Beiträge, die auch im Stiftungskontext Relevanz haben können.

@staatsbibliothek_zu_berlin jetzt auch auf Instagram

Ein Beitrag von Corinna Ricks, Janine Ganschinietz und Zora Steiner

Hinter den Kulissen und in den Lesesälen der Staatsbibliothek gibt es vieles zu entdecken und zu bestaunen.  Die architektonische Vielfalt unserer Gebäude, die Innengestaltung der Lesesäle und unsere besonderen Bestände bieten eine Vielzahl von Motiven. Vor diesem Hintergrund wollen wir jetzt einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Kommunikation mit unseren Nutzern und Nutzerinnen gehen und sind ab sofort auch auf Instagram aktiv.

Wir geben bildliche Einblicke hinter die Kulissen des Bibliotheksbetriebs, zeigen architektonische Ansichten unserer Bibliotheksbauten oder eröffnen auch mal die Möglichkeit, die Bauarbeiten am Standort Unter den Linden mit zu verfolgen.

Nun können auch Sie Impressionen aus unserer Bibliothek mit uns und anderen Followern teilen. Um unseren Instagram-Start gebührend zu feiern, möchten wir Sie zudem zu einem kleinen Gewinnspiel einladen. Laden Sie zu Ehren unseres heutigen Jubiläums (#50JahreGrundstein Haus Potsdamer Straße) ein Bild von Ihrem Lieblingsplatz in oder vor unseren Standorten hoch und kennzeichnen Sie es mit #noplacelikestabi und @staatsbibliothek_zu_berlin, um eine Bibliotheks-Jahreskarte zu gewinnen. Die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie unter: http://sbb.berlin/gewinnspielbedingungen

Schon jetzt finden sich unter dem Hashtag #staatsbibliothekzuberlin  viele wirklich eindrucksvolle Aufnahmen, die von unseren Leserinnen und Lesern gepostet wurden. Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Bibliotheksfotos weiterhin mit diesem Hashtag versehen und sind gespannt  auf die Fortsetzung der gemeinsamen Bild-ungs-geschichte.

https://www.instagram.com/staatsbibliothek_zu_berlin/

© Leiden University Libraries, Or. 6980

Texts of records, records of texts – Werkstattgespräch zur Handschrift Ms. Leiden Or. 6980 am 25.10.

Wissenswerkstatt

Texts of records, records of texts – Ms. Leiden Or. 6980

Werkstattgespräch in englischer Sprache mit Dr. Anne Regourd (University of Copenhagen),
2017 Stipendiatin im Stipendienprogramm der SPK

Mittwoch, 25. Oktober 2017
18.15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal
Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt in der Eingangshalle (I-Punkt)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Ms. Leiden Or. 6980, an item of the Christiaan Snouck Hurgronje collection, is a remarkable manuscript from several points of view. It was brought to the University Library of Leiden in 1936. Its paper, a product from the well-known Galvani mills in Friuli (Italy), has not previously been recorded, but nonetheless defines a terminus a quo for its production. The text of Or. 6980 is equally interesting. It lists the texts of 133 sung poems, each with the name of a singer and some musical instruments, all of it in a document which was produced before 1936. Some of these poems can be connected to an exceptional collection of songs recorded on wax cylinders commissioned by C. Snouck Hurgronje. But it is the text edition of ms. Or. 6980 that reveals the many mutations of these texts since their origin.

 

Alle Veranstaltungen der Wissenswerkstatt.

Stipendienprogramm der SPK an der Staatsbibliothek zu Berlin

Ausstellung „Gläubiges Staunen – Biblische Traditionen in der islamischen Welt“

nur noch bis 15. Oktober 2017

Im Tagesspiegel erschien jüngst unter dem Titel “Kaleidoskop der Kulturen” ein ausführlicher Beitrag über die Ausstellung “Gläubiges Staunen” der Staatsbibliothek zu Berlin:

 

Ausstellung im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum
Bodestraße, 10178 Berlin
Besuchereingang über den Kolonnadenhof

Öffnungszeiten und Informationen zu Eintrittspreisen


Koptischer Papyruskodex mit den Sprüchen Salomos (Abschrift Ägypten, Ende 4. Jh., SBB-Orientabteilung, Ms. or. oct. 987) © Staatsbibliothek zu Berlin – PK || CC BY-SANC 3.0

 

Anhand von herausragenden Handschriften zeigt die Ausstellung “Gläubiges Staunen” die Vielfalt der christlichen Traditionen im Vorderen Orient – von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert.

Bibelhandschriften jüdischer und orientalisch-christlicher Glaubensgemeinschaften werden gemeinsam mit islamischen Handschriften, die biblische Sujets reflektieren, präsentiert. Neben prächtig illuminierten armenischen Evangeliarien, syrischen Pergamentbibeln oder koptischen Papyri werden u.a. auch indische Miniaturen mit christlichen Motiven zu sehen sein.

Der kulturelle und künstlerische Austausch zwischen den unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften war im östlichen Mittelmeerraum ein häufiges Phänomen. Die Bibel entstand im Orient – Judäa, Ägypten und Persien sind einige ihrer historischen Schauplätze. Der Islam wiederrum entstand in einem von Judentum und Christentum geprägten Umfeld; und der Koran bezieht sich an mehreren Stellen auf den biblischen Text und setzt diese Themen und Gestalten als bekannt voraus.

In der Ausstellung werden hochkarätige Handschriften aus den reichen Beständen der Orientabteilung der Staatsbibliothek für drei Monate mit islamischer Buchkunst aus der Privatsammlung Vollmer und dem Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin in Dialog treten. Anhand zahlreicher Beispiele werden so die Verbindungen zwischen christlicher und islamischer Buchkunst sichtbar: Die Illustrationen in manchen islamischen Bilderhandschriften haben nicht selten verblüffende Ähnlichkeiten mit zeitgenössischen christlichen Vorbildern aus byzantinischen, armenischen und syrischen Manuskripten, besonders aus illustrierten Bibeln. Umgekehrt reflektieren auch die christlichen Bibelhandschriften den jahrhundertelangen Kulturkontakt mit ihrer muslimischen Umwelt.

Die Ausstellung beginnt bei den Ursprüngen der Bibel mit hebräischen und griechischen Urtexten: Ein früher koptischer Kodex (4. Jh. n.Chr.) aus Ägypten mit den Sprüchen Salomos ist das älteste Objekt. Eine Besonderheit stellt eine samaritanische Tora dar, die an der Stelle des Aaronitischen Segens von den Küssen der Gläubigen dunkel gefärbt ist. Sehr seltene biblische Zeugnisse aus dem einstmals christlichen Nubien des 10./11. Jahrhunderts, die ersten jemals gefundenen Texte der nubisch-christlichen Kultur, werden zu sehen sein. Leuchtende Farben und eine direkte Bildsprache zeichnen die äthiopischen Pergamenthandschriften aus, Zeugen einer ungebrochenen tiefen Religiosität, die bis heute das christliche Äthiopien prägt. Für die reiche arabisch-christliche materielle und geistige Kultur stehen ein Evangeliar aus dem Palästina des 11. Jahrhunderts und ein wunderbar illuminiertes Prophetenbuch aus dem frühen 14. Jahrhundert. In den gezeigten muslimischen Handschriften treten vertraute biblische Gestalten und Geschichten gleichsam verändert auf und sind doch immer wiederzuerkennen. Den zahlreichen im Koran und anderen islamischen Überlieferungen zu findenden biblischen Gestalten sind etwa die Qiṣaṣ al-anbiyāʾ (Erzählungen von den Propheten) gewidmet. Die indischen Miniaturen mit zahlreichen Heiligen- und Madonnendarstellungen aus der Sammlung Vollmer zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit europäischer Kunst, die seit dem Ende des 16. Jahrhunderts zu beobachten ist.


Pressebilder: www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/presse/pressebilder.html


Ausführliche Berichte über diese Ausstellung erschienen unter anderem hier:

14. Juli 2017, RBB Kulturradio / Kulturtermin, 5’20 min, Timecode 0:14

13. Juli 2017, Deutschlandfunk Kultur

14. Juli 2017, Deutsche Welle/Arabisches Programm Qantara