Alle (vier) Jahre wieder…

Es ist soweit: Morgen beginnt in Frankreich die Fußball-Europameisterschaft. Anlässlich des sportlichen Großereignisses stellt Ihnen hier der SBB-Referent für Sport und Spiele seine subjektiv gefärbte TOP 11 aus verschiedenen Bereichen vor. Vorläufer dieser Liste finden sich in Form von Themen-Dossiers auch zu vergangenen Sportereignissen wie der WM 2014 oder Olympia 2012.

Die erste Elf: Neue Bücher zum Fußball in der SBB

  1. Cleland, Jamie (2015):
    A sociology of football in a global context.
    New York: Routledge
  2. Honigstein, Raphael (2015):
    Das reboot: how German football reinvented itself and conquered the world.
    London: Yellow Jersey Press
  3. Peiffer, Lorenz/Wahlig, Henry (2015):
    Jüdische Fußballvereine im nationalsozialistischen Deutschland : eine Spurensuche.
    Göttingen : Verlag Die Werkstatt
  4. Pyta, Wolfram/Havemann, Nils (2015):
    European football and collective memory.
    Basingstoke: Palgrave Macmillan
  5. Skrentny, Werner (2015):
    Es war einmal ein Stadion: verschwundene Kultstätten des Fußballs.
    Göttingen: Verlag Die Werkstatt
  6. Wolter, Christian (2015):
    Arbeiterfußball in Berlin und Brandenburg: 1910-1933.
    Hildesheim: Arete-Verlag
  7. Escher, Tobias (2016):
    Vom Libero zur Doppelsechs: eine Taktikgeschichte des deutschen Fußballs.
    Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
  8. Schwarz, Jürgen/Mueller, Frank (2015):
    Freigespielt: DDR-Fußballer auf der Flucht.
    Dresden: Saxo-Phon
  9. Luy, Udo (2015):
    Fußball in Ostpreußen, Danzig und Westpreußen 1900-1914.
    Kleinrinderfeld: Selbstverlag des Verfassers
  10. Herzog, Markwart/Brändle, Fabian (Hrsg.) (2015):
    Europäischer Fußball im Zweiten Weltkrieg.
    Stuttgart: Kohlhammer
  11. Kistner, Thomas (2015):
    Schuss: die geheime Dopinggeschichte des Fußballs.
    München: Droemer

Wenngleich „Sport und Spiele“ ein Randgebiet in der Sammlung der SBB darstellt, wird versucht, Grundlagenliteratur, die die historische, philosophische und gesellschaftliche Dimension von Sport und Spielen umfasst, angemessen zu erwerben. Im StaBiKat finden Sie weitere Literatur zum Thema.
Für eine tiefergehende Recherche nach wissenschaftlicher Literatur empfiehlt sich die Recherche in den Webangeboten der Bibliothek der Deutschen Sporthochschule in Köln und in SURF, dem Rechercheportal des Bundesinstituts für Sportwissenschaft.

Die zweite Elf: Aktuelle und zeitlose Bücher, die zu lesen sich lohnt

Einen Teil der im Folgenden gelisteten Titel finden Sie im Bestand der SBB. Populärwissenschaftliche Werke werden in der Regel nicht durch die SBB angeschafft. Sie sind im Normalfall über Öffentliche Bibliotheken am Ort zur Ausleihe erhältlich.

  1. Kistner, Thomas (2014):
    FIFA-Mafia: die schmutzigen Geschäfte mit dem Weltfußball.
    München: Knaur
  2. Toussaint, Jean-Philippe (2016):
    Fussball.
    Frankfurt am Main: Frankfurter Verlagsanstalt
  3. Gebauer, Gunter (2016):
    Das Leben in 90 Minuten: Eine Philosophie des Fußballs.
    München: Pantheon
  4. Biermann, Christoph (2010):
    Die Fußball-Matrix: auf der Suche nach dem perfekten Spiel.
    Köln: Kiepenheuer und Witsch
  5. Theweleit, Klaus (2004):
    Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell.
    Köln: Kiepenheuer und Witsch
  6. Marías, Javier (2002):
    Alle unsere frühen Schlachten.
    Stuttgart: Klett-Cotta
  7. Wilson, Jonathan (2011):
    Revolutionen auf dem Rasen: eine Geschichte der Fußballtaktik.
    Göttingen: Verlag Die Werkstatt
  8. Tolan, Metin (2010):
    So werden wir Weltmeister: die Physik des Fußballspiels.
    München: Piper
  9. Biermann, Christoph (2002):
    Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann: Wie moderner Fußball funktioniert.
    Köln: Kiepenheuer und Witsch
  10. Anderson, Chris/Sally, David (2014):
    Die Wahrheit liegt auf dem Platz : warum (fast) alles, was wir über Fußball wissen, falsch ist.
    Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
  11. Zeyringer, Klaus (2014):
    Fußball: eine Kulturgeschichte.
    Frankfurt am Main: Fischer

Die Fans: Profunde Webseiten und Twitter-Accounts

  1. Wissenschaft:
    Deutsche Sporthochschule Köln: Themenpaket Fußball-EM mit Beiträgen und Interviews mit Wissenschaftler*innen der DSHS.
  2. Staat:
    Deutsche Vertretungen in Frankreich: UEFA Euro 2016 mit Infos und Kontaktdaten für Fans, Hinweise auf Ausstellungen und Veranstaltungen rund um den Fußball sowie den Beiträgen der kicker-Kolumne des deutschen Botschafters.
  3. Medien:
    11Freunde: EM Vorbereitung. Das Magazin für Fußballkultur legt wieder los.
  4. Museumsarbeit:
    ANSTOSS – Das Magazin des Deutschen Fußballmuseums: Die EM im Blick. Ausgabe Nr. 1, Mai 2016
  5. Taktikverständnis:
    Spielverlagerung.de: EM-Vorschau.
  6. Kulturarbeit:
    Deutsche Akademie für Fußballkultur: Fußball Euro Frankreich mit Meldungen und Veranstaltungstipps.
  7. Qualitätspresse:
    The Guardian: Euro 2016, aktuelle Meldungen mit Tiefgang
  8. Fans:
    Football Supporters Europe: das basisorientierte Netzwerk von Fußballfans in Europa
  9. @Collinas Erben: Regelauslegungen auf den Punkt gebracht
  10. @Rasenfunk: Podcasts über Fußball
  11. @Transfermarkt: Zahlen, Daten, Fakten zum Fußball

Nachspielzeit:

Kritik an den Entwicklungen des Sports wie Kommerzialisierung, Ausbeutung, Doping oder Korruption ist allgegenwärtig. In dem neuen Dokumentarfilm „Dirty Games“ wird hinter die Kulissen geschaut und die schmutzige Seite des Sports ins Visier genommen.

Wem auch immer Sie die Daumen drücken mögen, ob Equipe Tricolore, Squadra Azzurra, le Mannschaft, Three Lions, Diables Rouges oder einer anderen der insgesamt 24 Mannschaften, wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame, faire und friedliche Europameisterschaft!

Microservices, Dokumentenmanagement

In diesem Beitrag unserer Blogserie zum Thema Microservices möchte ich die Vorteile dieses Architekturstiles an einem konkreten Beispiel einer Bibliotheksanwendung aufzeigen. Die hier erläuterten Erfahrungen haben wir in unserem Microservices Projekt im Bereich der Nachweissysteme machen dürfen und möchten diese gerne weiter geben.

Im Laufe unserer Arbeit für die Staatsbibliothek sind durch die Fachabteilungen für unterschiedlichste Anwendungen sehr häufig ähnliche oder gar identische Anforderungen genannt worden. Eine sehr oft formulierte Anforderung war das Management von XML-Dateien. Diese sollten in der Regel abgelegt, verändert, validiert, transformiert oder indiziert werden. Zielstellung dieses Verarbeitungsprozess war in der Regel die Präsentation der im XML enthaltenden Daten im Web.

Die klassische Herangehensweise bereits umgesetzter Projekte war hierbei die Evaluierung und Auswahl eines geeigneten Dokumentenmanagementsystems (DMS) und die Umsetzung der fachlichen Anforderungen innerhalb des DMS. Dabei wurden die im Bibliothekswesen sehr verbreiteten Systeme Mycore, Fedora, DSpace oder aber auch XML Datenbanken verwendet. Diese Systeme bieten in der Regel eine maschinelle Schnittstelle um die XML Dateien zu importieren, exportieren und zu manipulieren. Je nach DMS bietet dieses weitere Funktionen, wie zum Beispiel:

 

  • Generierung eines Indexes zur Suche,
  • Generierung einer Webpräsentation,
  • OAI-Schnittstelle,
  • Aufnahme von Metadaten,
  • Rechtemanagement,
  • Clusterbetrieb,
  • Massenverarbeitung

 

Dabei werden die DMS Funktionalitäten entweder direkt durch eine Webpräsentation oder aber durch eine selbst entwickelte Clientanwendung benutzt. Was aber ist nun problematisch oder beziehungsweise waren die negativen Erfahrungen mit solch einem Aufbau?

DMS Zugriff ohne Fassade

DMS Zugriff ohne Fassade

Ein problematischer Punkt war in der Regel ein Versionswechsel des DMS. Am Beispiel der Weiterentwicklung von der Fedora Version 3 zu der Fedora Version 4 ist die Schnittstelle des Fedora 4 Systems nicht kompatibel mit der des Altsystems. Diese fehlende Abwärtskompatibilität verursacht einen hohen Entwicklungsaufwand, sobald die Clientanwendung oder die Webpräsentation, basierend auf Fedora 3, auf ein Fedora 4 System migriert werden soll. Diese Aufwände sind technisch notwendig, bringen dem Anwender aber keine neue Funktionalität. Diese Tatsache macht die Rechtfertigung des entstehenden Aufwandes sehr schwer. Was wiederum dazu führen kann, dass die Gesamtanwendung nicht zeitnah weiterentwickelt werden kann.

Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass die gesamte Fachlogik sehr häufig ebenfalls mit den Möglichkeiten der Dokumentenmanagementsysteme oder deren technischen Funktionen umgesetzt worden sind. Dies bedeutet, dass zum Beispiel die Art und Weise des Nachweises, die fachliche Objekte und die Workflows dort implementiert worden sind. Nicht nur bei einer inkompatiblen Migration, sondern auch bei einem Wechsel der DMS-Software müssen die fachlichen Objekte und Workflows neu entwickelt werden. Ebenfalls aufführen möchte ich hier die fehlende Nachnutzbarkeit. Werden durch eine andere Fachabteilung ähnliche Anforderungen in einem anderen Projekt geäußert, können die bereits entwickelten Funktionen nicht noch einmal verwendet werden. Dies basiert in der Regel auf der sehr engen Integration von Clientanwendung oder Webpräsentation und DMS. Auch im Betrieb solcher Systeme haben sich problematische Punkte aufgezeigt. Ein Ausfall des DMS hat direkt einen kompletten bzw. teilweisen Ausfall der Webpräsentation zur Folge. Eine Veränderung der Konfiguration der DMS-Komponente hat ebenfalls direkte Auswirkungen auf die Webpräsentation. Wartungsarbeiten am DMS bedeuten in der Regel einen Ausfall der Webpräsentation.

 

Aber wie kann nun die Microservice-Architektur in den aufgeführten Punkten eine mögliche Lösung darstellen?

 

Um mögliche Inkompatibilitäten zwischen Versionen eines Dokumentenmanagementsystems oder gar einen Wechsel eines Produktes zu ermöglichen, muss die Clientanwendung oder Webpräsentation von der Dokumentenmanagementsoftware entkoppelt werden. Im Bereich der Softwarearchitektur gibt es dafür eine Lösung, die als Fassade bezeichnet wird. Diese wird zwischen der Clientanwendung und dem DMS aufgebaut. Vorteil dieser Fassade ist es, dass diese jegliche Änderungen der DMS Komponente für die Clientanwendung unsichtbar werden lässt. So muss die Clientanwendung nicht mit jeder Änderung des DMS Systems angepasst werden und kann ausschließlich die fachlichen Objekte und Workflows umsetzen.Was aber hat diese Vorgehensweise mit der Microservice-Architektur zu tun? Bis zu diesem Punkt der Erläuterung, nichts. Setzt man nun aber diese Fassade als Microservice um, gewinnt man auf Seiten der Clientanwendung weitere Vorteile.

 

  • Als Microservice kann die Fassade sehr einfach skaliert und somit vielen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden.
  • Als Microservice ist ein Zugriff auf das DMS gegen Netzwerklatenzen gesichert. Für die Zugriffe werden Metriken generiert. Diese können bewertet und ins Monitoring eingebunden werden.
  • Als Microservice kann die Fassade unabhängig von den Clientanwendungen weiterentwickelt werden. Während die Fachlichkeit von einem Entwicklerteam entwickelt wird, kann die Integration eines neuen DMS von einem anderen Team gleichzeitig entwickelt werden. So konnten wir im Laufe unseres Projektes drei unterschiedliche Ablagesysteme in der Fassade integrieren, ohne die Clientanwendung anpassen zu müssen.
  • Als Microservice bietet die Fassade eine hohe Nachnutzbarkeit integrierter DMS. Aufgrund der Vereinheitlichung der Schnittstelle können die unterschiedlichsten Clientanwendungen die Ablagesysteme und deren Funktionen nutzen.
  • Als Microservice kann eine Migration bzw. ein Wechsel des DMS ohne Aufwand im Bereich der Clientanwendung durchgeführt werden.
  • Als Microservice können alle Clientanwendungen von der Weiterentwicklung der Fassade profitieren. Wird ein neues DMS integriert, entsteht der Entwicklungsaufwand nur einmal. Dies bedeutet für alle anderen Clientanwendungen eine deutlich kürze Entwicklungszeit.
DMS Zugriff mit Microservice

DMS Zugriff mit Microservice

 

All diese positiven Auswirkungen dieser Architektur haben natürlich auch ihre Herausforderungen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass, sobald das DMS eine REST- Schnittstelle zur Steuerung bietet, der Aufwand der Integration sehr gering ist. Bietet das DMS hingegen keine REST-Schnittstelle so steigt der Integrationsaufwand. Eine weitere  Herausforderung bei dieser Vorgehensweise ist die Schaffung und Weiterentwicklung der einheitlichen Schnittstelle der DMS-Fassade. Diese muss die unterschiedlichen Adressierungen und Steuerungsmöglichkeiten aller DMS zu einem Standard-API zusammenführen. Um alle Möglichkeiten der Microservice-Architektur nutzen zu können, müssen die bereits vorgestellten „Platform Services“ aufgebaut und betrieben werden. Dies vereinfacht zwar den Betrieb, bedeutet initial aber einen Mehraufwand.

 

Fazit

In Anbetracht der aufgezeigten Vorteile fällt mein Feedback zur Microservice-Architektur im Ergebnis positiv aus. Mit sorgfältiger Planung lassen sich die Herausforderungen dieser Architektur meistern. Der initiale Mehraufwand ist meiner Meinung nach mit dem geringeren Aufwand im Dauerbetrieb zu rechtfertigen. Allerdings fehlen zum heutigen Zeitpunkt  noch die Langzeiterfahrung im produktiven Betrieb einer Microservice-Architektur. Aus diesem Grund  würde ich mich sehr über einen Erfahrungsaustausch zum Thema Microservices im Produktionsbetrieb oder ein Feedback zu diesem Beitrag freuen.

Neuerwerbung arabisch-persischer Handschrift

Für unsere Sammlung orientalischer Handschriften konnte auf einer Auktion in Deutschland ein kostbares Gebetbuch erworben werden. Es handelt sich um das Werk „Dalāʾil al-ḫairāt“ (etwa: Leitfaden zum gottgefälligen Handeln) des marokkanischen Mystikers Muḥammad al-Ǧazūlī (gest. 1465). Die Handschrift stammt aus Afghanistan und ist im 19. Jahrhundert kopiert und illuminiert worden. Das in weiten Teilen der islamischen Welt äußerst populäre Buch enthält Gebete, die dem Propheten Muhammad gewidmet sind und die mit dem Koran rezitiert werden können. Unzählige Abschriften wurden im Laufe der Jahrhunderte von diesem Werk angefertigt, das nicht nur in der arabischen Welt, sondern auch im türkischen und persischen Kulturraum sowie in Südostasien Verbreitung fand. Gab es in einem Haushalt neben dem Koran noch weitere Bücher, so gehörte ein „Dalāʾil al-Ḫairat“ sehr wahrscheinlich dazu. Das Buch erfüllte nämlich häufig auch die Funktion eines Talismans und wurde deshalb nicht nur zur erbaulichen Lektüre genutzt, sondern auch zur Abwehr von Ungemach.

Viele dieser Handschriften sind, wenn der Auftraggeber es sich leisten konnte, reichhaltig illuminiert und mit Abbildungen der Heiligen Stätten in Medina und Mekka versehen. Die Entwicklung der Ikonographie über die Jahrhunderte ist ein sehr interessantes Thema, das zunehmend in den Blick der Forschung gelangt. Die Staatsbibliothek weist in ihrer Datenbank „Orient-Digital“ 39 Dalāʾil al-ḫairāt-Handschriften nach, die, sofern sie Miniaturen enthalten, alle digitalisiert sind.

Das Besondere an der jüngst erworbenen Handschrift (Signatur: Hs. or. 14665) ist, dass sie eine persische Interlinearübersetzung und einen persisch-sprachigen Randkommentar aufweist. Diese Merkmale sind bei Abschriften des Werkes äußerst selten anzutreffen. Die Handschrift ist reichhaltig illuminiert und in einen mit floralen Ornamenten verzierten Lackeinband gebunden. Der Text ist durchgehend auf Goldgrund geschrieben und von Bordüren umfasst, selbst der Randkommentar ist von goldenen Bändern durchzogen. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Handschrift für eine sehr wohlhabende Person angefertigt wurde.

Geöffnete Handschrift mit arabischem Text, persischer Interlinearübersetzung und Kommentar

Geöffnete Handschrift mit arabischem Text, persischer Interlinearübersetzung und Kommentar

Lackeinband der Handschrift Hs. or. 14665

Lackeinband der Handschrift Hs. or. 14665

Vortrag von Margot Käßmann am 7. 6.

REFORMATIONSJUBILÄUM 2017 – WAS GIBT ES DA ZU FEIERN ?

Dienstag, dem 7. Juni 2016
18 Uhr

Begrüßung
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

André Schmitz
Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Vortrag
Reformationsjubiläum – was gibt es da zu feiern?
Margot Käßmann

Kleiner Empfang

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten: freunde@sbb.spk-Berlin.de
Staatsbibliothek zu Berlin
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Zum 500. Mal jährt sich am 31. Oktober 2017 Martin Luthers Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche – der Ausgangspunkt für das große Reformationsjubiläum, das sich fröhlich, kritisch und gestaltend mit dem eigenen Erbe auseinandersetzen will. Es gibt viele gute Gründe, warum die Reformation als eine breite Bewegung des Aufbruchs in ihrer Zeit es wert ist, genauer reflektiert, auf ihre Bedeutung für uns heute befragt und damit auch gefeiert zu werden.

Ein Aspekt ist z. B. das Thema Bildung: Voraussetzung für einen mündigen Glauben war für Luther die Fähigkeit und die Möglichkeit die Bibel lesen zu können.

Demzufolge bedurfte es zwingend einer deutschen Bibelübersetzung und Schulen für alle, für Jungen und Mädchen – keine Selbstverständlichkeit in seiner Zeit. Bildungsgerechtigkeit und Bildungsteilhabe sind Grundüberzeugungen der Reformation, deren Realisierung bis heute eine Herausforderung für uns darstellt.

Luthers Freiheitsbegriff ist weiterentwickelt worden aus der reformatorischen Überzeugung heraus, dass Glaube und Vernunft beieinander bleiben können. Die »Freiheit eines Christenmenschen« darf jedoch nicht nur für unsere Gesellschaft, unser Land gelten, sondern verlangt auch, das Wort für diejenigen zu ergreifen, denen diese Freiheit nicht zuteil wird. Weitere gute Gründe, das Reformationsjubiläum nachdenklich, mutig und sprachfähig im Glauben zu feiern, wird Margot Käßmann in ihrem Vortrag aufzeigen.

Michael Ende – Zeitgeist und Phantasie. Werkstattgespräch am 16.6.

Wissenswerkstatt
Michael Ende. Zeitgeist und Phantasie
Werkstattgespräch mit Birgit Dankert (Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerin)
Donnerstag, 16. Juni
18 Uhr
Simón-Bolívar-Saal, Haus Potsdamer Straße
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

Michael Ende (1929-1995) gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Seine Werke haben weltweit Leser aller Altersgruppen begeistert, sie wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Die liebenswerten Helden seiner Romane – Jim Knopf, Momo, Bastian Balthasar Bux – sind Jahrzehnte nach der Erstveröffentlichung der Texte noch immer sehr populär. Doch wie lebte Michael Ende mit dem Weltruhm und mit der Tatsache, ausschließlich als Kinderbuchautor wahrgenommen zu werden?

Mit der Biographie „Michael Ende: Gefangen in Phantásien“ hat Birgit Dankert in diesem Jahr ein Buch veröffentlicht, das zum ersten Mal Michael Endes Leben und Gesamtwerk schildert  und in einen Zusammenhang stellt. Die Autorin hat dazu Archive ausgewertet, zahlreiche Zeitzeugen befragt und unveröffentlichte Texte aufgenommen. In ihrem einfühlsamen Porträt beschreibt sie Michael Endes Lebensweg von der Kindheit im Dritten Reich bis zu seinem Durchbruch als Schriftsteller und geht dabei auch auf private Krisen und schmerzhafte Enttäuschungen ein.

Die Referentin des Abends war Professorin für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Fachhochschule Hamburg und Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur e. V., des Vereins der Bibliothekare an Öffentlichen Bibliotheken sowie Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände. Sie ist freie Mitarbeiterin bei der ZEIT (Kinder- und Jugendliteratur) und Trägerin der Karl-Preusker-Medaille.

Eine kleine Ausstellung ausgewählter Bücher ergänzt den Vortrag.

Alle Termine der Wissenswerkstatt

Nun sind wir komplett! – Das Projektteam E.T.A. Hoffmann Portal stellt sich vor

Wir arbeiten zwar schon seit dem 1. Oktober 2015 mit viel Herzblut an der Entwicklung unseres E.T.A. Hoffmann Portals – zunächst zu zweit und seit Januar 2016 zu dritt, aber erst seit wenigen Tagen sind wir komplett: am 17. Mai 2016 trat unsere Entwicklerin ihren „Hoffmann-Dienst“ an. Diese Gelegenheit möchten wir zum Anlass nehmen, uns Ihnen persönlich vorzustellen.

 

Ursula Jäcker

Projektleitung und -koordination, Bereich „Unterrichten“

Ursula Jäcker ist Fachreferentin für Germanistik (seit 2004) und Leiterin des E.T.A. Hoffmann-Archivs der Staatsbibliothek zu Berlin (seit 2009). Sie studierte Germanistik (M.A.), evangelische Theologie und Buchwissenschaft in Frankfurt a.M. und Mainz. Nach ihrem Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel war sie Mitarbeiterin am Projekt „Erschließung Historischer Buchbestände“ in Südtirol, bevor es sie an die Staatsbibliothek zu Berlin verschlug.

Als Leiterin des E.T.A. Hoffmann-Archivs beschäftigt sich Ursula Jäcker natürlich schon lange mit der herausragenden Künstlerpersönlichkeit Hoffmann. Besonders faszinierend findet sie die Illustrationsgeschichte – die Werke keines anderen Autors wurden so häufig illustriert (über Zeiten und Ländergrenzen hinweg) wie die Werke E.T.A. Hoffmanns. In regelmäßig stattfindenden Workshops für Schülerinnen und Schüler vermittelt sie seit vielen Jahren die Charakteristika und Besonderheiten der künstlerischen Auseinandersetzung mit E.T.A. Hoffmann.

Im Projekt sorgt sie dafür, dass alles nach Plan läuft und innerhalb der Staatsbibliothek und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgestimmt ist – denn neben dem Projektteam sind an verschiedenen Schnittstellen weitere Kolleginnen und Kollegen am Gelingen des Projekts beteiligt. Außerdem verantwortet Ursula Jäcker den inhaltlichen Portalbereich „Unterrichten“, in dem u.a. fertige Lehreinheiten und Unterrichtsmaterialien präsentiert werden.

 

Indra Heinrich

Metasuche, Portalstruktur, Bereich „Leben und Werk“

Indra Heinrich ist Fachreferentin für Kunst sowie für Theater, Tanz und Film (seit 2015) und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt E.T.A. Hoffmann Portal. In ihrem Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (M.A.) und der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit Reiseberichten ausländischer SchriftstellerInnen, Emotionen in der Literatur und zeitgenössischen Dramaturgiekonzepten im Theater. Sowohl im Studium als auch im Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst, das sie an der SBB sowie an der Bayerischen Bibliotheksakademie in München absolvierte, beschäftigte sie sich bereits mit E.T.A. Hoffmann.

Im Projekt kümmert sie sich um eine nutzerfreundliche Portalstruktur und ein visuell anregendes Designkonzept, dafür hat sie sich schon intensiv ins WordPress-Backend eingefuchst und steht im engen Kontakt mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der IT-Abteilung. Zudem konzipiert Indra Heinrich eine Metasuche für das Portal, mit der Werke von und zu Hoffmann institutionenübergreifend recherchiert werden können. Inhaltlich tobt sie sich im Bereich „Leben und Werk“ aus, für den sie u.a. Fachbeiträge zu Hoffmanns Tätigkeiten als Musiker, Zeichner, Jurist und Literat akquiriert und Informationen zu seiner Biographie anschaulich aufbereitet.

 

Christina Schmitz

Digitale Sammlung und Bildmaterial, Öffentlichkeitsarbeit, Bereich „Erforschen“

Christina Schmitz ist Fachreferentin für Architektur und wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Projekten E.T.A. Hoffmann Portal und Bibliotheksmuseum (seit Okt. 2015). Sie studierte Buchwissenschaft (M.A.) und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Mainz und war anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Buchwissenschaft und am Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Uni Mainz sowie als Geschäftsführerin der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft tätig. Nach einer nebenberuflichen Ausbildung zur Kulturmanagerin absolvierte sie das Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an der SBB und am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU Berlin (M.A.).

Im Projekt ist Christina Schmitz für die Konzeption der digitalen Sammlung sowie für Akquise, Rechteklärung und Verwaltung des Bildmaterials aller Kooperationspartner zuständig. Zudem kümmert sie sich um die Öffentlichkeitsarbeit, wie die Organisation von Konferenzbeiträgen, Fachartikeln und Präsentationsveranstaltungen und die Publikation von Nachrichten über das Portal, und verantwortet den inhaltlichen Bereich „Erforschen“, für den u.a. Analysen zu Hoffmanns Bekanntennetzwerk, zur Rezeptionsgeschichte und zu seiner persönlichen Bibliothek geplant sind.

 

Maren Gnehr

Portal-Konfiguration, Frontend-Entwicklung

Maren Gnehr ist als Frontend-Entwicklerin für das Projekt E.T.A. Hoffmann Portal an der SBB tätig (seit Mai 2016). Nach einer Ausbildung zur Bauzeichnerin arbeitete sie zunächst als technische Zeichnerin für eine Stahlbaufirma, bevor sie Medieninformatik (M.A.) an den Hochschulen in Düsseldorf und Wernigerode studierte. Anschließend gestaltete sie als Webentwicklerin und Webdesignerin Firmenauftritte und Onlineshops. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen im Bereich User Interface und 3D-Modellierung.

Im Projekt ist Maren Gnehr für die Frontend-Gestaltung des Portals in WordPress und die Entwicklung verschiedener Tools zur alternativen Bestandspräsentation zuständig. Besonders eng wird sie deshalb mit Indra Heinrich zusammenarbeiten.

 

Außerdem an unserer Seite:

Angela Oehler

IT-Koordination

Angela Oehler ist Systembibliothekarin im Bereich Innovations-Management und Online-Bibliotheksdienstleistungen in der IT-Abteilung der SBB (seit 2007). Sie studierte Informationswissenschaft (M.A.), Psychologie und Publizistik an der Freien Universität Berlin sowie wissenschaftliches Bibliothekswesen in Leipzig. Seit 1991 ist Angela Oehler in der SBB als Bibliothekarin tätig.

Im Projekt ist sie die Schnittstelle zwischen dem Projektteam und der IT-Abteilung. Sie koordiniert die Aktivitäten und sorgt für regelmäßigen Austausch zu den technischen Themen im Projekt. Dabei übersetzt sie auch gelegentlich den jeweils anderen, was BibliothekarInnen bzw. IT-KollegInnen sagen, denn manchmal spricht man doch verschiedene Sprachen.

 

Kontaktieren Sie uns gerne persönlich mit Fragen und Anregungen zu unserem Projekt. An Fachgesprächen und Unterstützung jeder Art sind wir sehr interessiert. Am besten erreichen Sie uns alle per E-Mail.

Včera i segodnja, mit Stempel zur Neuinventarisierung

Gestern und heute – ein literarischer Almanach aus der frühen Sowjetzeit

Mit bewegter Geschichte: jüngst erworben für die Osteuropa-Sammlungen der Staatsbibliothek

Včera i segodnja : al’manach byvšich pravonarušitelej i besprizornych. – Moskva, Leningrad : Gosudarstvennoe Izdat. Chudožestvennoj Literatury, 1931-
Signatur: Zsn 130859

Man sieht dem kleinen Band an, dass er nicht nur eine bewegte Geschichte beschreibt, sondern eine solche auch hinter sich hat. Die Vorderseite des Schutzumschlages ist sorgfältig auf einen neueren festen Einband aufgeklebt. So konnten die beiden kleinen Illustrationen im konstruktivistischen Stil erhalten bleiben. Sie sind von Alexander Tschob (Aleksandr Ivanovič Čob) gestaltet worden.

Vorderer Einband nach der Gestaltung von A. Tschob

Vorderer Einband nach der Gestaltung von A. Tschob

Genau wie die Autoren der Texte gehörte er zu der großen Gruppe von bis zu sieben Millionen verwaister, obdachloser und kleinkrimineller Kinder und Jugendlicher, die in den Jahren nach Weltkrieg, Revolutionen und Bürgerkrieg durch das Land streiften, aufgegriffen und in Kolonien für minderjährige Straftäter und Herumstreicher eingewiesen wurden. Nach Ideen des Pädagogen, Schriftstellers und Geheimdienstoffiziers Anton S. Makarenko wurden dort Maßnahmen zur Umerziehung, Bildung und Resozialisierung der Jugendlichen umgesetzt. Einige dieser Kolonien entwickelten sich später zu Kommunen, in denen die Insassen durch Übertragung von individueller Verantwortung und größeren Freiheiten an ein selbstständiges ziviles Leben herangeführt werden sollten.
Literatur und Kunst wurden in die pädagogische Arbeit integriert. Vor allem in der von Makarenko gegründeten Gorki-Kolonie, für die der Schriftsteller Maxim Gorki (Maksim Gorkij oder Aleksej Maksimovič Gorkij) eine Art Patenschaft übernahm und die er mehrfach u.a. auch gemeinsam mit dem französischen Schriftsteller und Politiker Henry Barbusse besuchte, entwickelte sich ein reiches kulturelles Leben. Auf Anregung Gorkis widmete sich der Kolonieinsasse Pawel Schelesnow (Pavel Il’ič Železnov) der Vorbereitung eines Bandes mit Texten anderer Insassen solcher Kolonien.

Schelesnows Porträt von Alexander Nemzow

Schelesnows Porträt von Alexander Nemzow

Er sammelte ihre Berichte, Erzählungen und Gedichte. Ergänzt durch Fotografien erschien 1931 dieser erste Almanach „Gestern und heute: Almanach gewesener Gesetzesbrecher und Straßenkinder“ mit einem Vorwort von Maxim Gorki. Dort hebt Gorki hervor: „Neben seiner agitatorischen, pädagogischen Bedeutung hat dieses von Straßenkindern geschriebene Buch einen ganz eigenen Wert: es berichtet davon, dass im ‚Nachtasyl‘ begabte Menschen leben, und erinnert daran, dass sie in alter Zeit niemals aus diesem Nachtasyl herausgefunden hätten“. Der Originaltitel des Stückes Nachtasyl lautet „Na dne“ – wörtlich übersetzt „am Boden, auf dem Grund, ganz unten“. Gorki verwendet hier diese Bezeichnung in direktem Bezug auf sein Werk für die sozial am schlechtesten gestellten und geächteten Bevölkerungsgruppen.
Neben Tschop und Schelesnow treten in dem Band weitere Autoren hervor, deren Lebensweg in der Kindheit und frühen Jugend durch soziale Perspektivlosigkeit, Kleinkriminalität und Landstreicherei gekennzeichnet war und die später dennoch Schriftsteller wurden. In verschiedenen Kolonien konnten sie alle eine grundlegende Schulbildung erhalten, Vorstellungen von sozialem Zusammenleben und sozialer Verantwortung entwickeln, zum Teil sogar studieren und letztlich eben eine Schriftstellerlaufbahn einschlagen. Dies trifft beispielsweise auf Iwan Dremow (Ivan Afanas’evič Dremov) zu, der in dem Band schon als Student der „Litrabfak“ – der Arbeiter- und Bauernfakultät für Literatur am Gorki-Literaturinstitut – einige Gedichte beitrug und auch später mehrere Gedichtbände veröffentlichte. Auch der spätere als Schriftsteller und Übersetzer Wiktor Awdejew (Viktor Fedorovič Avdeev) publizierte hier erstmals die Erzählungen „Karapet“ (Held der armenischen Mythologie) und „Schiga‘s Triumph“ (Toržestvo Žigi). Für ihn blieb das Schicksal der Straßenkinder das wichtigste Thema seines späteren Schaffens.

Titelblatt mit gelöschten Eigentumszeichen sowjetischer Bibliotheken

Titelblatt mit gelöschten Eigentumszeichen sowjetischer Bibliotheken

1976 gab er zusammen mit Dremow und Alexander Burtynski (Aleksandr Semenovič Burtynskij) unter dem Titel „Gestern und heute“ einen Sammelband zu diesem Thema heraus.
Die zahlreichen Vorbesitzerstempel im Exemplar der SBB PK zeugen ebenfalls von einer bewegten Geschichte.

Der Band muss durch hunderte Hände gegangen sein. Alle früheren Eigentumsstempel sind von Einrichtungen des sowjetischen Schriftstellerverbandes: „Bibliothek des Schriftstellerklubs der Föderation sowjetischer Schriftstellerverbände“ (FOSP – Federacija organizacij sovetskich pisatelej,

Ungültiger Stempel der FSOP-Bibliothek

Ungültiger Stempel der FSOP-Bibliothek

„Bibliothek des Hauses sowjetischer Schriftsteller“, „Bibliothek des Zentralen Hauses der Literaten“. Ein vierter Stempel zeugt von einer Neuinventarisierung.

Damit stellt sich die Frage, ob die Stempel nicht alle einer einzigen Einrichtung zuzuordnen sind, ob bei Namensänderungen der Bibliothek nicht einfach ein neuer Stempel aufgebracht wurde und somit eigentlich nur ein Vorbesitzer zu verzeichnen ist? Um diese Frage eindeutig zu beantworten, müsste jedoch länger recherchiert werden. Fest steht jedoch: Alle alten Stempel sind mit russischen „Pogascheno“ -Stempeln ordnungsgemäß ungültig gemacht worden. Nunmehr hat das Büchlein mit seiner interessanten Geschichte heute in den Sammlungen der Staatsbibliothek ein bleibendes Zuhause gefunden.
Übrigens erschien 1933 ein zweiter Almanach. Doch dieser steht dem deutschen Leser leider noch nicht zur Verfügung. Die SBB-PK wird sich aber um seine Erwerbung bemühen.

Mehr zum Thema

Werke von Wiktor Awdejew im Stabikat
Werke von Iwan Dremow im Stabikat
Werke von Pawel Schelesnow im Stabikat