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Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten begrüßt Fortsetzung des Sonderprogramms mit 4,5 Millionen Euro

Im Jahr 2019 werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in einem Sonderprogramm 4,5 Millionen Euro Fördermittel für den Erhalt von Originalen in Archiven und Bibliotheken zur Verfügung gestellt, das ist gegenüber dem Jahr 2018 eine Steigerung um 2 Millionen Euro. Das Sonderprogramm läuft seit 2017.

Die Sprecherin der Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten, Barbara Schneider-Kempf, zugleich Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, wo die Koordinierungsstelle für Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) angesiedelt ist, erklärt dazu: „Die Erhöhung der Fördermittel für Erhaltungsmaßnahmen am schriftlichen Kulturgut ist ein starkes und wichtiges Signal: Kostbare Handschriften, unikale Sammlungen und Akten in unseren Archiven und Bibliotheken sind vielfach akut in ihrer Substanz gefährdet. Die umfassende Schadens- und Gefährdungsbilanz, die 2015 von der KEK vorgelegt wurde, hat gezeigt, dass nur in gemeinsamer Anstrengung von Bund und Ländern große Verluste in den Gedächtniseinrichtungen verhindert werden können. Im Rahmen des BKM-Sonderprogramms, das 2017 gänzlich neu aufgesetzt wurde, wurden bereits beachtliche Erfolge erzielt. Die Aufstockung für das kommende Jahr, die zuletzt vom Bundestag beschlossen wurde, ist der notwendige und richtige Folgeschritt.“ Die Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten besteht seit 2001 als Interessengemeinschaft der zwölf größten deutschen Archive und Bibliotheken. Auf das Wirken der Allianz ging die Gründung der KEK im Jahr 2011 zurück. Derzeit ist Barbara Schneider-Kempf Sprecherin der Allianz.

Bund-Länder-Finanzierung des Sonderprogramms

Die Förderung über das BKM-Sonderprogramm ist an eine Gegenfinanzierung der jeweiligen Länder gebunden. Als Maßnahmen stehen vor allem die Bearbeitungen von Originalen per Mengenverfahren wie Entsäuerung, Reinigung und Verpackung im Mittelpunkt. Über dieses kooperative Bund-Länder-Sonderprogramm können Säurefraß und andere Gefahren für unersetzbare Bücher und Akten in Breite und Vielfalt koordiniert bekämpft werden.

Ursula Hartwieg, Leiterin der KEK, erläutert: „Die Fortführung des Sonderprogramms mit erhöhten Mitteln wird auch die bisher geleisteten Aufbauarbeiten im Bereich der Infrastrukturen stärken: Zur nachhaltigen kooperativen Sicherung der schriftlichen Überlieferung sind z.B. spartenspezifische Dokumentationsformen, entsprechendes Knowhow in den Einrichtungen und auch zuständige Fachstellen in den Ländern erforderlich. An diesen Punkten haben wir vor allem in den letzten Jahren Impulse setzen und Einiges bewegen können. Die Aufstockung der Fördermittel ist daher insbesondere auch für diese Strukturarbeit ein wichtiges Kontinuitätssignal, das den weiteren Ausbau stärkt.“

Archiv- und Bibliotheksgut stark gefährdet

Seit Veröffentlichung der Bundesweiten Handlungsempfehlungen der KEK zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts in Deutschland im Jahr 2015 ist bekannt: In Archiven sind Papiere im Umfang von 1,8 Millionen Regalmetern vom Säurezerfall bedroht, in wissenschaftlichen Bibliotheken müssen rund 9 Millionen Bände entsäuert werden. Diese Bilanz machte unmissverständlich deutlich: Originale müssen in größeren Mengen und länder- und einrichtungsübergreifend koordiniert gesichert werden, wenn Grundlagen für Wissenschaft und Forschung erhalten und gravierende Lücken in der schriftlichen Überlieferung verhindert werden sollen.

Bislang 420 Projekte via KEK unterstützt

Die KEK wurde im August 2011 gegründet. Die bei der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz angesiedelte Stelle wird von der Beauftragten für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder (KSL) gefördert. Über die KEK werden bundesweit Projekte im Bereich Originalerhalt unterstützt, zudem fördert die KEK aktiv die spartenübergreifende Zusammenarbeit von Archiven und Bibliotheken sowie den Aufbau von Infrastrukturen im Bereich Überlieferungssicherung. Insgesamt wurden über die KEK in den Förderlinien Modellprojektförderung und BKM-Sonderprogramm bisher rund 420 Projekte unterstützt, dafür wurden von BKM und KSL rund 7 Millionen Euro bereitgestellt.

Projekterfolge der KEK-Förderung: http://schriftgutschuetzen.kek-spk.de

 

Eröffnung: “Druckerschwärze Roter Stern” am 8.11.

Eröffnung: Druckerschwärze Roter Stern. Revolution an der Litfaßsäule. Deutschland 1918/20

  • Termin

    Do., 8. November 2018
    Um 18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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© SBB-PK, CC NC-BY-SA



Eröffnung: 8.11.2018 / 18 Uhr / Dietrich-Bonhoeffer-Saal / Vortrag “100 Jahre Novemberrevolution: Gedenken, Erinnern, Vergessen”, Dr. Mark Jones, Assistant Professor am University College Dublin / Eintritt frei / Anmeldung bis 1.11. unter: pr@sbb.spk-berlin.de.

Anlässlich des 100. Gedenkjahres der Novemberrevolution zeigt die Ausstellung Reproduktionen von Flugblättern, Handzetteln und Zeitungssonderdrucken aus dem Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin, die von der deutschen Revolution 1918 bis zum Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920 entstanden sind. Die Objekte werden in einer collageartigen Zusammenstellung an Säulen im Eingangsfoyer der Staatsbibliothek gezeigt, die ihrer originalen Verwendung im Straßenraum nachempfunden ist und mit denen der Betrachter daher zunächst unvermittelt konfrontiert werden soll. Separat präsentierte, erklärende Texte liefern die notwendigen Hintergrundinformationen und binden die Quellen in den historischen Kontext ein.

Die Ausstellung konzentriert sich auf fünf Themenfelder: die Revolution in Berlin vom November 1918 bis zum Januar 1919, die Revolution in Braunschweig im November 1918, die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung im Januar 1919, die Münchner Räterepublik im April 1919 und der Kapp-Lüttwitz- Putsch im März 1920.

Weitere Ausstellungen und Veranstaltungen zu diesem Thema finden Sie hier. Sie verlassen die Seite der Staatsbibliothek zu Berlin.

Die Staatsbibliothek zu Berlin ist Partner des Themenwinters “100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19”. Ein Projekt der Kulturprojekte Berlin.

© Kulturprojekte Berlin

Veranstaltung „Zwischen Realität und Virtualität. Aktuelle Entwicklungen im Bilderbuch” am 06.11.

20.Veranstaltung der Reihe Kinderbuch im Gespräch am 06.11.

  • Termin

    06.November 2018

    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin

    Simón-Bolívar-Saal
    Potsdamer Straße 33

    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestellen

    H Potsdamer Brücke (Bus M29)

    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)

    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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20.Veranstaltung der Reihe “Kinderbuch im Gespräch”

„Zwischen Realität und Virtualität. Aktuelle Entwicklungen im Bilderbuch“

Über die Bedeutung des Bilderbuchs in einer sich wandelnden Medienlandschaft, die Erwartungen unterschiedlicher Rezipientengruppen an das Bilderbuch und die vielfältigen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung diskutieren im Simón-Bolívar-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin (Potsdamer Straße 33)

ATAK (Illustrator, Comiczeichner und Professor an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle),

Ada Bieber (Kinderbuchforscherin, Dozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin),

Edmund Jacoby (Verleger, Berlin),

Sabine Keune (Antiquarin, Aachen),

Mariela Nagle (Kinderbuchvermittlerin, Inhaberin der Buchhandlung Mundo Azul, Berlin),

Isabel Pin (Illustratorin, Berlin) und Henning Wagenbreth (Grafiker, Comic-Zeichner und Professor an der Universität der Künste Berlin).

Moderiert wird das Gespräch vom Kinderbuchforscher- und Sammler Friedrich C. Heller und der Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin Carola Pohlmann.

Begleitend zur Veranstaltung wird eine kleine Ausstellung gezeigt, in der auch Bilderbücher der beteiligten Künstler*innen zu sehen sein werden.

Wir laden Sie zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Kinderbuch im Gespräch“ herzlich ein und freuen uns auf eine angeregte Diskussion – auch mit dem Publikum.

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek gemacht. Mit
Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung zu nicht kommerziellen Zwecken einverstanden.