind eingeladen, sich mit Empfehlungen auf das Baccalauréat vorzubereiten.

Wenn Sie in die Suchmaske einen Suchbegriff eingeben und es zulassen, dass auch in den hinterlegten Volltexten der mit OCR versehenen Texte gesucht wird, sagen wir das Suchwort „vacances“, empfiehlt Ihnen Gallica gleich Literatur zu „Été“. Als hätte es die Suchmaschine geahnt. Im linken Menü können Sie zahlreiche Filter aktivieren, um die Treffermenge einzugrenzen. Sollten Sie länger an diesem Thema interessiert sein, abonnieren Sie doch einen RSS-Feed, der Ihnen automatisch neu eingespielte Treffer mit diesem Suchbegriff anzeigt. Sie können sich auch kostenlos einen personalisierten Account zulegen und Ihre Suchanfragen und Treffer abspeichern.

Kommen wir zurück zur Treffermenge: Ein kleines „T“ in einem spitzen Kästchen weist darauf hin, dass ein Werk mit Volltext verfügbar ist, den man durch einen entsprechenden Klick bei „Affichage“ auch einblenden kann. Außerdem können Sie das Werk als einzelne Seiten, Doppelseiten, als Mosaik aller Seiten oder als Version zum vertikalen Scrollen darstellen. Manche Werke sind auch als E-Book im Format EPUB (z.B. die 150 wichtigsten Werke der französischen Literatur empfohlen vom Ministerium für die Schulen). Ein Lautsprechersymbol zeigt an, dass Sie es sich vorlesen lassen können (sehr amüsant bei nicht-französischsprachigen Texten). Öffnen Sie die Vollanzeige eines Treffers, können Sie alle Seiten, die Ihr Suchwort enthält, mithilfe der Lupe schnell ansteuern. Sie werden wie mit Textmarker gehighlightet. Sofern das Werk nicht mit Beschränkungen versehen ist, kann man für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos und unkompliziert einen Download erhalten. Es reicht ein Klick in der linken Menüleiste: man muss nur das Format auswählen, festlegen, ob man eine einzelne Seite oder das komplette Werk wünscht und abschließend die Nutzungsbestimmungen bestätigen. Ein Großteil der Menüs ist inzwischen auch in deutscher Sprache vorhanden.

Sollten Sie Ihre Fundstücke nicht am PC oder Laptop, sondern am Handy konsultieren wollen, empfiehlt sich der Download der Apps für iOS oder Android – also dann ab mit Ihnen ins Grüne! Oder vielleicht Zelten in Brandenburg? In diesem Fall hätten wir für große und kleine Kinder noch etwas zum meditativen Ausmalen parat – voilà! Restez en bonne santé.

 

Digitale Lektüretipps 39: Dante-Portale im Internet

Ein Beitrag aus unserer Reihe Sie fehlen uns – wir emp-fehlen Ihnen: Digitale Lektüretipps aus den Fachreferaten der SBB

Corona heißt, das wissen Sie natürlich, eigentlich Krone, Kranz. Gekrönt wurden bekanntlich nicht nur Herrscher, sondern auch Dichterfürsten – mit einem Lorbeerkranz, dem Symbol für Vollkommenheit und Unsterblichkeit. Im Italien des 14. Jahrhunderts treffen wir auf gleich drei gekrönte Dichter: Dante, Petrarca und Boccaccio, die Tre corone.

Dante Alighieri: La divina commedia, 14. Jh. (http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001C38A00000000)

Dante Alighieri: La divina commedia, 14. Jh. (http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001C38A00000000)

Die Staatsbibliothek besitzt die über 2000 Bände umfassende Dante-Sammlung des Jenaer Historikers Friedrich Schneider (1878-1962), die Sie hier recherchieren und ja auch bald wieder ausleihen können. Unterdessen könnten Sie sich in den digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zum Beispiel sechs Handschriften der Göttlichen Komödie Dantes aus dem 14. Jahrhundert anschauen.

In diesem Blog-Beitrag soll es noch allgemeiner darum gehen, welche Recherchemöglichkeiten Sie zu Dante in Zeiten von Corona haben. Vor zehn Jahren schrieb ich zu drei Dante-Portalen im Internet einen Beitrag im Deutschen Dante-Jahrbuch (Jg. 2009), den ich hiermit aktualisieren möchte. Der Begriff Portal sollte verstanden sein als eine virtuelle Dante-Spezialbibliothek, die das Werk Dantes im Volltext ebenso anbietet wie günstigstenfalls Literatur über Dante, digitalisierte Illustrationen, biografische Daten, evtl. ergänzt auch um multimediale Elemente, Rezitationen oder Dante-Vertonungen. Im Idealfall sind diese Funktionalitäten miteinander verknüpft und können bequem kontextuell konsultiert werden.

dante online

Einen guten Einstieg bietet die Seite der Società Dantesca Italiana (SDI). Gleich als ersten Link finden Sie dort das seit zwanzig Jahren existierende Webportal dante online, das von der SDI wissenschaftlich betreut wurde. Eines der (leider nicht weiter verfolgten) Ziele war es, die mehr als 800 weltweit in Bibliotheken erhaltenen Commedia-Handschriften zu digitalisieren (vgl. Roddewig) und in einem Gesamtkorpus über das Internet bereitzustellen. Nach wie vor sind nur 33 Handschriften, vornehmlich aus dem Besitz italienischer und insbesondere Florentiner Bibliotheken, eingestellt. Sie sind teilweise mit Transkription sowie sämtlich mit Zoom-Funktion ausgestattet. Zum Teil wurden schwarz-weiß-Kopien verwendet; bei der Vergrößerung wird ein Wasserzeichen der SDI sichtbar. Eine separate Suche nur über die kleine Datenbank der Handschriften im Menü Cerca ermöglicht die Suche nach den Aufbewahrungsorten, ehemaligen und heutigen Signaturen, Kopisten, Jahrhunderten etc.

Zum anderen sind – mit Genehmigung der Verlage – sämtliche Werkausgaben der SDI, d.h. teilweise auch die Ausgaben der Edizione nazionale, im Volltext, allerdings ohne Apparat, über die Webseite zugänglich, für die meisten Werke auch englische Übersetzungen. Wie auch bei den Handschriften kann man sich Schritt für Schritt durch die einzelnen Seiten weiterbewegen oder Einstiegspunkte bis auf Ebene der canti oder versi wählen.

Ergänzt wird das Angebot um biografische Zugänge: einen aus mehreren Quellen kompilierten Text sowie einen Auszug aus Petrocchis biografischen Arbeiten. Beide Texte sind vielfältig verlinkt und bieten ebenso wie die Chronologie (Adobe Flashplayer erforderlich) zusätzliche Informationen über ein integriertes Glossar samt bibliografischen Hinweisen. Allerdings sind manche features nicht mehr nutzbar, da sie einen Flashplayer (Adobe Shockwave) erfordern, der nicht mehr im Angebot von Adobe ist. Dies betrifft eine multimediale Fassung der Biografie und verschiedene Audiodateien.

Trotz dieser Lücken ist dante online immer noch nützlich für einen raschen Zugriff auf das Werk mitsamt einer Volltextdurchsuchbarkeit beim Menüpunkt Cerca. Eigentlich ist über dante online auch die Dante-Bibliografie der SDI zugänglich, allerdings wurde der Link auf eine neue Version nicht aktualisiert. Da es einige interessante Änderungen gibt, widme ich der Bibliografie einen eigenen Absatz.

Bibliografia Dantesca Internazionale

Über die Webseite der SDI gelangt man zur Bibliografia Dantesca Internazionale, die sich aus zwei Quellen speist.

Der italienische Part: Zum einen sind hier die Daten der zweiteiligen umfangreichen Bibliografia dantesca, die in den Studi Danteschi (Jg. 60 bzw. 64) der SDI veröffentlicht wurden, in einer Datenbank zusammengefasst und fortgeführt. Seit 2000 ist die Bibliografie auf den Seiten der SDI online.

Zum anderen besteht mittlerweile – und damit kommen wir zum US-amerikanischen Part – eine Kooperation mit der Dante Society of America (DSA), die seit 1952 die Annual Dante Bibliography als Appendix zu ihrer Zeitschrift Dante Studies veröffentlicht hatte. Seit 2015 wird diese Bibliografie, deren primäres Augenmerk auf den Veröffentlichungen nordamerikanischer Verfasser und in Nordamerika publizierter Dantestudien liegt, ausschließlich online veröffentlicht. Die Jahresbibliografien der Dante Studies von 1952 bis 2018 sind als PDF, Word- oder HTML-Dokument jahresweise hier zu finden und spiegeln die nordamerikanische Dantistik.

Die neue vereinte Datenbank der beiden Fachgesellschaften SDI und DSA ging 2017 mit italienischer und englischer Benutzeroberfläche und einer neuen Software online. Sie enthält derzeit (Stand Mai 2020) gut 62.000 Einträge; jährlich kommen mehrere Tausend Literaturangaben hinzu. Die Datenbank verzeichnet Literatur von und über Dante in Form von Werkausgaben, Monografien, Beiträgen in Sammelbänden, Zeitschriftenaufsätzen und Rezensionen; auch z.B. Dissertationen auf Microfiche sind erfasst, ebenso Links zu parallelen Volltextdokumenten, aber keine reinen Online-Dokumente. Die Bibliografie umfasst systematisch Veröffentlichungen ab den 1970er Jahren (vereinzelt frühere Titel) und enthält mit Publikationen aus dem Jahr 2020 auch neueste Beiträge.

Über den Fragezeichen-Button gelangt man zu drei kurzen Video-Tutorials, in denen die Funktionalitäten der bibliografischen Datenbank erläutert werden. Charakteristisch ist die dreigeteilte Oberfläche: links die Suchfenster und ein aufklappbarer Baum für einen ausgefeilten systematischen Zugriff z.B. bis hin auf die Ebene von Commedia-Übersetzungen in einzelne fremdsprachige Dialekte. Die Suche wird jeweils mit einem Klick auf einen Button mit einem nach rechts zeigenden Pfeil ausgelöst, der an die Play-Taste eines CD-Players erinnert; die Enter-Taste ist nicht ausreichend. Der Button mit dem Rückgängig-Pfeil löscht übrigens die Einträge in der Suchmaske, die auch bei Sitzungsende über Cookies im Browser gespeichert werden. Im mittleren Fenster werden die Suchergebnisse in Fünfhunderterpaketen angezeigt. Im rechten Fenster erscheinen nach einem Klick auf ein Ergebnis zusätzliche Angaben, z.B. die Klassifikation und Schlagworte, außerdem Hinweise auf Rezensionen und mitunter sogar Literaturangaben aus den Fußnoten der ausgewerteten Aufsätze.

Ein Export der Treffer als Word-Dokument oder PDF in den jeweiligen bibliografischen Formaten der beiden Fachgesellschaften ist möglich (leider keine Formate der Literaturverwaltungssysteme). Bei über 500 Treffern muss schrittweise exportiert werden.

Dartmouth Dante Project und Dante Lab

Im Dartmouth Dante Project (DDP), entstanden am Dartmouth College in Hanover (New Hampshire), werden 77 italienische, lateinische und englische Commedia-Kommentare, die zwischen 1321 und 2015 erschienen sind, mit durchsuchbarem Volltext und im Open Access bereitgestellt. 19 Kommentare stammen aus dem 14. Jh., fünf aus dem 15. Jh., acht aus dem 16. Jh., zwei aus dem 18. Jh., 14 aus dem 19. Jh., 27 Kommentare aus dem 20. Jh. sowie zwei aus dem 21. Jh. (hier finden Sie die Liste der Kommentare). Das DDP wurde ab 1982 von Robert Hollander, Princeton University, mit Unterstützung der Dante Society of America und der Società Dantesca Italiana entwickelt und geleitet. 1988 ging der erste Prototyp online.  Neben den Kommentaren enthält die Datenbank auch den Commedia-Text der Edizione nazionale, der für den privaten Studiengebrauch mit Erlaubnis des Herausgebers Giorgio Petrocchi zur Verfügung gestellt wird. Allerdings dient er nur zum punktuellen Einsehen der Suchbegriffe, nicht zur vollständigen Lektüre.

Das DDP ist Vorläufer und Grundlage für das seit 2013 bestehende Dante Lab, ein virtual workspace wiederum des Dartmouth College, in dem der Text der Commedia, mehrere Übersetzungen und die 77 Kommentare miteinander verknüpft sind. Wiederum stellt sich die Oberfläche in der Voreinstellung dreigeteilt dar: links die Commedia (diesmal kontinuierlich lesbar), die rechte Seite teilen sich die umschaltbaren Übersetzungen (Deutsch von Karl Streckfuß, 1854; Französisch von Alexandre Cioranescu, 1964, und Englisch von Henry Wadsworth Longfellow, 1876) einerseits und darunter die ebenfalls umschaltbaren Kommentare andererseits. Man kann die Oberfläche nach den eigenen Bedürfnissen anpassen, z.B. vier Teile arrangieren und damit vier verschiedene Kommentare aufrufen.

Da es sich bei den Kommentaren zumeist um zeilenweise Annotationen der Commedia handelt, lag es nahe, die Struktur der Datenbank so aufzubauen, dass einzelnen Versen oder Gesängen die jeweiligen Kommentare direkt zugeordnet werden. In einem Suchmenü kann man nach einzelnen Stichworten recherchieren oder über Auswahlmenüs manuell zu einzelnen canti oder versi springen. Je nach Browser und Betriebssystem scheint letzteres die zuverlässigste Zugangsart zu sein – ein weiteres Mal zeigt sich, dass es nicht unproblematisch ist, ausgefeilte Systeme für eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte kompatibel zu halten.

Princeton Dante Project

Ein weiteres anspruchsvolles Portal ist das – ebenfalls von Robert Hollander initiierte – Princeton Dante Project (PDP).  Es wurde seit Mitte der 90er Jahre entwickelt, brachte 1996 einen Prototyp auf CDROM hervor und wurde schließlich 1999 im Netz zugänglich gemacht. Prof. Hollander ist seit 2003 emeritiert; die letzte Änderung scheint 2000 erfolgt zu sein, dennoch ist es noch gut nutzbar.

Das Projekt bereichert die konventionellen philologischen Herangehensweisen um multimediale Elemente und nutzt die hypertextuellen Möglichkeiten in überzeugender Weise, auch wenn der Datenbank ihr Alter mittlerweile anzusehen ist. Ziel des PDP ist, einen annotierten elektronischen Text der Commedia für Lehr- und Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen, bei dem sowohl das italienische Original (wiederum die Petrocchi-Ausgabe der Edizione nazionale) als auch englische Übersetzungen (von Jean and Robert Hollander) samt Rezitation, aber auch Commedia-Illustrationen und -Kommentare sowie weitere historische, philologische, visuelle und interpretierende Annotationen miteinander verlinkt sind. Ein etwa zehnminütiges Tutorial (in englischer Sprache) vermittelt einen guten ersten Eindruck.

Die Minor works (Opere minori) werden in übersichtlicher Form präsentiert: in der Mitte der Bildschirmseite findet sich der italienische oder lateinische Originaltext der maßgeblichen Ausgabe, rechts direkt daneben die englische Übersetzung. Die aufeinander abgestimmte Typografie der beiden Texte ermöglicht ein zeitgleiches komparatives Konsultieren des Originals und der Übersetzung. In einer Spalte am linken Bildschirmrand gestatten Sprungmarken den Zugriff über die Textstruktur (z.B. auf einzelne Verse oder Absätze). Die Minor Works können außerdem durch eine Suchmaske Wort für Wort durchsucht werden; ein Index sämtlicher von Dante verwendeter Worte ist alphabetisch durchblätterbar, wobei die mitgelieferten Zahlen der Worthäufigkeit Rückschlüsse auf den Sprachgebrauch des Dichters zulassen.

Bezüglich der Commedia bietet das PDP ein breit gefächertes Portfolio an Zusatzinformationen: Wiederum ist der italienische Text in der Mitte und die englische Übersetzung rechts angeordnet. Auf der linken Seite des Bildschirmes sind sechs schmale Spalten erkennbar, die auf Mausklick zeilen- bzw. cantogenaue Annotationen liefern, wobei der genaue Zeilenbezug markiert ist. Die erste Spalte führt zu philologischen Hinweisen Robert Hollanders (nur für die ersten sechs Gesänge des Inferno verfügbar), die zweite zu seinen Commedia-Kommentaren, die sich in einem gesonderten Fenster öffnen. Die dritte Spalte bietet die Verknüpfung zum Dante-Wörterbuch von Paget Toynbee. Wurden bei Toynbee in der Druckversion Verweisungen auf andere Textstellen gegeben, so sind diese in der hier präsentierten elektronischen Abschrift wiederum mit der Textstelle im PDP verlinkt, d.h. direkt aufrufbar. Mit einem Klick auf die einem Vers zugeordnete Raute in der vierten Spalte springt man direkt in das Dartmouth Dante Project; automatisch werden die im DDP zugänglichen Commedia-Kommentare für den entsprechenden Vers aus der Datenbank herausgefiltert und chronologisch aufgelistet. Die fünfte Spalte eröffnet die Möglichkeit, eine Rezitation des italienischen Originals zu vernehmen. Vorgetragen wird auf Wunsch die Terzine, die Bildschirmseite (fünf Terzinen) oder der gesamte canto. Die sechste Spalte schließlich verweist auf die Commedia-Illustrationen von Gustave Doré und Amos Nattini, die auch vergrößert dargestellt werden können.

In einer orangefarbenen Menüzeile über dem Commedia-Text werden neben den Navigationsschaltern zum seitenweisen Vor- oder Zurückblättern auch eine stichwortartige englische Zusammenfassung jedes canto geboten, ein Link zum Table of contents, d.h. zur Struktur der Commedia, sowie ein Zugang zu mehreren Suchmasken. Die Navigation im PDP ist durchdacht; es gibt oft mehrere Zugänge zu einer Funktionalität, was zunächst verwirren mag, sich aber als großer Vorteil bei der praktischen Arbeit herausstellt. Ergänzend enthält das PDP biografische Informationen, kartografisches Material, Stammbäume von Herrschern und Adelsfamilien, Vorlesungen Robert Hollanders usw.

Bei diesen Portalen wurde und wird Pionierarbeit für die Digital Humanities geleistet. Es bleibt zu hoffen, dass jene etwas in die Jahre gekommenen Initiativen weitergeführt und, wo nötig, auf neue, langlebige IT-Beine gestellt werden können.

Tusculum online

Digitale Lektüretipps 38: Tusculum online

Ein Beitrag aus unserer Reihe Sie fehlen uns – wir emp-fehlen Ihnen: Digitale Lektüretipps aus den Fachreferaten der SBB

Tusculum – eigentlich die kleine Etruskersiedlung – war eine Landstadt südöstlich von Rom in den Albaner Bergen, in der Nähe des Weinortes Frascati. Der Ort wurde von den Stadtrömern im Hochmittelalter (1191) so nachhaltig zerstört, dass er nie wieder aufgebaut wurde. Hier besaßen Angehörige der antiken römischen Oberschicht ihre Sommerresidenz. Auch Cicero (106-43 v.u.Z.) gehörte zu den Villenbesitzern. Nachdem er 58 politisch kaltgestellt worden war und nie mehr seinen früheren Einfluss zurückgewinnen konnte, verbrachte er viel Zeit auf seinem Landgut. Wie sehr musste es diesen überaus ehrgeizigen Aufsteiger gekränkt haben, zum Privatisieren verurteilt zu sein. Dabei war er so stolz darauf, in seinem Jahr (suo anno) – d.h. im frühest möglichen – das höchste Amt der Römischen Republik, den Konsulat, erreicht zu haben (63). Indes machte er aus seiner Not eine Tugend und wurde literarisch ungemein produktiv. Die Tätigkeit umschrieb er mit dem Paradoxon otium cum dignitate, was man mit ‚würdevoller Müßiggang‘ übersetzen könnte. Er verfasste grundlegende Werke zur Rhetorik und rezipierte die griechische Philosophie für die lateinische Sprache. Eines seiner großen philosophischen Werke nannte er Tusculanae disputationes – ‚Gespräche in Tusculum‘. Cicero blieb bei aller geäußerten Sympathie für Platon Eklektiker. Er machte Anleihen  bei den Lehren verschiedener Philosophenschulen, der Akademie Platons, dem Peripatos des Aristoteles und der Stoa, nicht jedoch dem Kepos Epikurs. Ein eigenes Lehrgebäude schuf er dabei nicht. Dennoch sollten wir die Leistung Ciceros nicht gering schätzen. Er schöpfte zahlreiche Begrifflichkeiten aus dem lateinischen Wortschatz zur Übersetzung griechischer Abstrakta. Und dabei war er ein glänzender Stilist, normsetzend für die lateinische Kunstprosa mit einer gewaltigen Nachwirkung bis in die Gegenwart.

Für seine Arbeit war Cicero bestens gerüstet durch eine hervorragende Ausbildung. Zu seinen Lehrern gehörte der führende Gelehrte seiner Zeit, Poseidonios (135-51 v.u.Z.), der auf Rhodos eine Schule leitete. En passant sei darauf hingewiesen, dass Poseidonios auch für die deutsche Geschichte eine Bedeutung besitzt. Er ist nach unserem fragmentarischen Überlieferungsstand der antiken Literatur der erste, der das Wort ‚Germanen‘ verwendet  – pikanterweise im Kontext ihrer Essgewohnheiten. Der zweite ist übrigens Cicero in einer Rede (De provinciis consularibus), noch bevor Cäsar als dritter den Begriff in seinem Werk über den Gallischen Krieg nachhaltig beeinflusste

Sammlung Tusculum

Es war wohl der Gedanke des otium cum dignitate, der den jungen Ernst Heimeran (1902-1955) vor nahezu 100 Jahren zur Namensgebung ‚Tuskulum-Bücher‘ bzw. etwas später ‚Sammlung Tusculum‘ bewog.  Damit benannte er die von ihm konzipierte Edition zweisprachiger Texte bedeutender Werke der Antike. Aus wohlhabender Familie stammend gründete der auch literarisch begabte Heimeran noch als Student der Kunstgeschichte im Jahr 1922 in München einen Verlag, zu dessen Schwerpunkt sich schnell die Reihe Tusculum entwickelte. Die antiken Schriften wurden um die wichtigen Überlieferungs- und Deutungsvarianten des antiken Textes ergänzt, also der Basisarbeit des Philologen. Anders als bei Druckwerken ist die Textgestalt bei handschriftlich überlieferten Werken ja oftmals nicht eindeutig.

Der Erfolg der Bücher beruhte auf zweierlei. Zum einen brach Heimeran mit der Aufnahme der Übersetzung den Widerstand der Philologen, die sich grundsätzlich gegen diese Form der Textwiedergabe wandten. Damals kursierten in der Regel anspruchslose, aber wörtlich sehr genaue Übertragungen, den Pädagogen ein Graus, bei den Schülern hingegen als Übersetzungshilfen vor allem im Kleinstformat sehr beliebt. Ich besitze Erinnerungen an eigene Gymnasialzeit vor fünf Jahrzehnten, als solche in der Schülersprache Schlauch genannten Verdeutschungen noch kursierten. Zum anderen gewann Heimeran für die Übersetzungsarbeit Fachleute, die stilistisch anspruchsvolle Übertragungen anfertigten. Ein Beispiel ist der renommierte Gräzist Bruno Snell (1896-1986). Er übersetzte die Fragmente des Vorsokratikers Heraklit – mit über einem Dutzend Neuauflagen. Übrigens veröffentlichte Snell 1946 einige seiner wichtigen Aufsätze und Reden unter dem beeindruckenden Titel Die Entdeckung des Geistes, erläutert durch den Untertitel Studien zur Entstehung des europäischen Denkens bei den Griechen. Abgerundet werden zumindest die jüngeren Ausgaben der Sammlung Tusculum durch eine wissenschaftlich fundierte Einleitung, einen Kommentar zur Erklärung erläuterungsbedürftiger Stellen und ein Register der Eigennamen.

Anregen ließ sich Heimeran durch die 1912 von dem deutschstämmigen New Yorker Bankier und Klassischen Philologen James Loeb (1867-1933) ins Leben gerufene Loeb Classical Library. Sie bietet in vergleichbarer Weise Texte der Antike in der Originalsprache und in englischer Übersetzung mit knappem textkritischen und Sach-Kommentar. Diese hochangesehene Buchreihe wird inzwischen von der Harvard University Press verlegt. Die grundsätzlich einen gleichartig gestalteten Einband tragenden Textausgaben mit identischem Buchformat fallen dem Kenner sofort in einem Buchregal auf. Der einzige Unterschied ist die grüne Farbe der griechischen und die rote der lateinischen Werke. In gleicher Weise stechen in den Regalen des Lesesaals oder auch einer Privatbibliothek die Bände aus der Sammlung Tusculum ins Auge. Der charakteristische Umschlag mit der blassen Wiedergabe einer griechischen respektive lateinischen Handschriftenseite und die einheitliche Höhe des Buchrückens sind seit Jahrzehnten die verbindenden Elemente dieser Sammlung.

Zunächst betrieb Heimeran seinen Verlag nur im Nebenerwerb, im Hauptberuf war er Journalist. 1933 musste er seinen Beruf aufgeben – für seinen Verlag ein Glücksfall, denn seine verlegerische Tätigkeit wurde nun seine Hauptprofession. Ernst Heimeran starb im Jahr 1955 mit nicht einmal 53 Jahren. Sein Verlag überlebte ihn um 25 Jahre. Die nächsten Jahrzehnte wurde die Tusculum-Bücherei von dem Münchener Artemis-Verlag weitergeführt. Seit 2013 fungiert der führende Berliner Wissenschaftsverlag De Gruyter als Herausgeber. Zu seinen Schwerpunkten gehört die Altertumswissenschaft. Auf der Verlagswebseite ist eine Übersicht über alle enthaltenen Bände der Sammlung Tusculum zu finden.

Mittlerweile ist das literarisch bedeutende Schrifttum der Antike zu einem ganz erheblichen Teil in dieser Reihe erschienen. Die Verlagsseite zählt derzeit über 270 Titel, jedes Jahr kommen etliche dazu. Die Sammlung Tusculum steht damit im deutschen Sprachraum konkurrenzlos da. Der klassisch sehr gebildete Heimeran dachte noch an die Abgänger des humanistischen Gymnasiums als Zielgruppe seiner Edition. Diese hatten ihre profunden Latein- und Griechischkenntnisse nach einem überaus anspruchsvollen Lektürepensum erworben. Von ihnen erwartete Heimeran zu Recht, dass sie sich in Mußestunden der späteren Jahre wieder dem Lesestoff ihrer Jugendtage zuwenden würden. Über vergessene Vokabeln sollte dann die parallel abgedruckte Übersetzung hinweghelfen. Doch wie haben die Zeiten sich geändert. Das humanistische Gymnasium alter Prägung ist tot. Selbst in der reinen klassischen Philologie sind gründliche Latein- und vor allem Griechischkenntnisse oftmals stark geschwunden. Die Reihe Tusculum wird deshalb nicht nur von Philologen, sondern von allen wissenschaftlich Tätigen bei unterschiedlichsten Fragestellungen zur Antike und ihrer Rezeption herangezogen. Hinzu kommen die rein literarisch Interessierten, die tiefer in den Text eindringen möchten.

Sammlung Tusculum online

Bereits kurz nach der Aufnahme ins Verlagsprogramm digitalisierte De Gruyter alle Bände und bietet sie jetzt zeitgemäß auch als E-Book an. Die Staatsbibliothek konnte dank der Sondererwerbungsmittel der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien in den vergangenen Jahren Tusculum online, wie die elektronische Buchreihe genannt wird, komplett erwerben. Wer die gesamte Sammlung im Stabikat aufrufen möchte, gibt am besten Sammlung Tusculum online ein. Wer gezielt einen bestimmten Schriftsteller sucht, gibt zusätzlich den Autorennamen ein. Nicht wenige Bände wie Stoa und Stoiker lassen sich allerdings keinem bestimmten Verfasser zuordnen. Insofern dürfte auch die umfassende Suche reizvoll sein.