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Digitale Lektüretipps

Digitale Lektüretipps 28: Von COVID bis Ovid – Open Data für Forschung & Kultur

Ein Beitrag aus unserer Reihe Sie fehlen uns – wir emp-fehlen Ihnen: Digitale Lektüretipps aus den Fachreferaten der SBB

Vor wenigen Tagen ging die European COVID-19 Data Platform online – eine Initiative der Europäischen Kommission mit dem Ziel, die Bekämpfung des neuartigen Virus durch den freien weltweiten Austausch von wissenschaftlichen Studien und Forschungsdaten zu beschleunigen.

Doch nicht nur für die Lebens-, Natur- und ‘Laborwissenschaften’ bezeichnet das Doppelprinzip der Offenlegung und Nachnutzbarmachung von Forschungsdaten ein wichtiges Zukunftsthema, wie etwa die aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen so zahlreich angemeldeten Projektkonsortien im Rahmen der entstehenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) belegen.

Und auch für die Staatsbibliothek zu Berlin, die als Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Übrigen als (Co-)Applicant am NFDI4Culture-Konsortium beteiligt ist, markiert Open Data ein strategisches Handlungsfeld, das sie nicht zuletzt im Kontext der Berliner Open Access-Strategie adressiert.

Vor diesem Hintergrund möchte Sie unsere heutige – ausnahmsweise naturwissenschaftlich nüchtern gehaltene – Leseempfehlung dazu einladen, das unten abgebildete Poster mit Lupe oder Mikroskop bzw. hier im Vollformat zu studieren. Entlang von fünf Themenbereichen erhalten Sie so einen Überblick über die Aktivitäten der Staatsbibliothek zu Berlin auf den verschiedenen Gebieten von Open Data und Open Science – jeweils unter Hinweis auf ausgewählte Infrastrukturangebote und Projektvorhaben.

Sollten Sie noch mehr über Forschungsdaten – schließlich das neue Öl – bzw. den Strukturwandel der Wissenschaftskommunikation im Allgemeinen lesen wollen (um den titelgebenden Autor der ‘Metamorphosen’ zumindest anspielungsweise zu erwähnen), so werden Sie hier fündig:

_ http://www.forschungsdaten.org/

_ https://www.forschungsdaten.info/

_ https://bausteine-fdm.de/

_ https://os.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/

 

 

Offen für Forschung & Kultur – Unser Beitrag zur diesjährigen Open Access Week

Seit ihrer Gründung im Jahr 1661 ist die Staatsbibliothek zu Berlin für die Öffentlichkeit zugänglich. In dieser Tradition sowie im Bewusstsein ihrer besonderen historischen Verantwortung bekennt sie sich zu ihrer Verpflichtung, wissenschaftliches Wissen der Gesellschaft transparent und gleichberechtigt zur Verfügung zu stellen. Als Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beteiligt sich die Staatsbibliothek zu Berlin am Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur und zählt seit 2013 zum Kreis der Unterzeichneten der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Deren Ziel ist es, die Open Access-Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems zu befördern, um damit die ungehinderte Erreichbarkeit und freie Nachnutzung von wissenschaftlichen Wissensbeständen einschließlich der diesen zugrundeliegenden Forschungsdaten zu gewährleisten.

In ihrer Doppelfunktion als wissenschaftliche Universalbibliothek und außeruniversitäre Forschungseinrichtung ist der Staatsbibliothek zu Berlin die Wahrung der Integrität und Nachvollziehbarkeit von Forschungserträgen ein wichtiges Anliegen, das sie insbesondere mit Maßnahmen zur Freistellung eigener Datenbestände betreibt. Im Kontext der Berliner Open Access-Strategie unterstützt die Staatsbibliothek zu Berlin den Strukturwandel der Wissenschaftskommunikation unter dem Leitbild der Open Science vor allem mit Aktivitäten auf den folgenden Feldern:

 

_Digitalisierung und Zugänglichmachung von Kulturdaten

_Nachnutzbarmachung selbstgenerierter Forschungsdaten

_Multimodales Open Access-Publizieren

_Information und Beratung zu Open Science

_Forschung zu Digital Humanities und Data Curation

 

Anlässlich der diesjährigen internationalen Open Access Week möchten wir Ihnen unseren Beitrag zur Öffnung des Zugangs zu Kulturdaten und wissenschaftlichem Wissen anhand ausgewählter Projektvorhaben und Infrastrukturangebote – darunter unser frisch eingerichtetes experimentelles SBB-Lab – gerne etwas näher vorstellen. Daher würden wir uns sehr freuen, Sie vor unserem Übersichtsposter begrüßen zu dürfen, das wir am kommenden Montag, 21. Oktober 2019, im Rahmen einer von digiS und dem Berliner Open Access Büro organisierten regionalen Netzwerkveranstaltung präsentieren werden.

Sollten Sie noch ausführlicher über Open Access und Open Data erfahren wollen, so seien Sie herzlich eingeladen, zwei Wochen später an unserer modularen Publikationsberatung (nicht nur) für Promovierende teilzunehmen – dann allerdings bereits im Kontext der Berlin Science Week. Denn wir feiern die Festwochen, wie sie fallen…