Beiträge zu Innovationen in unserem IT-Bereich

Stimmen der Bibliothek: Der neue Podcast der Staatsbibliothek

“Stimmen der Bibliothek” ist eine Audioreise hinter die Kulissen der Staatsbibliothek und ein ganz neues Angebot. Interviews mit Bibliotheksmitarbeiter*innen geben einen ungewohnten Eindruck vom Facettenreichtum der Bibliothek.

Podcasts sind digitale Audiobeiträge, ähnlich wie Radiosendungen, die heruntergeladen werden können und somit überall und zur jeder Zeit abhörbar sind. Sie bieten eine bequeme Möglichkeit, Information aufzunehmen.

Obwohl Podcasts in Deutschland noch nicht sehr verbreitet sind, nehmen sie  an Popularität zu und werden schon von Wissenschaftler*innen (etwa Forschergeist) und sogar Politiker*innen eingesetzt (etwa der Podcast der Bundeskanzlerin) um Themen zu diskutieren, Einblicke in Lebensbereiche zu geben und ein Publikum zu informieren.

In der Podcast-Reihe „Stimmen der Bibliothek“ soll die Vielfalt der Bestände und Aufgabenbereiche der Staatsbibliothek für Hörer*innen zugänglich gemacht werden. Es soll interessiertes Fachpublikum ansprechen, neugierige Einsteiger begeistern und jedem etwas Neues über die Bibliothek nahebringen.

Zora Steiner, Mitarbeiterin der Staatsbibliothek, hat noch während ihrer Ausbildung die erste Staffel aufgenommen. In der ersten Folge hören Sie, wie sie auf diese Idee gekommen ist und erfahren Interessantes zur Entstehung. Sie wird interviewt von Ralf Stockmann, einem renommierten Podcaster, der hauptberuflich Leiter des Referats „Innovationsmanagement“ in der Staatsbibliothek ist. Vier weitere Folgen ergänzen in nächster Zeit die “erste Staffel”, hier interviewt sie u. a. Mitarbeiter der Musikabteilung, der Abteilung Historische Drucke und der wissenschaftlichen Dienste.

Slavistik-Portal im neuen Design online

Seit Anfang Januar 2017 präsentiert sich das Slavistik-Portal im neuen, responsiven Design, das vor allem für die Recherche mit mobilen Geräten und Browsern aller Art optimiert ist. Gleichzeitig wurde das Portal auch für die Arbeit mit herkömmlichen Desktop-PCs verbessert und übersichtlicher gestaltet.

Das Slavistik-Portal ist aus dem Projekt “Virtuelle Fachbibliothek Slavistik” hervorgegangen, das ab 2005 für fünf Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. Das Ziel der Virtuellen Fachbibliothek (ViFa) Slavistik war definiert als Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für slavistikbezogene Fachinformationsangebote im Internet. Die ViFa Slavistik richtete sich primär an Wissenschaftler und Studierende, aber auch an Lehrer, Übersetzer, Journalisten, Kulturmanager und alle diejenigen, die an Slavistik, slawischen Sprachen und Literaturen sowie slawischer Volkskunde interessiert waren.

Die Grundlage der “ViFa” Slavistik bildete das Sondersammelgebiet (SSG) “Slawische Sprachen und Literaturen”, das von 1998 bis 2015 an der Staatsbibliothek zu Berlin gepflegt wurde und die deutschen SlawistInnen mit slawistischer Fachliteratur in diesem Zeitraum erfolgreich versorgt hatte. Seit 2016 betreut die Staatsbibliothek zu Berlin nun den Fachinformationsdienst (FID) Slawistik, der im Gegensatz zum SSG weit über die bloße Versorgung der FachwissenschaftlerInnen mit Fachliteratur hinausgeht. Das Slavistik-Portal, das nach wie vor – mit über 5000 Besuchern pro Monat vor allem aus dem deutschsprachigen Raum – als die zentrale Anlaufstelle für Fachrecherchen fungiert, wird auch in den kommenden Jahren und im Rahmen des FID seine Dienste anbieten, die Services erweitern und weiterhin die deutsche und internationale FachnutzerInnen mit relevanten wissenschaftlichen Fachinformationen versorgen.

Die Hauptmodule des Portals und ihre technische Basis verfolgen das Ziel, den Nutzern eine übersichtliche und transparente Webpräsentation zu bieten, die gutes Design und Performanz verbindet und die auf fachlichem Know-how und zwölf Jahren intensiver Arbeit an den Inhalten und der technischen Infrastruktur aufbaut.

  • Suche – Die Funktion “Suche in slawistischen Datenbanken, Bibliographien und Katalogen” deckt einen Suchraum von über 40 Datenquellen ab, die fachbezogenen Informationen zur und über die Slawistik liefern. Als Software kommt dabei seit 2013 das Open-Source-System Pazpar2 zum Einsatz, das in der Lage ist, die lokalen bibliographischen Daten, die in Form von SOLR-Indizes vor Ort in Berlin vorgehalten werden, aber auch die entfernten Fachquellen über diverse XML- oder Z39.50-Schnittstellen, in Sekundenschnelle zu durchsuchen. Die ca. 30 lokalen SOLR-Indizes sind mit speziellen Analyzern (mit Funktionen wie automatischer Transliteration des Kyrillischen o.a.) ausgestattet, so dass die Suche darüber sich für Slavistik-SpezialistInnen besonders effektiv gestaltet. Eine vorsichtige Schätzung der fachbezogenen Datensätze im gesamten Suchraum liegt ca. 5 bis 10 Mio. bibliographischen Einheiten.
  • Neuerwerbungen – Unter “Neuerwerbungen” bietet das Portal den Dienst “Neuerwerbungen Slavistik”, der die monographische Erwerbung für den gesamten deutschsprachigen Raum (im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft) der letzten 15 Jahre widerspiegelt, und den kürzlich hinzugekommenen Dienst “Neuerscheinungen Online Content (OLC) Slavistik”, der die Zugänge aus den 500 wichtigsten slavistischen Zeitschriften auf der Aufsatzebene dokumentiert. Beide Dienste sind datenbankbasiert und werden im Stundentakt aktualisiert. Dementsprechend können sie auch als RSS-Dienste genutzt werden.
  • Zeitschriften – Das Modul bietet eine Übersicht über die wichtigsten gedruckten und elektronischen Zeitschriften im Fachbereich Slawistik. Die Daten aus der “Elektronischen Zeitschriftendatenbank” (EZB) und der “Zeitschriftendatenbank” (ZDB) werden über die XML-Schnittstellen ausgelesen und sind somit immer aktuell. Eine Ergänzung liefert die Übersichtsliste über die Zeitschriften in der Datenbank “Online Contents (OLC) Slavistik”, die ebenfalls stets “up to date” ist.
  • Datenbanken – Dieses Modul bildet das Herzstück des Portals. Auf über 300.000 Webseiten werden die bibliographischen Metadaten für die wichtigsten deutschsprachigen slavistischen Bibliographien und die fachbezogenen Regionalbibliographien angeboten. Die Metadaten davon wurden durch die Konversionsprojekte der Jahre 2007-2012 aus den gedruckten Ausgaben durch spezialisiertes OCR gewonnen und mit Data-Mining-Verfahren strukturiert. Nun liegen die ehemals gedruckten Bibliographien in Datenbankform vor und werden für die Browsing-, Pazpar2- und die Widget-Suche in die SOLR-Indizes eingespeist. Ergänzend zu den Bibliographien bietet das Modul auch eine Auswahl von ca. 2000 Internetquellen, die das Team des Portals im Laufe der letzten zehn Jahre gesammelt hatte und die – aus unserer Sicht – für die deutsche und internationale Slawistik von Bedeutung sein dürften.
  • Online-Tutorium – Das Online-Tutorium LOTSE-Slavistik (als ein Teilprojekt der “ViFa” Slavistik) war als Lernportal gedacht, das Suchtechniken im Fach Slavistik vermitteln sollte. Es wurde fünf Jahre lang von der Universitätsbibliothek Bochum gepflegt und anschließend von der SUB Hamburg eine Zeitlang gehostet. Zum Ende 2016 wurde das gesamte LOTSE-Projekt eingestellt.

Nach wie vor wird am Slavistik-Portal intensiv gearbeitet. Vor allem die Gewinnung neuer, qualitativ hochwertiger Metadaten wird vorangetrieben. Es werden weitere gedruckte Bibliographien im Data-Mining-Verfahren erschlossen und weitere elektronischen OAI-Server des Fachbereichs weltweit geharvestet. Auch der Zugang zu freien und lizenzpflichtigen Volltext-Quellen/-Datenbanken spielt zunehmend eine wichtige Rolle. So wird seit Herbst 2016 eine deutschlandweite FID-Lizenz für die Volltext-Datenbank “Universitetskaja biblioteka online” über das Slavistik-Portal angeboten, die registrierten Nutzern zur Verfügung steht.

Auch in Zukunft werden wir den Grundsätzen der Transparenz und Performanz eine besondere Bedeutung beimessen und unser Portal danach gestalten. Die jüngste Entwicklung betrifft das neue, responsive Design des Portals, das seit Januar 2017 online ist. Damit haben wir unsere Webseiten auch für diejenigen Nutzer und Nutzerinnen optimiert, die mit mobilen Geräten und Browsern aller Art zu uns kommen wollen.

Herzlich willkommen! Zur Suche: http://slavistik-portal.de

Drucken leicht(er) gemacht

Wir freuen uns, Ihnen in Zusammenarbeit mit unserem Druck- und Reproduktionspartner BiblioCopy einen neuen Service präsentieren zu können: Den WLAN-Druck.

Dazu ein Beispiel aus der Praxis: Sie arbeiten gerade konzentriert an Ihrem Laptop im Lesesaal und stoßen bei Ihren Recherchen auf einen äußerst interessanten Zeitschriftenaufsatz, den Sie gerne sofort ausdrucken möchten. Bisher war der Weg häufig so: Zunächst haben Sie sich den Aufsatz heruntergeladen und auf einem USB-Stick gespeichert, um diesen anschließend bei BiblioCopy wieder an einen Drucker oder PC anzuschließen und das Dokument auszudrucken.

Das geht ab sofort einfacher, denn jetzt können Sie direkt über das WLAN der Staatsbibliothek den Drucker im Kopierzentrum BiblioCopy ansteuern und Ihren Druckauftrag in Arbeit geben. Um den Drucker bei BiblioCopy ansteuern zu können, bedarf es lediglich der Verbindung mit dem WLAN der Staatsbibliothek und der einmaligen Installation des Druckers. Die Anleitung zur Installation des Druckers und alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Seite von BiblioCopy.

Uns ist bewusst, dass die Installation (im Vergleich zum heimischen Drucker) recht aufwendig ist, aber dafür gibt es auch einen sehr guten Grund: die Sicherheit Ihrer Daten. Wir müssen zu jeder Zeit sicherstellen können, dass der Druckauftrag auch wirklich von Ihnen gewünscht war und wir den Druckauftrag Ihnen (und niemand anders) zuordnen können, damit Sie am Ende auch wirklich das Gewünschte in den Händen halten. Wir bitten daher um Ihr Verständnis.

In der ersten Phase steht der WLAN-Druck allen Nutzerinnen und Nutzern mit Laptops der Betriebssysteme Windows 7 und 10 zur Verfügung. An einer Lösung für weitere Betriebssysteme wird intensiv gearbeitet. Bis dahin können Sie die Funktion des Ausdrucks per Upload nutzen.

Sollten Sie Fragen zur Installation haben oder Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an die WLAN-Sprechstunde wenden.

Übrigens: Wir erfüllen mit dem WLAN-Druck einen von Ihnen bei der WLAN-Umfrage im März häufig geäußerten Wunsch. Ihre Anregungen und Kritiken bleiben also keineswegs ungehört.