Beiträge

Buchpatenschaft für den Monat April

Johann Sebastian Bachs Choräle passen immer gut zu hohen christlichen Feiertagen. Daher haben wir als Patenschaft für den Monat April eine Partiturabschrift aus der Musikabteilung ausgesucht.

Bach, Johann Sebastian (1685-1750): Sammelhandschrift mit Choralbearbeitungen (BWV 672-675, 677 u. 679) und Duetten (BWV 802-805) aus der Klavierübung 3. Teil. Abschrift von Gottfried Heinrich Moering (1747-1825). Bibliothekssignatur: Mus.ms. Bach P 566.

Bach, Johann Sebastian (1685-1750):
Sammelhandschrift mit Choralbearbeitungen (BWV 672-675, 677 u. 679) und Duetten (BWV 802-805) aus der Klavierübung 3. Teil.
Abschrift von Gottfried Heinrich Moering (1747-1825)

36 S., Kartonumschlag mit handgefertigtem Buntpapier.

Das Manuskript vereinigt Abschriften des größten Teils der Choralbearbeitungen sowie der vier Duette aus dem 3. Teil der Clavier Übung, die Bach 1739 in Nürnberg im Druck herausgab. Es stammt aus dem Besitz des Bach-Schülers Johann Philipp Kirnberger (1721-1783), der in Berlin als Lehrer und musikalischer Berater der preußischen Prinzessin Anna Amalia (1723 – 1787), der jüngsten Schwester Friedrichs II., wirkte. Der Schreiber Gottfried Heinrich Moering (1747-1825) war ein Schüler Kirnbergers.

Restaurierungsbedarf: Trocken reinigen, Risse schließen, fliegendes Papier einfügen, Umschlag ablösen, neu umheften, Bezugspapier stabiblisieren, Kanten und Ecken sichern und festigen, Schutzverpackung

Kalkulierte Kosten: 330 €

 

 

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den „Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.“

Wenn Sie Interesse daran haben, dass diese Partiturabschrift  restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de. Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt.

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

14.9. : Max-Herrmann-Preis an Wim Wenders

Mittwoch, 14. September : 15 Uhr Film „Der Himmel über Berlin“, 18 Uhr Preisverleihung an Wim Wenders

In diesem Jahr erhält Wim Wenders die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird, den Max-Herrmann-Preis der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V.

Der Filmregisseur, Autor und Produzent Wim Wenders hat in seinem Film „Der Himmel über Berlin“ (1987) die Staatsbibliothek zu Berlin zu einem der zentralen, magischen Schauplätzen erwählt und ihr so „ein ebenso schönes wie bleibendes filmisches Denkmal von internationalem Rang gesetzt“, erklärt André Schmitz, Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. zur Preisverleihung 2016. Der Lesesaal im Haus an der Potsdamer Straße, von dem Architekten Hans Scharoun konzipiert und von seinem Partner Edgar Wisniewski fertiggestellt, gleicht einer fließenden Landschaft mit seinen Ebenen und Emporen. Im Film wird er zum Treffpunkt wie Rückzugsort der Engel. So wie sie jungen wie alten Menschen in ihren Gedankenwelten beistehen, fügen sich diese zu einem vielstimmigen Kosmos zusammen. „Bibliotheken sind Herzkammern der Bildung, Begegnungsorte mit Büchern, mit Menschen, mit Gedanken, mit sich selbst. Wim Wenders hat der Magie, dem Wesen einer Bibliothek ein unvergessliches Gesicht gegeben“, erklärt, André Schmitz weiter.

Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat. Zu den von einer Jury ausgewählten Preisträgern gehörten bislang neben anderen der langjährige Direktor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und Retter der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale), Paul Raabe, Dr. Ekaterina Genieva, Generaldirektorin der Gesamtrussischen Staatlichen Rudomino-Bibliothek für Ausländische Literatur in Moskau, der Schriftsteller Günter de Bruyn sowie der israelische Künstler Micha Ullman.

Der Preis ist nach dem bedeutenden Literaturwissenschaftler Max Hermann benannt, der 1923 an der Humboldt-Universität zu Berlin das weltweit erste Theaterwissenschaftliche Institut gründete. 1933 verlor Max Herrmann seine Professur an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. In der Staatsbibliothek durfte er keine Bücher mehr ausleihen, durfte diese lediglich – über siebzigjährig – am Stehpult einsehen. Im Jahr 1942 wurde er nach KZ Theresienstadt deportiert und starb dort nach wenigen Wochen.


Mittwoch, 14. September 2016
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
Otto Braun-Saal

15 Uhr : Filmvorführung „Der Himmel über Berlin“
Offen für alle –Eintritt frei

18 Uhr : Verleihung des Max-Herrmann-Preises 2016 an Wim Wenders
Teilnahme nur nach Anmeldung bei freunde@sbb.spk-berlin.de

Es sprechen
Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
André Schmitz, Vorsitzender des Vorstandes der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.
Laudatio: Dieter Kosslick, Festivaldirektor der Internationalen Filmfestspiele Berlin
Preisträger Wim Wenders


Ihr Pressekontakt
Gwendolyn Mertz 030 / 266 43 8000
freunde@sbb.spk-berlin.de