Zweiter Lockdown – Folgen für die Benutzung

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Leider zwingt uns die Pandemiesituation zu starken Einschränkungen unserer Services. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht dessen, was wir Ihnen in nächster Zeit anbieten können.

Nutzung der Lesesäle

Bis mindestens zum 23.1.2021 ist keine Nutzung unserer Lesesäle möglich. Wenn wir dort wieder Plätze anbieten können, werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Leihbetrieb

Bis mindestens zum 23.1.2021 können keine Bücher bestellt oder bereitgestellte Bände abgeholt werden. Es ist weiter möglich, ausgeliehene Bände vorzumerken, auch wenn wir noch nicht genau sagen können, wann die Bände dann für Sie bereitgestellt werden können.

Ausgeliehene Medien: Es ist nicht zwingend erforderlich, entliehene Medien in den nächsten Tagen zurückzugeben. Es werden derzeit keine Mahnungen verschickt und es fallen keine neuen Mahngebühren an. Bitte verlängern Sie wenn möglich dennoch die Leihfrist der von Ihnen ausgeliehenen Bände!

Sollten Sie doch etwas abgeben wollen, stehen zwischen 7 und 20 Uhr Wagen zur anonymen Buchrückgabe beim Personaleingang im Norden des Gebäudes bereit. Die Rückbuchung erfolgt mit Verzögerung, in der Regel nach einigen Tagen.

Fernleihen

Fernleihen können Sie derzeit nur über die Online-Fernleihe im Gemeinsamen Verbundkatalog auslösen. Details dazu finden Sie auf unserer Webseite unter Fernleihe in die Staatsbibliothek. Bitte beachten Sie, dass es auch hier zu Einschränkungen oder Verzögerungen kommen kann.

Derzeit können auch keine Bände oder Kopien aus der Staatsbibliothek über die Fernleihe bereitgestellt werden.

Digitalisate bestellen

Über unseren Digiservice können Sie jetzt wieder die Digitalisierung von urheberrechtsfreien Werken des allgemeinen Bestandes in Auftrag geben.

Elektronische Angebote

Wir möchten Sie an dieser Stelle noch einmal auf unser vielfältiges, elektronisches Angebot hinweisen, das Sie weiterhin über unsere Webseite nutzen können. Schauen Sie gerne noch einmal in unsere digitalen Lektüretipps. Unsere Digitalisierten Sammlungen und eine Vielzahl von Datenbanken, E-Journals und E-Books sind ebenfalls weiterhin verfügbar.

Auch wenn unsere Standorte weitestgehend geschlossen sind, können Sie uns weiter telefonisch (+49 266 433 888) oder schriftlich erreichen. Auch Neuanmeldungen oder Ausweisverlängerungen sind weiterhin möglich, damit Sie unsere elektronischen Ressourcen nutzen können.

Wir werden diesen Artikel und unsere Webseiten bei Bedarf weiter aktualisieren. Bitte informieren Sie sich auf diesem Weg oder über unsere Social Media Kanäle.


Second Lockdown – Consequences for reader services

Unfortunately, the pandemic forces us to strongly reduce our services. The following information gives you an overview of what we will be able to offer during the next weeks.

Reading rooms

Until at least 23 January 2021 reading rooms will remain closed. We will inform you in time, when we are able to again offer access to our reading rooms.

Loan services

Until at least 23 January 2021 it will not be possible to request any library items or collect requested items. It is still possible to reserve borrowed items, even though we cannot yet say exactly when the items will be available for you.

Return of items: You are not obliged to return borrowed media during the next days. For the time being, the library will not send any reminders. Nevertheless, please renew the loan period of the volumes you have borrowed if possible!

If, however, you wish to return anything, there will be book trolleys for anonymous book return at the staff entrance at the north of the library building (between 7 a.m. and 8 p.m.). The booking will then be done with delay.

Interlibrary loan

Currently, interlibrary loan requests are only possible via the online interlibrary loan of the GBV Union Catalogue (Gemeinsamer Verbundkatalog). For details please have a look at Fernleihe in die Staatsbibliothek. Please observe that further restrictions and delays are possible.

At the moment, no volumes or copies from the State Library can be made available via interlibrary loan or via Subito.

Order digital images

Via our Digiservice you can now again order the digitisation of material out of copyright from our general holdings.

Electronic resources

We now would like to draw your attention to our varied electronic offers which you can still use via our website. Please have a look at our digitalen Lektüretipps (digital reading recommendations). Our Digitalisierte Sammlungen (Digitised Collections) as well as any databases, E-Jounals and E-Books are also still accessible.

Although our buildings are nearly completely closed, you can still contact us via mail or on the phone (+49 266 433 888) . New registrations and the extension of the validity of library cards will also be possible to enable you to use our electronic resources.

We will continue to update this text, if necessary. Please look here and at our social media channels for updated information.

35 Kommentare
  1. Avatar
    Wolther von Kieseritzky sagte:

    Grundsätzlich gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stabi Dank für die Mühen, in den vergangenen Wochen und Monaten den Betrieb etwas aufrecht zu erhalten! Die jetzige Schließung ist allerdings gänzlich unverständlich: Das Hygienekonzept mit großem Abstand, Maske am Arbeitsplatz, keine Berührungspunkte mit anderen Nutzern war absolut stringent und strikt. Und wie ist der Stand jetzt? Bibliotheken geschlossen, aber Buchhandlungen offen – und da soll ein Mensch die getroffenen Regelungen noch für vernünftig halten?
    Dennoch gute Wünsche für ein friedvolles Weihnachtsfest!

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    • Avatar
      Beate Winzer sagte:

      Ich schließe mich an. Die erneute Schließung ist völlig unbegründet und nicht nachvollziehbar. Das ist nur noch dummer Aktionismus.
      Vielen Dank an die stabi für bisherige Umbuchung und Offenhaltung.

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  2. Avatar
    Arkadi Junold sagte:

    Selbst wenn die Stabi in diesem Falle wahrscheinlich nichts für die Situation kann, da es sich um eine Entscheidung der Politik handelt, kann ich mich dem Kommentar von von Kieseritzky nur anschließen. Man kommt sich inzwischen verarscht vor, wenn die Politik Institutionen und Bürger dafür bestraft, daß sie sich korrekt verhalten haben, daß Hygieneregeln entwickelt und eingehalten wurden. Der Stabi gebührt dabei Dank dafür, daß sie die Benutzung der Lesesäle zumindest teilweise aufrecht erhalten hat.

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  3. Avatar
    Klaus Graf sagte:

    Unkulturstaat Deutschland. Obwohl der Lockdown mindestens genauso hart ist wie im Frühjahr, gibt es diesmal keine Erleichterung bei der elektronischen Fernleihe. Und das obwohl der Gesetzgeber eine elektronische Lieferung erlaubt hat. Wieso einigen sich KMK und VG Wort nicht? Wieso kann das Parlament nicht künftig eine Einigungspflicht in solchen Fällen vorsehen? Wieso gibt es keinen kostenlosen Scanservice für Benutzer?

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  4. Avatar
    Moishe Posthum sagte:

    Die Lage ist ernst und es ist sicherlich in Ordnung, dass die Stabi etwas längere Weihnachtsferien macht. Aber dass die Kirchen offen bleiben, während die Bibliotheken schließen, lässt die “Wissensgesellschaft” des 21. Jahrhunderts ziemlich alt aussehen. Als ob sich die Pandemie besser mit Beten statt mit Büchern in den Griff kriegen lässt.

    Allen einen schönen zweiten Lockdown. Haltet durch und bis nächstes Jahr!

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    Kilian Stein sagte:

    Die Bibliothek hatte die Einhaltung der Hygieneregeln vorzüglich organisiert. Ich vermute besser als die die meisten Buchhandlungen und Gotteshäuser. Es sollte gesagt werden, wer dennoch die Schließung der Lesesäle angeordnet hat und vor allem aus welchen Gründen dies geschehen ist.

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  6. Avatar
    Jürgen Israel sagte:

    Was sollt Ihr denn noch besser machen? Euer abstandskonzept war bestens. Und ich habe die ganze zeit über niemenden gesehen, der ohne mund-nasen-schutz im lesesaal gewesen wäre. Vermutlich seid Ihr genauso ratlos wie ich.
    Haltet trotzdem durch, bleibt gesund und habt gesegnete weihnachten. Bis hoffentlich bald im neuen jahr.

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  7. Avatar
    Helen Przibilla sagte:

    Hier ein Zitat von der rbb 24-Seite dazu was in Berlin ab dem 16.12. geboten ist:
    “Der Leihbetrieb von Bibliotheken bleibt zulässig.”
    Der Leihbetrieb der Stabi musste also nicht ausgesetzt werden.

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  8. Avatar
    Beate Winzer sagte:

    Ich nehme an, dass zwei Probleme zugrunde liegen. Zum einen ist die Staatsbibliothek noch eine Bundeseinrichtung und zum anderen gilt die Entscheidung des Direktoriums. Wenn also Frau Grutters die Schließung der Lesesäle anordnet aber alles andere der Stabi überlässt, wird es wohl möglicherweise den Grund haben, das in der Stabi ältere Mitarbeiter sind, idie Angst haben und Home-Office bevorzugen, jüngere, die weder Notbetreuung noch sonstwie Unterstützung bei der Kinderbetreuung haben und die verbliebenen Mitarbeiter zuwenig sind, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Immerhin wird die Bibliothek seit Jahren ausgeblutet.

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    • Barbara Schneider-Kempf
      Barbara Schneider-Kempf sagte:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      zu der Frage, weshalb die Staatsbibliothek vom 21. Dezember an auch den Leihbetrieb einstellt, möchte ich gerne erläutern, dass diese Entscheidung im Angesicht der Pandemieentwicklung vorsorglich zum Schutz der in den Magazinen, Leihstellen und Transportstationen Beschäftigten gefallen ist. Im Unterschied zu anderen wissenschaftlichen Bibliotheken, in denen für Benutzer sehr viel Bestand frei zugänglich ist, werden in der Staatsbibliothek 97% aller Bücher und Zeitschriften in Magazinen aufbewahrt, sodass ein Bestell- und Ausleihvorgang recht personalintensiv ist. Auch für diese Beschäftigten waren in der aktuellen Lage verträgliche Lösungen zu finden.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Barbara Schneider-Kempf
      Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

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      • Avatar
        Frank Wendler sagte:

        Liebe Frau Schneider-Kempf,

        der Verweis auf den Schutzanspruch Ihrer Beschäftigten ist respektabel, aber ganz verständlich wird die komplette Schließung der Bibliothek damit von außen noch nicht.

        Jeder versteht, wenn der Lesesaal aktuell zu ist oder sich die Ausleihe wegen der Freistellung von Mitarbeitern verzögert. Aber warum muss die Ausleihe wochenlang (und anders als Sie schreiben, doch ab sofort?) eingestellt werden? Und zu Ihrer konkreten Begründung: Lassen sich bei der Bereitstellung aus einem Magazin, das nicht von Besuchern frequentiert sondern nur von Beschäftigten betreten wird, nicht gerade besonders gut Abstands- und Hygieneregeln durchsetzen?

        Ein bisschen Skepsis bleibt also schon, insbesondere wenn die Kolleg(inn)en der Stadtbibliothek bzw. VOEBB weiterarbeiten und man bedenkt, wie relevant gerade in einer Pandemiesituation der Zugang zu wissenschaftlicher Fachliteratur ist.

        Die Situation Ihrer Beschäftigten ist zu bedenken und man soll die Lage auch nicht dramatisieren, zumal sehr viel Literatur auch elektronisch verfügbar ist. Aber vielleicht können Sie sich dafür einsetzen, dass es zumindest ab dem 4.1. wieder mit dem Leihbetrieb weitergeht?

        Freundliche Grüße und schöne Feiertage!

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      • Avatar
        Moritz Döring sagte:

        Sehr geehrte Frau Schneider-Kempf,

        auch ich möchte zunächst allen Mitarbeiter:innen der Staatsbibliothek herzlich für das vorzüglich umgesetzte Hygienekonzept danken.

        Jedoch bitte ich Sie, die Entscheiung zu überdenken, den Leihverkehr vollkommen einzustellen: Wir müssen kreative Lösungsansätze und vor allem auch Möglichkeiten zwischen vollständiger Schließung und gänzlicher Öffnung finden.

        Wenn bspw. das Entleihkontigent aller Nutzer:innen auf je, sagen wir, fünf Medien heruntergefahren wird, so dürfte sich doch auch ein verringerter Arbeitsaufwand und damit einhergehend ein kleinerer Personalbedarf für die Aufrechterhaltung des Magazin-Betriebs ergeben. Die Nutzer:innen der Staatsbibliothek würden mit Sicherheit auch längere Bereitstellungszeiten für Medien gern akzeptieren. Wäre mit solchen Regelungen ein Schutz der Mitarbeiter:innen der Staatsbibliothek nicht zu gewährleisten?

        Höflich fragend grüßt
        Moritz Döring

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  9. Avatar
    Dr. Christian Suckow sagte:

    Ich bedanke mich für den Service, den die Staatsbibliothek trotz der Einschränkungen in den letzten Monaten hilfreich aufrechterhalten hat, insbesondere auch, was die gut geregelte Lesesaal-Benutzung betrifft.
    Ich wünsche der Institution als socher, also beiden Häusern, ein gutes Hinüberkommen in das Jahr 2021 und den MitarbeiterInnen, von denen ich als langjähiger Leser so manche(n) kenne, ein gutes Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr!

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    • Belinda Jopp
      Belinda Jopp sagte:

      Sehr geehrter Herr Suckow,
      vielen Dank für das Lob und die guten Wünsche, die ich sehr gerne an die Kolleginnen und Kollegen weitergegeben habe.
      Wir wünschen Ihnen auch alles Gute!
      Belinda Jopp

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  10. Avatar
    Uwe Ludwig sagte:

    Wieso kann die Bayerische Staatsbibliothek in der Zeit der Schließung einen (entgeltpflichtigen) Buchversand mit bis zu drei Medien an die Heimatadresse des Benutzers organisieren? Es ist ja wohl kaum anzunehmen, dass in München für diese Tätigkeiten Roboter eingesetzt werden.

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  11. Avatar
    Gollin, Harald, Dr. sagte:

    Das zum Ausdruck kommende pseudo-akademische Gejammer über die zeitlich begrenzte Schließung der Stabi hier, finde ich eher peinlich. Könnte ja eventuell der Karriere hinderlich sein – typisches Jammern auf hohem Niveau. Fehlt nur noch, dass die “Querdenker” hier übernehmen…

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    • Avatar
      Frank Müllers sagte:

      Herr Gollin,

      ich dagegen halte Ihre Schelte für gänzlich unangebracht und eines jeden auch geradeaus denkenden Menschen für unwürdig. Besonders bösartig finde ich es, die hiesigen Kommentatoren in die Ecke der “Querdenker” zu stellen. Es ist jedermanns Recht und auch Pflicht eines jeden aufgeklärten Bürgers, sich über Sinn oder Unsinn von staatlichen Maßnahmen Gedanken zu machen und sich auch kritisch dazu äußern zu dürfen. Alle Nutzer haben Dank den Verantwortlichen der Staatsbibliothek für die bisherigen erfolgreichen Mühen der Aufrechterhaltung des Betriebes in dieser schweren Zeit der Pandemie entgegenbracht, dem ich mich ausdrücklich anschließen möchte.

      Mit freundlichen Grüßen
      Frank Müllers

      Antworten
  12. Avatar
    Israel, Jürgen sagte:

    Lieber herr Gollin, mir wenigsten geht es nicht um meine karriere. Die mitarbeitewrinnen und mitarbeiter der bibliothek haben wirklich viel einfallsreichtum und mühe darauf verwandt, relativ sichere arbeit zu ermöglichen. Dafür bin ich dankbar. Ratlos bin ich darüber, dass trotz allen guten willens und trotz aller erfolge nichts hilft. Corona-leugner bin ich übrigens nicht: in der engstdn familie htten wir einen schweren, einen leichten verlauf der krankheit, und ein naher verwandter ist “mit corona” gestorben,

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  13. Avatar
    Arkadi Junold sagte:

    Ich kann mich den Kommentaren von Herrn Israel und Herrn Müller nur anschließen, da es auch mir nur darum ging, zu forschen und Forschung zu ermöglichen. Abgesehen davon müssen die Doktoranden, mit denen ich gesprochen habe, alleine aufgrund der Prüfungsordnung irgendwann einmal fertig werden und brauchen die Literatur, die sie brauchen. Und die Stabi hat, von der nach wie vor bestehenden Schließung der Stabi unter den Linden wirklich alles gemacht, um eine Benutzung des Hauses und der Bestände zu ermöglichen. Die Stabi gehört damit zu den vielen Institutionen, zu denen auch Kinos, Opern, Theater und ähnliche Institutionen gehören, die sich viel Mühe gegeben haben und auch teilweise viel Geld ausgegeben haben, mit Corona adäquat umzugehen und ein relativ normales Leben mit Corona zu ermöglichen, und die jetzt von der Politik für diese Mühe durch die erneute Schließung bestraft wurden.

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  14. Avatar
    torbengm sagte:

    Es wundert mich ein bisschen, dass die Leute alle so einseitig über diese Frage nachdenken. Klar, die Bibliotheken haben viel dafür getan, dass man als Benutzer dort sicher sein kann. Ich muss mir als jemand, der sich selbst schützen will, kaum Sorgen machen, infiziert aus der Bibliothek herauszulaufen.

    Das ist soweit toll und eine wichtige Errungenschaft, aber diese Überlegung betrifft nur das individuelle Risiko eines auf Selbstschutz bedachten Nutzers — es beantwortet noch überhaupt nicht die Frage, ob eine Bibliotheksschließung epidemiologisch sinnvoll ist. Denn der Beitrag einer Bibliothek zu einer Pandemie folgt doch noch ganz anderen Erwägungen: Was machen eigentlich Hunderte von Benutzern in wissenschaftlichen Bibliotheken sonst noch so? Wie kommen die in die Bibliothek? Wie verbringen die ihre Mittagspause? Wie kommen die nach Hause? Natürlich stehen Freunde und Kollegen vor der Bibliothek in Grüppchen zusammen. Natürlich holen sich Studienkollegen zusammen etwas zu essen und nehmen es gemeinsam ein. Natürlich fahren die Leute mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um zur Bibliothek zu kommen. Ganz sicher würde so mancher Bibliotheksbenutzer gar nicht aus der Wohnung gehen, wenn die Bibliothek geschlossen hätte. Und so weiter und so fort.

    Wie hoch dieser Beitrag ist? Keine Ahnung. Und ich fürchte, das weiß keiner so wirklich. Aber selbstverständlich gibt es ihn. Ein perfektes Schutzkonzept in den Räumlichkeiten einer Bibliothek ist höchst erstrebenswert, aber eben nicht alles. Das sollte man schon bedenken, bevor man Schließungen von vermeintlich sicheren Örtlichkeiten verurteilt.

    Antworten
  15. Avatar
    Jedermann sagte:

    Guten Tag,
    Sie schreiben oben: “Es ist nicht zwingend erforderlich, entliehene Medien in den nächsten Tagen zurückzugeben. Mahnungen sind bis auf weiteres ausgesetzt.”
    Könnten Sie bitte kurzfristig etwas zur (Nicht-)Notwendigkeit von Verlängerungen schreiben? Muss sich die Leserschaft darum weiter während des Lockdowns kümmern? Wenn ja, wie verhält es sich mit von anderen vorgemerkten Bänden?

    Danke für Ihre Antwort und kommen Sie alle gut und gesund durch diese Zeit!

    Antworten
    • Angela Oehler
      Angela Oehler sagte:

      Bitte verlängern Sie die Leihfristen der ausgeliehenen Bände. Damit vermeiden Sie auch, dass sie Bücher aufgrund einer Vormerkung zurückgeben müssen, obwohl sie noch benötigt werden. Vormerkungen sind weiterhin möglich, die Bereitstellung von vorgemerkten Bänden kann sich aber verzögern. Bei Fragen erreichen Sie das Team der Leihstelle über unser Auskunftsformular oder per E-Mail.

      Antworten
  16. Avatar
    Beate Winzer sagte:

    Jede Kritik als rechtsoffen zu diffamieren ist kontraproduktiv. Ich halte die Schließung der staatsbibliothek bei allem Respekt für das schutzbedürfnis und die chaotische Entwicklung der Schulschliessung und Kita Schließung für einen Fehler. Immerhin ist das grimmezentrum für den leihverkehr geöffnet. Die Gesundheitsämter melden die höchsten Infektionraten zuhause und im Heim. Demnach wäre der lockdown sogar gefährlich.

    Antworten
  17. Avatar
    Arkadi Junold sagte:

    Folgt man den inzwischen unzähligen Artikeln in der nun wirklich nicht rechtsextremen Süddeutschen Zeitung hat es die Politik in den letzten Wochen und Monaten unterlassen, notwendige und sinnvolle Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So vermeldet die Süddeutsche in der letzten Woche, daß die Politik es verabsäumt hätte, Pflegeheime mit Masken auszustatten. Nun müssen Institutionen wie Bibliotheken und Kultureinrichtungen, die alles gemacht haben, um Hygienekonzepte zu entwickeln, unter dieser Fehlleistung leiden, indem sie schließen müssen.

    Antworten
  18. Avatar
    Janine Schüssel sagte:

    Nach dem Jahreswechsel ist vor der Verlängerung des Lockdowns — Sie hatten ja angekündigt, die komplette Schließung einschließlich des eingestellten Leihverkehrs werde zumindest bis zum 10. Januar andauern.

    Bei allem Respekt für Ihre Fürsorge gegenüber den Mitarbeiter*innen in den Magazinen und bei der Ausleihe hoffe ich, dass zumindest der Leihbetrieb bald wieder möglich sein wird. Denn für uns, Ihre Nutzer*innen bleiben die Fristen, Arbeitsverträge etc. oft unverlängert, die Widrigkeiten im Homeoffice mit Kinderbetreuung groß genug.

    Daher würde mich sehr interessieren, ob Sie in den letzten Wochen Überlegungen angestellt haben, wie ein Leihbetrieb trotz Lockdowns möglich sein könnte?

    Mit besten Wünschen zum neuen Jahr!

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    • Belinda Jopp
      Belinda Jopp sagte:

      Sehr geehrte Frau Schüssel,
      haben Sie vielen Dank für Ihren Kommentar und die guten Wünsche.
      Zum jetzigen Zeitpunkt warten wir noch auf die Aktualisierung des Handlungsrahmens, in dem wir uns als Bibliothek bewegen. Generell deutet derzeit ja vieles auf eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns hin.
      Eine Wiederaufnahme des Leihbetriebes muss die generellen Vorgaben mit Blick auf Kontakt- und Mobilitätsminimierung berücksichtigen und wird daher nur schrittweise erfolgen können. Wie auch bereits an dieser Stelle erwähnt, gehören außerdem auch Mitarbeitende unserer Bibliothek Risikogruppen an oder müssen sich um Angehörige / Kinder kümmern.
      Dessen ungeachtet beschäftigen wir uns natürlich mit der Planung, wie wir nach und nach wieder Services anbieten können – zuerst werden das wahrscheinlich digitale und in anderer Hinsicht kontaktminimierte Services sein.
      Sobald es konkreter wird, erfahren Sie es hier im Blog.
      Mit freundlichen Grüßen
      Belinda Jopp

      Antworten
    • Angela Oehler
      Angela Oehler sagte:

      Es können generell nur Bände digitalisiert werden, die nicht mehr dem Urheberrechtsschutz unterliegen. Die Staatsbibliothek digitalisiert dabei vor allem Publikationen im Rahmen von Forschungsprojekten, auf Nutzerwunsch oder aus konservatorischen Gründen. Die Digitalisierung des kompletten Bestandes ist auch aus Kapazitätsgründen nicht möglich.

      Antworten
  19. Avatar
    Prof. Dr. Hania Siebenpfeiffer sagte:

    Sehr geehrte Leitung der Staatsbibliothek,

    als langjährige Nutzerin der Staatsbibliothek war ich bislang der Auffassung, dass mich keine Maßnahme der Bibliotheksleitung mehr irritieren könne: 20 Jahre Nutzung härten ab. Aber eine vollständige Schließung einschließlich der Abholung vorbestellter Bestände in vorher reservierten Zeitfenstern bei Mitarbieter*innen, die durch Plexiglasscheiben geschützt sind, ohne dass es irgendeine Anweisung des Landes gab, ist derart unfasslich, dass einem die Worte fehlen.

    Nennen Sie einen einzigen Grund, warum mit der Abholung vorbestellter Bücher ein nicht vertretbares Gesundheitsrisiko verbunden ist, und bitte beantworten Sie bei der Gelegenheit doch gleich die Frage, wie unter solchen Bedingungen in dieser Stadt halbswegs qualifiziert geforscht, gelehrt und gelernt werden soll? Oder halten Sie die größte Bibliothek der Stadt dazu für verzichtbar? Dieser Verdacht drängt sich auf und leider wird er nicht mehr lange nur ein Verdacht bleiben, wenn die Nutzungspolitik so weiter geht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hania Siebenpfeiffer

    Antworten
    • Avatar
      Nicola sagte:

      Ich sehe es ebenso wie Frau Prof. Siebenpfeiffer. Sowohl die Universitätsbibliotheken in Berlin als auch die Landesbibliotheken in anderen Bundesländern ermöglichen weiterhin die Ausleihe von Büchern. Insebsondere vor dem Hintergrund, dass die Finanzierung der Bibliothek mit öffentlichen Geldern erfolgt, stellt es doch ein erhebliches Ärgernis dar, dass den Nutzern ein Zugang zu der Literatur verwehrt bleibt.
      Es wird das Gefühl vermittelt, dass die Bibiotheksleitung sich keine Mühen macht, dem bei den Nutzern hervorgerufenen Schaden entgegenzuwirken. So z.B. sind weiterhin viele Zeitschriften, die bei Universitätsbibliotheken schon lange online Angeboten werden, bei der Stabi weiterhin nur in Druckform – und das heißt momentan – gar nicht zugänglich. Warum unternimmt die Stabi nicht mehr, um Literatur digitalisiert zur Verfügung zu stellen?
      Niemand erwartet, dass unter den vorherrschenden Bedingungen die Lesesäle wieder eröffnet werden. Aber ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht bei dem Außer-Haus-Verleih aus meiner Sicht nicht. Und die Berufung darauf, dass auch die Schließung der Staatsbibliothek die Einschränkung der Mobilität fördern soll, kann nicht überzeugen, solange Menschen noch jeden Tag froh und munter in Büros fahren dürfen, obwohl sie genau so gut von zu Hause aus arbeiten könnten.

      Antworten
  20. Avatar
    Arkadi Junold sagte:

    Ich kann mich Hania Siebenpfeifer nur anschießen und noch zusätzlich bemerken, daß die BVG während des ersten Lockdowns die U-Bahn vor meiner Haustür (Gneisenaustraße) und der Bund wie die Länder Berlin und Brandenburg den Flughafen weiter gebaut haben, während die einzige Institution, die mit dem Vorwand von Corona die Baumaßnahmen, konkret Haus 1, ausgesetzt hat. Und inzwischen sind nicht nur Zeitungen wie die FAZ und die Süddeutsche Zeitung voll von kritischen Maßnahmen, der Berliner Justizsenator Dirk Behrend, studierter Jurist und langjähriger Staatsanwalt und damit juristisch nicht ganz unbeleckt, hält die Kontaktbeschränkungen laut einem Interview für verfassungsmäßig bedenklich. Auch der Ethikrat, höchstes Gremium der BRD, schlägt in diese Bresche, Institutionen, denen man vieles vorwerfen kann, schwerlich aber, querdenkerisch zu sein. Vielleicht überdenken Stabi und Stiftungsrat ihre inzwischen staatsnah kritisch hinterfragte Einstellung zur Schließung.

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  21. Avatar
    Julia Hauser sagte:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    dass angesichts der derzeitigen Situation die Lesesäle geschlossen sind, ist sowohl aufgrund des Schutzes der Mitarbeiter*innen als auch der Nutzer*innen nachvollziehbar. Ich möchte Sie aber bitten, darüber nachzudenken, ob nicht zumindest die Außer-Haus-Ausleihe wieder eingerichtet werden kann. Dies würde weitaus weniger Personal erfordern. Die Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen kann man ggf. zum Tragen von FFP2-Masken bei der Abholung verpflichten. Die meisten anderen Berliner Bibliotheken ermöglichen derzeit wieder die Ausleihe. Es gibt jedoch etliche Bestände, die nur im Besitz der Staatsbibliothek und derzeit auf unbestimmte Zeit nicht verfügbar sind. Für alle wissenschaftlichen Beschäftigten, die nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz befristet beschäftigt sind (und das dürften etwa 90 % sein), wäre eine Einrichtung der Außer-Haus-Ausleihe eine große Erleichterung. Unsere Verträge und Projektlaufzeiten verlängern sich in der Regel nicht wegen der Pandemie, und die Zukunftssorgen macht das auch nicht geringer. Bitte bedenken Sie, dass ein Großteil Ihrer Nutzer*innen die Staatsbibliothek nicht als bloßen Aufenthaltsort, sondern wegen ihrer Bücher schätzt und auch dringend braucht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Julia Hauser

    Antworten
  22. Avatar
    Beate Winzer sagte:

    Ich kann mich Frau Siebenpfeiffer auch nur anschließen. Das Grundproblem liegt allerdings sicher in dem seit Jahren erfolgenden Stellenabbau in der Stiftung preußischer Kulturbesitz, der drohenden Verlagerung der Bibliothek zum Land Berlin und nun ich befürchte, dass die für uns wertvolle und wichtige Bibliothek und Archiv für andere Menschen in anderen Bereichen tatsächlich weniger wichtig ist. Um die aktuelle Debatte als Chance zu nutzen, wäre es wichtig, in Bund und Land dafür zu sortgen, dass Staatsbibliothek und Archiv einen eigenen Haushalt erhalten, in dem vor allem ein großzügiger Etat für wissenschaftlich ausgebildete Bibliothekar Innen und Archivar Innen vorhanden ist. Ansonsten gilt, dass für die …ökonomisch…ausgerichtet ´en parteien unsere Bibliothek und Archiv tatsächlich wenig wichtig sind. Also beschweren Sie sich alle bei Prof. Grütters und dem Senator. Und der Hausleitung. Zumal die Bibliothek wichtig genug wäre, um eine Kinderbetreuung für das Personal einzurichten und ein Lückeprojekt.

    Antworten
  23. Avatar
    Arkadi Junold sagte:

    Eine kurze Frage: Die Staatsbibliothek hatte als Termin für die Wiedereröffnung des Hauses unter den Linden den 01.02.2021 angegeben. Dieser Termin ist Stand heute nicht mehr auf der Seite de Hauses angegeben. Interpretiere ich das richtig, wenn ich davon ausgehe, daß sich die Wiedereröffnung des Hauses 1 wieder einmal weiter verschiebt?

    Antworten
    • Avatar
      Beate Winzer sagte:

      Leider gehe ich davon aus, dass die Eröffnung weiter verschoben wird.
      Nehmen wir alles zusammen, die Berliner Kosten-Leistungsrechnung im öffentlichen Dienst, die Privatisierung des öffentlichen Lebens im Bund und der Stellenabbau im öffentlichen Dienst, zeigt sich eine Krise, die nur durch die aktuelle Pandemie offen gelegt wird. Die Massnahmen zu ihrer Bekämpfung heißen aber offensichtlich,eine weitere Zugangsbeschränkung von Wissen: Wer Mitglied einer Universität ist, hat Zugang. Freiberufler müssen durch die Finger sehen. Diese Krise hat sich seit Jahren angedeutet und nun ist sie infolge der aktuellen Pandemie sichtbar geworden.

      Antworten

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