Interview mit Steffi Kahra (Informations- und Datenmanagement)

Steffi Kahra arbeitet in der Abteilung IDM (Informations- und Datenmanagement) der Staatsbibliothek. Im Rahmen unserer Ausbildung haben wir schon oft ihren Rat und ihre fachkundige Meinung bei der Gestaltung von eigenen Seiten im SBB-Blog eingeholt.
Sie hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, an einem kurzen Interview mit den FaMI-Auszubildenden teilzunehmen. Lesen Sie hier ihre Antworten auf unsere Fragen.


Auszubildende: Wie kamst du zur SBB?

Steffi Kahra: Ich befand mich in einem festen Arbeitsverhältnis in der freien Wirtschaft. Dieses Arbeitsverhältnis endete leider während bzw. aufgrund meiner Elternzeit. Bei der Suche nach einer neuen Stelle stieß ich auf eine Stellenbeschreibung, die exakt auf mich passte. Sie beschrieb nämlich die drei verschiedenen Tätigkeitsbereiche, die ich ausübe. Normalerweise ist das bei Stellenbeschreibungen nicht so. Da steht dann meist eines meiner Tätigkeitsfelder. In diesem Fall waren es tatsächlich alle drei und ich dachte: „Oh, dass bin ich. Die suchen genau mich.“ Ich habe mich beworben und war dann beim Vorstellungsgespräch. Ich saß sieben Personen gegenüber. Das war für mich ein erstes Mal, in der freien Wirtschaft ist das nicht so üblich. Aber ich habe mich sogar im Angesicht von sieben Personen, die ich vorher noch nicht kannte, total wohlgefühlt, war überhaupt nicht nervös und habe gemerkt: „Ja, passt. Haut hin.“

AB: Und was sind das jetzt für Tätigkeiten, die du jetzt ausübst?

SK: Ich mache Konzeption, also das sogenannte UX Design, ich mache Front End Development, und Mediengestaltung. Ja, die Begrifflichkeiten sind vielfältig.

AB: Wieso hast du dir die SBB als Arbeitsort ausgesucht?

SK: Das fand tatsächlich beim Bewerbungsgespräch statt, dass da bei mir die Entscheidung gefallen ist. Ich war mir vorher nicht sicher, ob der Öffentliche Dienst das Richtige für mich ist.

AB: Also du hast jetzt nicht die SBB gesehen und dachtest genau da will ich hin, sondern es war eher das Stellenangebot und dann hat alles gepasst oder?

SK: Es gab ein großes Plus – nämlich die Tatsache, dass die SBB eine Bibliothek ist. Meine Mama ist Bibliothekarin und deshalb bin ich nicht nur mit Büchern aufgewachsen, sondern habe auch ein enges Verhältnis zu Bibliotheken. Ich hätte aber nie gedacht, dass ich ausgerechnet mal in der IT-Abteilung einer Bibliothek arbeiten würde.

AB: Was gefällt dir bisher am besten an der SBB?

SK: Das Team, also die Menschen, mit denen ich täglich zusammenarbeite. Die Antwort rührt durchaus daher, dass ich seit circa zwei Jahren im Homeoffice arbeite und von der SBB leider sonst nicht viel mitbekomme. Deshalb sind es die Menschen, die ich jeden Tag zwar nur in Videokonferenzen, aber immerhin sehe, und mit denen ich zum Glück auch auf Distanz sehr gut zusammenarbeiten kann.

AB: Was schätzt du denn am meisten an deiner Arbeit?

SK: Die Vielfältigkeit. Es gibt jeden Tag unterschiedlichste Aufgaben, die bewältigt werden wollen. Das kann zwar auch manchmal etwas überwältigend sein. Letztendlich motiviert es mich aber auch, weil es halt immer wieder Herausforderungen sind, denen man sich stellen kann und muss, und die brauche ich.

AB: Wir haben zwar jetzt erfahren, dass du nicht so oft in der SBB bist, aber hast du denn einen Lieblingsort hier im Gebäude?

SK: Im Gebäude Potsdamer Straße?

AB: Ja. Oder in beiden Gebäuden.

SK: Das Gebäude Unter den Linden ist mir leider recht fremd, weil ich da nur ganz selten zu tun habe. In der Potsdamer Straße ist es definitiv die Caféteria. Architektonisch, atmosphärisch und überhaupt. Plus: Kaffee, aber das versteht sich von selbst.

AB: Also die Caféteria im Lesesaal wahrscheinlich?

SK: Ja. Die roten Sofas an der Seite. Ich habe dort auch schon oft gearbeitet. Mal so zwischendurch geht das ganz gut.

AB: Auf was kannst du auf der Arbeit / bei der Arbeit nicht verzichten?

SK: Auf mein Arbeitsgerät. Es befindet sich in meinem Büro und ich habe es seit 2 Jahren kaum gesehen. Ich vermisse es sehr. Es ist ein wunderschöner großer iMac.

AB: Stimmt, den haben wir doch schon einmal gesehen.

SK: Stimmt.

AB: Dem geht es bestimmt gut.

SK: Ich geh davon aus. Und Kaffee.

AB: Hätte ich jetzt auch gedacht.

SK: Eigentlich hätte Kaffee die erste Antwort sein müssen.

AB: Welches war das schönste Kompliment, dass du auf Arbeit erhalten hast?

SK: Ich habe ein großartiges Kompliment für die Gestaltung eines Projektes bekommen. Also für meinen Designstil. Das war ganz außergewöhnlich, denn das passiert sonst eher selten.

AB: Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

SK: Ich habe zuletzt … Tja das ist schwierig, da liegt immer so ein Stapel und ich habe.. Was habe ich denn fertig gelesen?

AB: Es muss nicht fertiggelesen sein. Das verraten wir keinem.

SK: Dann habe ich eins. Es heißt: „Der Mann, der die Welt ordnete“ von Axel S. Meyer. Es ist ein Roman über den Botaniker Carl von Linné. Ich habe das Buch jemandem zu Weihnachten geschenkt, um es danach selbst ausborgen zu können.

AB: Was ist ganz allgemein dein Lieblingsbuch?

SK: Ganz einfach! „Rumo – Die Wunder im Dunkeln“ von Walter Moers. Ich habe es schon unzählige Male gelesen. Ich verschenke es nach wie vor auch sehr gerne an Menschen, die das Buch noch nicht kennen, da ich denke, daß es in keinem Haushalt fehlen sollte.

AB: Und auf welche Frage hattest du zuletzt keine Antwort?

SK: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

AB: Ja, dass ist eine doofe Frage.

SK: Hatte jemals jemand eine gute Antwort auf diese Frage?

AB: Wenn du drei Wünsche frei hättest, welche wären das?

SK: Geld, Gold, ein sorgenfreies Leben.

AB: Das kam wie aus der Pistole geschossen.

SK: Ein Zitat.

AB: Woher?

SK: Von meinem besten Freund.

AB: Okay. Dann danken wir dir herzlich für das nette Gespräch.


Das Interview fand am 28. Februar 2022 im Rahmen des FaMI-Takeovers des ersten und dritten Ausbildungsjahres statt. 

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