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Winfried Sühlo: "Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land". verlag am park, Berlin 2016. mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Buchvorstellung: Winfried Sühlo “Der rote Koffer”

Buchvorstellung: Winfried Sühlo Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land

  • Termin

    22. November 2017

    Mi 18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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Winfried Sühlo: "Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land". verlag am park, Berlin 2016. mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der „Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.“ stellt  Winfried Sühlo, der nach seiner aktiven Berufslaufbahn der erste Vereinsvorsitzende nach der Neu- bzw. Wiederbegründung 1997 war, seine Erinnerungen vor.

Winfried Sühlo (Jahrgang 1935) studierte in München und Berlin Geschichte und deutsche Philologie, bevor seine erste berufliche Station in Berlin 1971 am Institut für Zeitgeschichte der FU Berlin war. Der Schritt in die Planungsabteilung des Bundeskanzler­amtes führte ihn 1977 nach Bonn. Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR brachte ihn zurück nach Berlin. Es folgte ein Abstecher in die Staatskanzlei Schleswig-Holstein in Kiel, bevor Winfried Sühlo als Staats­sekretär für Kulturelle Angelegenheiten im Senat von Berlin bis 1996 wirkte. Er erzählt von genutzten und verpassten politischen Chancen, von deutsch-deutschen Gemeinsamkeiten und bewahrt sich dabei stets auch den ganz eigenen Blick. Die Moderation an diesem Abend übernimmt Senator a. D. Ulrich Roloff-Momin.

Um Anmeldung wird gebeten bei den „Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.“: freunde@sbb.spk-berlin.de oder unter 030 – 266 43 8000.

Die Hungerkünstlerin Daisy wird nach 10 Tagen untersucht und gewogen, 1926 (Deutsche Presse Zentrale) © Stiftung Stadtmuseum Berlin-Sammlung Documenta Artistica. Reproduktion: Friedhelm Hoffmann, Berlin

Hunger. Perspektiven aus der Medizingeschichte, Kunst und Politik. Werkstattgespräch am 30.11.

Werkstattgespräch: Hunger. Perspektiven aus der Medzingeschichte, Kunst und Politik

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Do, 30. November 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)



Die Hungerkünstlerin Daisy wird nach 10 Tagen untersucht und gewogen, 1926 (Deutsche Presse Zentrale) © Stiftung Stadtmuseum Berlin-Sammlung Documenta Artistica. Reproduktion: Friedhelm Hoffmann, Berlin


Präsentation und Podiumsdiskussion mit Barbara Gronau, Ulrike Thoms und Michael Windfuhr

Im Hunger artikuliert sich eine der grundlegenden Erfahrungen des Menschen, nämlich existentiell bedürftig zu sein. Er reduziert das Subjekt auf ein bohrendes Verlangen, erzeugt Kraft- und Antriebslosigkeit, verursacht mentale Störungen und lässt Motorik und Organfunktionen ausfallen. Chronische Unterernährung hat Auszehrung, Wachstumsverzögerung und eine hohe Sterblichkeitsrate zur Folge. Bis heute gehört der Hunger zu den größten Herausforderungen unserer globalisierten Welt.

Zugleich ist die Wahrnehmung, Beschreibung und Bekämpfung von Hungererscheinungen historisch ausgesprochen different. Ob in der medizinischen Deutung körperlicher Symptome, in Formen der künstlerischen Darstellung oder in politischen Mitteln der Abwehr: in der Moderne entsteht ein vielfältiges – zum Teil widersprüchliches – Wissen um den Nahrungsmangel und dessen Ursachen und Folgen. In der Aufschlüsselung der verschiedenen Diskurse und Praktiken werden Konstellationen deutlich, die bis in die Gegenwart reichen.
Die Wissenswerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin widmet sich dem Hunger in einem Podiumsgespräch, das der Komplexität und Reichweite des Themas mit der Zusammenführung einer medizinhistorischen, kunstwissenschaftlichen und politischen Position begegnet.

Barbara Gronau lehrt als Theaterwissenschaftlerin an der Universität der Künste Berlin und forscht seit 2007 zu Formen der Hungerkunst als Spektakeln moderner Askese.

Ulrike Thoms hat zahlreiche einschlägige Publikationen zur Körper- und Ernährungsgeschichte und zur Geschichte der Biomedizin vorgelegt.

Michael Windfuhr entwickelt als stellvertretender Direktor des Instituts für Menschenrechte und Mitbegründer des Food First Information and Action Network seit mehr als zwei Jahrzehnten Strategien der Bekämpfung von Nahrungsunsicherheit.

Lesesaal als Coworking Space: Sechs Berliner Schriftsteller, Unternehmer und Wissenschaftler über kreative Zusammenarbeit in der Bibliothek

Weltweit vervielfacht sich im Zuge der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft die Zahl der Coworking Spaces. Meist sind es Kreative, Start-Ups und freiberuflich Tätige, die in offenen Großräumen unabhängig voneinander und dabei doch in Gemeinschaft arbeiten – eine Gleichzeitigkeit, die seit Jahrhunderten in Lesesälen von Bibliotheken zu erleben ist. Auch mit Blick auf die parallel sich verfeinernden kollektiven Lese- und Schreibformen des Internetzeitalters erörtern sechs Berliner Autoren, Wissenschaftler und Unternehmer die spezifische, zwischen Innerlichkeit und Gemeinschaft changierende Arbeitsatmosphäre eines Lesesaals. In dem Podiumsgespräch werden unternehmerische und kreative Perspektiven ebenso eingenommen wie solche der Architektursoziologie, Texttheorie und Wissenschaftsgeschichte.

Moderiert von Barbara Schneider-Kempf, der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, unterhalten sich

Martina Löw, Professorin für Planungs- und Architektursoziologie,
Judith Schalansky, Schriftstellerin und Buchgestalterin,
Lea Schneider, Lyrikerin und Übersetzerin,
Anke te Heesen, Professorin für Wissenschaftsgeschichte,
Ansgar Oberholz, Autor und Gründer des Berliner Coworking Space St. Oberholz, und
Stephan Porombka, Professor für Texttheorie und Textgestaltung.

Dienstag, 21. November 2017
18.15 Uhr, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Straße 33, Otto-Braun-Saal

Anmeldung für die Öffentlichkeit: http://sbb.berlin/mgjsnp
Anmeldung für Presse: jeanette.lamble@sbb.spk-berlin.de