Beiträge, die auch im Stiftungskontext Relevanz haben können.

Neue Blogreihe: Meere und Ozeane

Am 7. Juni fiel der Startschuss für das aktuelle Wissenschaftsjahr 2016*2017, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Initiative Wissenschaft im Dialog ausgerichtet wird. Im Zentrum stehen dieses Mal Meere und Ozeane. Unter dem Motto Entdecken. Nutzen. Schützen finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zu den sechs Themenschwerpunkten Nahrungsquelle und Schatzkammer, Rohstofflager und Energielieferant, Arktis und Antarktis, Wetterküche und Klimamaschine, Seestraße und Handelsroute sowie Sehnsuchtsort und Naturgewalt statt.

Vielleicht sind Sie bereits an Bord der MS Wissenschaft gewesen, die im Juni am Berliner Schiffbauerdamm ankerte und zur Mitmach-Ausstellung „Meere und Ozeane“ einlud, und können nun nicht genug davon bekommen? Oder Sie kommen gerade aus dem Sommerurlaub an der See zurück und vermissen die frische Meeresluft? Die Berliner Luft hat zwar “einen holden Duft”, wie schon Heinrich Bolten-Baeckers – Texter der Berliner Landeshymne – wusste, doch wahrlich keinen salzhaltigen, und die Spree ist auch nicht ganz ein Ozean, doch Berlin, vor allem aber die Staatsbibliothek zu Berlin hat Ihnen da einiges zum Thema zu bieten – nicht nur architektonisch mit dem „großen Bibliothekstanker“ Hans Scharouns mit seinen Bullaugenfenstern und den relingartigen Galerien. Deshalb setzen wir für Sie die Segel und stechen in See zu einer Entdeckungsreise durch unsere Fachgebiete und Sammlungsbereiche.

In der Blogreihe „Meere und Ozeane“ schließen wir uns dem Motto Entdecken. Nutzen. Schützen an und berichten während des Wissenschaftsjahrs regelmäßig über allerlei Wissenswertes zum Thema aus verschiedenen Fachgebieten, besondere Buchschätze und skurrile Fakten – mal ernsthafter, mal unterhaltsamer, und immer mit Bezug zu unseren Sammlungen. Freuen Sie sich beispielsweise auf Beiträge aus den Bereichen Politik, Technik, Literatur, Geografie, Tourismus und vieles mehr.

Lichten Sie mit uns die Anker und tauchen Sie gleich zum Auftakt mit uns ab in die Tiefsee – mit einem Beitrag aus der Zoologie: Zwischen Mythos und Wissen: Vom Leviathan zum Riesenkalmar.

Save the Date! Am 26. und 27.8. Originalhandschrift Lied der Deutschen

Nur am 26. und 27.8. im Haus Potsdamer Straße zu sehen: Die Originalhandschrift des “Liedes der Deutschen” aus der Feder des Dichters und Germanisten August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Neben dem Autograph werden auch Dokumente rund um den Autor und das Gedicht gezeigt.

Einigkeit und Recht und Freiheit
175 Jahre „Lied der Deutschen“
Die Original-Handschrift von 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Nur am Freitag, 26. und Samstag, 27. August 2016
10 bis 19 Uhr
Eintritt frei

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin – Tiergarten

Kreative Sommerpause und dann ….?

Die Stammkunden der StaBi-Wissenswerkstatt wissen es bereits, jeden Sommer, von Mitte Juli bis Anfang September, gönnt sich das Team eine kleine Verschnaufpause, um neue Ideen für unser Schulungsangebot zu sammeln. Ausgehend von den Fragen unserer Leserinnen und Leser, aber auch aufgrund von Veränderungen bei den Dienstleistungen der Bibliothek, im Wissenschaftsbetrieb oder auf dem Publikationsmarkt stellen wir für Sie neue Workshops und Informationsangebote zusammen.

Wir, das sind vor allem die Fachreferentinnen und Fachreferenten der Wissenschaftlichen Dienste sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen.
Noch stimmen wir intern Termine ab, buchen Räume und formulieren Infotexte, möchten ihnen aber bereits jetzt einen Vorgeschmack auf das geben, was Sie von Mitte September bis kurz vor dem Jahreswechsel bei uns erwarten können. Sobald das Programm steht, finden Sie dieses wie gewohnt auf unserer Webseite. Noch unkomplizierter erhalten Sie die Informationen, wenn Sie unseren Wissenswerkstatt-Newsletter abonnieren, der Sie ca. 1x im Monat mit aktuellen Nachrichten zu unseren  Veranstaltungen versorgt.

Konkret geplant sind für den Herbst folgende Schwerpunktthemen oder Reihen, wobei sich Titel natürlich noch ändern können:

Sie fragen, wir antworten!

Unter diesem Motto bieten wir Ihnen vier offene Fragestunden an. Sie nennen uns vorab oder direkt im Workshop Ihr Anliegen, ein bestimmtes Recherchethema, eine Datenbank, mit der Sie nicht klarkommen o.ä. und wir helfen Ihnen weiter. Die Fachspezialisten kommen diesmal aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Geschichte, Sozialwissenschaften und den Philologien.

Open Access – Publikationskulturen im Wandel

In diesen neu ins Programm aufgenommene Workshops zeigen wir Ihnen zum einen, wie Sie in freien Webangeboten, Publikationsservern oder Fachrepositorien an wissenschaftliche Texte und Informationen gelangen und erklären außerdem, welche Möglichkeiten es in den jeweiligen Disziplinen gibt, eigene Texte im Netz zu publizieren. Thematische Schwerpunkte sind auch hier Philologien, Kultur- und Geschichtswissenschaften sowie Sozial- und Rechtswissenschaften.

Workshop-Klassiker

Nicht fehlen dürfen natürlich Angebote, die immer wieder sehr stark nachgefragt werden. Für die kommende Saison haben wir hier vier Themen ausgewählt, die sich zum einen eher an Anfänger richten (allgemeine Recherchestrategien), aber auch etwas für Personen, die sich mitten in einer Recherchephase befinden und einfach noch mehr Inhalte suchen (statistische Daten und Fakten sowie Geschichte) und für Promovierende gibt es wieder den Doppelpack „Publish or Perish!?“.

„Zeitmaschine StaBi“: zurück in unsere Historischen Bestände

Und für alle, die sehen möchten, welche Kostbarkeiten noch in den Magazinen der Bibliothek verborgen sind und wie man diese auch bequem auf elektronischem Wege erreichen kann, startet die “Zeitmaschine StaBi”. Diesmal mit Briefen und Nachlässen in der Datenbank Kalliope, dem Angebot der Kartenabteilung und Digitalisaten aus vergangenen Jahrhunderten.

Sollten Sie darüber hinaus Themenvorschläge für neue Workshops haben oder mit einer größeren Gruppe an ihrem Wunschtermin zu uns kommen wollen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Wir freuen uns auf Sie!

Qualitätsmanagement im Sinne unserer Benutzerinnen und Benutzer

Seit sechs Jahren beschäftigt sich die Staatsbibliothek mit Qualitätsmanagement. Eingeführt wurde es, um auf die Herausforderungen der Bibliothek zu reagieren, nämlich trotz knapper werdender Ressourcen, ein Kompetenzzentrum für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu werden. Gestartet wurde mit einer internen Selbstbewertung im Jahr 2011, bei der eine Rundumbetrachtung der Staatsbibliothek als Organisation vorgenommen und Verbesserungsbereiche identifiziert wurden. Daraus folgten mehrere Projekte, deren Zielstellungen sich jeweils an den Erwartungen der Benutzenden, aber auch der Beschäftigten der Bibliothek orientierten. Als Beispiel sei die Entwicklung der SBB Strategie 2015-2020  genannt, die in ihren fünf Handlungsfeldern Maßnahmen beinhaltet, die den Zielgruppen der Staatsbibliothek zugutekommen sollen. So wurde im Handlungsfeld 2 „Erschließen und Erforschen“ festgeschrieben, exzellente Serviceangebote – analog und digital – für die internationale Spitzenforschung weiter auszubauen.

Mit ihren Aktivitäten im Bereich Qualitätsmanagement hat die Staatsbibliothek auch die Aufmerksamkeit der bibliothekarischen „Community“ auf sich ziehen können. So wurde die Autorin von der Kommission für Service und Information des Bibliotheksverbundes Bayern und der bayerischen Bibliotheksakademie eingeladen, um über das Qualitätsmanagement in der Berliner Staatsbibliothek und die daraus folgenden Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit zu berichten. Alle bei der Veranstaltung am 6. Juli 2016 in München beteiligten Referentinnen und Referenten, neben der Autorin Frau Professorin Vonhof von der Hochschule der Medien Stuttgart, Frau Dr. Christine Damrau von der Universitätsbibliothek der Technischen Universität München sowie Herr Bruno Bauer von der Universitätsbibliothek der Medizinischen Hochschule Wien, bestätigten dabei die positiven Effekte von Qualitätsmanagement auf die Kundenzufriedenheit. Vorgestellt wurden dabei neben dem von der Staatsbibliothek zu Berlin angewandten Selbstbewertungsinstrument CAF (Common Assessment Framework) die internen und externen Audits nach ISO 90001 sowie die Zertifizierung als „Ausgezeichnete Bibliothek“, die federführend von der Stuttgarter Hochschule der Medien durchgeführt wird.

Wie ist Ihre Wahrnehmung? Haben Sie den Eindruck, dass das Qualitätsmanagement der Staatsbibliothek ihre Erwartungen an bibliothekarische Dienstleistungen erfüllt oder die Bibliothek zumindest auf dem Weg dahin ist? Schreiben Sie Ihre Meinung dazu und kommentieren Sie den Beitrag! Auch Ihre Rückmeldung kann zur Verbesserung der Services der Bibliothek beitragen.

Relaunch der Digitalisierten Sammlungen

Relaunch der Digitalisierten Sammlungen mit flexiblem PDF-Download

Nach umfangreichen technischen Vorarbeiten hat unser Beta-Portal der Digitalisierten Sammlungen nun einen Reifegrad erreicht, der eine Umstellung des Produktivsystems erlaubt. Die NutzerInnen  können sich nun unter anderem auch über ein Feature-Revival freuen:

PDF-Download – aber richtig

Vor einiger Zeit sahen wir uns gezwungen, den bei Ihnen sehr beliebten PDF-Download abzuschalten, stattdessen wurden Bilder in einem .ZIP Archiv ausgeliefert. Der einzige Grund hierfür war eine Überlast unseres zentralen Servers. Der alte Prozess rechnete die hochauflösenden Bilder nach Anfrage des Downloads in eine mittlere Auflösung um, band sie dann in ein PDF zusammen und verschickte dies an die NutzerInnen. Dies führte regelmäßig zu einer Überlast des Imageservers, was in abgebrochenen Downloads resultierte. Die von anderen Einrichtungen oft gewählte Variante, alle PDFs vorzuberechnen und direkt aus dem Dokument-Management-System auszuliefern, war für uns nicht praktikabel: allein das Umrechnen der bestehenden 114.000 Werke hätte über ¼ Jahr gedauert.

Der nun vorgestellte Ansatz funktioniert gänzlich anders: die wesentlichen Rechenprozesse werden mit Hilfe von JavaScript/HTML5 (https://parall.ax/products/jspdf) auf die Rechner der anfragenden NutzerInnen ausgelagert. Auch mit älterer Hardware stellt dies in der Regel kein Problem dar, ermöglicht jedoch eine bisher auch bei anderen Portalen weltweit unbekannte Flexibilität: nicht nur der Seitenbereich kann selbst gewählt werden (auch auf Grundlage des Inhaltsverzeichnisses), sondern sogar die Auflösung der als PDF gebundenen Images kann frei bestimmt werden.

Jedes gescannte Pixel geht auch an die NutzerInnen

So führt ein Wert von 100 Pixeln Breite zu einem Thumbnail-Teppich im PDF, der von uns voreingestellte Durchschnittswert von 1.000 Pixeln ist ein guter Kompromiss von Lesbarkeit und Dateigröße, wir ermöglichen aber auch – ohne wenn und aber – den Download der vollständigen Scanauflösung. Natürlich wie immer ohne verunstaltende Wasserzeichen. Ich verfolge hier strikt die Devise: es ist nicht an uns als Bibliothek, Ihnen eine spezifische Nutzungsweise vorzuschreiben. Daher ist es unsere bewusste Strategie, eine maximale Flexibilität anzubieten.

pdf

Das Nutzerinterface des neuen PDF-Downloads

Um Ihnen die Entscheidung zwischen Qualität und Dateigröße zu vereinfachen, geben wir auf dem Download-Button direkt eine Hochrechnung an, wie groß die angefragte Datei in etwa sein wird. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass es wirklich nur eine grobe Schätzung ist: die reale Dateigröße kann gut um bis zu 100% abweichen.

Ungenauigkeiten aushalten – für eine bessere User Experience

Diese Herangehensweise führte intern zu einigen Diskussionen: BibliothekarInnen schätzen keine Ungenauigkeiten, schon gar nicht in diesen Größenordnungen. Das übliche Vorgehen wäre, eine solche Angabe dann konsequent auszublenden. Ich hingegen bin der Auffassung, dass NutzerInnen die Information, ob der Download ca. 20 MB oder 200 MB groß sein wird, sehr wohl zu schätzen wissen. Die Größenordnung zählt – es ist demgegenüber einigermaßen egal, ob die Datei nun 15, 20 oder 25 MB groß ist.

Wege zum PDF

Sie erreichen den PDF-Download entweder aus der vollständigen Gliederung eines Werkes heraus, bei der Sie beliebige Strukturelemente wie Kapitel für den PDF-Download auswählen können. Oder aber Sie gehen über das Symbol des Werkzeug-Kastens im Bereich “Bild”.

Wege zum PDF-Download

Wege zum PDF-Download

Voraussetzung für die Funktionalität ist zum einen ein HTML5-fähiger Browser sowie aktiviertes JavaScript. Dem PDF vorangestellt wird eine Seite mit den grundlegenden bibliographischen Metadaten sowie dem persistenten Identifier. Für den Ausdruck ist es wichtig zu erwähnen, dass unsere PDFs keine Papiergröße (DIN A4 etc.)  vorgeben: im Druck-Dialog ist daher im Zweifel die Funktion „Auf Papiergröße skalieren“ zu aktivieren.

Der PDF-Download wurde maßgeblich von Tim Jabs realisiert, der erst vor wenigen Monaten seine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei uns in der Abteilung Informations- und Datenmanagement (IDM) abgeschlossen hat.

Weitere neue Features der Digitalisierten Sammlungen wie Doppelseitenansicht, verbesserte Trefferliste, Expertensuche oder Responsives Design werden wir in separaten Beiträgen in Kürze hier veröffentlichen.

Hits von der Renaissance bis zum 20. Jh.

Ein neues Online-Portal versammelt 14.000 historische Liedflugdrucke und macht sie einem breiten Publikum zugänglich

Ein zentrales Online-Portal für 14.000 historische Lieddrucke: Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (ZPKM), das Archiv des Österreichischen Volksliedwerks und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz hat das Projekt „VD Lied – Das Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugdrucke“ abgeschlossen. Die Plattform macht erstmals ein musikalisches und kulturelles Repertoire, das sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert erstreckt, einem breiten Publikum zugänglich. Das Portal soll Forscherinnen und Forschern weltweit eine umfangreiche Datenbank bieten. Unter anderem ermöglicht es die Plattform, nach dem Liedanfang, aber auch nach Refrain und Melodienverweisen sowie Strophen- und Zeilenzahl zu suchen. Zusätzlich können Interessierte über eine Volltextsuche in allen im Projekt erfassten Daten recherchieren. Das Material steht nun für eine musikalische und wissenschaftliche Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit uneingeschränkt und kostenlos zur Verfügung.

Lange Zeit, bevor es Notendrucke und Schallplatten gab, wurden populäre Lieder durch Flugschriften verbreitet, die an Straßenecken oder auf Jahrmärkten feilgeboten wurden. Manchmal erklang eine Drehleier, eine Drehorgel oder Harfe, um auf die Medien aufmerksam zu machen und sie gewinnbringend zu verkaufen. „Die Liedinhalte umfassen die ganze Spannbreite des privaten und des öffentlichen Lebens: Sex, Crime und Action sind genauso vertreten wie politische und religiöse Lieder“, sagt Dr. Dr. Michael Fischer, Geschäftsführender Direktor des ZPKM. Die historische Bedeutung der digitalisierten Stücke erstreckt sich jedoch nicht nur auf die besungenen Inhalte, die Aufschluss über Vorstellungsweisen und Mentalitäten früherer Generationen geben, sondern auch auf die mediale Darbietung. Durch die Beigabe von Bildern und Zierleisten versuchten die Produzenten, die Lieddrucke aufzuwerten. Spätere Liedflugschriften enthalten mitunter Noten zum Mitsingen.

Bei dem nun im Internet frei zugänglichen Repertoire sind viele Drucke vertreten, die lediglich in einem einzigen Exemplar erhalten geblieben sind. „Durch die Digitalisierung dieser Bestände wird europäisches Kulturgut von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne öffentlich zugänglich gemacht“, hebt die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, hervor. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatsbibliothek und dem damaligen Deutschen Volksliedarchiv – dem heutigen ZPKM – begann in den 1930er Jahren und wird jetzt auf einer neuen inhaltlichen und technischen Grundlage fortgeführt.

In das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wurden zudem die Bestände aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks in Wien eingebettet. „Sie ergänzen die Berliner und Freiburger Bestände in hervorragender Weise, weil sie den süddeutschen-österreichischen Kulturraum inklusive der Kronländer der ehemaligen k.u.k. Monarchie abdecken“, erklärt Irene Egger, Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks.

Das von der Staatsbibliothek zu Berlin zusammen mit der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes entwickelte Portal soll weiter wachsen und steht Ergänzungen aus anderen einschlägigen Sammlungen offen. Bereits heute eröffnet die inhaltliche Erschließung der Flugdrucke den Zugang zu etwa 30.000 Liedern.

Honorarfreie Abbildungen
www.vd-lied.de
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000E00400000005
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000EEC600000005
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000933500000009
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D6C400000005
http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2645691&custom_att_2=simple_viewer

Pressekontakte:
Dr. Dr. Michael Fischer
Zentrum für Populäre Kultur und Musik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: +49 (0)761/70503-15
E-Mail: michael.fischer@zpkm.uni-freiburg.de
www.zpkm.uni-freiburg.de

Jeanette Lamble
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Tel.: +49 (0)30 266 431444
E-Mail: jeanette.jamble@sbb.spk-berlin.de
http://staatsbibliothek-berlin.de

Irene Egger
Österreichisches Volksliedwerk
Tel.: +43 (0)15 126335-14
E-Mail: irene.egger@volksliedwerk.at
www.volksliedwerk.at

EU-Kommissar Oettinger zum Gespräch über EU-Urheberrecht begrüßt

Am 20. Juni kam der EU-Kommissar für die Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger, in die Staatsbibliothek zu Berlin und beriet mit Rechtsexperten des Deutschen Bibliotheksverbandes dbv e. V. und aus der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz die praktischen Auswirkungen von bestimmten Rechtslagen des EU-Urheberrechts. Derzeit werden die Regelungen dazu neu gefasst.

Informationen zur EU-Urheberrechtsreform

Stellungnahme des dbv zur EU-Urheberrechtsreform vom 15.12.2015

384 Bücher an Potsdamer Freimaurerloge restituiert

Heute übergab Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, dem Mitglied des Vorstandes der Johannisloge „Teutonia zur Weisheit“ in Potsdam, Matthias Bohn, 384 Bände aus der ehemaligen Bibliothek der Freimaurerloge. Die Bücher konnten in der Staatsbibliothek zu Berlin als NS-verfolgungsbedingter Verlust der Loge identifiziert werden. Sie beinhalten allgemeine Literatur zum Freimaurertum, Instruktionen, Statuten, naturwissenschaftliche Texte, Lieder, Zeitschriften und zahlreiche Monographien aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Die Loge wird die Bände weiterhin der Forschung zur Verfügung stellen.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, hob anlässlich der Restitution hervor: „Nicht nur Juden wurden im Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet und enteignet. Zahlreiche weitere Bevölkerungsgruppen gehörten ebenfalls zu den Verfolgten, so auch die Freimaurer. Auch ihre Geschichte gilt es aufzuarbeiten und ihnen ihr rechtmäßiges Eigentum zurückzugeben.“

Matthias Bohn erläuterte: „Als sich im Jahr 1935 unter dem Druck der Nationalsozialisten alle Freimaurerlogen auflösten, wurde ihr jeweiliges Eigentum verschleppt, zerstreut oder unwiederbringlich zerstört. Umso glücklicher sind wir Brüder der vor 25 Jahren wieder begründeten Johannisloge Teutonia zur Weisheit, dass wir nun knapp 400 von einst über 2.000 Büchern wieder bei uns wissen. Wir können uns auf eine Geschichte von über 200 Jahren berufen, diese Entwicklung unserer Loge ist vor allem auch an unseren Büchern ablesbar, an den Inhalten ebenso wie an den Stempeln und Spuren der Vorbesitzer.“

Barbara Schneider-Kempf erklärte, „dass es der Staatsbibliothek zu Berlin als Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein selbstverständliches Anliegen ist, das damalige Unrecht in Bezug auf geraubte Bücher, Autographe, Handschriften, Musikdrucke und andere Materialien mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzuklären und als NS-Raubgut identifizierten Bestände stets so rasch wie möglich den rechtmäßigen Eigentümern zu übergeben.“

Die Bücher der Johannisloge „Teutonia zur Weisheit“

Die Johannisloge „Teutonia zur Weisheit“ wurde 1809 in Potsdam als Tochterloge der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ gegründet. In der Folgezeit entstand eine der größten Logenbibliotheken Deutschlands, die auf dem Höhepunkt ihres Bestehens über 2.000 Bände umfasste. Unter dem Druck des NS-Regimes stellte die Loge ihre Tätigkeit ab 1934 schrittweise ein – erst 1991 wurde sie wiedergegründet. Im Februar 1935, im unmittelbaren Zusammenhang mit der erzwungenen Selbstauflösung, schickte der Liquidator die maurerische Literatur aus der Bibliothek als Geschenk an die Preußische Staatsbibliothek (heute Staatsbibliothek zu Berlin). Fortan teilten diese Bücher das Schicksal der Bestände der Preußischen Staatsbibliothek: Ab 1941 wurden diese zum Schutz vor Kriegseinwirkungen nahezu vollständig ausgelagert, dabei wurden Sammlungen getrennt oder gingen verloren. Nach 1945 befanden sich ein Teil der Bestände in der Bundesrepublik Deutschland oder in West-Berlin, ein anderer Teil in Ost-Berlin. Auch die Bücher der Johannisloge blieben zwischen West und Ost geteilt. In der West-Berliner Staatsbibliothek befanden sich 640 Bände der einstigen Potsdamer Loge, die im Jahr 1965 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ restituiert wurden. Seit 1992 sind die beiden Nachfolgeeinrichtungen der Preußischen Staatsbibliothek in West und Ost vereint in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Im Rahmen der systematischen Erforschung der Bestände nach NS-Raubgut wurden schließlich auch die heute restituierten 384 Bände der Johannisloge identifiziert.

Provenienzforschung in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Die Klärung der Herkunft ihrer Bestände ist eine zentrale Aufgabe für alle Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Im Zuge ihrer systematischen Forschung konnte die Staatsbibliothek zu Berlin mittlerweile mehr als 1.000 Objekte an die Berechtigten zurückgeben. Hinweise auf solche Bestände finden sich einerseits in den überlieferten Erwerbungsakten und Zugangsbüchern der Bibliothek, andererseits in den Büchern selbst. Besitzeinträge wie Stempel und handschriftliche Vermerke liefern wichtige Anhaltspunkte für die Suche nach geraubten Büchern und deren Eigentümern. Sämtliche Rechercheergebnisse zu bereits geklärten wie auch zu noch ungeklärten Fällen können in der Datenbank www.lostart.de und im Online-Katalog der Staatsbibliothek www.stabikat.de eingesehen werden. Letzterer dokumentiert zugleich die Provenienzgeschichte aller bisher restituierten Objekte. Alle Informationen zu den Teutonia-Beständen finden Sie unter http://sbb.berlin/goa2bl.

Honorarfreie Pressebilder

“Weltvermesser – von Erde, Meer und Himmel”

Ausstellung “Weltvermesser von Erde, Meer und Himmel”
Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

Dienstag, 14. Juni – Samstag, 2. Juli 2016
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33 / Kulturforum, 10785 Berlin

montags – samstags 11 – 19 Uhr, Eintritt frei
Führung am  Donnerstag, 23. Juni 2016, 18 Uhr

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Vermessen und Kartieren gehört zu den ältesten Kulturleistungen. Nicht nur das Wissen über räumliche Zusammenhänge oder die Frage, wo man sich gerade befindet, waren starke Triebkräfte für das bildliche Verorten, sondern auch die Frage nach der Stellung des Menschen in der Welt. Ausgelöst durch die Entdeckung der Antiken Schriften wie der Entdeckung neuer Länder und Kontinente erhielt die Kartographie ihre stärksten Impulse im 16. Jahrhundert.

Die im Jahr 2015 im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake gezeigte Ausstellung „Das goldene Zeitalter der Kartographie“ findet bis zum 2. Juli 2016 ihre Fortsetzung in Berlin:
Mit 33 Schätzen der Kartographie, diese überwiegend aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, wurde die Kartenschau „Weltvermesser – von Erde, Meer und Himmel“ zusammengestellt.

Die Ausstellung gliedert sich in drei Kapitel, sie handeln jeweils von der Vermessung und kartographischen Darstellung der Erde, der Meere und des Himmels. In den Karten spiegelt sich der Weg vom Sagenhaften und Exotischen zum Aufgeklärten und Erforschten, von antiken Überlieferungen und Tradierungen zum Gemessenen, Berechneten und Verifizierten. Der stete Ehrgeiz zur Aktualität zeigt sich in den immer wieder neuen graphischen Umsetzungen der ständig hereinströmenden Nachrichten aus aller Welt.

Zu den herausragenden Schätzen der Ausstellung gehört eine Portolankarte aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, eine kolorierte Handzeichnung auf Pergament mit 38×56 cm Abmessung. Portolankarten beschreiben mit sehr hoher Genauigkeit Küstenverläufe, vorwiegend des Mittelmeeres, später auch des westlichen Atlantiks. Kennzeichend für diesen Kartentyp sind die immer senkrecht zur Küstenlinie und ins Landesinnere gesetzten Ortsnamen sowie das auffällige Liniensystem der Rumben, das durch die Verbindung kreisförmig angelegter Windrosen entsteht.

In der von Gerard Dejode in Antwerpen im Jahr 1593 gezeichneten Karte, 19×28 cm, zeigt sich die Schwierigkeit der Kartographen, aus den oft vage bleibenden Informationen der Entdecker und Seefahrer klare Kartenbilder zu entwerfen. Oft blieben sowohl die geographischen Angaben und Bezeichnungen wie auch die Beschreibungen im Ungefähren. So zeigt die Karte Melanesiens auch den Nordosten von Australien, jedoch war der Kontinent zur Zeit der Entstehung der Karte nachweislich noch nicht entdeckt. Der gezeichnete dortige Kampf mit dem Drachen wird daher als Glaubensbotschaft gedeutet.

In Nürnberg entstand auf 49×58 cm um 1716/1724 eine Karte vom südlichen Sternenhimmel, Hemisphearium Coeli Autrale. Nach den Seereisen um Afrika, Südamerika und Südasien wurde das bis dahin vorhandene Wissen neu geordnet und zeigte sich auch in aktuellen Fassungen vom südlichen Sternenhimmel. In dieser Karte sind die Koordinaten der wichtigsten und hellsten Sterne der Sternbilder in Tabellen aufgeführt, während in den Blattzwickeln die bedeutendsten Sternwarten abgebildet sind.

„Wissenschaftler dieser Welt, kommt nach Berlin in diese Bibliothek und forscht!“ Barbara Schneider-Kempf ist neue Botschafterin für „Brain City“

Die Kampagne „Brain City“, initiiert vom Hauptstadtmarketing der Stadt Berlin, verfolgt – als Teil der Imagekampagne „be Berlin“ – das Ziel, Wissenschaft als Standortfaktor für Berlin besser sichtbar zu machen. Die Wissenschaft soll stärker in den Fokus der Standortvermarktung rücken. Dazu wurde gemeinsam mit vielen wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins (Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Zukunftsorte, Stiftungen, Institute) eine Botschafterkampagne entwickelt. Derzeit stehen 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus diesen Einrichtungen als Testimonials bereit und verbreiten über ihre Kanäle Berlins exzellenten Ruf als Wissenschaft- und Forschungsmetropole. Ausführende Firma ist die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Alsbald rückte auch die Staatsbibliothek in das Interesse von „BrainCity“: auch die größte wissenschaftliche Universalbibliothek in Deutschland böte, so stellten die Verantwortlichen fest, einen guten Ausgangspunkt für die Verbreitung von wissenschaftlicher Exzellenz „made in Berlin“. Vor diesem Hintergrund lud man Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek, ein, ebenfalls als „Wissenschafts-Botschafterin“ zu fungieren. Der ‚Claim‘ nun hier: