Symposium „Zettelkataloge“

Zettelkataloge. Unantastbares Kulturgut, aktiver Forschungsgegenstand oder substituierbares historisches Arbeitsmittel?

2. Februar 2026, Staatsbibliothek Unter den Linden, 10117 Berlin, Theodor-Fontane-Saal

Leitung Programmkomitee: Prof. Dr. Gerhard Lauer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Prof. Dr. Vivien Petras (Humboldt-Universität zu Berlin)

Das Symposium hat an der Staatsbibliothek zu Berlin stattgefunden und wurde fachlich begleitet sowie mitveranstaltet vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin und vom Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Informationen zum Themenkomplex entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.


Ergebnisse

Vielen Dank an alle Teilnehmenden des Symposiums für den fachlichen Austausch und die produktive Diskussion. Gemeinsam mit dem Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU haben wir einen Rückblick erarbeitet, um über die zentralen Inhalte zu informieren. Auch die Einzelbeiträge wurden auf Zenodo veröffentlicht. 

Die praktische Frage zum Umgang mit den Zettelkatalogen der Staatsbibliothek wurde vertieft geprüft. Hier finden Sie die Pressemitteilung der getroffenen Entscheidung. Die Zettelkataloge bleiben vorerst erhalten.


Programm

Zeit Vortragende:r Beitragstitel
10.00–10:15 Achim Bonte (Staatsbibliothek zu Berlin)
Gerhard Lauer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Vivien Petras (Humboldt-Universität zu Berlin)
Begrüßung
10.15–10.45 Regine Dehnel
Michaela Scheibe (Staatsbibliothek zu Berlin)
Zum „informationellen Restwert“ der historischen Zettelkataloge der Staatsbibliothek zu Berlin für die Provenienz- und Sammlungsforschung
10.45–11.15 Sebastian Finsterwalder
Stephan Kummer (Zentral- und Landesbibliothek Berlin)
„Da müssen wir in den Staderini schauen …“ – Der erhaltene Dienstkatalog der Berliner Stadtbibliothek und sein aktueller Nutzen
11.15–11.45 Thomas Stäcker (Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt) „Die Kartei ist das überwundene Buch“ – Rolle und Funktion des Zettelkatalogs als Teil der bibliothekarischen Sammlung
11.45–12.15 Daniel Dudde (Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Goethe-Universität Frankfurt) Katalog ist nicht gleich Katalog: Überlieferung, Nutzung und Erkenntnispotenzial historischer Zettelkataloge an der UB Frankfurt/M.
12.15–13:15 Mittagspause
13.15–13.45 Noah Regenass (Universitätsbibliothek Universität Basel) Historische Kataloge zwischen Beständigkeit und Bedrohung: Moderner Zettel- und mittelalterlicher Klosterkatalog im Reflexionsraum der Erinnerungskultur
13.45–14.15 Franziska Klemstein (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig) Die unsichtbaren Schichten der Zettelwirtschaft: Zwischen historischer Wissensordnung und digitaler Modellierung
14.15–14.45 Dörte Schmidt (Universität der Künste) Wissensordnungen auf Papier und Bildschirm. Bibliothekskataloge zwischen Informationsinfrastruktur, Museums- und Archivgut
14.45–15.00 Kaffeepause
15.00–15.30 Markus Krajewski (Universität Basel) Epistemische Maschinen. Zum Einsatz bibliothekarischer Zettelkataloge, analog/digital
15.30–16.00 Tom Meißner (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena) Vom Massenbestand zur strukturierten Forschungsressource: Skalierbare Digitalisierung und Metadaten-Extraktion historischer Zettelkataloge mit Unterstützung von Vision Language Models
16.00–16.30 Ruth von dem Bussche
Volker Cirsovius (Arbeitskreis Provenienzforschung e.V.)
Zettelkataloge im Zeitalter künstlicher Intelligenz
16.30–17.00 Gerhard Lauer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Vivien Petras (Humboldt-Universität zu Berlin)
Wrap-up

Gast-Teilnahme (20 Plätze, Anmeldefrist abgelaufen)


Call for Papers (Einreichungsfrist abgelaufen)

Veröffentlicht am 7. Oktober 2025:

Call for Papers (abgelaufen) in der verlinkten PDF-Datei:

Ausschreibungslink

Bitte reichen Sie Ihren Vorschlag bis zum 30.11.2025 unter generaldirektion@sbb.spk-berlin.de ein. Alle Abstracts werden durch das Programmkomitee unter Leitung von Prof. Dr. Vivien Petras und Prof. Dr. Gerhard Lauer geprüft. Annahme oder Ablehnung der Beiträge werden bis spätestens 15.12.2025 bekannt gegeben. Für Fragen zum Einreichungsprozess steht Ihnen Frau Carolin Hahn (carolin.hahn@sbb.spk-berlin.de) zur Verfügung.