Drucke digital: Werkstattgespräch zum Deutschen Textarchiv am 11.12., 18.15 Uhr

Werkstattgespräch:

Druckwerke aus drei Jahrhunderten als digitale Faksimiles und im elektronischen Volltext:
Die historischen Korpora des Deutschen Textarchivs (DTA)

Christian Thomas

Das an der BBAW beheimatete DFG-Projekt Deutsches Textarchiv erarbeitet ein disziplinenübergreifendes Volltextkorpus deutschsprachiger Texte aus dem Zeitraum von 1650 bis 1900. Ziel ist es, einen vielseitig nutzbaren, umfangreichen Textbestand zu verschiedenen Varietäten des Deutschen bereitzustellen, anhand dessen die Entwicklung der neuhochdeutschen Sprache vom 17. bis zum 19. Jahrhundert nachvollzogen werden kann. Das DTA-Kernkorpus enthält wohlbekannte und weitreichend rezipierte Texte (z.B. F. v. Schiller, Die Räuber, 1781; J. W. v. Goethe, Faust I, 1808; Henriette Davidis, Kochbuch, 1849) ebenso wie für ihre Zeit bedeutende, aber in Vergessenheit geratene Werke (z.B. Heinrich Anshelm von Zigler und Kliphausen, Asiatische Banise, 1689; Catharina Regina von Greiffenberg, Geistliche Sonnette, Lieder und Gedichte, 1662). Durch seine disziplinenübergreifende Zusammensetzung eignet sich das DTA über diesen primär linguistischen Fokus hinaus beispielsweise auch für fachspezifische literatur- oder buchwissenschaftliche Untersuchungen und lädt interessierte Leserinnen und Leser zum Stöbern ein.
Von anderen umfangreichen Textsammlungen im Internet wie Google Books, Wikisource oder dem Projekt Gutenberg-DE unterscheidet sich das DTA durch die sorgfältige Auswahl der Texte und Ausgaben, die sehr hohe Erfassungsgenauigkeit, die einheitliche strukturelle und linguistische Erschließung der Textdaten sowie die Verlässlichkeit der Metadaten. Der DTA-Kernbestand aus insgesamt 1300 ausgewählten Werken wird zusätzlich erweitert durch digitalisierte Primärtexte zur Sprach- und Kulturgeschichte des Deutschen, die in anderen Kontexten entstanden sind und nun verstreut im Netz oder auf lokalen Datenträgern vorliegen. www.deutschestextarchiv.de

Organisatorische Daten:

    Ort:                  Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße
    Termin:           11. Dezember 2012, 18.15-19.45 Uhr
    Treffpunkt:     Eingangshalle (Bonhoeffer-Büste)    

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