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etahoffmann.net – Das E.T.A. Hoffmann Portal ist mit einer BETA-Version online!

Endlich ist es soweit – wir sind mit einer BETA-Version online! Nach gut einem Projektjahr präsentieren wir Ihnen heute, pünktlich zum 200-jährigen Jubiläum von Hoffmanns vielleicht bekanntestem Werk “Nussknacker und Mausekönig” und als kleines vorweihnachtliches Geschenk, einen ersten (und wie wir meinen durchaus vorzeigbaren) Stand des E.T.A. Hoffmann Portals. Auch wenn noch nicht alles perfekt ist, bekommen Sie mit dieser Version schon einen breiten Einblick in die neue digitale Welt rund um E.T.A. Hoffmann.

Mit dem Portal hat die Staatsbibliothek zu Berlin – zusammen mit ihren Projektpartnern Staatsbibliothek Bamberg und E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft – ein bisher einzigartiges Angebot geschaffen: neben der Präsentation von digitalisierten Quellen, die in den beiden Staatsbibliotheken Berlin und Bamberg sowie vereinzelt auch in anderen Institutionen liegen, und der Möglichkeit einer übergreifenden Suche über unterschiedliche Kataloge, Datenbanken und Bibliographien hinweg, wird ein großes Spektrum an Themen zu E.T.A. Hoffmann und seinem Umfeld unter dem Motto Hoffmann Wissen für breite Zielgruppen aufbereitet. Das Angebot richtet sich sowohl an Forschende als auch an Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte.

Hoffmann Wissen

Im Kosmos Hoffmann Wissen finden Sie aktuell bereits Fachbeiträge von 40 Forscherinnen und Forschern aus unterschiedlichen Disziplinen und aus Einrichtungen weltweit. Gegliedert in drei zentrale Portalbereiche (Leben und Werk, Hoffmann Erforschen und Hoffmann Unterrichten) beleuchten die Beiträge in mehr als 200 Themenschwerpunkten Hoffmanns Leben und Wirken auf vielfältige Weise. Hier finden Sie einführende Beiträge ebenso wie tiefergehende Texte, so dass für Hoffmann-“Anfänger” und selbst für “alte Hasen” etwas dabei ist. Sukzessive werden die Beiträge um weitere Artikel ergänzt. Dem Format des Webportals entsprechend sind die Texte strukturiert in kurze Kapitel und werden ergänzt durch passendes Bild- und Quellenmaterial, weiterführende Informationen in Infoboxen, Marginalspalten und Ausklappfelder sowie durch Querverweise innerhalb des Portals und externe Lektüretipps, die über Verlinkungen direkt ansteuerbar sind. So können die Nutzerinnen und Nutzer selbst wählen, wie tief sie in ein Thema einsteigen möchten. Selbstverständlich können Sie im Kosmos Hoffmann Wissen auch schon jetzt an verschiedenen Stellen Informationen zu unserem heutigen Geburtstagskind “Nussknacker und Mausekönig” finden.

Interaktive Elemente

Im Bereich Leben und Werk bietet das Portal eine interaktive Karte des Kunz’schen Risses an, einer Federzeichnung Hoffmanns, in der er das Geschehen am Berliner Gendarmenmarkt darstellt. Die Nutzerinnen und Nutzer können einzelne Bereiche der Karte mit der Maus ansteuern und erhalten vergrößerte Ausschnitte mit Erläuterungen zum Dargestellten. In Planung befinden sich zudem ein interaktiver Zeitstrahl zu Hoffmanns Biografie und Werk, virtuelle Stadtrundgänge, eine Netzwerkvisualisierung seiner Bekanntschaften und eine Raum-Zeit-Darstellung zur Rezeptionsanalyse. Lehrerinnen und Lehrer können aktuell aus zwei kompletten Lehreinheiten für den Unterricht wählen und finden Materialien und Anregungen für die individuelle Unterrichtsgestaltung. Weitere eLearning-Module folgen.

Interaktiver Kunz'scher Riss

Hoffmann Suche

Hoffmann finden, ohne Hoffmann zu suchen – das bietet Ihnen die datenbankübergreifende Metasuche nach Hoffmanniana. Zu “Nussknacker und Mausekönig” finden Sie hier beispielsweise zahlreiche Hinweise zu aktueller Forschungsliteratur aus den beiden Katalogen der Staatsbibliotheken in Berlin und Bamberg. Wenn Sie direkt bequem von zu Hause aus schon in die Lektüre einsteigen wollen, bietet Ihnen die Quelle BASE, die ebenfalls eingebunden wurde, Zugang zu sämtlichen Texten, die im Open Access verfügbar sind. Das Besondere an der Suche ist, dass Sie nicht noch “E.T.A. Hoffmann” als Suchbegriff eingeben müssen: stattdessen können Sie direkt in die Detailsuche einsteigen, da jede Quelle mit einem Suchraum “E.T.A. Hoffmann” versehen wurde. Im rechten Bereich finden Sie zusätzliche externe Quellen (hier insbesondere die Hoffmann-Bibliographie) und selbstverständlich können Sie schon jetzt Ihre Ergebnisse ins Literaturverwaltungsprogramm Zotero laden. Stück für Stück ergänzen wir noch weitere Datenbanken und Kataloge wie z.B. den freien Teil der BDSL (Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft), optimieren die Detailansicht und Exportfunktionen.

Hoffmann Suche

Hoffmann digital

In aktuell zehn verschiedenen Kollektionen haben wir Ihnen in Hoffmann digital digitalisierte Originalmaterialien von und zu E.T.A. Hoffmann zusammengestellt – ja, natürlich finden Sie hier auch eine herrlich illustrierte Ausgabe von “Nussknacker und Mäusekönig”. Daneben gibt es Autographe, Musikalien, Zeichnungen und vieles mehr zu entdecken. Wenn Sie ein Detail in einer Illustration interessiert, zoomen Sie es einfach heran und nehmen es genau unter die Lupe. Ihre ganz individuellen Highlights können Sie in einer Merkliste speichern und zur weiteren Verwendung exportieren. Momentan finden Sie eine erste Auswahl an Originalquellen online, weitere Digitalisate werden nach und nach ergänzt.

Navigation und Orientierung

Ein Farbleitsystem macht es den Nutzerinnen und Nutzern besonders leicht, sich im Portal zu orientieren. Jedem der fünf großen Bereiche Leben und Werk, Erforschen, Unterrichten, Suche und Hoffmann digital ist jeweils eine Leitfarbe zugewiesen, die auf allen Seiten dieses Bereichs zu finden ist. Das Hauptmenü erlaubt zudem auf einen Blick die Übersicht über die Inhalte von jeweils zwei Vertiefungsebenen. So sieht man beispielsweise nicht nur die Unterseiten des Bereichs Leben und Werk, sondern auch die Unterseiten der Seite Der Jurist, die sich im Bereich Leben und Werk befindet.Beitrag aus Erforschen

200 Jahre “Nussknacker und Mausekönig”

Heute vor genau 200 Jahren hielt E.T.A. Hoffmann in Berlin die frisch gedruckten Exemplare seiner “Kinder-Mährchen” in den Händen, die im ersten Band auch den “Nussknacker und Mausekönig” enthalten. Pünktlich zu Weihnachten konnten so seine Märchen für Kinder noch von Georg Reimer vertrieben werden. Und 200 Jahre später bieten wir Ihnen mit dem E.T.A. Hoffmann Portal ein neues Universum an, in dem Sie über den Nussknacker, aber auch über zig andere Facetten aus dem Leben und Wirken des Universalgenies Hoffmann recherchieren können.

“Nussknacker und Mausekönig” gehört mit zu den weltweit am meisten rezipierten Werken E.T.A. Hoffmanns. Dazu beigetragen hat insbesondere Tschaikowskis berühmtes Ballett “Der Nussknacker”, das ursprünglich auf die Geschichte von E.T.A. Hoffmann zurückgeht. Darüber hinaus ist “Nussknacker und Mausekönig” auch das am meisten illustrierte Werk Hoffmanns. Besonders bedeutsam sind hier die Illustrationen von Peter Carl Geissler, die sie auch im Beitragsbild bewundern können.

Wir hoffen, dass Ihnen unser kleines vorweihnachtliches Geschenk genau so viel Freue bereiten wird wie uns und sind gespannt auf Ihre Hinweise, Anregungen und Verbesserungsvorschläge: E.T.A.-Hoffmann-Archiv@sbb.spk-berlin.de

Nun viel Spaß beim Stöbern wünscht das Projektteam: Ursula Jäcker, Indra Heinrich, Christina Schmitz, Maren Gnehr und Angela Oehler.

etahoffmann.net

E.T.A. Hoffmann Portal: Musikbeispiele und Originaldokumente – Erkenntnisse vom Germanistentag

Vom 26. bis 28. September präsentierte das Projektteam das im Entstehen befindliche E.T.A. Hoffmann Portal der Staatsbibliothek zu Berlin im Rahmen einer exklusiven Preview auf dem 25. Germanistentag in Bayreuth.

Projektteam am Präsentationsstand in Bayreuth

Projektteam am Präsentationsstand in Bayreuth

Ziel der Präsentation waren zum einen die Intensivierung der persönlichen Kontakte zu Hoffmann-Forschenden und -Unterrichtenden sowie die Aufnahme von Anregungen, Kritik und Wünschen für die nutzerorientierte Weiterentwicklung des Portals, zum anderen aber auch schon eine erste breite Bewerbung des neuen Webangebots bei den Hauptzielgruppen aus Forschung und Lehre. Und in der Tat hat die Präsentation viel Neugier geweckt: Drei Tage lang haben sich Interessierte an zwei Notebooks selbst durch die Webseiten des Portals geklickt, sich die Besonderheiten auf einer Projektionsfläche erläutern lassen und Feedbackbögen zur Usability und zur Erwartung an die verschiedenen Themenbereiche ausgefüllt, um so an Gestaltung und Inhalten selbst mitzuwirken.

Usability-Befragung

Usability-Befragung

Für das Projektteam war die Veranstaltung ein voller Erfolg: So konnten neue Autoren für Fachbeiträge im Portal gewonnen, Verlagskooperationen angestoßen und Wünsche für weitere Inhalte und Funktionen aufgenommen werden. Besonders interessiert waren die Lehrerinnen und Lehrer, denn E.T.A. Hoffmann gehört in vielen deutschen Bundesländern zur Pflichtlektüre und wird gerne als Thema in Projektwochen und auf Exkursionen gewählt. Häufig nachgefragt wurden auch ein virtueller Rundgang durch das Hoffmann-Haus in Bamberg, die bildkünstlerische Rezeption Hoffmanns und Lehrmaterial zum Goldenen Topf, sowie Musikbeispiele und Originaldokumente. Gelobt wurden die qualitativ hochwertigen Beiträge von Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern sowie der konsequente Umgang mit Quellenangaben und Literaturempfehlungen.

Nach dem Germanistentag ist vor dem Launch der Beta-Version: Mit hochgekrempelten Ärmeln geht das Projektteam nun gleich wieder ans Werk, um die Eindrücke und Ideen zu verarbeiten. Bis zum Launch Mitte Dezember dürfen Sie „Phantastisches“ erwarten!

 

Zauberhafte Romantik – 200 Jahre Undine von E.T.A. Hoffmann

Heute vor 200 Jahren war ein großer Tag für den Universalkünstler E.T.A. Hoffmann. Als Komponist hatte er es endlich geschafft: Am 3. August 1816 fand anlässlich des Geburtstags von König Friedrich Wilhelm III. im Königlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin die Uraufführung seiner romantischen Oper Undine statt. Schon lange träumte er davon, dass sein „Name nicht anders als durch eine gelungene musikalische Komposition der Welt bekannt werden soll“ (Brief vom 20. Juli 1813 an seinen Verleger Carl Friedrich Kunz). Mit der Undine – seinem bedeutendsten Bühnenwerk, an dem er schon seit 1813 arbeitete – sollte dieser Traum für ihn in Erfüllung gehen. Die Zauberoper gehört zu den wichtigsten musikalischen Werken der Romantik. Sie gilt als Vorläuferin von Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz und als erste romantische Oper in Deutschland überhaupt.

 

Die Undine in Berlin

Hoffmann komponierte für die Undine die Musik. Das Libretto stammt von dem befreundeten Dichter Friedrich de la Motte Fouqué, der sich hierbei auf seine gleichnamige Erzählung aus dem Jahr 1811 stützte. Undine ist ein weiblicher Wassergeist und hofft auf eine eigene Seele, wenn sie einen menschlichen Ehemann findet. Mit Ritter Huldbrand scheint Undine trotz der Warnungen ihres Onkels, dem Wasserfürsten Kühleborn, einen solchen Mann gefunden zu haben. Nach einer abenteuerlichen Liebesgeschichte finden die beiden ihr Glück nicht an Land, sondern tauchen gemeinsam in das Reich der Wassergeister ein.

Kein geringerer als Karl Friedrich Schinkel schuf für die Undine die lebhaften Bühnenbilder – wie zum Beispiel den Wasserpalast Kühleborns oder den Marktplatz mit Brunnen – und trug damit zur zauberhaften Atmosphäre der Oper bei. So ist es nicht verwunderlich, dass sie zu einem großen Erfolg wurde.

 

Bühnenbild von Karl Friedrich Schinkel für den 1. Auftritt des 2. Aktes; Marktplatz mit Brunnen © bpk / Kupferstichkabinett, SMB

Bühnenbild von Karl Friedrich Schinkel für den 1. Auftritt des 2. Aktes; Marktplatz mit Brunnen © bpk / Kupferstichkabinett, SMB

 

Alle Aufführungen waren sehr gut besucht und auch die Kritiken waren äußerst positiv. Carl Maria von Weber, den E.T.A. Hoffmann in Berlin kennenlernte, war in seiner Kritik voll des Lobes:

„Das ganze Werk ist eines der geistvollsten, das uns die neuere Zeit geschenkt hat. Es ist das schöne Resultat der vollkommensten Vertrautheit und Erfassung des Gegenstandes, vollbracht durch tief überlegten Ideengang und Berechnung der Wirkungen alles Kunst-Materials, zum Werke der schönen Kunst gestempelt durch schön und innig gedachte Melodien.“ (Carl Maria von Weber: Über die Oper „Undine“ von Motte-Fouqué und Hoffmann)

Leider sollte der Erfolg der Oper schneller vorbei sein als gedacht. Nach nur 14 Aufführungen vernichtete ein Brand im Königlichen Schauspielhaus alle Requisiten. Da eine Wiederaufnahme aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte, war hiermit nicht nur der Undine, die zu Hoffmanns Lebzeiten nur noch in Prag und dann erst wieder im 20. Jahrhundert erneut zur Aufführung gebracht wurde, ein jähes Ende gesetzt worden. Auch Hoffmann trat danach als Komponist nicht mehr in Erscheinung.

 

 Die Undine an der Staatsbibliothek zu Berlin

Ein Highlight der Hoffmann-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin ist die autographe Erstniederschrift der Undine-Partitur. Dieses herausragende Stück gelangte 1847 zusammen mit dem Großteil des musikalischen Nachlasses Hoffmanns als Geschenk seiner Witwe an den preußischen König Friedrich Wilhelm IV, der es der damaligen Königlichen Bibliothek – der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin – weitergab.

Zum 200. Jahrestag der Undine haben wir ein ganz besonderes Geschenk vorbereitet. Sie finden das Musikautograph von Hoffmann seit wenigen Tagen in unseren Digitalisierten Sammlungen. So können Sie sich nun bequem online dieses außerordentliche Objekt deutscher Musikgeschichte anschauen und gemeinsam mit E.T.A. Hoffmann in die Zauberwelten der Wassergeister abtauchen:

 

 

Wenn Sie mehr über Hoffmann und die Musik sowie seine Kompositionen erfahren wollen, seien Sie gespannt auf das neue E.T.A. Hoffmann-Portal. Dort werden Sie nicht nur einige inhaltliche Beiträge zu dem Thema finden, wir werden auch nahezu das gesamte noch erhaltene musikalische Werk E.T.A. Hoffmanns präsentieren.

E.T.A. Hoffmann Portal: Mehrwert für die Forschung

Am 20. und 21. Juni 2016 veranstaltete die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) einen internen Forschungsworkshop, auf dem WissenschaftlerInnen aus allen Einrichtungen der SPK ihren KollegInnen aktuelle Forschungsprojekte aus Museum, Archiv, Bibliothek und Forschungsinstitut vorstellten und über Anknüpfungspunkte sowie interne und externe Kooperationen diskutierten. Auch das Projekt E.T.A. Hoffmann Portal präsentierte sich bei diesem Workshop in einem dreiminütigen Slambeitrag im Panel “Analoge und digitale Objekte vernetzen”. Dabei stand vor allem der Mehrwert für die Forschung im Fokus, den das Projekt mit dem Portal ihren unterschiedlichen Nutzergruppen bieten möchte. Lesen Sie unseren Slambeitrag hier nach:

 

Portal-Startseite

Portal-Startseite

 

Das Projekt

Im Projekt E.T.A. Hoffmann Portal wird ein Personenportal zur Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann, dessen Vielseitigkeit als Literat, Musiker, Zeichner und Jurist anschaulich anhand der sehr heterogenen Werke – bestehend aus Briefen, Texten, Zeichnungen, Skizzen, Musikalien, Bildern und juristischen Unterlagen – inszeniert werden. Abgebildet sehen Sie hier den aktuellen Stand der Portal-Startseite mit verschiedenen thematischen Einstiegen in Kacheloptik.

 

Fünf Kernelemente des Portals

Fünf Kernelemente des Portals

 

Ziele

Ziel ist eine facettenreiche Webseite mit Angeboten für Forschung, Lehre, Bildung und Bibliothek, die hier anhand der fünf Kernelemente Hoffmann Digital, Hoffmann Suche, Hoffmann Wissen, Hoffmann Community und Hoffmann Kooperationen präsentiert wird. Darin werden Objekte, Daten und Personen vernetzt.

 

Hoffmann Digital

Hoffmann Digital

 

Digitalisierte Sammlungen

Der wesentliche Mehrwert an Hoffmann Digital ist die Zusammenführung von unterschiedlichsten Materialien, wie illustrierten Buchausgaben, Musikautographen und juristischen Akten, aber auch Skulpturen, Buchobjekten und Gemälden, d.h. das Sichtbarmachen von neuen Zusammenhängen über Disziplinengrenzen hinweg – und natürlich über die physischen Grenzen hinweg: die Objekte liegen in der Staatsbibliothek zu Berlin in verschiedenen Abteilungen, es gibt einzelne Stücke in den anderen Einrichtungen der Stiftung und zahlreiche Materialien in der Staatsbibliothek Bamberg und in weiteren externen Institutionen.

Hoffmann Suche

Hoffmann Suche

 

Metasuche

Kernstück der externen Vernetzung ist das Daten-Netzwerk mit seiner Metasuche Hoffmann Suche und dem Bereich Hoffmann Wissen. Durch die datenbankübergreifende Metasuche vernetzen wir die digitalisierten Quellenbestände mit der neuesten wissenschaftlichen Forschung über E.T.A. Hoffmann. Damit machen wir disparate und heterogene Quellen- sowie Literaturbestände ortsunabhängig zugänglich und fördern auch hier aktiv neue interdisziplinäre Zugänge zu Hoffmann.

 

Hoffmann Wissen

Hoffmann Wissen

 

Wissen

Als Scharnier zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit präsentiert das Portal im Bereich Hoffmann Wissen strukturierte und angereicherte Daten für die Forschung. Wir entwickeln nutzungsorientierte Werkzeuge zur Datenvisualisierung wie beispielsweise virtuelle Bücherregale für die Rekonstruktion von Hoffmanns Bibliothek oder Grafiken zur Darstellung von Hoffmanns Kontakten und zahlreiche Verlinkungsmechanismen. So wird eine neue Auseinandersetzung mit Hoffmann ermöglicht und weitere Zielgruppen erschlossen.

 

Hoffmann Community

Hoffmann Community

 

Community

Der Aufbau einer Hoffmann Community erfolgt durch verschiedenste Maßnahmen der Informationsvermittlung und eine breite Beteiligung der Fachwissenschaft, um Forschungsbedarfe frühzeitig aufzunehmen und umzusetzen. Dadurch gibt das Portal neue Impulse – gerade auch für die transdisziplinäre Forschung. Das Projekt stärkt und fördert Kooperationen, indem es durch Objekte und Daten Einrichtungen und Fachgesellschaften miteinander vernetzt, die bisher noch nicht oder wenig zusammengearbeitet haben. Auch hierdurch können neue Forschungsansätze entstehen und das Portalangebot erweitert werden.

 

Hoffmann Kooperationen

Hoffmann Kooperationen

 

Kooperationen

Die Aufbereitung von Informationen durch komplexe Metadaten, Querverbindungen zwischen Objekten und Portalinhalten sowie erkenntnisorientierte Visualisierungen legt vielschichtige Zusammenhänge offen. So schaffen wir mit dem E.T.A. Hoffmann Portal einen Prototyp für die Präsentation von heterogenen Sammlungsbeständen weit über das Spezialthema “Hoffmann” hinaus. Dabei werden bestehende Infrastrukturen genutzt, ihre Grenzen ausgelotet und ressourcenschonende, nachnutzbare Lösungen entwickelt.

Perspektiven

Das Projekt sieht eine offene Modulstruktur vor, die perspektivisch durch internationale Kooperationen mit WissenschaftlerInnen sowie Kultur- und Forschungseinrichtungen eine Ausweitung der Plattform ermöglicht und damit die Netzwerkkompetenz der SPK gezielt stärkt und ausweitet.

 

Nun sind wir komplett! – Das Projektteam E.T.A. Hoffmann Portal stellt sich vor

Wir arbeiten zwar schon seit dem 1. Oktober 2015 mit viel Herzblut an der Entwicklung unseres E.T.A. Hoffmann Portals – zunächst zu zweit und seit Januar 2016 zu dritt, aber erst seit wenigen Tagen sind wir komplett: am 17. Mai 2016 trat unsere Entwicklerin ihren “Hoffmann-Dienst” an. Diese Gelegenheit möchten wir zum Anlass nehmen, uns Ihnen persönlich vorzustellen.

 

Ursula Jäcker

Projektleitung und -koordination, Bereich “Unterrichten”

Ursula Jäcker ist Fachreferentin für Germanistik (seit 2004) und Leiterin des E.T.A. Hoffmann-Archivs der Staatsbibliothek zu Berlin (seit 2009). Sie studierte Germanistik (M.A.), evangelische Theologie und Buchwissenschaft in Frankfurt a.M. und Mainz. Nach ihrem Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel war sie Mitarbeiterin am Projekt “Erschließung Historischer Buchbestände” in Südtirol, bevor es sie an die Staatsbibliothek zu Berlin verschlug.

Als Leiterin des E.T.A. Hoffmann-Archivs beschäftigt sich Ursula Jäcker natürlich schon lange mit der herausragenden Künstlerpersönlichkeit Hoffmann. Besonders faszinierend findet sie die Illustrationsgeschichte – die Werke keines anderen Autors wurden so häufig illustriert (über Zeiten und Ländergrenzen hinweg) wie die Werke E.T.A. Hoffmanns. In regelmäßig stattfindenden Workshops für Schülerinnen und Schüler vermittelt sie seit vielen Jahren die Charakteristika und Besonderheiten der künstlerischen Auseinandersetzung mit E.T.A. Hoffmann.

Im Projekt sorgt sie dafür, dass alles nach Plan läuft und innerhalb der Staatsbibliothek und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgestimmt ist – denn neben dem Projektteam sind an verschiedenen Schnittstellen weitere Kolleginnen und Kollegen am Gelingen des Projekts beteiligt. Außerdem verantwortet Ursula Jäcker den inhaltlichen Portalbereich “Unterrichten”, in dem u.a. fertige Lehreinheiten und Unterrichtsmaterialien präsentiert werden.

 

Indra Heinrich

Metasuche, Portalstruktur, Bereich “Leben und Werk”

Indra Heinrich ist Fachreferentin für Kunst sowie für Theater, Tanz und Film (seit 2015) und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt E.T.A. Hoffmann Portal. In ihrem Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (M.A.) und der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit Reiseberichten ausländischer SchriftstellerInnen, Emotionen in der Literatur und zeitgenössischen Dramaturgiekonzepten im Theater. Sowohl im Studium als auch im Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst, das sie an der SBB sowie an der Bayerischen Bibliotheksakademie in München absolvierte, beschäftigte sie sich bereits mit E.T.A. Hoffmann.

Im Projekt kümmert sie sich um eine nutzerfreundliche Portalstruktur und ein visuell anregendes Designkonzept, dafür hat sie sich schon intensiv ins WordPress-Backend eingefuchst und steht im engen Kontakt mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der IT-Abteilung. Zudem konzipiert Indra Heinrich eine Metasuche für das Portal, mit der Werke von und zu Hoffmann institutionenübergreifend recherchiert werden können. Inhaltlich tobt sie sich im Bereich “Leben und Werk” aus, für den sie u.a. Fachbeiträge zu Hoffmanns Tätigkeiten als Musiker, Zeichner, Jurist und Literat akquiriert und Informationen zu seiner Biographie anschaulich aufbereitet.

 

Christina Schmitz

Digitale Sammlung und Bildmaterial, Öffentlichkeitsarbeit, Bereich “Erforschen”

Christina Schmitz ist Fachreferentin für Architektur und wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Projekten E.T.A. Hoffmann Portal und Bibliotheksmuseum (seit Okt. 2015). Sie studierte Buchwissenschaft (M.A.) und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Mainz und war anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Buchwissenschaft und am Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Uni Mainz sowie als Geschäftsführerin der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft tätig. Nach einer nebenberuflichen Ausbildung zur Kulturmanagerin absolvierte sie das Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an der SBB und am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU Berlin (M.A.).

Im Projekt ist Christina Schmitz für die Konzeption der digitalen Sammlung sowie für Akquise, Rechteklärung und Verwaltung des Bildmaterials aller Kooperationspartner zuständig. Zudem kümmert sie sich um die Öffentlichkeitsarbeit, wie die Organisation von Konferenzbeiträgen, Fachartikeln und Präsentationsveranstaltungen und die Publikation von Nachrichten über das Portal, und verantwortet den inhaltlichen Bereich “Erforschen”, für den u.a. Analysen zu Hoffmanns Bekanntennetzwerk, zur Rezeptionsgeschichte und zu seiner persönlichen Bibliothek geplant sind.

 

Maren Gnehr

Portal-Konfiguration, Frontend-Entwicklung

Maren Gnehr ist als Frontend-Entwicklerin für das Projekt E.T.A. Hoffmann Portal an der SBB tätig (seit Mai 2016). Nach einer Ausbildung zur Bauzeichnerin arbeitete sie zunächst als technische Zeichnerin für eine Stahlbaufirma, bevor sie Medieninformatik (M.A.) an den Hochschulen in Düsseldorf und Wernigerode studierte. Anschließend gestaltete sie als Webentwicklerin und Webdesignerin Firmenauftritte und Onlineshops. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen im Bereich User Interface und 3D-Modellierung.

Im Projekt ist Maren Gnehr für die Frontend-Gestaltung des Portals in WordPress und die Entwicklung verschiedener Tools zur alternativen Bestandspräsentation zuständig. Besonders eng wird sie deshalb mit Indra Heinrich zusammenarbeiten.

 

Außerdem an unserer Seite:

Angela Oehler

IT-Koordination

Angela Oehler ist Systembibliothekarin im Bereich Innovations-Management und Online-Bibliotheksdienstleistungen in der IT-Abteilung der SBB (seit 2007). Sie studierte Informationswissenschaft (M.A.), Psychologie und Publizistik an der Freien Universität Berlin sowie wissenschaftliches Bibliothekswesen in Leipzig. Seit 1991 ist Angela Oehler in der SBB als Bibliothekarin tätig.

Im Projekt ist sie die Schnittstelle zwischen dem Projektteam und der IT-Abteilung. Sie koordiniert die Aktivitäten und sorgt für regelmäßigen Austausch zu den technischen Themen im Projekt. Dabei übersetzt sie auch gelegentlich den jeweils anderen, was BibliothekarInnen bzw. IT-KollegInnen sagen, denn manchmal spricht man doch verschiedene Sprachen.

 

Kontaktieren Sie uns gerne persönlich mit Fragen und Anregungen zu unserem Projekt. An Fachgesprächen und Unterstützung jeder Art sind wir sehr interessiert. Am besten erreichen Sie uns alle per E-Mail.

Das “HoPo” zu Besuch in Bamberg

Am 7. und 8. Mai fand in Bamberg die jährliche Tagung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft statt, die aus einem Forschungsforum mit aktuellen wissenschaftlichen Beiträgen zu E.T.A. Hoffmann, einer festlichen Mitgliederversammlung und einem abwechslungsreichen Begleitprogramm besteht. Das Hoffmann-Projektteam der Staatsbibliothek zu Berlin nahm das Treffen zum Anlass, den derzeitigen Stand der Arbeiten am Hoffmann-Portal (“HoPo”) den Mitgliedern und interessierten Gästen vorzustellen. Dabei war uns besonders wichtig, die Forschenden, Unterrichtenden und Interessierten nach ihren Erwartungen und Wünschen zu befragen.

Die Präsentation des Hoffmann-Portals bildete den Auftakt des Forschungsforums der Tagung. Darin wurden vor allem die inhaltliche Konzeption des Portals, die bisherigen Projektaktivitäten und der Entwurf der Webseite vorgestellt. Daran schloss sich eine angeregte Diskussion an, bei der hauptsächlich Fragen nach dem Zugriff auf digitalisierte Volltexte, nach Urheberrechten und nach unseren Kooperationspartnern im Vordergrund standen – genau die Fragen, die aktuell besonders im Fokus unserer Arbeit stehen. Das bestärkte uns darin, dass wir wohl den Kern des Interesses getroffen haben und für unser Hoffmann-Portal die richtigen Angebote entwickeln.

Digitalisierte Materialien

Gerade der Zugang zu digitalisierten Volltexten soll ein Kernelement des Portals werden: Ein Teil der Hoffmann-Autografe ist von den Staatsbibliotheken in Bamberg und Berlin bereits digitalisiert worden. Weitere Digitalisate sollen in näherer Zukunft folgen: So werden wir in den kommenden Monaten weitere Musikautografe der Berliner Staatsbibliothek und einige illustrierte Ausgaben zusätzlich zur Verfügung stellen können. Das Interesse der Tagungsgäste richtete sich zudem auch auf Materialien „um Hoffmann herum“ wie Theaterzettel der Aufführungen, die Hoffmann selbst besuchte, oder Quellen, die in seinen Texten Verwendung fanden. Das werden wir gerne im Blick behalten.

Kooperationen

In der Diskussion kam auch die Frage nach weiteren Kooperationspartnern – neben der Staatsbibliothek Bamberg und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft – auf. Das Hoffmann-Team hat bereits erste „zarte Bande“ zu einigen Institutionen wie der Stiftung Weimarer Klassik und dem Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geknüpft, um unseren Nutzerinnen und Nutzern einen möglichst umfassenden Bestand an Informationen und Volltexten zur Verfügung stellen zu können.

Urheberrechte

Ein wesentlicher Diskussionspunkt war zudem die Frage der Urheberrechte bei modernen Illustrationen, die im Portal gezeigt werden sollen. Da Illustrationen (und auch Texte) bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt sind, muss bei allen Bildern, Texten etc. ermittelt werden, ob der Urheber noch lebt oder wie lange er bereits verstorben ist. Wenn das Werk noch nicht urheberrechtsfrei ist, muss der Rechteinhaber ausfindig gemacht und um seine (schriftliche) Erlaubnis gebeten werden, sein Werk im Portal zeigen zu dürfen. In einem Vertrag, den wir momentan erarbeiten lassen, werden die Nutzungsrechte genau festgehalten – natürlich immer zu nicht-kommerziellen Zwecken. Falls die Illustrationen (Texte) bereits publiziert wurden, muss zusätzlich auch der jeweilige Verlag der Nutzung zustimmen. Obwohl das Verfahren sehr aufwendig ist, bemühen wir uns im Projekt, möglichst viele Genehmigungen zu erzielen, um den Nutzerinnen und Nutzern umfangreiche und vielfältige Materialien zur Verfügung zu stellen, die sonst kaum zugänglich wären.

Neue Inhalte

Zu diesen in der großen Runde diskutieren Aspekten erhielten wir eine Reihe von Hinweisen dazu, welche weiteren Inhalte im Portal aufgenommen werden könnten. So wurden die Poetologie Hoffmanns und die Editionskritik als interessante und stark nachgefragte Themen genannt. Auch erreichten uns einige Angebote, an der Portalerstellung aktiv mitzuwirken, bzw. Inhalte zur Verfügung zu stellen. So werden wir unter anderem zwei Beiträge zu Hoffmanns Freunden und Weggefährten sowie eine PowerPoint-Präsentation zu „Hoffmanns Leben und Werk“ für die Verwendung im Unterricht einbauen können.

Das Rahmenprogramm

Das Forschungsforum wurde eingerahmt von zwei Ausstellungseröffnungen und zwei Lesungen: Im Hoffmann-Haus werden bis Ende Oktober Aquarelle des litauischen Künstlers Romanas Borisovas unter dem Titel Ostpreußen – die Heimat E.T.A. Hoffmanns gezeigt. Außerdem präsentiert die Hoffmann-Gesellschaft dort eine Auswahl illustrierter Textausgaben der Erzählung Undine von Friedrich de la Motte Fouqué. Anlass der Ausstellung ist der 200. Jahrestag der Erstaufführung von Hoffmanns Oper Undine am 3. August 1816 in Berlin, der auch im Projekt Hoffmann-Portal gefeiert wird. Näheres dazu lesen Sie rechtzeitig in unserem Blog. Fouqués Erzählung war die Grundlage für das Libretto, das Fouqué auf Bitten Hoffmanns hin selbst verfasste. Die handschriftliche Partitur Hoffmanns sowie das Dirigierbuch der Undine befinden sich im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin.

Am Abend las Gerhard Hartmann literarische Briefe Hoffmanns aus seinem 2002 erschienenen Band Nachrichten von Undine; den Ausklang bildete eine Lesung Martin Neubauers und Andreas Ulichs aus einem fiktiven („exhumierten“) Briefwechsel zwischen E.T.A. Hoffmann und Clemens Brentano, der zwischen den beiden Romantikern anlässlich einer Bamberg-Reise Brentanos 1809 hätte entstehen können.

E.T.A. Hoffmann-Medaille und Ehrenmitgliedschaften

Am Sonntagvormittag fand die Mitgliederversammlung der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft statt, in der die E.T.A. Hoffmann-Medaille an den Schriftsteller Eckart Kleßmann verliehen wurde. Kleßmann ist ein außerordentlicher Kenner der deutschen Romantik und hat unter anderem 1988 eine Biographie zu E.T.A. Hoffmann mit dem Titel E.T.A. Hoffmann oder die Tiefe zwischen Stern und Erde publiziert. Mit der E.T.A.-Hoffmann-Medaille ehrt die Gesellschaft Personen oder Institutionen, die die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit E.T.A. Hoffmann befördert haben.

Außerdem wurden Wolfgang Clausnitzer für die Konzeption und Gestaltung des Hoffmann-Hauses mit seinen Ausstellungen und die Schriftstellerin und Leiterin des Bamberger Künstlerhauses Villa Concordia Nora-Eugenie Gomringer zu Ehrenmitgliedern der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft ernannt. Die Sitzung endete mit dem Bericht des Vorstandes, seiner Entlastung und der Wahl eines neuen Vorstands.

Neue Präsidentin wird ab 2017 die Germanistin Kaltërina Latifi, die bereits mehrere textkritische Ausgaben Hoffmanns (u.a. den Sandmann) herausgegeben hat und aktuell zur Poetik E.T.A. Hoffmans arbeitet. Prof. Bernhard Schemmel, der lange Jahre Präsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft war, wird als Geschäftsführer das Präsidium weiterhin unterstützen und sich vor allem den Bamberger Aufgaben wie dem E.T.A. Hoffmann-Haus widmen. Als Vizepräsident wurde der Berliner Literaturwissenschaftler Jörg Petzel bestätigt. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft.

E.T.A. Hoffmann-Portal: Was bisher geschah

Wie wir bereits im Blog berichteten, startete im Oktober 2015 an der Staatsbibliothek zu Berlin das Projekt E.T.A. Hoffmann-Portal. Ziel ist eine facettenreiche Webseite über Leben und Werk E.T.A. Hoffmanns, die als innovatives Beispiel für die Vernetzung von Forschung, Lehre, Bildung und Bibliothek dienen kann. Viel ist seit dem Projektbeginn im Oktober geschehen und das möchten wir Ihnen hier gerne berichten.

Außerdem finden Sie ab sofort regelmäßig aktuelle Beiträge über das Projekt in unserem neu eingerichteten E.T.A. Hoffmann Portal-Blog im Blognetzwerk der SBB. Abonnieren Sie das Blog gerne als RSS-Feed.

 

Kick-off        

Zu Beginn des Projektes waren noch eine Reihe von Fragen offen: Welches Projektmanagementsystem sollen wir verwenden? Wie sind die Abläufe innerhalb der StaBi ScrumPokerund mit unseren Kooperationspartnern, der Staatsbibliothek in Bamberg und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft? Was wollen wir wann erreicht haben? Bei einem Kick-Off Meeting gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Informations- und Datenmanagement haben wir zunächst die Hauptfunktionen des Portals erarbeitet, User Stories entwickelt und Poker gespielt. Sie wundern sich jetzt vielleicht, aber tatsächlich wurde zu Beginn der Aufwand für die Entwicklung der einzelnen Bereiche über Scrum Poker abgeschätzt.

Dieser durchaus spielerische Ansatz sorgt dafür, dass sich alle Projektmitglieder über den erwarteten Aufwand einigen und damit auch eine gemeinsame Grundlage für den gesamten Projektablauf schaffen. Schnell entschieden wir uns für ein agiles Projektmanagementsystem, um unmittelbar auf neue Veränderungen reagieren zu können. Mittlerweile gehört das Ticketsystem Redmine zum festen Bestandteil der Projektsteuerung.

 

Zielgruppenanalyse

Am Anfang des Projektes fragten wir uns: Für wen entwickeln wir dieses Angebot eigentlich? Wie sehen unsere Zielgruppen aus? Was erwarten potentielle Nutzerinnen und Nutzer von unserem Portal? Hierfür führten wir eine kleine Befragung durch und werteten Anfragen an das E.T.A.-Hoffmann-Archiv aus den Jahren 2011 bis 2015 aus. Daneben berücksichtigten wir auch übergreifende Mediennutzungsstudien von ARD/ZDF und WDR. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurden schließlich unsere acht Personas „geboren“, die in personalisierter Form jeweils für bestimmte Zielgruppen des Portals stehen:

kajetan

Keine Angst, Promovieren schadet nicht der Gesundheit. Das Skelett dient lediglich als Dummy für ein echtes Personenbild, das wir hier nicht frei verwenden können.

Stefan (55), Germanistikprofessor; Kajetan (29), Doktorand der Musikwissenschaft; Anja (38), Deutschlehrerin; Dirk (48), Deutschlehrer; Ben (16), Schüler; Anna-Sophie (18), Abiturientin, Wolfgang (69), Postbeamter i. R. und schließlich Bärbel (61), Hausfrau.

Die Personas sind uns inzwischen ganz schön ans Herz gewachsen und im Haus schon richtig bekannt geworden. Am Ende der Zielgruppenanalyse stand schließlich unser Zielgruppenmanifest mit den Hauptpunkten Vertrauen, Struktur, Zugang und Interaktion.

 

Erste Umsetzung mit WordPress

Nachdem wir die anfänglichen Fragen geklärt und die Zielgruppenanalyse beendet hatten, ging es gleich – wenn auch noch im Trockenen – mit der Umsetzung los. In einer internen WordPress-Instanz wurde fleißig gebaut, ausprobiert und auf diese Weise langsam ein Konzept für die Seitenstruktur sowie das Layout geschaffen. Dafür haben wir andere Webangebote gesichtet, nach modernen Seitenlayouts gesucht und uns schließlich für eine Kacheloptik entschieden:

Erster Entwurf Startseite E.T.A. Hoffmann-Portal

Erster Entwurf Startseite E.T.A. Hoffmann-Portal

 

Anhand ausgewählter Inhaltsseiten entwickelten wir anschließend ein Konzept für Aufbau und Struktur der Unterseiten:

 

Musiker

Erster Entwurf für die Unterseiten

 

Treffen mit unseren Kooperationspartnern in Bamberg

Neben dem Konzept und der ersten Umsetzung stand im Februar 2016 ein weiterer Termin auf der Agenda. In Bamberg trafen sich die Projektmitarbeiterinnen Christina Schmitz und Indra Heinrich mit Dr. Stefan Knoch und weiteren Mitarbeitern der Staatsbibliothek Bamberg sowie Prof. Dr. Bernhard Schemmel (E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft), um sich über den Projektstand, das weitere Vorgehen und die konkrete Zusammenarbeit auszutauschen. Alle Beteiligten bekräftigten nochmals ihre Kooperationsbereitschaft und freuten sich auf die gemeinsame Arbeit.

 

Bibcast

Im März 2016 war es dann endlich soweit. Das „HoPo“ – wie es intern liebevoll genannt wird – wurde im Rahmen der Bibcast-Reihe im Vorfeld des diesjährigen Bibliothekskongresses in Leipzig erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Davor hieß es aber erst einmal: putzen, aufräumen und schick machen. Schließlich wollten wir etwas Vorzeigbares präsentieren. Mit Hochdruck wurden die Startseite und die Unterseiten optimiert, die Beispiel-Inhaltsseiten mit Leben gefüllt und am Layout geschraubt. Am Ende war die Seite natürlich noch nicht perfekt und hatte immer noch Entwurfscharakter, aber wir konnten allen Interessierten schon einmal einen ersten Eindruck vom HoPo verschaffen. Schauen Sie selbst:

https://bibcast.openbiblio.eu/vom-werden-und-wachsen-eines-personenportals-das-multimediale-e-t-a-hoffmann-portal-an-der-staatsbibliothek-zu-berlin/

Am Ende sehen Sie übrigens auch das Projektteam live und in Farbe.

 

Beitragsakquise, Verträge und vieles mehr

Die vergangenen Wochen standen ganz im Zeichen von Organisation und Kommunikation. Zur inhaltlichen Unterstützung suchen wir Hoffmann-Kennerinnen und Hoffmann-Kenner, die uns in verschiedenen Bereichen durch inhaltliche Beiträge unterstützen. Da wir im Portal nicht nur die Hoffmann-Bestände der beiden Staatsbibliotheken, sondern auch von anderen Institutionen und Personen Materialien von und zu Hoffmann präsentieren möchten, erarbeiten wir momentan einen Vertrag zur Überlassung von Nutzungsrechten für das Portal.

Sie möchten ebenfalls beim E.T.A. Hoffmann Portal dabei sein? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

 

Ausblick

Am 7. Mai 2016 wird Projektleiterin Ursula Jäcker das Hoffmann-Portal auf der E.T.A. Hoffmann-Tagung in Bamberg vorstellen. Daneben stehen noch „Kleinigkeiten“ wie die Umsetzung einer Metasuche und einer digitalen Galerie sowie die Konzeption verschiedener alternativer Bestandspräsentationen auf unserer To-Do-Liste, sodass uns auch in den nächsten Wochen und Monaten nicht langweilig werden wird.

 

Wir werden hier im Blog regelmäßig über den Fortgang des Projektes berichten. Seien Sie gespannt!

Projekt E.T.A. Hoffmann-Portal gestartet

Pünktlich zum 1. Oktober 2015 fiel an der Staatsbibliothek zu Berlin der Startschuss für ein einjähriges Projekt zum Aufbau eines Personenportals zu der romantischen Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann, das neue Wege in der zielgruppenorientierten Sammlungsvermittlung einschlägt.

Das Portal wird einen Zugang zu zahlreichen, teils einzigartigen Werken von und zu Hoffmann bieten. Neben der Präsentation der umfangreichen Hoffmann-Sammlungen der SBB und der Staatsbibliothek Bamberg auf einer eigenständigen Plattform wird das Portal durch unterschiedliche Module und thematische Einstiege verschiedenen Interessensgruppen jeweils individuelle Zugänge bieten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer multimedialen Webseite, mit der die Vielseitigkeit E.T.A. Hoffmanns als Schriftsteller, Musiker, Zeichner und Jurist vermittelt wird. Neue Angebote zur Recherche und Präsentation der sehr heterogenen Hoffmanniana – bestehend aus Briefen, Texten, Zeichnungen, Skizzen, Musikalien, Bildern und juristischen Unterlagen – sollen das Portal zu einem innovativen Beispiel für einen vielfältigen Themeneinstieg für Forschung, Lehre und Bildung machen.

Mit dem Personenportal baut die Staatsbibliothek zu Berlin ihrem E.T.A. Hoffmann-Archiv ein neues Haus. Als virtuelle Einrichtung der SBB ist das Archiv seit dem Jahr 2000 das gemeinsame Eintrittstor zu den unterschiedlichen Materialien über und von Hoffmann, die in verschiedenen Abteilungen der Bibliothek betreut werden. Das Archiv profitiert wesentlich durch den großzügigen Nachlass der Hoffmann-Kennerin Dr. Christa Karoli, die der SBB einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens sowie ihre umfangreiche Hoffmann-Sammlung vermachte – mit der Maßgabe, ein “Archiv E.T.A. Hoffmann” einzurichten. Das neue Portal wird diesem und den wertvollen Beständen der Staatsbibliotheken in Berlin und Bamberg nun ein unverwechselbares Gesicht geben.

Projektleiterin ist Ursula Jäcker, Leiterin des E.T.A. Hoffmann-Archivs und Fachreferentin für Germanistik an der SBB. Über SBB aktuell informieren wir Sie regelmäßig mit Blogbeiträgen über den Fortschritt des Projekts. Informationen über das Archiv und zu den Beständen erhalten Sie bis zum Launch des Portals über die bisherige Webseite des E.T.A. Hoffmann-Archivs und per E-Mail an E.T.A.-Hoffmann-Archiv@sbb.spk-Berlin.de.