Yosef Gar: Umkum fun der yiddisher Kovne. Minkhen : Farband fun Liṭṿishe Yidn in der Ameriḳaner-Zone in Dayṭshland 1948. Signatur: O 63_4 A. Staatsbibliothek zu Berlin - PK - Lizenz: CC BY_NC-SA

2. Buchpatenschaft für den Monat Mai

Eine zweite Buchpatenschaft aus der Sammlung der Displaced-Person-Literatur möchten wir gerne für den Monat Mai vorstellen, da wir für die erste bereits eine Patin gefunden haben. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 wurden die westlichen Besatzungszonen Deutschlands zur Transitstation für geschätzt 250.000 jüdische Flüchtlinge und Überlebende. Sie fanden eine erste Zuflucht in den Displaced-Persons-Camps der Alliierten. Hier stellten sie in den Jahren 1945 bis 1950 mehr als 400 Bücher und Zeitschriften her. Diese Literatur half den entwurzelten Menschen, die die Qualen der Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt oder im Untergrund und in Verstecken ausgeharrt hatten, nun jedoch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren konnten oder wollten, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen, neue Orientierung zu finden, Bildung zu vermitteln, sich gegenseitig zu informieren oder zu agitieren.

Yosef Gar: Umkum fun der yiddisher Kovne. Minkhen : Farband fun Liṭṿishe Yidn in der Ameriḳaner-Zone in Dayṭshland 1948. Signatur: O 63_4 A 33991.

Yosef Gar: Umkum fun der yiddisher Kovne. Minkhen : Farband fun Liṭṿishe Yidn in der Ameriḳaner-Zone in Dayṭshland 1948.

Dieses Buch behandelt die Geschichte der Juden in Litauen, speziell in Kaunas. Im Buch abgedruckt sind auch Bilder und Fotos vom Kaunas der Vor- und der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Der Autor, Yosef Gar, wurde 1905 in Kaunas, Littauen geboren. 1932 erschien sein literarisches Debut In kupe in Kaunas und schrieb später vornehmlich Rezebsionen und Essays über allgemeine jüdische Themen. Bis zu seiner Deportation nach Dachau 1944 lebte er im Ghetto Kaunas. Yosef Gar gelang die Flucht aus dem fahrenden Zug und die Rückkehr in seine Heimatstadt. 1945 kam er nach Deutschland. 1948 emigrierte er zunächst in die USA und schrieb dort weiterhin für verschiedene jüdische Zeitungen. Später zog Yosef Gar nach Israel (weitere biographische Hinweise in dem Buch von Tamar Lewinsky “Displaced Poets”, Göttingen 2008, online verfügbar: http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV023325947/ft/bsb00083992?page=2, S. 238).
Yosef Gar widmet das Exemplar auf dem Titelblatt dem Historiker Dr. Philip Friedman. Friedman wurde 1901 in Lemberg geboren, studierte Geschichte in Lemberg und Wien und war dann als Lektor der YIVO (= jiddisches wissenschaftliches Insitut)-Kurse in Vilnius und später in Warschau tätig. Er überlebte den Holocaust versteckt in Polen. 1946 wanderte er in Richtung Deutschland aus. Philip Friedman sammelte Augenzeugenberichte und Dokumente zur Shoah. Er wurde bei den Ermittlungen zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess befragt und arbeitete bis 1948 für den Joint in der Schul- und Kulturabteilung in der Amerikanischen Besatzungszone. Nach seiner Emigration in die USA lehrte Philip Friedman jüdische Geschichte an der Columbia-Universität in New York. Er starb 1960 (weitere biographische Hinweise in dem Buch von Tamar Lewinsky “Displaced Poets”, Göttingen 2008, online verfügbar: http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV023325947/ft/bsb00083992?page=2, S. 237).

Restaurierungsbedarf: Trockenreinigung, Klammern entfernen, Blockheftung mit Faden erneuern, Nassbehandlung Umschlagblatt, Umschlag verso kaschieren, Rückenmaterial ergänzen, Kanten Ecken glätten, Risse sichern

Kalkulierte Kosten: 385 €

 

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt mehr als die Hälfte der rund 400 in den DP-Lagern erschienenen Schriften und ist bestrebt, eine größtmögliche Vollständigkeit zu erreichen. Oft sind nur wenige Exemplare dieser Werke erhalten, denn sie wurden in sehr kleinen Auflagen und meist auf schlechtem Papier gedruckt, wurden viel genutzt und dabei oft ‚zerlesen’. In Hebräisch sind religiöse Werke, Bibeln, Gebetbücher, einzelne Talmudtraktate und Schriften zur religionsgesetzlich vorgeschriebenen Lebensführung verfasst. Daneben gibt es vielfältige säkulare Literatur: Wochenzeitungen und Propagandaschriften der verschiedenen Gruppierungen, Romane und Gedichte der modernen jiddischen und hebräischen Klassik, Lese- und Lehrbücher für die in den Lagern eingerichteten Schulen, praktische Ratgeber jedweder Art, schließlich die ersten Dokumentationen der Sho’ah in Wort und Bild.

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch aus der Sammlung der DP-Literatur  restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de. Gerade weil diese Bücher unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg auf schlechtem Papier gedruckt und viel genutzt wurden, sind viele von ihnen dringend restaurierungsbedürftig. Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt.Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat Mai – Vergeben

Wir freuen uns sehr, dass diese Buchpatenschaft aus der Sammlung der DP-Literatur auf diesem Weg eine Patin gefunden hat. Herzlichen Dank.
Da der Monat Mai erst zur Hälfe vergangen ist, werden wir eine weitere Buchpatenschaft aus dieser Sammlung in einem eigenen Blogbeitrag vorschlagen.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 wurden die westlichen Besatzungszonen Deutschlands zur Transitstation für geschätzt 250.000 jüdische Flüchtlinge und Überlebende. Sie fanden eine erste Zuflucht in den Displaced-Persons-Camps der Alliierten. Hier stellten sie in den Jahren 1945 bis 1950 mehr als 400 Bücher und Zeitschriften her. Diese Literatur half den entwurzelten Menschen, die die Qualen der Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt oder im Untergrund und in Verstecken ausgeharrt hatten, nun jedoch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren konnten oder wollten, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen, neue Orientierung zu finden, Bildung zu vermitteln, sich gegenseitig zu informieren oder zu agitieren.

Für die Buchpatenschaft im Mai haben wir einen Erzählungsband  ausgesucht:

Titelseite von Binyomen Elis: In aza velt : dertseylungen. Shtutgart 1948. Bibliothekssignatur: 4 A 34394. Staatsbibliothek zu Berlin-PK

Binyomen Elis (1907-1984): In aza velt : dertseylungen. Shtutgart 1948.

Erzählband in jiddischer Sprache. In diesem Band hat Binyomin Elis (1907-1984) die Erfahrungen der Shoah in neun Kurzgeschichten und einem einaktigen Theaterstück verarbeitet. Er widmet das Buch seiner Mutter, Golde Mendel, die 1942 ermordet wurde. Ansonsten ist über diesen, in jiddischer Sprache schreibenden Autor wenig bekannt. Geboren 1907 in Radom, einer Stadt rund 100 km südlich von Warschau, lebte er in Lodz, Warschau und Vilnius und überlebte den 2. Weltkrieg in Sibirien. Noch vor Beginn des 2. Weltkrieges veröffentlichte er in Warschau zwei Werke: Heymloze (1931) und das Drama Ba der grenets (1936). Neben dem hier vorgestellten Erzählungsband schrieb Binyomen Elis während seiner Zeit in Deutschland auch in der jüdischen Zeitschrift “Bafrajung”.  Er emigrierte in die USA und veröffentlichte weiterhin in Jiddisch. So erschienen 1955 in New York der Erzählungsband Ba farsheydene tishn und 1962 der Roman Afn veg tsum bunker 1962, das in einer englischen Übersetzung  The road to the bunker 1972 erschien. Als letztes veröffentlichte er das Theaterstück Seperirte 1978. Binyomen Elis starb 1984 in New York.

Restaurierungsbedarf: Trockenreinigung, Klammern entfernen, Blockheftung mit Faden erneuern, Nassbehandlung Umschlagblatt, Umschlag verso kaschieren, vordere Kante Umschlag begradigen, Kanten und Ecken glätten, Risse sichern, Schutzverpackung

Kalkulierte Kosten: 385 €

 

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt mehr als die Hälfte der rund 400 in den DP-Lagern erschienenen Schriften und ist bestrebt, eine größtmögliche Vollständigkeit zu erreichen. Oft sind nur wenige Exemplare dieser Werke erhalten, denn sie wurden in sehr kleinen Auflagen und meist auf schlechtem Papier gedruckt, wurden viel genutzt und dabei oft ‚zerlesen’. In Hebräisch sind religiöse Werke, Bibeln, Gebetbücher, einzelne Talmudtraktate und Schriften zur religionsgesetzlich vorgeschriebenen Lebensführung verfasst. Daneben gibt es vielfältige säkulare Literatur: Wochenzeitungen und Propagandaschriften der verschiedenen Gruppierungen, Romane und Gedichte der modernen jiddischen und hebräischen Klassik, Lese- und Lehrbücher für die in den Lagern eingerichteten Schulen, praktische Ratgeber jedweder Art, schließlich die ersten Dokumentationen der Sho’ah in Wort und Bild.

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch aus der Sammlung der DP-Literatur  restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de. Gerade weil diese Bücher unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg auf schlechtem Papier gedruckt und viel genutzt wurden, sind viele von ihnen dringend restaurierungsbedürftig. Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt.

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Workshop: Turkish and Turkic Manuscript Studies: An Introduction (27.3.-1.4.2017)

Ein Beitrag von Dr. Thoralf Hanstein

Im Rahmen der von der Orientabteilung organisierten Workshop-Reihe „Scriptorium“ fand dieses Jahr eine Veranstaltung mit Fokus auf die osmanisch-türkische und osttürkische Handschriftenkultur statt. Die fachliche Konzeption und Ausgestaltung des Workshops übernahmen Frau Prof. Dr. Claudia Römer (Universität Wien) und Frau Prof. Dr. Ingeborg Baldauf (Humboldt-Universität Berlin). Am ersten Veranstaltungstag hielt Frau Prof. Römer zudem die Keynote lecture unter dem Titel: “How to deal with damaged manuscripts – a case study of a 16th-century Mühimme Defteri (ÖNB Mxt. 270)”. Neben den informationsreichen Vorlesungen waren es vor allem auch die praktisch ausgerichteten Seminare zu Restaurierung/Konservierung (Frau Dr. Patricia Engel, Donau-Universität Krems) und zur Papierherstellung (Katharina Siedler, Berlin), die die auf sechs Tage ausgelegte Veranstaltung prägten. Hinzu kamen die sogenannten Hands-on Sessions, bei denen die Workshop-Teilnehmer das im Theorieteil vermittelte Wissen an Originalhandschriften direkt umsetzen konnten. Prof. Dr. Claus-Peter Haase unterrichtete osmanische Buchkunst und Kalligraphie.

Die osmanische Handschriftenkultur ist faszinierend in ihrer Vielfalt. Sie schließt Dokumente, Archivakten und Urkunden ebenso ein wie Texthandschriften als Zeugnisse der reichhaltigen islamischen Wissenskultur oder illustrierte Prachthandschriften aus den Palastwerkstätten. Die Erweiterung der Perspektive um die osttürkischen Schriftzeugnisse Mittel- und Zentralasiens gaben der Veranstaltung einen besonderen Reiz und machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einer recht eigenständigen Handschriftenkultur vertraut, die bisher nur wenigen Spezialisten bekannt ist. Die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin bewahrt mit ca. 3.200 Bänden die größte Sammlung türkischer Handschriften in Deutschland.

Bisher fanden Workshops mit Schwerpunkten zu den arabischen, persischen, hebräischen und armenischen Handschriftenkulturen statt. Schwerpunkte der kommenden „Scriptorien“, die jährlich organisiert werden, sind voraussichtlich „Manuskriptvermerke in islamischen Handschriften“ oder „Malaiische Handschriften“.

Hands-on-Session    –   Arbeiten mit dem Original

 

Traditionelles Papierschöpfen

 

Agrarminister Indiens zu Gast in der Orientabteilung

Überraschenden Besuch aus Indien erhielt die Orientabteilung der Staatsbibliothek am Nachmittag des 20. Januar. Der Agrarminister der Indischen Union, Shri Radha Mohan Singh,  wollte seinen Aufenthalt in Berlin auch dazu nutzen, um einen Eindruck von den Berliner Sanskrit-Handschriften zu gewinnen im Hinblick auf eine mögliche Kooperation im Bereich der Digitalisierung.  Anerkennend geäußert haben sich die Gäste über den guten Erhaltungszustand der Objekte.

Unter den orientalischen Handschriften der SBB bilden die etwa 9.000 indischen nach den islamischen die zweitgrößte Bestandsgruppe. Zum überwiegenden Teil sind sie bereits beschrieben. Seit 1853 sind 18 Katalogbände erschienen. Noch etwa 1.000 Objekte sind in den nächsten beiden Jahren zu katalogisieren.

Unsere indischen Handschriften sind zum überwiegenden Teil in Sanskrit. Es sind aber auch drawidische, mittel- und neuindische Sprachen vertreten. Von besonderer Bedeutung sind die etwa 1200 Werke der Jaina-Literatur.

(Beitrag von Siegfried Schmitt)

Symposium „Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817) – Diplomat, Orientalist und Sammler“

Call for Papers (English version see below)

Symposium „Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817) – Diplomat, Orientalist und Sammler“

Staatsbibliothek zu Berlin, 7./8. September 2017

Im Jahre 2017 gedenken wir des 200. Todestages von Heinrich Friedrich von Diez (2.9.1751-7.4.1817). Er war ein sehr gelehrter und streitbarer Kenner der Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients sowie ein leidenschaftlicher Sammler von Büchern und Handschriften. Eine Beschäftigung mit ihm und seinen beinahe in Vergessenheit geratenen Werken kann einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der deutschen Orientalistik in der Periode zwischen Spätaufklärung und der Entstehung der orientalischen Philologie im 19. Jahrhundert leisten.

 

Als junger Mann engagierte sich Diez als Freimaurer und veröffentlichte einige Texte zu gesellschaftspolitischen Themen, die ihn als einen typischen Vertreter des Sturm und Drang erscheinen lassen. Zwischen 1784 und 1790 war er preußischer Gesandter an der Hohen Pforte in Konstantinopel. In dieser Zeit intensivierte er seine orientalischen Sprachstudien und wurde zu einem seiner Kenntnisse wegen hochgeschätzten Orientkenner- und liebhaber. Nach seiner frühzeitigen Demission ließ er sich in der Nähe Berlins nieder und widmete sich fortan dem Studium seiner Handschriften, die er aus der Türkei mitgebracht hatte. Diez machte die deutsche Leserschaft bekannt mit Werken wie dem türkischen Epos von Dede Korkut und dem Qābūsnāma, einem persischen Prinzenspiegel. In seinen Denkwürdigkeiten von Asien, publiziert 1811 und 1815 behandelte er zahlreiche geographische, ethnographische, sprachwissenschaftliche und literarische Themen auf der Grundlage seiner Handschriftenstudien. Bekannt ist sein Einfluss auf Goethes West-östlichen Divan ebenso wie sein heftiger Disput mit Joseph von Hammer-Purgstall. In seinen letzten Lebensjahren wurde Diez ein tiefgläubiger Christ. Er starb 1817 während seiner Arbeit an einer osmanischen Bibelausgabe.

Diez vermachte seine herausragende Privatbibliothek mit ca. 17.000 Druckschriften und mehr als 850 orientalischen und abendländischen Handschriften der damaligen Königlichen Bibliothek in Berlin, wo sie bis heute als eine der wichtigsten historischen Büchersammlungen erhalten ist.

 

Wir erbitten Vorschläge für Vorträge in Deutsch, Englisch und Französisch zu den folgenden Themen:

– Heinrich Friedrich von Diez’ Leben und Wirken, die Rezeption seiner Werke und seine Korrespondenz

– Untersuchungen zu Diez’ Bibliothek und Handschriftensammlung

– Politische Beziehungen und Kulturtransfer zwischen Europa (insbesondere Preußen) und dem Osmanischen Reich im 18./frühen 19. Jahrhundert

– Entwicklung der Orientalistik und insbesondere der Türkischen Studien im 18./frühen 19. Jahrhundert in Deutschland und Europa

 

Interessenten werden gebeten, Ihre Themenvorschläge mit Titel, Kurzbeschreibung (max. 400 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis spätestens 27. November 2016 per Email einzusenden an christoph.rauch@sbb.spk-berlin.de.

Die Kostenübernahme für Vortragende ist vorgesehen, jedoch an eine noch ausstehende Drittmittelbewilligung gebunden.

 

Call for Papers

Symposium „Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817) ­ – Diplomat, Orientalist, and Collector“

Staatsbibliothek zu Berlin, 7./8. September 2017

 

In 2017 we will commemorate the 200th anniversary of the death of Heinrich Friedrich von Diez (2.9.1751-7.4.1817). He was a profound and belligerent expert of the languages and cultures of the Middle East and a passionate book-collector. A fresh look on him and his almost forgotten works can contribute to a better understanding of the development of Oriental studies in Germany between the period of Enlightenment and the emergence of Oriental philology.

 

As a young man Diez was a committed freemason and published some essays on social and political issues that make him appear as a typical representative of the Sturm und Drang era. Between 1784 and 1790 he was the Prussian envoy at the Ottoman Sublime Porte in Constantinople. During these years he intensified his studies of Oriental languages and became a widely acknowledged scholar and connoisseur of the Middle and Near East. After his premature dismissal in 1790 he settled down near Berlin and devoted himself to studying the books and manuscripts he had brought from Turkey. He made German readers aware of the Turkish national epic of Dede Qorqūd and the Persian mirror for princes Qābūsnāma. In his Denkwürdigkeiten of Asien, published in two volumes in 1811 and 1815, he dealt with many geographical, linguistic, literary and ethnographic topics based on sources in his manuscript collection. His impact on Goethes West-östlichen Divan and his heavy dispute with Joseph von Hammer-Purgstall are well known. In the last years of his life Diez became a devout Christian. He died in 1817 while working on an Ottoman edition of the Bible.

 

Diez bequeathed his outstanding personal library comprising about 17,000 printed books and more than 850 Oriental and Western manuscripts to the Royal Library in Berlin, where it is preserved to this day as one of its most important collections.

 

We invite contributions in German, English and French to the following themes:

– Aspects dealing with Heinrich Friedrich von Diez’ career, works, scholarly correspondance, and the perception of his works

– Investigations into Diez’ manuscript and book collection

– Political relations and cultural transfer between Europe (especially Prussia) and the Ottoman Empire in that period

– Development of Oriental and particularly Turkish studies (especially but not exclusively in Germany) in the 18th/early 19th century

 

Interested participants are invited to submit a proposal (by email only) with a title, abstract (max. 400 words) and short CV by 27 November 2016 to christoph.rauch@sbb.spk-berlin.de.

 

Travel expenses of successful applicants will be most probably covered, provided that external funding is granted.

 

Das Buch der Bücher im Orient – Online-Ausstellung und Buchpräsentation zu orientalischen Bibelhandschriften

In den Jahren 1852-55 bereiste Julius Heinrich Petermann (1801-1876), seit 1837 außerordentlicher Professor für orientalische Philologien an der Universität Berlin, den Nahen Osten. Im Auftrag des preußischen Staates besuchte er die heutige Türkei, Syrien, Palästina, den Irak und Iran, u.a. um orientalische Handschriften für die damalige Königliche Bibliothek, die heutige Staatsbibliothek, zu erwerben.

„Schon in meiner frühen Jugend“, so schreibt er im Vorwort seines Berichtes über diese Reise, „regte sich in mir ein Verlangen, das Land der Verheissung und andere Theile des Orients zu sehen, deren Sprachen und Litteraturen mich von jeher angezogen und beschäftigt haben; aber erst, nachdem ich mein fünfzigstes Lebensjahr bereits zurückgelegt hatte, ward es mir vergönnt, mein Sehnen zu befriedigen, und zwar in einer Weise und Ausdehnung, wie ich nie zuvor gehofft hatte.“ Petermann, Reisen im Orient, 1860, S. v.

 

 

Erwerb christlich- und jüdisch-orientalischer Handschriften für die Königliche Bibliothek

Petermanns besonderes Interesse galt der armenischen Sprache und Kultur, aber auch anderen religiösen Minderheiten, etwa Samaritanern, Drusen und Mandäern. Unter den Handschriften, die er für die Bibliothek erwarb, waren deshalb neben arabischen, persischen und türkischen Handschriften auch armenische, syrische und samaritanische.

 

Zum heute ungefähr 1700 Bände zählenden Bestand der Staatsbibliothek an jüdisch- und christlich-orientalischen Handschriften trugen neben Petermann viele weitere Orientalisten, Diplomaten und Reisende bei, etwa Eduard Sachau (1845-1930), Professor für Orientalistik an der Berliner Universität mit einem besonderen Interesse für die christlich-orientalischen Kirchen.

 

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Syrische Reisebibel (Sachau 227)

Letzterer brachte u.a. dieses kleine syrische Gebetbuch nach Berlin, das allein schon wegen seines Formates auffällt: Das Reisebüchlein in rotem Ledereinband misst nur 9 x 6,8 cm. Es beinhaltet das Buch der Psalmen sowie verschiedene biblische Gesänge, außerdem das Vater Unser und das Glaubensbekenntnis. Angefertigt wurde es im Jahr 1842 für den Diakon Abbo aus Mosul, von einem Mönch des Klosters Zaʿfran bei Mardin im äußersten Osten der heutigen Türkei.

 

Zu den besonders augenfälligen Stücken der Sammlung zählen außerdem zwei armenische Evangeliare. Auch sie sind eher kleinformatig und werden von verzierten Ledereinbänden geschützt, die in typisch armenischer Art gearbeitet sind. Schlägt man die Handschrift mit der Signatur Ms. or. oct. 3690 auf, fällt der Blick auf reiche Verzierungen und vorzüglich ausgeführte ganzseitige Miniaturen, das Pergament ist fein und papierdünn. Dies und der reichliche Gebrauch von Blattgold lassen vermuten, dass der Auftraggeber dieser Handschrift aus dem wohlhabenden Kaufmannsmilieu stammte.

 

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Armenisches Evangeliar (Ms. or. oct. 3690)

Andere Stücke aus der Sammlung dagegen mögen für den Laien auf den ersten Blick eher unscheinbar wirken – ihre Bedeutung erschließt sich erst durch weitere Informationen zur Handschrift. Hierzu zählt ein koptischer Kodex aus dem 4. Jahrhundert n. Chr., der in die Zeit des Übergangs von der Buchrolle zum Kodex eingeordnet werden kann.

 

Prachtvoll illustrierte Handschriften

Diese und andere bemerkenswerte Stücke aus der Sammlung jüdisch- und christlich-orientalischer Handschriften präsentieren wir Ihnen ab heute in unserer Online-Ausstellung zu Bibelhandschriften aus dem Vorderen Orient und Afrika. Wir laden Sie ein, die prachtvoll illuminierten und illustrierten Handschriften ausführlich zu betrachten und mehr über die einzelnen Stücke, aber auch über die Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte der Bibel im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nord- und Nordostafrika zu erfahren.

 

Online-Ausstellung “Das Buch der Bücher im Orient” >

 

Wenn Sie die Informationen aus der Online-Ausstellung vertiefen möchten, empfehlen wir Ihnen den Band „Orientalische Bibelhandschriften aus der Staatsbibliothek zu Berlin – PK: Eine illustrierte Geschichte“.

Meliné Pehlivanian, Christoph Rauch, Ronny Vollandt (Hgg.): „Orientalische Bibelhandschriften aus der Staatsbibliothek zu Berlin – PK: Eine illustrierte Geschichte“. Wiesbaden: Reichert, 2016. Zum Verlag >

 

Turkic Manuscript Studies: An Introduction

Staatsbibliothek zu Berlin and Humboldt-Universität Berlin are inviting applications for another workshop in the series Scriptorium: Workshops on the study of Oriental manuscripts:

Turkic Manuscript Studies: An Introduction

The participants will be introduced to the study of different codicological and paleographical aspects of Turkic manuscripts and documents, including their periodisation, writing supports, bindings, mise-en-texte, mise-en-page, inks, illuminations, miniature-painting, calligraphy, dating systems, scripts, etc. Beyond the material side of manuscripts social and historical aspects as well as new scientific approaches to the research with handwritten material will be covered. The theoretical part will be supplemented by hands-on sessions, in which the participants have the opportunity to observe the discussed features themselves in Turkic manuscripts kept at Staatsbibliothek zu Berlin.

The workshop will be conducted by:

Prof. Dr. Claudia Römer (Universität Wien, Institut für Orientalistik):

Monday – Thursday (Ottoman-Turkish Manuscript Tradition)

 

Prof. Dr. Ingeborg Baldauf (Humboldt-Universität Berlin, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften):

Friday – Saturday (Turkic Manuscripts from Central Asia)

 

Complementary lectures are given by Prof. Dr. Claus-Peter Haase (Freie Universität Berlin/Museum für Islamische Kunst SMB), Dr. Patricia Engel (European Research Centre for Book and Paper Conservation-Restoration, Zentrum für Kulturgüterschutz, Donau-Universität Krems), and Katharina Siedler (paper maker and researcher in Berlin).

 

Venue: Staatsbibliothek zu Berlin, Haus 2, Potsdamer Straße 33

Date: 27 March – 1 April 2017

Keynote Lecture: 27 March 2017 (Prof. Dr. Claudia Römer)

The workshop is intended for advanced MA and doctoral students, and other junior researchers in the fields of Turkish Studies, Islamic Studies, Ethnography or Comparative Manuscript Studies. Dependent on prior arrangement with the home institution, students and PhD candidates are entitled to receive credit points for their participation.

The participation fee is 180 Euro for the complete workshop. Participants, who want to join only for the sessions on Friday and Saturday have to pay 70 Euro. Participation fee for the part from Monday to Thursday is 140 €. The enrollment in the workshop will only be active after payment. Bank details will be communicated to successful applicants by the beginning of December 2016. In case of cancellation the fee cannot be reimbursed. The workshop will be held in English and the number of participants will be limited to 20.

Applications, including a motivation letter, curriculum vitae, a summary of your current research project, should be sent to orientabt@sbb.spk-berlin.de or by regular mail to Staatsbibliothek zu Berlin, Orientabteilung, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin, until 11 December 2016.

Neuerwerbung arabisch-persischer Handschrift

Für unsere Sammlung orientalischer Handschriften konnte auf einer Auktion in Deutschland ein kostbares Gebetbuch erworben werden. Es handelt sich um das Werk „Dalāʾil al-ḫairāt“ (etwa: Leitfaden zum gottgefälligen Handeln) des marokkanischen Mystikers Muḥammad al-Ǧazūlī (gest. 1465). Die Handschrift stammt aus Afghanistan und ist im 19. Jahrhundert kopiert und illuminiert worden. Das in weiten Teilen der islamischen Welt äußerst populäre Buch enthält Gebete, die dem Propheten Muhammad gewidmet sind und die mit dem Koran rezitiert werden können. Unzählige Abschriften wurden im Laufe der Jahrhunderte von diesem Werk angefertigt, das nicht nur in der arabischen Welt, sondern auch im türkischen und persischen Kulturraum sowie in Südostasien Verbreitung fand. Gab es in einem Haushalt neben dem Koran noch weitere Bücher, so gehörte ein „Dalāʾil al-Ḫairat“ sehr wahrscheinlich dazu. Das Buch erfüllte nämlich häufig auch die Funktion eines Talismans und wurde deshalb nicht nur zur erbaulichen Lektüre genutzt, sondern auch zur Abwehr von Ungemach.

Viele dieser Handschriften sind, wenn der Auftraggeber es sich leisten konnte, reichhaltig illuminiert und mit Abbildungen der Heiligen Stätten in Medina und Mekka versehen. Die Entwicklung der Ikonographie über die Jahrhunderte ist ein sehr interessantes Thema, das zunehmend in den Blick der Forschung gelangt. Die Staatsbibliothek weist in ihrer Datenbank „Orient-Digital“ 39 Dalāʾil al-ḫairāt-Handschriften nach, die, sofern sie Miniaturen enthalten, alle digitalisiert sind.

Das Besondere an der jüngst erworbenen Handschrift (Signatur: Hs. or. 14665) ist, dass sie eine persische Interlinearübersetzung und einen persisch-sprachigen Randkommentar aufweist. Diese Merkmale sind bei Abschriften des Werkes äußerst selten anzutreffen. Die Handschrift ist reichhaltig illuminiert und in einen mit floralen Ornamenten verzierten Lackeinband gebunden. Der Text ist durchgehend auf Goldgrund geschrieben und von Bordüren umfasst, selbst der Randkommentar ist von goldenen Bändern durchzogen. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Handschrift für eine sehr wohlhabende Person angefertigt wurde.

Geöffnete Handschrift mit arabischem Text, persischer Interlinearübersetzung und Kommentar

Geöffnete Handschrift mit arabischem Text, persischer Interlinearübersetzung und Kommentar

Lackeinband der Handschrift Hs. or. 14665

Lackeinband der Handschrift Hs. or. 14665

Unsere “orientalischen” Neuerwerbungen

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zum Islam? Sie beschäftigen sich mit armenischer Literatur und würden gerne wissen, welche Literatur die Staatsbibliothek vor kurzem oder in den letzten Jahren aus Armenien erworben hat? Oder Sie möchten sich zur Geschichte Südafrikas informieren?

Mit diesen und weiteren Literaturwünschen zu Asien oder Afrika werden Sie in den “orientalischen” Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin fündig. Die Orientabteilung der Staatsbibliothek deckt nämlich ein sehr viel größeres Gebiet ab, als man angesichts ihrer – historisch begründeten – Benennung zunächst annehmen könnte: Sie erwirbt nicht nur Titel mit Bezug zum Nahen Osten und Nordafrika, sondern auch zum subsaharischen Afrika, zu Mittel-, Süd- und Südostasien, zum asiatisch-pazifischen Raum sowie zu Ozeanien und den indigenen Völkern Australiens und Neuseelands. Auch Literatur zum Judentum, zum Hebräischen und Jiddischen wird hier gesammelt. Den Bereich Ostasien betreuen dagegen unsere KollegInnen aus der Ostasienabteilung.

Literatur mit Bezug zum Orient im obigen Sinne meint dabei sowohl Publikationen aus den genannten Regionen (unabhängig von ihrem Thema) als auch Publikationen über diese Regionen (unabhängig vom Erscheinungsland). Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Fächern Philosophie, Religionswissenschaft, Theologie, Geschichte, Politik, den Sozialwissenschaften und den Philologien.

Sie finden deshalb bei uns:

  • Wissenschaftliche Literatur mit Regionalbezug aus den genannten Fachgebieten in westlichen Sprachen sowie in ausgewählten Sprachen der jeweiligen Region
  • Quellen und Belletristik in Originalsprache (u.a. Arabisch, Türkisch, Armenisch, Hindi)

Neuerwerbungslisten der Orientabteilung

Um Ihnen die Orientierung in diesem vielfältigen Angebot zu erleichtern, bieten wir Ihnen seit kurzem neben dem stabikat einen weiteren Zugang zu diesen Beständen: Über die Neuerwerbungslisten der Orientabteilung können Sie sich die in den letzten Jahren erworbenen Titel geordnet nach Regionen, Ländern oder Themen anzeigen lassen und die gewünschte Literatur anschließend direkt in die Lesesäle oder zur Ausleihe nach Hause bestellen.

Neuerwerbungen der Orientabteilung nach Regionen/Ländern
Neuerwerbungen der Orientabteilung nach Themen

Über unsere Neuerwerbungen im Handschriftenbereich informieren wir Sie gesondert:
Neuerwerbungen von orientalischen Handschriften

Auch wenn das Durchstöbern einer Liste nicht ganz so viel Freude macht wie das Stöbern am Regal – wir freuen uns, wenn Sie diesen neuen Zugang nutzen, um den ein oder anderen spannenden Zufallsfund zu machen!

 

Übrigens:
Auch für die regionalen Sonderabteilungen Osteuropa und Ostasien sowie für den Hauptbestand bieten wir Neuerwerbungslisten:
Neuerwerbungen der Osteuropaabteilung
Neuerwerbungen der Ostasienabteilung
Neuerwerbungen des Hauptbestandes (nach Fachgebieten)

 

Armenian Manuscripts: Vortrag von Dickran Kouymjian am 14.3.

Vortrag am Montag, 14. März um 18.30 Uhr

Armenian Manuscripts: History, Structure and Scholarship

Dickran Kouymjian, California State University, Emeritus

Präsentation armenischer Handschriften

Anmeldung erbeten unter: orientabt@sbb.spk-berlin.de

Eintritt frei

Staatsbibliothek zu Berlin
Achtung Raumänderung: Simón-Bolívar-Saal
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Der Simón-Bolívar-Saal ist nicht barrierefrei zugänglich. Bitte informieren Sie uns vorab, falls Sie Unterstützung benötigen: pr@sbb.spk-berlin.de

Anlässlich des Workshops „Scriptorium. Armenian Manuscript Studies“ vom 14. – 18.3.2016