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Veränderungen bei der Benutzung von Karten und Atlanten

Die Kartenabteilung verändert das Profil ihrer Lesesäle in den Häusern Potsdamer Straße und Unter den Linden.

Um Einschränkungen für die Benutzung der Materialien der Kartenabteilung durch den bisherigen Zeitschnitt oder die reduzierte Benutzungszeit im Haus Potsdamer Straße auszugleichen, werden ab 1. Juni 2017

  • Karten, Atlanten und andere Werke der Kartenabteilung nur noch im Kartenlesesaal Unter den Linden bereitgestellt.
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr (Bereitstellung 9-12 Uhr und 13-16 Uhr); Sa 10-14:00 Uhr (Bereitstellung bis 13:30 Uhr).

Dabei sind Werke aus dem Haus Potsdamer Straße oft erst am Folgetag nutzbar. Ein Großteil des bisherigen Lesesaalbestandes aus dem Kartenlesesaal Potsdamer Straße zieht in den Kartenlesesaal Unter den Linden um.

  • Einen Teil der Literatur über Kartographie können Sie künftig mithilfe eines speziellen Leihscheins in die allgemeinen Lesesäle beziehungsweise nach Hause ausleihen.
  • Im Kartenlesesaal Potsdamer Straße wird die Literatur zu Geoinformation, GIS, Webmapping und anderen aktuellen Themen der Kartographie aufgestellt. Gleichzeitig werden hier die Werke zusammengestellt,  die auch über den endgültigen Umzug der Kartenabteilung 2019 hinaus im Lesesaal Potsdamer Straße verbleiben sollen (Atlanten, Ortsverzeichnisse, Standardwerke). Der Lesesaal in der Potsdamer Straße steht zu den üblichen Zeiten weiterhin als offener Arbeitsbereich zur Verfügung.

Analoge Werke und eine Auskunft wird es ab 1. Juni 2017 nur noch im Kartenlesesaal Unter den Linden geben: +49 30 266 435511 (Servicezeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr; Sa 10-14 Uhr).

 

Buchpatenschaft für den Monat Januar

Ein neues Jahr – ein Aufbruch, ein Anfang, eine Reise. Daher haben wir für die als Buchpatenschaft für den ersten Monat des neuen Jahres eine Landkarte ausgesucht.

Witzleben, Ferdinand von:  Karte des Soldiner Kreises : Regbz. Frankfurth.
Berlin 1838
Lithographie

Im 18. und 19. Jahrhundert war die amtliche Kartographie Preußens, besonders unter Friedrich dem Großen, durch die Militärkartographie dominiert. Später diente sie zunehmend auch landesplanerischen Zwecken. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden vermehrt Forderungen nach geeigneten Kartengrundlagen für die Gesetzgebung laut. Geodätische Grundlagenarbeiten, die auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und rein praktischen Bedürfnissen basierten, verbesserten die Datenlage, wobei die Karten weiterhin vorrangig dienstlich gebraucht wurden und der Geheimhaltung unterlagen.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das staatliche preußische Kartenwesen reformiert. Verwaltungs-zusammenführungen und eine konzeptionelle Neuausrichtung vereinfachten die anstehenden Arbeiten. Der Königlich Preußische Generalstab übernahm die Aufgaben des amtlichen Karten- und Vermessungswesens, sowie die Ausbildung der Ingenieure.

In dieser Tradition steht die vorliegende „Karte des Soldiner Kreises, Regierungsbezirk Frankfurth“ die 1834 fertiggestellt worden war und 1838 in Berlin, im „Atlas des Regierungsbezirks Frankfurth“ als Karte 13 erschien.
Geschaffen hatte das Blatt Ferdinand August von Witzleben, ein preußischer Militärkartograph, der im Generalstab im Rang eines Hauptmanns diente.

Die sonst schwarz-weiß gehaltene Lithographie im Maßstab 1:200.000 weist lediglich unterschiedlich kolorierte Grenzen zu den benachbarten Kreisen auf. Wir haben es hier mit dem Typ einer sogenannten INSELKARTE zu tun, die ein einzelnes Territorium ohne seine Umgebung zeigt. In der rechten unteren Ecke des Kartenblattes findet sich ein Feld mit Zeichenerklärungen für Siedlung, Vegetation und Verkehrswege.
Das ehemalige Gebiet des Soldiner Kreises gehört heute im Wesentlichen zum Powiat Myśliborski in der Woiwodschaft Westpommern in Polen.

In der Kartenabteilung wird das Blatt unter der Signatur Kart. N 6477 <b> in der Altbestandgruppe „Preussen – Brandenburg“ aufbewahrt.

Restaurierungsbedarf: Risse schließen, Kaschieren auf Japanpapier
kalkulierte Kosten: 130 €

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Witzleben, Ferdinand von: Karte des Soldiner Kreises : Regbz. Frankfurth. – Berlin 1838

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass diese Karikatur restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de. Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt.

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Ausstellung Weltvermesser vom 14.6. – 2.7. in der Potsdamer Straße

Weltvermesser – von Erde, Meer und Himmel
Das Goldene Zeitalter der Kartographie
Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

14. Juni ­– 2. Juli 2016

Vermessen und Kartieren gehört zu den ältesten Kulturleistungen. Nicht nur das Wissen über räumliche Zusammenhänge oder die Frage, wo man sich gerade befindet, waren starke Triebkräfte für das bildliche Verorten, sondern auch die Frage nach der Stellung des Menschen in der Welt. Den stärksten Impuls erhielt die Kartographie in der Renaissance, ausgelöst durch die Entdeckung der Antiken Schriften wie der Entdeckung neuer Länder und Kontinente. Im Nachgang der Ausstellung „Weltvermesser – das goldene Zeitalter der Kartographie“ des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake in Lemgo (2015) konzipiert die Kartenabteilung der Staatsbibliothek anlässlich des 64. Deutschen Kartographentags in Potsdam aus den zur Verfügung gestellten Leihgaben eine neue Kartenschau: „Weltvermesser – von Erde, Meer und Himmel“.


Weltvermesser – von Erde, Meer und Himmel

Dienstag, 14. Juni ­– Samstag, 2. Juli 2016
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
geöffnet Mo – Sa 11 – 19 Uhr
an Sonn- und Feiertagen geschlossen
freier Eintritt

am Dienstag, 21. Juni 2016, 18 Uhr: Kuratorenführung
Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung erforderlich