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Buchpatenschaft für den Monat Juni 2018

Im Juni stellen wir Ihnen eine besondere Patenschaft aus der Musikabteilung vor:
eine Partiturabschrift von Mozarts Klavierkonzert in d-Moll (KV 466).

Im frühen 19. Jahrhundert entstanden in verschiedenen europäischen Musikzentren große private Musiksammlungen, welche die Musik der Vergangenheit in Drucken, Autographen und Abschriften sammeln und so für die Wissenschaft und Nachwelt zu bewahren suchten. Zu diesen Sammlern gehörte Joseph Fischhof (*4. Apr. 1804 in Butschowitz / Mähren – †28. Juni 1857 in Wien), der zunächst ab 1822 Medizin studierte und sich nebenbei in Komposition und Klavier ausbilden ließ. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1827 widmete Fischhof sich ganz der Musik.  Von 1833 bis 1856 war er am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde als Professor angestellt und galt als glänzender Pianist.

Seine umfangreiche Musiksammlung ging 1859 nach Vermittlung von Julius Friedlaender großenteils in den Besitz der heutigen Staatsbibliothek Berlin. Josef Fischhof selbst dürfte die vorliegende Partiturabschrift von Mozarts d-Moll-Konzert aus dem Nachlass des Wiener Kontrabassisten und Musiklehrers Otto Hatwig erworben haben, der die Partiturabschrift laut Datumseinträgen zwischen dem 1. und 15. Januar 1831 anfertigte.

 

Titelblatt von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Concerto in D moll pour le Piano Forte, Nr. 13. Avec Accompagnement de deux Violons, deux Violes, Flute…(KV 466). Partiturabschrift von Otto Hatwig (1766-1834) aus dem Jahr 1831. Bibliothekssignatur: Mus.ms. 15483/1.

Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791): Concerto in D moll pour le Piano Forte, Nr. 13. Avec Accompagnement de deux Violons, deux Violes, Flute…(KV 466).  Abschrift von Otto Hatwig (1766-1834) aus dem Jahr 1831.
Bibliothekssignatur: Mus.ms. 15483/1

120 S.; Pappband mit Marmorpapier bezogen.

Mozart schrieb nur zwei Klavierkonzerte in Moll; dieses ist das erste. Es entstand Anfang Februar 1785 in Wien und wurde bereits am 11. Februar im Wiener Casino „Zur Mehlgrube“ uraufgeführt, wobei Mozart selbst den Solopart übernahm. Das Klavierkonzert markiert einen Wendepunkt in Mozarts Konzertschaffen; “es beginnt die Reihe der großen Selbstzeugnisse, mit denen Mozart sich aus der Welt des Tages heraus- und in die Ewigkeit der Kunst hineinspielte” (Reclams Klaviermusikführer, Band 1, Stuttgart 1996, S. 579).

Der Vater Leopold Mozart nahm an der Uraufführung teil und lobte die Komposition als “ein vortreffliches Clavierkonzert” in einem Brief an die Tochter Marianne.

 

Nötige Reparaturen: Trocken reinigen, Überzugspapier am Rücken ablösen, Rücken neu hinterkleben, vorderen Deckel neu ansetzen, als hohler Rücken neu rekonstruieren und alte Rückenfragmente wieder aufbringen, Schutzverpackung.

Kalkulierte Kosten:  480 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass diese Partiturabschrift restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für Monat Mai

Anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung des Staates Israel haben wir für die Buchpatenschaft im Mai ein Buch aus der Sammlung der Displaced-Persons-Literatur ausgesucht. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 wurden die westlichen Besatzungszonen Deutschlands zur Transitstation für geschätzt 250.000 jüdische Flüchtlinge und Überlebende. Sie fanden eine erste Zuflucht in den Displaced-Persons-Camps der Alliierten. Hier stellten sie in den Jahren 1945 bis 1950 mehr als 400 Bücher und Zeitschriften her. Diese Literatur half den entwurzelten Menschen, die die Qualen der Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt oder im Untergrund und in Verstecken ausgeharrt hatten, nun jedoch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren konnten oder wollten, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen, neue Orientierung zu finden, Bildung zu vermitteln, sich gegenseitig zu informieren oder zu agitieren.

 

Śimḥā Bûnem mip-Pršîsḥâ: Sefer Śiaḥ śarfe ḳodesh : ṿe-hu leshon Ḥasidim, amarot ṭehorot. o. O. ca. 1946, Bibliothekssignatur: 4 A 44812.

Śimḥā Bûnem mip-Pršîsḥâ: Sefer Śiaḥ śarfe ḳodesh : ṿe-hu leshon Ḥasidim, amarot ṭehorot. o. O. ca. 1946.
Bibliothekssignatur: 4 A 44812

Rabbi Simcha Bunem aus Przysucha (1765-1827) war ein chassidischer Zaddik aus Polen. In seiner Jugend studierte Simcha Bunem in Jeschiwot, in Mattersdorf und Nikolsburg. Nach seiner Rückkehr nach Polen unternahm er als Angestellter in einer Holzverarbeitungsfirma Reisen nach Leipzig, schloss später ein Studium der Pharmakologie in Danzig ab, eröffnete in Przysucha eine Apotheke und wurde wohlhabend. Gleichzeitig setzte er in Lublin seine chassidischen Studien beim Seher von Lublin fort und wurde ein Freund und Lieblingsschüler von Jaakow Jizchak von Przysucha.

Einer der zentralen Punkte seiner religiösen Lehren war das Streben nach Wahrheit und er beeinflusste zahlreiche bedeutende jüdische Gelehrte. Simcha Bunem meinte, der Chassid müsse das Gebot “Ihr sollt einander nicht täuschen” (Lev 25,17 EU) auch auf sich selbst beziehen.

Rabbi Simcha Bunem verfasste selbst keine Schriften. Seine Lehren und seine Biographie wurden in verschiedenen Büchern erst nach seinem Tod veröffentlicht. Eine ebensolche Anthologie von Reden und Anekdoten des berühmten Rabbis ist das hier vorliegende Buch “Śiaḥ śarfe ḳodesh”.

 

Nötige Reparaturen: Trockenreinigung, Klammern entfernen und mit Heftfaden innen ersetzen, Kanten glätten, Risse sichern, Fehlstellen ergänzen, Umschlag von verso zur Stabilisierung kaschieren.

Kalkulierte Kosten:  245 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch aus der Sammlung DP-Literatur restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat April

Ein irisches Sprichwort besagt: “Ein Hund ist ein Herz auf vier Pfoten”. Dem werden alle Hundefreunde und Hundefreundinnen sicherlich beipflichten. Was wäre jedoch die alltägliche und reale Praxis des Zusammenlebens mit dem Hund ohne solide Sachkenntnis. Für die Buchpatenschaft des Monat April haben wir hierfür ein bersonders umfangreiches und fundiertes Werk über Hunde ausgesucht.

Shaw, Vero: Das illustrirte Buch vom Hunde. Unter Mitwirkung der hervorragendsten Züchter und Kynologen. Nebst einem Anhange über medicinische und chirurgische Behandlung der Hundekrankheiten von Dr. W. Gordon Stables. Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von R. von Schmiedeberg. – Leipzig: Verlag von E. Twietmeyer, 1883. Bibliothekssignatur: 1 B 20620-2

Shaw, Vero: Das illustrirte Buch vom Hunde. Unter Mitwirkung der hervorragendsten Züchter und Kynologen. Nebst einem Anhange über medicinische und chirurgische Behandlung der Hundekrankheiten von Dr. W. Gordon Stables. Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von R. von Schmiedeberg. Leipzig: Verlag von E. Twietmeyer, 1883.
Bibliothekssignatur: 1 B 20620-2

Autorisierte deutsche Ausgabe von Vero Kemball Shaws um 1881 veröffentlichten „Book of the Dog“ – laut Verlagsanzeige „als das beste und vollständigste Werk anerkannt, welches über den Hund geschrieben wurde.“ Die Anzeige bewirbt: „enthält 28 bunte Tafeln, zahlreiche schwarze Abbildungen von vorzüglichen Jagd- und Luxushunden aller Racen, ferner von Gegenständen, die für Liebhaber von Hunden, Züchtern und Aussteller wichtig sind.“ So finden sich in diesem zweiten von zwei Bänden Beschreibungen von Rassen wie Gordon-Setter, Wasser-Spaniel und Leonberger, dazu Ausführungen zu Hundekrankheiten etwa des Nervensystems oder der Atmungsorgane. Die üppige Illustration des Texts wird gespiegelt durch einen aufwändig gestalteten Einband mit Gold- und Silberprägung und – acht Hundemotiven.

 

Nötige Reparaturen: aufwändige Einbandrestaurierung

Kalkulierte Kosten:  225 €

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Farbige Tafel aus: Shaw, Vero: Das illustrirte Buch vom Hunde. Leipzig: Verlag von E. Twietmeyer, 1883. Bibliothekssignatur: 1 B 20620-2

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieser Band über Hunde restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.