News aus dem Nutzendenrat

Am 4.3. war es so weit: Der neu gegründete Nutzendenrat der Stabi ist zu seinem ersten Treffen zusammengetreten. 16 Nutzer:innen repräsentieren die diverse Nutzendenschaft der Stabi, in der jede Person andere Schwerpunkte setzt und eigene Bedürfnisse mitbringt.

Das erste Treffen war vor allem dem Kennenlernen der Mitglieder untereinander gewidmet: Wer schaut mit welchem Blick auf die Staatsbibliothek? Wer nutzt welches Haus oder welche Online-Angebote und vor allem: zu welchem Zweck? Und: Welche Lebens- und Arbeitsbedingungen bringen die Mitglieder jeweils mit?

Außerdem hat das Gremium auch schon konkret diskutiert und besprochen, welche Highlights und Tiefpunkte die Mitglieder des Nutzendenrats in ihrer individuellen Stabi-Nutzung erlebt haben und was sie besonders beschäftigt. Dass dabei vor allem die Mitarbeitenden der Bibliothek – ganz besonders die Kolleg:innen der Leihstelle – gelobt wurden, freut uns sehr! Auch Services wie Anschaffungsvorschläge, Arbeitskabinen und Forscher:innenwägen werden neben der konzentrierten und ruhigen Arbeitsatmosphäre in den Lesesälen geschätzt. Und nicht zu vergessen: Die Sammlungen der Staatsbibliothek von Rara-Beständen bis hin zu Portalen wie CrossAsia sind für viele die sehr geschätzte Grundlage ihrer Stabi-Nutzung.

Während die elektronischen Ressourcen insgesamt begeistert von den Mitgliedern genutzt werden, trüben die Zugriffsmodalitäten und die Suche im StaBiKat das Erlebnis leider zu oft. Auch das neu eingeführte Ausleihsystem wurde als unübersichtlich beschrieben. Erleichterung würden hier z.B. Sortiermöglichkeiten der Ausleihen nach Ablaufdatum der Leihfrist oder nach Vormerkungen schaffen. Besonders schmerzlich vermissten viele Mitglieder des Nutzendenrats auch einen angenehmen Lounge-Bereich für informelle Gespräche oder Videokonferenzen. Während im Haus Unter den Linden ansonsten vor allem die hohen Preise der Cafeteria kritisiert wurden, stand in der Potsdamer Straße eher der allgemeine Erhaltungszustand des Gebäudes im Mittelpunkt: in die Jahre gekommene Sanitäranlagen oder schlechte Versorgungsmöglichkeiten für Trinkwasser waren neben der mangelhaften Barrierefreiheit nur einige Themen.

Und wie geht es nun weiter? Wir möchten spürbare Verbesserungen für Sie alle bewirken und stimmen uns nun intern ab, welche der aufgebrachten Themen möglichst zeitnah umgesetzt werden können. Erste Ansätze zeichnen sich schon ab:

  • Wir wollen mehr Kommunikations- und Kreativräume schaffen und insgesamt für ein angenehmeres Aufenthaltsgefühl sorgen. Deshalb werden im Haus Unter den Linden beispielsweise auch die Innenhöfe begrünt und wir hoffen auf eine Sonntagsöffnung der allgemeinen Lesesäle im zweiten Quartal 2022.
  • Die Trennung zwischen StaBiKat und stabikat+ soll aufgehoben werden.
  • Im Haus Unter den Linden rechnen wir im Sommer mit einem neuen Angebot in der Cafeteria, sobald ein dauerhafter Pächter den Betrieb aufnehmen kann.

Wir und die Mitglieder des Nutzendenrats freuen uns auf Rückmeldung und Diskussion hier im Blog!

47 Kommentare
  1. Avatar
    Volker Korn sagte:

    Sehr geehrte Frau Jopp,

    am 29.12.2021 haben Sie m Blog zu den Cafeteriapreisen im Haus Unter den Linden u.a. geschrieben:

    „…ABER: wir können weder jetzt noch nach erfolgter Ausschreibung Preise vorgeben, sondern müssen uns bei der Auswahl des Anbieters auf qualitative Argumente stützen.
    Ihre Kritik werde ich natürlich an den Anbieter weitergeben. Wie in der Gastronomie üblich, haben Sie als Kundin die Wahl, das Angebot von Speisen und Getränken anzunehmen, oder eine andere Location aufzusuchen.“

    Deshalb meine konkrete Frage: Können die Nutzer*innen auf eine bessere Preisgestaltung nach einem Betreiberwechsel hoffen?

    Beste Grüße

    Volker Korn

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    • Belinda Jopp
      Belinda Jopp sagte:

      Lieber Herr Korn, die Ergebnisse der Ausschreibung liegen mir leider noch nicht vor, denn das Verfahren läuft noch. Ich gehe davon aus, dass die verantwortlichen Kolleg:innen die bestmögliche Wahl treffen. Wie dann die Preisgestaltung und das generelle Angebot sein werden, müssen wir abwarten.

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    Leser sagte:

    Bitte nicht den Stabikat aufgeben und mit Stabikat+ vermischen. Die Suche im Stabikat+ ergibt häufig zu viele (dazu falsche / wenig hilfreiche) Ergebnisse. ebscohost ist hingegen unübersichtlicher und vor allem in seinen Reaktionszeiten deutlich(!) langsamer.

    Der klassische Stabikat war und ist hervorragend etabliert und sehr übersichtlich. Bitte einfach beibehalten.

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      • Avatar
        Sarah H. sagte:

        Hallo,
        ich finde den Stabikat wie er im Moment ist, auch klasse. Je nachdem, was ich suche, nutze ich die entsprechenden Tools selbst aus. Insofern auch von mir volle Zustimmung!

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      • Avatar
        Andreas Helmedach sagte:

        Bin derselben Meinung. Stabikat ist ein Bibliothekskatalog. So etwas braucht man in einer Bibliothek.

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    Leser sagte:

    Warum wird meine gestrige Bitte, den Stabikat unverändert zu belassen, nicht veröffentlicht? Danke und mfG

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    Buchfreund sagte:

    Der Umbau einer wissenschaftlichen (!) Bibliothek zu einem exklusiven Entertainment- und Bespaßungscenter für eine hippe und urbane Akademikerelite, die nichts Besseres mit sich anzufangen weiß als von Sonnenaufgang bis -untergang in einer Bibliothek herumzulungern (demnächst zusätzlich auch sonntags!) und untaugliche Verbesserungsvorschläge macht, hat tatsächlich begonnen. Oder läuft bereits seit längerer Zeit.

    – „Die Trennung zwischen StaBiKat und stabikat+ soll aufgehoben werden.“

    Warum wird das nicht begründet? Warum wird man vor vollendete Tatsachen gestellt? Können die diversen Mitglieder des Nutzerrates damit nicht umgehen („Software aus den 80ern???“ Die Toilettenräume im Haus Potsdamer Straße sind es nicht?) oder was genau ist das tatsächliche Problem mit dem Stabikat? Isser zu unhip und uncool und verstößt mittlerweile eklatant gegen die Sehgewohnheiten in Zeiten von Youtube, Twitter, Facebook, Instagram und Tiktok? Seien Sie einfach ehrlich und schreiben gleich hin, daß der Stabikat abgeschafft werden soll, denn genau darauf läuft es doch hinaus. Aber ich kann mir schon denken, weshalb die SBB den Stabikat endlich loswerden möchte bzw. muß.

    Ich behaupte: Was niemals eins war, konnte auch nicht getrennt werden, deshalb wird gar nichts aufgehoben, schon gar keine Trennung, sondern abgeschafft. Stabikat und Stabikat+ sind zwei völlig unterschiedliche Bibliothekssysteme von zwei verschiedenen Herstellern, deren Server dazu noch auf zwei verschiedenen Kontinenten stehen und absolut nichts gemeinsam haben außer den digitalen und gedruckten Bücher- und Artikelbestand der SBB und was die SBB sonst noch hat.

    Mal zum Nachdenken für die Mitglieder des Nutzerrates: Der Stabikat zeigt übersichtlich exakt zehn Treffer pro Seite an (und zwar mit Voreinstellung chronologisch, und nicht nach irgendeiner abstrusen Relevanz sortiert wie beim Stabikat+) mit den für mich relevanten Informationen, hingegen der Stabikat+ (Ansicht „Advanced search“) gerade mal drei (!) Treffer, wobei mir vom dritten Treffer lediglich die Titelzeile angezeigt wird, der Rest der Suchergebnisse paßt schon nicht mehr auf dem Bildschirm (Auflösung 1920×1080) und wird nur durch Scrollen sichtbar. Immerhin: Die normale Ansicht zeigt mir drei Treffer vollständig an. Der Stabikat zeigt mir zehn (!) Treffer vollständig an und ist sogar noch viel übersichtler! Beim Stabikat+ muß man immer ans Seitenende scrollen, um die nächste Trefferseite aufzurufen, beim Stabikat ist die Seitenauswahl rechts oben immer sichtbar (und unten rechts), das lästige Scrollen entfällt, denn zehn Treffer werden vollständig angezeigt. Da bleibt sogar noch Platz, um die Schrift via Browser zu vergrößern. Beim Stabikat+ muß man den Seiteninhalt auf 33 % verkleinern, um zehn Treffer vollständig sehen zu können. Logisch, daß die winzige Schrift dadurch absolut unlesbar wird und damit unbrauchbar. Zu den Seitengrößen: Eine Trefferseite des Stabikats erzeugt eine ca. 38 KB große HTML-Datei, eine Trefferseite des Stabikat+ eine ca. 170 KB große. Es macht auf Dauer einen riesigen Unterschied, ob Computer oder Smartphone 170 KB große HTML-Seiten verarbeiten und anzeigen müssen oder ob es nur 38 KB große HTML-Seiten sind. Die Anwortzeiten von stabikat.de sind nur ca. 25 ms kurz, von ebscohost.com (Stabikat+) ca. 115 ms. Das ist ja auch kein Wunder, denn laut iplocation.net steht ebscohost.com entweder in Birmingham/Alabama oder in Boston/Massachusetts, jedenfalls in den USA. (Die Katalogdaten der SBB lagern dann also auch in den USA, ja? Schönen Dank!)

    Die Sache mit dem Permalink: Den findet beim Stabikat links oben, direkt überm Wort „Titel“, das ist bequem und effizient und sofort verfügbar. Stabikat+ hingegen muß man erst mit einem Klick auf „Link kürzen“ veranlassen, einen fast 200 (!) Zeichen langen Permanentlink zu einem Kurzlink zu reduzieren, der nur noch ca. 25 Zeichen lang ist. Das dauert tatsächlich auch noch zwei oder drei Sekunden! Und dann fängt der kurze Permanentlink mit „http://“ und nicht mit „https://“. Ist die SBB denn tatsächlich schon im Jahre 2022 angekommen? Ideologisch ja, technisch niemals.

    – „Besonders schmerzlich vermissten viele Mitglieder des Nutzendenrats auch einen angenehmen Lounge-Bereich für informelle Gespräche oder Videokonferenzen.“

    Wer miteinander quatschen will, tut das am besten vorm Bibliotheksgebäude und nicht drinnen. Gab es jemals Bereiche zum Herumlümmeln in den
    beiden SBB-Häusern? Wenn nein, kann man solche Bereiche auch nicht „schmerzlich vermissen“. Allein diese dramatische Sprache, habt Ihr tatsächlich Schmerzen? Im Haus Potsdamer Straße gibt es rechts vom Eingang einen Bereich mit Sitzmöbeln, inklusive Blick aufs Kulturforum oder zumindest auf die Potsdamer Straße. Ist das zu schäbig, um als Bereich zum Herumlungern, zum Quatschen, zum Videotelephonieren zu gelten?

    Videokonferenzen in einer Bibliothek … Für manche ist das hier schon tatsächlich ein Großraumbüro. Der Erwachsenenspielplatz kommt ja demnächst. Daß die Young Urban Professionals ihre Spiel- und Kuschelecken in der Bibliothek brauchen wie zu Grundschulzeiten (nur echt mit Diddelmaus und Tamagotchi!), leuchtet mir sofort ein. Man muß ja netzwerken und so, und die anderen über das nächste, hippe, voll krasse, disruptive Projekt informieren, das man seit Jahren plant.

    – „Wir wollen mehr Kommunikations- und Kreativräume schaffen (…)“

    Vergessen Sie nicht, daß es sich bei der SBB um eine Bibliothek handelt. Wer einen Hobbyraum braucht, soll sich gefälligst zu Hause ein Hobbykeller
    einrichten und dort basteln. In der Aufzählung fehlen noch die „Safe Spaces“ [3].

    Hat es überhaupt jemand aus der Arbeiterklasse in den Nutzerrat geschafft?

    Hat denn niemand vom Nutzerrat die fehlenden Lach-Yoga-Kurse [1] angemahnt? Die Krabbelgruppe fürs Kleinkind und Kung-Fu-Kurse [1] fürs ältere Kind? Den bibliothekarischen Hunde-Auslauf-Service, während man in den Maker-Spaces [2] äh in den Kreativräumen am Perpetuum mobile bastelt (Sie wissen schon, das nächste disruptive Ding)? Den Showroom bitte nicht vergessen, in dem anschließend das Perpetuum mobile einer staunenden Öffentlichkeit erfolgreich vorgeführt wird.

    Im übrigen würde ich mich sehr freuen, wenn Sie ganz normal mit Ihren Nutzern reden. Einfach so, von Mensch zu Mensch. Wenn ich solche Wörter lesen muß wie „Forscher:innenwägen“ und das :innen-Gedöns werde ich das Gefühl nicht los, daß Sie Ihre eigene Nutzerschaft schon lange nicht mehr ernstnehmen (wirklich sehr höflich ausgedrückt).

    Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Arbeitszeit in der SBB bis zum Feierabend rumkriegen sollen, dann fangen Sie an, die Inhaltsverzeichnisse der Bücher einzuscannen (bitte mit Titelblatt und Impressum, danke).

    Dann habe ich noch einen guten Rat für Sie: Denken Sie jeden Tag daran, daß Sie einzig und allein für die Bibliotheksbenutzer da sind und nicht für sich selbst, außerdem werden Sie von uns, den Steuerzahlern finanziert. Ausschließlich WIR sind der Grund für SIE, nicht andersherum. Merken Sie sich das gut. Dementsprechend haben Sie gefälligst Ihre Arbeit zu machen.

    [1]: https://www.zlb.de/veranstaltungen/soagb.html
    [2]: https://www.zlb.de/ueber-uns/presse/pressemitteilung-detail/news/wettbewerb-makerspaces-vier-projekte-werden-realisiert.html
    [3]: https://en.wikipedia.org/wiki/Safe_space

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      Lennart Kokott sagte:

      Guten Tag,

      als Mitglied des Nutzendenrats finde ich Ihre – mit Verlaub – unverschämten Ausfälle gegen den Nutzendenrat und die Mitarbeitenden der Staatsbibliothek wenig bereichernd. Ihre sachlich grundierte Kritik an der Zusammenführung von Stabikat+ und Stabikat kann ich gut nachvollziehen, ich erinnere auch nicht, dass das im Nutzendenrat die überwiegende Meinung war. Im Großen und Ganzen unterstellen Sie uns ansonsten, Yuppies zu sein, die nichts besseres zu tun hätten, als in der Stabi rumzulungern und dort eine Rundumversorgung wünschen. Daraus spricht einerseits wenig Respekt für den wunderbaren Ort, der die Bibliothek ist, andererseits ein vollkommen fehlgeleitetes Bild unserer konstruktiven Diskussionen über die Anforderungen an eine moderne Bibliothek. So sind Videoarbeitsräume auch ein Anliegen von Forscher*innen etwa aus den USA, die für Recherchen, die nur in der Stabi möglich sind, extra nach Berlin kommen und dort Arbeitsmöglichkeiten benötigen. Im Übrigen weist der Nutzendenrat eine ausgewogene Altersstruktur auf, mitnichten führen dort „junge Hipster“ das Wort – sondern Leute, die sich deutlich mehr Gedanken über die Bibliothek und insbesondere die Bedürfnisse anderer machen als es Ihr Beitrag vermuten lässt.

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      Mitglied des Nutzendenrates sagte:

      Es würde mich auch freuen, wenn Sie ganz normal mit anderen Nutzern und Nutzerinnen kommunizieren könnten: weniger von oben herab zum Beispiel und ohne latente Ablehnung. Danke.

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      lunire sagte:

      Mit Mühe habe ich Ihren Kommentar gelesen – was daran noch an „Höflichkeit“ enthalten sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich möchte mich aber auch nicht darüber mit Ihnen streiten.

      Ich möchte nur zu bedenken geben: Nicht jeder hat den Luxus, sich „Bibliothekstage“ freizuhalten, insbesondere dann, wenn man bspw. in Arbeitszusammenhänge eingebunden ist. Für ein 30-minütiges Arbeitsmeeting um 13 Uhr über Zoom möchte ich jetzt aber nun nicht unbedingt meinen kompletten Bibliothekstag absagen – und da wäre es doch gewissermaßen ideal, einen Raum zu haben, den ich für diese 30 Minuten mal eben nutzen könnte, während ich die anderen 7 Stunden am Tag über „meinen“ Büchern sitzen kann.

      Forschung bedeutet in vielen Fällen auch nicht mehr die genialische Einzelbeschäftigung im stillen Kämmerlein, sondern gerade kollaboratives Arbeiten. Auch in den Geisteswissenschaften heißt das z.B., dass man oft gemeinsam im Team Recherchen anstellt – und es wäre schon gut, einen Raum zu haben, wo man sich evtl. spontan über Entdeckungen austauschen kann, und in den man die Bücher ggf. einfach kurz mitnehmen kann (ohne sie gleich Außer Haus ausleihen zu müssen). Gerade damit man die anderen Nutzer:innen nicht mit nervigem Geflüster stören muss.

      Es geht also nicht um Entertainment oder Yoga-Kurse, sondern gerade darum, näher an die Arbeitsrealität vieler Wissenschaftler:innen heranzukommen.

      Andere, moderne Bibliotheken zeigen, dass Lounge- (oder Arbeitsgruppen-)Bereiche und stille Leseorte sich nicht ausschließen, so z.B. die FU-Campusbibliothek oder die SLUB in Dresden.

      Generell verändert sich die Bibliothekslandschaft gerade enorm: Immer mehr Bestände werden digitalisiert; und damit werden Bibliotheken immer mehr zu einem Arbeits- und Lern- statt einem reinen Leseort. Ein veralteter Bibliothekskatalog (vielleicht haben Sie nur noch nicht richtig gelernt, mit StabiKat+ umzugehen? Ihre Schilderungen lesen sich jedenfalls so) oder die für Bibliotheksverhältnisse in einer Hauptstadt recht kurzen Öffnungszeiten tragen dazu bei, dass die StaBi trotz ihrer schicken Architektur von vielen als verstaubt wahrgenommen wird. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich das in den Nutzer:innenzahlen (und damit verbunden auch in der finanziellen Situation) der StaBi niederschlägt. Es ist jedenfalls niemandem geholfen, wenn die Stabi immer mehr abgehängt wird, und wegen Nutzer:innenschwund ggf. Services weiter einschränken muss.

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    Arkadi Junold sagte:

    Auch ich bin mit dem gewohnten Stabikat und auch mit dem Bestellsysthem immer gut klargekommen, eine Abschaffung erscheint mir nicht notwendig.

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    GW sagte:

    Ich freue mich, dass es nun einen Nutzer:innenrat gibt und hier die Bedürfnisse und Perspektiven von uns Besucher:innen aufgegriffen werden.

    Dennoch auch von mir eine kurze Rückmeldung:

    Gut finde ich, dass das Haus in der Potsdamer Straße barriereärmer werden soll. Hierzu würde für mich auch eine Sonntagsöffnung zählen.
    Was sich mir weniger erschließt, ist die Einrichtung eines Lounge-Bereichs und eines Bereichs für Videogespräche. Hierfür ist eine Bibliothek einfach nicht der richtige Ort, und sowohl UdL als auch in der Potsdamer Straße gibt es schon (teils bewirtete) Aufenthaltsräume.

    Was mir viel wichtiger ist: Der Stabikat in seiner bisherigen Form sollte unbedingt beibehalten werden. Eine Bibliothek ohne klassischen digitalen Bibliothekskatalog, ich weiß gar nicht, wie ich das meinen Studierenden vermitteln sollte.

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    Beate Winzer sagte:

    Lieber Nutezndenrat,
    eine Abschaffung des klassischen Bibliothekskatalogs halte ich für sinnlos und bitte dringend, das zu unterlassen. Ich wüsste gar nicht, wie ich ohne klassischen Katalog arbeiten soll.
    Im übrigen bitte ich Aufenthaltsräume oder Videokonferenzen nicht in die BIBLIOTHEK zu verlegen. Ich möchte dort in RUHE lesen und arbeiten. Ich habe keine kommunikativen Bedürfnisse in der Bibliothek, die über Fragen zur Beschaffung von Zeitschriftenaufsätzen hinausgehen.
    Und Sonntagsöffnung: Erstens reichen die Öffnungszeiten völlig aus, ab 20 uhr sitze ich fast allein, zweitens müssen diese Zeiten vom Servicepersonal erfüllt werden. Drittens sehe ich keinen Sinn in Sonntagsöffnungszeiten- wenn sie kommunikative Orte suchen, empfehle ich die Wiedereröffnung von Kommunikationseinrichtungen wie den offenen Kulturtreffs, die leider in den letzten 30 Jahren privatisiert und geschlossen wurden. Oder entsprechende Räume in Museen. Aber bitte nicht in der Stabi. Oder einer anderen wissenschaftlichen Bibliothek. Schaffen sie sich Räume in der Universität, in Museen oder offene Treffpunkte in bezirklicher Regie. Bitte.

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    Arkadi Junold sagte:

    Ich kann mich der Diskussion insoweit nur anschließen, als daß es auch für mich sehr angenehm wäre, wenn auch weiterhin Ruhe in den Lesesälen herrschen würde, ansonsten kann man gleich in´s Café gehen, wenn man arbeiten will. Und das Haus Potsdamer Straße hat die Caféteria, um dort zu telephonieren und eventuelle Videokonferenzen abzuhalten, und das Haus Unter den Linden genügend Nebenräume, die man nutzen kann, von der Tatsache abgesehen, daß die Leser ihre Arbeitszeit so kalkulieren können, daß sie zur Erledigung ihrer kommunikativen Bedürfnisse den Lesesaal verlassen können, sonst ist man gleich im Café und kann dort lesen, was nicht besonders konzentrationsfördernd ist.

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  9. Barbara Heindl
    Barbara Heindl sagte:

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen! Was die Recherchemöglichkeiten angeht, müssen wir Sie noch um ein wenig Geduld bitten, aber eine Sorge können wir schon ausräumen: Der Stabikat soll nicht zugunsten des stabikat+ abgeschafft werden. Unser Ziel ist eine grundlegende Verbesserung der Recherchesituation durch ein neues System, das die Vorteile von Stabikat und stabikat+ verbindet und die bisherigen Schwächen verbessert. In den kommenden Monaten werden Sie hier im Blog mehr Details finden. Wer Interesse hat, z.B. im Rahmen von Usability-Tests an den zukünftigen Entwicklungen mitzuwirken, kann sich gern schon jetzt unter feedback@sbb.spk-berlin.de melden!

    Zu den „Loungebereichen“ bzw. Zonen für informelleres Arbeiten: So divers die fachlichen, beruflichen und persönlichen Hintergründe der Stabi-Nutzenden sind, so unterschiedlich sehen auch die Tätigkeiten aus, die in den Räumen der Bibliothek anfallen. Für möglichst viele dieser Arbeiten wollen wir geeignete Orte anbieten und dafür sorgen, dass sich unterschiedliche Tätigkeiten nicht gegenseitig stören. Es gilt also: Das eine tun und das andere nicht lassen!

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    • Avatar
      Beate Winzer sagte:

      Liebe Frau Heindl,
      der Stabikat ist perfekt und soll bitte nicht verbessert oder verändert werden. ich brauche keine neuen Systeme.
      Und ich brauche auch keine kommunikativen Räume in der Bibliothek. Mich stört es bereits sehr, wenn zwei menschen nebeneinander sitzen im lesesaal und sprechen und dann die Stühle stehen lassen. Dafür gibt es den Gruppenarbeitsraum und noch besser- ein Cafe AUSSERHALB der Bibliothek. Mit einem Wort, die Stabi ist hervorragend, so wie sie ist, nur viel mehr Fach! Personal für die Bibliothek und die Kantine und immer Nachschub an Zimtschnecken sicherstellen. Ich sehe keinen Sinn im Nutzerrat außer der Verschlechterung der Qualität der Stabi. Warum etwas Perfektes zerstören?

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      • Avatar
        Ein mehr oder weniger täglicher Nutzer sagte:

        @ Frau Winzer,
        bezugnehmend auf den Eintrag von 07.04. 2022 19:47 Uhr
        „Warum etwas perfektes zerstören“
        Nicht umsonst heißt es ja Lesesaal, und nicht …,
        und Kommunikationsmöglichkeiten gibt es ja einige im Vorraum der Stabi, Sessel, Tische, Arbeits -Esstische in der Nähe der Südtreppe,
        ein Café innerhalb der Stabi.
        Es gibt ein Fachwort für die scheinbare Verbesserung, welche oftmals durch einen Euphemismus umschrieben, einen Nachteil für Kunden, Benutzer oder Gäste mit sich bringen, aber eigentlich disruptive Veränderungen, qualitativ gut funktionierender Strukturen und Systeme sind „Verschlimmbessert“.

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  10. Avatar
    WB sagte:

    Hallo, ich bin sicher nicht der erste, der sich eine App wünschen würde für den Zugriff auf alle Online-Angebote der Stabi, dennoch sei es hiermit gesagt. Vielen Dank im voraus!

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    • Avatar
      Beate Winzer sagte:

      Online- Angebote sond immer schlechter als gedruckte Bücher. Sammelbände werden mit bedacht zusammengestellt, um ein Thema abzudecken. Wer davon immer nur einen Aufsatz liest, verfehlt oft genug sein thema. Ich rate also DRINGEND von Online-Angeboten ab. Nehmen sie ein buch in die Hand und lesen sie es ganz!

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    • Avatar
      Savigny sagte:

      Ich wüsste nicht, welchen Mehrwert eine „App“ – wofür auch immer – bieten soll. Man muss nicht jedes Marketingschlagwort bedienen.

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  11. Avatar
    Monika Böning sagte:

    Wenn Sie trübe Zugriffsmodalitäten kennenlernen wollen, dann nutzen Sie den Recherchekatalog der FU, unübersichtlicher geht es nicht. Alles an der Stabi, wie sie ist, ist einwandfrei und der Nutzendenrat ist überflüssig.

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    • Avatar
      Savigny sagte:

      Ich stimme zu, was den Katalog der FU („Primo“) angeht. Damit sucht man sich einen Wolf, selbst wenn Suchbegriff und der Name des Werks übereinstimmen.

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      Beate Winzer sagte:

      JA! Genau! Ganz meine Meinung! Der Stabikat ist perfekt, die Stabi braucht nur mehr Fachpersonal und die Kantine auch! Sonst ist das hier der perfekte Ort!

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  12. Avatar
    Ein mehr oder weniger täglicher Nutzer sagte:

    Ein mehr oder weniger täglicher Nutzer des staatsbibliothekarischen Inventars, sowie deren Räumlichkeiten.

    Im allgemeinen Neige ich nicht dazu im Blog zu schreiben, doch sollte man/Frau bei all den Schwierigkeiten die, die pandemische Situation
    seit nun mehr über zwei Jahren mit sich bringt , und auch schon zuvor ein sich nicht einfacher werdendes gesellschaftliches Zusammenleben abzeichnete, den Verantwortlichen, sowie Mitarbeitern vor Ort der Staatsbibliothek einen großen Dank aussprechen. Es gehört wohl nicht unbedingt mehr zu den Errungenschaften in der heutigen Zeit, Dinge kostenlos und frei zugänglich für jedefrau/jedermann zu ermöglichen.
    Wenn man all die Möglichkeiten die, die Staatsbibliothek bietet (
    hilfsbereite Mitarbeiter, Arbeitsplatz, Zugang zu Bildung-Bücher, Online Ressourcen, Öffnungszeiten, Strom, Licht, Internetzugang, zeitlich nicht begrenzte Computernutzung, etc.) betrachtet, ist dies keine unbedingte Selbstverständlichkeit und historisch gesehen war dies nicht zu allen Zeiten so.
    Also den Verantwortlichen vor und hinter den öffentliche Bereichen
    einen herzlichen Dank !!! für all die Benutzerfreundlichen Lösungen
    vor und nach dem Beginn der pandemischen Situation.

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  13. Avatar
    C.W. sagte:

    Guten Abend!

    Um Himmels Willen, bitte schaffen Sie den Stabikat nicht ab. Die Abschaffung des Bibliothekskatalogs der FU zu Gunsten von Primo hat nur Schlechtes gebracht. Aus der HU höre ich über Primus Vergleichbares. Beides übrigens von Seiten der Studierenden und der Forschenden und Lehrenden.

    Herzliche Grüße!

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  14. Avatar
    Jeanpaul Goergen sagte:

    Lieber Rat,
    möchte erneut anregen, moderne Mikrofilmlesegeräte (auch mit Kopiermöglichkeit auf Stick) anzuschaffen. Vgl. die Geräte in der ZLB.
    Und erneut die Anregung, die Kunststoff-Abfalleimer nicht noch zusätzlich mit einer Plastiktüte zu bestücken: ja, nur ein kleiner Schritt, aber irgendwo muss man ja anfangen.

    Antworten
    • Belinda Jopp
      Belinda Jopp sagte:

      Lieber Herr Goergen, Microfilmgeräte, mit denen Sie auch Reproduktionen anfertigen können, finden Sie im Haus Unter den Linden, einige im Zeitungslesesaal, eines im Musiklesesaal – sprechen Sie uns dazu gerne auch an der Auskunft an. Wir klären gerne, ob sich eine Aufstellung auch in der Potsdamer Straße lohnen würde.
      Das Thema Tüten gebe ich gerne weiter.

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      • Avatar
        Jeanpaul Goergen sagte:

        Präzisiert gerne, dass die Microfilm- und Microfichegeräte im Haus Potsdamer Straße gemeint waren, die noch aus DDR-Zeiten stammen, daher nicht unbedingt schlecht sind, aber doch schon „historisch“, ergonomisch eine Herausforderung und nicht ungedingt filmschonend in der Handhabung.

        Antworten
  15. Avatar
    Müllers sagte:

    Ich habe mich hier auf den Blog umgesehen, weil ich selbst ein Änderungsanliegen hätte, das nämlich, ob man nicht auch für das Café Potsdamerstr. wie schon für den Standort Unter den Linden einen Pächterwechsel anvisieren könnte. Die Qualität des Angebots, das schon vor Corona wahrlich nicht berauschend war, hat mittlerweile einen Tiefstand der Unzumutbarkeit erreicht, der auch von der Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen nicht mehr ausgeglichen werden kann.

    Das ist gemessen an den hier diskutierten Themen hier ein sicher geringfügiges, aber für das Wohlbefinden in der Bibliothekt nicht unwichtiges Anliegen.

    Dieses aber lässt mich fragen: Wo eigentlich kann man sich solchen Anliegen hinwenden? Wo kann man Verbesserungsvorschläge machen?

    Bestärkt auch durch die hiesige Diskussion hier um Katalog und „Lounge“-Räume möchte ich den Vorschlag machen, dass der Nutzerrat, bevor er sich selbst inhaltlichen Themen widmet und bedeutsame Weichenstellungen in die Zukunft unternimmt, sich zuvörderst Gedanken um eine kommunikative Struktur machen sollte, wie er die anderen Nutzer eigentlich in diese wichtigen Fragen einbinden will.

    Denn so begrüßenswert die Einrichtung eines Nutzerrates auch ist – er ist demokratisch nicht legitimiert und daher auch nicht repräsentativ. Die Gratwanderung zwischen notwendiger Erneuerung durch verändertes Nutzverhalten und Beibehaltung der alten Qualität, ohne aber in die blanke Beliebigkeit eines „Angebots für alle“ abzudriften, ist ohne Einbeziehung möglichst verschiedener Perspektiven und entsprechender harter Diskussionen – so viel ich kann ich aus meiner durchaus vergleichbaren Tätigkeit als Elternvertreter sagen – mit Sicherheit nicht zu bestehen.

    Wenn man also schon „kollektives Arbeiten“ hier ermöglichen will – wobei ich diese Aussage eines Nutzerrat-Mitglieds, Forschung bedeute „mehr die genialische Einzelbeschäftigung im stillen Kämmerlein, sondern gerade kollaboratives Arbeiten“ schon wegen der Herabsetzung des Genialischen doch ein wenig zu belehrend finde – dann sollte man – der Nutzerrat – sich selber erst Mal öffnen und kollektive Diskussionsstrukturen schaffen.

    Im digitalen Zeitalter ist das durch die Bereitstellung von Tools zu bestimmten Themen auch gar nicht so aufwendig.

    Und ach ja: ein Tool sollte bitte der „Cafeteria“ widmen.

    Beste Grüße und mit Dank an das Bibliotheksteam inbegriffen dem Sicherheitspersonal, das ich seit Jahren als kompetent und freundlich erlebe und mir das Arbeiten hier sehr angenehm macht.

    F. Müllers

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    • Barbara Heindl
      Barbara Heindl sagte:

      Liebe:r Müllers,
      danke für Ihre Rückmeldung! Ihren Vorschlag zur Cafeteria gebe ich gern weiter, d.h. Sie können Ihre Anliegen an die Bibliothek und/oder den Nutzendenrat gern immer hier im Blog unterbringen. Wir denken auch über weitere Kommunikationsstrukturen nach, aber aktuell erreichen Sie den Nutzendenrat auch unter nutzendenrat@sbb.spk-berlin.de

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      • Avatar
        Müllers sagte:

        Liebe Frau Heindl,

        Danke für Ihre Antwort und die Infomation.

        Mit freundlichen Grüßen
        Frank Müllers

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        • Avatar
          Julia sagte:

          Dem Kommentar zur Cafeteria in der Potsdamer Straße schließe ich mich gerne an. Das Angebot ist wirklich nicht mehr zeitgemäß und die Qualität nicht sehr ansprechend. Zudem wären längere Öffnungszeiten abends und am Samstag wünschenswert, zumal es in der Nähe des Hauses wenig Alternativen gibt. Küchenschluss um 17.30 in der Woche ist sehr früh.

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          • Avatar
            Arnd sagte:

            Das Angebot und die Öffnungszeiten in der Cafeteria haben sicher Verbesserungspotential. Sehr positiv finde ich aber die Entwicklung beim Personal. Seit einiger Zeit gibt es hier eine ausgesprochen freundliche und kundenorientierte neue Mitarbeiterin. Das war beim Personal nicht immer so… Weiter so!

  16. Avatar
    Müllers sagte:

    Guten Tag,

    mich würde interessieren, ob im Sinne der Rckkehr zur Normalität geplant ist, die „Leselounge“ wieder zu eröffnen und auch das frühere Zeitungsangebot wieder bereitzusteilen. Die Zeiten, wo man „Schmierinfektionen“ befürchten musste, sind auch schon ein bißchen her.

    Beste Grüße
    F. Müllers

    Antworten
    • Angela Oehler
      Angela Oehler sagte:

      Sehr geehrter Herr Müllers,
      die Wiedereröffnung der Leselounge ist in Planung, wir haben aber noch keinen genauen Termin. Bitte haben Sie noch etwas Geduld und informieren Sie sich weiter hier im Blog. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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  17. Avatar
    Jürgen Israel sagte:

    Da ich eine ganze weile nicht im lande und auch nicht auf der seite der staatsbibliothek war, lese ich jetzt mit entsetzen von plänen, den StabiKat wegzurationalisieren. Alle argumente für den erhalt habe ich gerade gelesen; ich will sie nicht wiederholen. Ich will nur eindringlich bitten, diesen unsinn nicht zu realisieren.
    gute wünsche, jürgen israel.

    Antworten
  18. Avatar
    Müllers sagte:

    Ich hatte in diesem Blog hatte ich schon mal angeregt, über einen Betreiberwechsel des Cafeteria Haus Potsdamerstraße nachzudenken (siehe oben). Heute habe ich noch mehr Grund als zuvor. Es gibt nämlich bei heißem Wetter um drei Uhr nachmittags komplett keine einzige Flasche Wasser mehr zu kaufen. Die übermittelte Haltung ist: Man hätte ja bestellt und es sei eben nichts gekommen. Schicksal eben. Abgesehen davon, dass der Sommer mit dem heißen Wetter nicht erst gestern ausgebrochen ist, versteht der Verantwortliche offenbar nicht, dass er als Leiter eines Cafés innerhalb einer Institution und damit auch Inhaber eines Monopols für eine gewisse Versorgung von Grundnahrungsmitteln zu sorgen hat. Statt rechtzeitig zu bestellen oder jetzt selbst mal ins Auto zu steigen und ein paar Kästen Wasser zu besorgen, lässt er diese Unterversorgung achselzuckend geschehen. Besonders hart trifft es die Mitarbeiterinnen der Cafeteria. Während wir Nutzer ja immerhin noch nach draußen gehen und uns auf zeitraubenden Wegen das Wasser selbst besorgen können, müssen diese sich während ihrer anstrengenden Arbeit, die sie nicht verlassen dürfen, mit Süßwassergetränken behelfen, was ich für eine Verletzung der Fürsorgepflicht gegenüber deren Gesundheit darstellt. Mich empört diese ignorante Haltung, die man auch an der oft minderen Essensqualität und der monotonen Auswahl der Speisen bemerkt. Dazu passt im Übrigen, dass es keine Feedbackkultur für Zufriedenheit gibt, und man sich dem Verantwortlichen nicht persönlich beschweren kann.

    Daher wiederhole ich etwas dringlicher als vorher meine Bitte, über einen Betreiberwechsel ernsthaft nachzudenken und/oder dafür sorgen, dass der Verantwortliche zumindest ausgetauscht wird.

    Selbiges habe ich an „Fragen Sie uns/ Wir antworten“ geschrieben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Müllers

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          Müllers sagte:

          … und dann natürlich noch gerne an den herrrlich sprudelnden Wasserläufen der gastlichenToiletten.

          Es ist doch immer wieder erstaunlich, mit Nonchalance werte Zeitgenossen sich selbst zum Maßstab aller Dinge und dann mit unnachgefragter Belehrung zu erheben versuchen.

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    • Barbara Heindl
      Barbara Heindl sagte:

      Lieber Herr Müller,

      Ihren Ärger können wir gut verstehen. Im Haus Unter den Linden haben wir mittlerweile schon ein ganz ordentliches Cafeteria-Angebot (ab Montag auch ein Restaurant für warme Mittagessen) und arbeiten auch in der Potsdamer Straße an Verbesserungen. Ein kleiner Schritt ist z.B. der neue Automat im Foyer, der Snacks und Getränke auch außerhalb der Cafeteria-Öffnungszeiten verkauft. Die Mühlen mahlen zwar manchmal langsam, aber sie mahlen – versprochen!

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        Müllers sagte:

        Liebe Frau Heindl,

        vielen Dank für Ihre Anwort. Ich verstehe Ihren Hinweis auf den Automaten aber jetz nicht so, dass Sie den Leiter aus seiner Verantwortung nehmen wollen. Schließlich kann ein Automat, der nur eine Ergänzung sein kann, eine Cafeteria als Ort der Begegnung, des Austausches und des Aufenthalts nicht ersetzen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Frank Müllers

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  19. Avatar
    Jeanpaul Goergen sagte:

    Bitte unbedingt im Zeitungslesesaal höhenverstellbare Bürostühle für die Nutzung der Zeutschel-Mikrofilmlesegeräte anschaffen! Eine halbe Stunde Arbeit am Gerät – und ich (großgewachsen) hatte bereits eine Genickstarre!
    Übrigens: Was die neuen digitalen Microfilm-Scanner nicht schaffen – eine sauber mikroverfilmte Zeitungsseite scharf wiederzugeben – gelingt dem gute alten Zeutschel spielend! Ist evtl. die Software bereits veraltet? Außerdem hängt das Geät sich gelegentlich auf – also Neustart, der aber natürlich die bereits im Warenkorb befindlichen Scans löscht. Es leben die Zeutschel!

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    • Belinda Jopp
      Belinda Jopp sagte:

      Lieber Herr Goergen, danke für Ihre Hinweise zu den Scannern, die uns leider nicht ganz neu sind und um deren Aktualisierung und Pflege wir uns „stetig bemühen“.
      Probieren Sie doch bitte beim nächsten Besuch mal einen der Bürostühle, die wir an der Theke nutzen. Wenn das Ergebnis positiv ausfällt, würde ich versuchen, von diesem Modell noch welche zu beschaffen.

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        Jeanpaul Goergen sagte:

        Liebe Frau Joop,
        gerne leihe ich mir bei meinem nächsten Besuch im Zeitungslesesaal einen Bürostuhl aus. Das Modell ist egal, hauptsache, er ist höhenverstellbar. Vielleicht probieren sie die Stühle selbst miit Testpersonen unterschiedlicher Größe (ich bin 1,85) aus.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Jeanpaul Goergen

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