Presseeinladung: Im Rhythmus der Großstadt – 100 Jahre Fotografie und Presse in Berlin

Stabi Kulturwerk
Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Mi – So 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, Eintritt frei

Im Rhythmus der Großstadt – 100 Jahre Fotografie und Presse in Berlin
Sonderausstellung
12. Juni – 20. Dezember 2026

Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 10. Juni 2026, 11 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 11. Juni 2026, 18 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung „Im Rhythmus der Großstadt – 100 Jahre Fotografie und Presse in Berlin“ am Mittwoch, 10. Juni 2026, 11 Uhr im Stabi Kulturwerk. Den Rundgang begleitet die Kuratorin der Ausstellung, Miriam Zlobinski.

Berlin pulsiert, gestern wie heute. Seit über einem Jahrhundert spiegelt die Presse den Takt der Metropole wider: ihre Dynamik, ihre Widersprüche, ihren unstillbaren Hunger nach Geschichten – und vor allem nach Bildern. Die Fotografie verändert den Journalismus. Die Ausstellung „Im Rhythmus der Großstadt – 100 Jahre Fotografie und Presse in Berlin“ führt mitten hinein in das Wechselspiel von Journalismus, Fotografie und urbanem Leben.

Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, betont: „Berlin war vor hundert Jahren eine der größten Städte der Welt und eine international vielbeachtete, innovative Pressemetropole. Unsere Ausstellung spannt den Bogen von dieser faszinierenden Vergangenheit bis in die bildjournalistische Gegenwart mit ihren grundlegend veränderten Rahmenbedingungen. Sie spiegelt zugleich die jüngst vollzogene Neuformation der umfangreichen Zeitungssammlung und des Bildarchivs der Staatsbibliothek wider. Beide Bestände werden künftig noch enger miteinander verzahnt und in einer gemeinsamen Abteilung weiterentwickelt werden.“

Von den bewegten 1920er Jahren bis zur Gegenwart zeichnet die Ausstellung nach, wie Fotografien die Presselandschaft verändert haben: sie prägen die Wahrnehmung Berlins und den Rhythmus der Nachrichten. In den Hochzeiten des historischen Zeitungsviertels erscheinen bis zu 147 Tageszeitungen, manche zweimal täglich. Handliche Kameras und schnellere Druckverfahren revolutionieren die Pressearbeit und prägen die Anfänge des illustrierten Journalismus. Mit ihnen entsteht ein neuer Beruf: die Pressefotografie. Wer sind die Menschen hinter der Kamera? Welche Verantwortung bedeutet das Fotografieren im redaktionellen Auftrag?

Die Ausstellung zeigt, wie eng Bild und Bericht miteinander verwoben sind – vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung in der Weimarer Republik über Zensur und Propaganda im Nationalsozialismus bis hin zur geteilten Stadt und den unterschiedlichen Presselandschaften Ost- und West-Berlins. Themen wie Politik, Sport, Stadtleben oder Kriminalität spiegeln nicht nur journalistische Interessen, sondern auch gesellschaftliche Werte und Konflikte ihrer Zeit wider.

Mit historischen Aufnahmen des bpk-Fotoarchivs, Zeitungen aus der Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin sowie zeitgenössischen Arbeiten von Fotograf:innen der Agentur OSTKREUZ wird deutlich, wie sich die Bildsprache der Pressefotografie verändert und doch immer Ausdruck des urbanen Lebens bleibt. Die Fotoausstellung im Stabi Kulturwerk zeigt die Vielfalt, Dynamik und Geschichte der Berliner Pressefotografie. Sie ist ein visueller Streifzug durch ein Jahrhundert Stadtgeschichte im Takt der Großstadt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung unter: presse@sbb.spk-berlin.de

 

Bildmaterial

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