• BLOG-NETZWERK FÜR FORSCHUNG UND KULTUR
SBB aktuell
  • FOYER
  • SERVICE
  • IT-INNOVATION
  • WISSEN
  • FEUILLETON
  • Menü Menü

„Mit herzlichen Grüßen, Ihr Wilhelm Furtwängler“

02.02.2017/1 Kommentar/in Feuilleton, Foyer, Musik, Wissen/von Martina Rebmann

Die Musikabteilung konnte jüngst über ein Berliner Antiquariat eine wichtige Ergänzung zum Nachlass des Dirigenten Wilhelm Furtwängler (1886-1954) erwerben: es handelt sich um den wohl vollständigen Briefwechsel Furtwänglers mit dem Verleger Fritz Oeser (1911-1982) vom Brucknerverlag Wiesbaden. Dabei tauschen sich die Briefpartner hauptsächlich über die Revisionen an der 2. Sinfonie in e-Moll (WF 119) sowie am Symphonischen Konzert für Klavier und Orchester (WF 114) von Wilhelm Furtwängler aus, außerdem werden die beiden Sinfonien Nr. 3 in Cis (WF 120) und Nr. 1 in h-Moll (WF 110b) in der Korrespondenz aufgegriffen.

Die Korrespondenz beginnt mit einem Brief Furtwänglers vom 31. Dezember 1950, in dem Furtwängler seine Absicht äußert, von der Universal Edition Wien zum Brucknerverlag wechseln zu wollen. In 148 originalen Textzeugen fächert sich dann die Beziehung des Dirigenten und Komponisten zu seinem Verleger auf, die fast vier Jahre andauerte. 50 Briefe von Wilhelm Furtwängler und einige Telegramme und Kurzbriefe der Sekretärin Henriette Speiser an Oeser sind überliefert sowie 60 Original-Briefdurchschriften von Oeser an Furtwängler. Dabei entsteht das Bild einer fruchtbaren Arbeitsbeziehung, die den Komponisten Furtwängler ins Zentrum rückt: Sichtbar wird, wie viel Arbeitskraft Wilhelm Furtwängler in die Komposition und Revision seiner Werke vor dem Druck steckte, aber auch welche Bedeutung die Aufführung seiner eigenen Werke für ihn hatte. „Ich werde im Laufe des nächsten Jahres sehr wenig dirigieren, habe aber die Absicht, in der zweiten Hälfte der Saison mehrere Aufführungen meiner eigenen Sachen zu veranstalten“, schrieb Furtwängler im Februar 1951. Einer der letzten Sätze an Oeser zeugt von der schweren Erkrankung des Dirigenten, Mitte November 1954 schrieb er aus Clarens: „Leider laboriere ich augenblicklich an einer Bronchitis, die mich seit einigen Tagen sogar ins Bett fesselt.“ Er sollte sich von dieser Krankheit nicht mehr erholen und verstarb Ende des Monats.

[Beitrag veröffentlicht von Jessica Ermes]

Schlagworte: Briefe, Fritz Oeser, Musik, Nachlass, Neuerwerbung, Wilhelm Furtwängler
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Auf WhatsApp teilen
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/Wilhelm-Furtwängler-Dezember-1950-1954-Signatur-55-Nachl-109.jpg 2991 3244 Martina Rebmann https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/stabi-logo-kante.png Martina Rebmann2017-02-02 14:20:552026-06-24 10:01:09„Mit herzlichen Grüßen, Ihr Wilhelm Furtwängler“
Das könnte Sie auch interessieren
Nachlass Alexander von Humboldts digital + erschlossen für jeden zugänglich Abschlusskonferenz mit Science-Slam
RILM Music Encyclopedias (RME) : The World’s Writing on a World of Music
Fig. 1. Humboldt’s “Naturgemälde der Anden” (1807). It was originally published in 1805 as the “Tableau physique des Andes et pays voisins” with the "Essai sur la géographie des plantes". Source: Wikimedia. Vertical Thinking in the Time of Humboldt
Besucher im Sommer und Reisen um die Welt
Der Paukenschlag zum Kirchentag – Wiederaufnahme der Ausstellung Bibel – Thesen – Propaganda
Einband von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Concerto in D moll pour le Piano Forte, Nr. 13. Avec Accompagnement de deux Violons, deux Violes, Flute…(KV 466). Partiturabschrift von Otto Hatwig (1766-1834) aus dem Jahr 1831. Bibliothekssignatur: Mus.ms. 15483/1. Staatsbibliothek zu Berlin - PK. Lizenz: CC-BY-NC-SA Buchpatenschaft für den Monat Juni 2018
Buchpatenschaft für Oktober 2025
Titelblatt von: Bach, Johann Sebastian (1685-1750): Sammelhandschrift mit Choralbearbeitungen (BWV 672-675, 677 u. 679) und Duetten (BWV 802-805) aus der Klavierübung 3. Teil. Abschrift von Gottfried Heinrich Moering (1747-1825). Bibliothekssignatur: Mus.ms. Bach P 566. Staatsbibliothek zu Berlin - PK. Lizenz: CC-BY-NC-SA Buchpatenschaft für den Monat April
1 Antwort
  1. Arkadi Junold sagte:
    20.02.2017 um 18:51

    Eine schöne Erweiterung der Bestände dieser eh schon unerschöpflichen Abteilung.

    Antworten

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Search Search

Kommentare:

  • Ronja Strempek bei Reden über Rodrian
  • Birgit Jochens bei Reden über Rodrian
  • Thomas Parschik bei Ein Bruchpilot im Brunnenhof
  • Diana Johanns bei Reden über Rodrian
  • Tobias Bank bei Reden über Rodrian

Schlagwörter

Ausbildung Ausleihe Ausstellung Benutzung Benutzungseinschränkung Bilderbuch Buchpatenschaft CrossAsia Datenbank digitale Lektüretipps Digitalisierung E.T.A. Hoffmann Fachinformation Freunde der Staatsbibliothek Geschichte Hinweis Import Jugendbuch Kinderbuch Kulturelles Erbe Lesesaal Martin Luther Materialität Musik Osteuropa podcaststudio Promovierende Provenienzforschung Recherche Recht Rechtsforschung Rechtswissenschaften Reformation Restaurierung sbb online offen Service Servicezeiten Slawistik Stipendienprogramm Werkstattgespräch Wissenswerkstatt Workshop Zeitschriftendatenbank Zeitungen Öffnungszeiten

Unsere Blogs

  • E. T. A. HOFFMANN PORTAL
  • FEUILLETON
  • FOYER
  • FREUNDE DER BIBLIOTHEK
  • HISTORISCHE DRUCKE
  • INKUNABELN
  • IT-INNOVATION
  • KARTEN
  • MUSIK
  • ORIENT
  • PODCAST
  • PRESSE
  • SERVICE
  • TERMINE
  • WISSEN

Suche über alle Beiträge:

Search Search

Folgen Sie uns auf Instagram

Folgen Sie uns auf Bluesky

Folgen Sie uns auf Mastodon

Besuchen Sie uns auf Youtube

ARCHIV ALLER BLOGBEITRÄGE

Zum Kalender
© Copyright - Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
  • RSS-Feeds abonnieren
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Barriere melden
Link to: Werkstattgespräch zu Sigmund Freud mit Prof. Dr. Peter-André Alt am 14.2. Link to: Werkstattgespräch zu Sigmund Freud mit Prof. Dr. Peter-André Alt am 14.2. Werkstattgespräch zu Sigmund Freud mit Prof. Dr. Peter-André Alt am 14.2.Prof. Dr. Peter-André Alt | © Bernd WannenmacherK:\IID\IID_2_Wissenschaftliche_Dienste\01_uebergreifendeAufgaben\Wissenswerkstatt\Werkstattgespraeche\2017\WG Freud Hr. Alt 14.2\AW IHRE ANFRAGE WG Veranstaltung Prof. Alt Staatsbibliothek 14.2..msg Link to: Nur in Berlin: Die einzige Luther-Ausstellung mit allen drei Thesen-Drucken von 1517 Link to: Nur in Berlin: Die einzige Luther-Ausstellung mit allen drei Thesen-Drucken von 1517 Nur in Berlin: Die einzige Luther-Ausstellung mit allen drei Thesen-Drucken...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen