Buchpatenschaft für den Monat April 2021

Der Frühling kommt und der “tierische Krach” nimmt zur Freude aller zu. Nur mit den Kenntnissen, welche Vögel zwitschern, tirilieren oder singen, mag es bisweilen hapern. Zum Glück gibt es wunderbare Bücher, die Abhilfe schaffen können.

Bree, Charles Robert: A history of the birds of Europe, not observed in the British Isles 
M.D. London : Groombridge and Sons, Vol. 3. 1864.
iv, 247 Seiten, [60] Blatt Tafeln: 60 Illustrationen (farbig)

Bibliothekssignatur: 50 MB 7316-3 : R

Charles Robert Bree wurde am 11. Februar 1811 im nordenglischen Lake District in Ambleside geboren und erhielt seine medizinische Ausbildung in York und London.  Er praktizierte Medizin in Bildeston  und Stowmarket (Grafschaft Suffolk) zwischen ca. 1832 und 1857, bevor er für ein weiteres  Jahr zum Studium nach Edinburgh wechselte.

Bree erwarb 1858 seinen M.D.-Abschluss an der University of Edinburgh und promovierte mit einer  Dissertation unter dem Titel “On the types and treatment of continued fever”. Er wurde 1859 zum Arzt des Essex and Colchester Hospital gewählt, wo er zweiundzwanzig Jahre lang arbeitete.

Er verfasste Bücher über Naturgeschichte und war Mitherausgeber der Zeitschrift “Naturalist” mit Francis Orpen Morris. Er war Fellow der Zoological Society of London. Bree lehnte Darwins Evolutionstheorie ab und plädierte für den Kreationismus. Für seine Kritik an Darwin ist er bis heute am meisten bekannt. 1872 verfasste er “An Exposition of the Fallacies in the Hypothesis of Mr. Darwin”, die in Fachzeitschriften vielfach kritisiert wurde. Bree war ein christlicher Kreationist, weil, so seine Argumentation, ein Beweis für die niemals erbracht werden könne.  Er glaubte jedoch nicht, dass die heiligen Schriften Autoritäten der Wissenschaft sein sollten, und seine Einwände gegen die Evolution waren nicht biblisch begründet. Charles Darwin und Alfred Russel Wallace kritisierten Bree für Fehler und Missverständnisse bei der Evolution.

Viel weniger bekannt sind heute seine ornithologischen Interessen und Studien. Dabei führten diese zu einem vierbändigen, aufwändig illustrierten Werk “A history of the birds of Europe, not observed in the British Isles” aus dem Jahr 1863 – 1864. Ausführliche Beschreibungen der Tiere und ihrer Lebensarten sowie schöne Illustrationen machen aus diesem Buch weit mehr als einen Ratgeber. Und es könnte hilfreich sein, wenn der Blick auf einen Singvogel fällt, ohne dass er genauer benannt werden kann. Zwei der vier Bände müssen dringend restauriert werden, damit sie wieder in die Hände von Benutzern und Benutzerinnen gegeben werden können.

Eine digitale Ausgabe des dritten Bandes kann man sich hier ansehen: https://archive.org/details/historyofbirdsof03bree

Charles Robert Bree starb am 17. Oktober 1886.
Etwas mehr zu seinem Leben findet sich hier: Charles Robert Bree | The BMJ

 

Nötige Reparaturen: Trockenreinigung, Restaurierung des Einbands und Schutzverpackung.

Kalkulierte Kosten: 540 €

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft

bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch über Ornithologie restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

0 Kommentare

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.