Über 14.000 preußische Drucke des 17. Jahrhunderts online verfügbar

Vor kurzem konnte ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt der Abteilung Historische Drucke abgeschlossen werden, das sich die Digitalisierung aller im historischen Raum Preußen- Nordostdeutschland erschienenen Drucke im Bestand der Staatsbibliothek zur Aufgabe machte, die im „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts“ (VD 17) erfasst sind und bisher nicht als digitale Ausgaben verfügbar waren.

Das im Oktober 2008 gestartete Projekt leistete in mehrfacher Hinsicht Pionierarbeit: Mit diesem ersten Massendigitalisierungsprojekt der Staatsbibliothek nahm das Digitalisierungszentrum in Berlin bereits vor der Fertigstellung der Räumlichkeiten im Haus Unter den Linden seinen Anfang, erstmals wurden entsprechende Softwarelösungen etabliert und auch die inzwischen im „Masterplan zur Digitalisierung des VD 17“ verankerten regional orientierten Digitalisierungsprojekte nahmen hier ihren Anfang.

Die Orientierung auf die preußischen und nordostdeutschen Druckorte deckt sich mit einem – bei der Staatsbibliothek zu Berlin sicher naheliegenden – historisch gewachsenen Bestandsschwerpunkt: etwa 20% des gesamten im VD 17 erfassten Bestandes der Staatsbibliothek stehen jetzt als digitale Ausgaben mit tiefgehenden Strukturdaten in den Digitalisierten Sammlungen der Forschung zur Verfügung. Ein herausragendes Beispiel für die besonders seltenen Drucke, die im VD 17 als Alleinbesitz der Staatsbibliothek erscheinen und nun in digitaler Form vorliegen, sind die zahlreichen Kasualdichtungen des Königsberger Professors für Poesie Simon Dach (1605-1659) und seines Dichterbundes der „Musikalischen Kürbishütte“.

Und die Digitalisierung der deutschen Drucke des 17. Jahrhunderts in Berlin geht weiter: Bis 2018 werden mit ca. 10.000 seltenen Drucken nun die nicht-preußischen VD 17-Unika der Staatsbibliothek dank einer weiteren Förderung durch die DFG digitalisiert.

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