Unsere Beiträge zu den Wissenschaften und Forschung

War das frühneuzeitliche Polen ein Bärenland?

Gastbeitrag von Dr. Jacek Kordel

Jacek Kordel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Warschau, interessiert sich für das Bild der polnisch-litauischen Adelsrepublik im Jahrhundert der Aufklärung.  Er untersucht die antipolnische Propaganda, die in der Epoche der drei Teilungen (1772, 1793, 1795) von den Teilungsmächten, besonders von den Höfen in Petersburg und Berlin, in einem geringeren Umfang auch in Wien, betrieben wurde. Sie sollte die politischen Maßnahmen Russlands, Preußens und Österreichs begründen und rechtfertigen. Die Forschung Kordels setzt sich zum Ziel, die „mediale Polenpolitik“ Friedrichs des Großen und Katharinas der Großen zu analysieren und die Frage zu beantworten, auf welche Art und Weise und in welchem Ausmaß an der Newa und an der Spree versucht wurde, die aufgeklärte Öffentlichkeit – Philosophen, Schriftsteller, Historiker und Dichter – zu inspirieren, zu beeinflussen und für die eigenen Zwecke zu gewinnen. Die propagandistischen Mittel basierten weitgehend auf Vorurteilen, sowohl auf den konstruierten, d. h. von oben herab entwickelten und weitergegebenen Bildern, als auch auf den realen Vorstellungen, die in der Gesellschaft tief verwurzelt waren. Eine davon bildete im frühneuzeitlichen Europa das Bild Polens als eines Bärenlandes.

Völkertafel / um 1725 in der Steiermark entstandenes Gemälde(https://commons.wikimedia.org/wiki/File:V%C3%B6lkertafel.jpg) - Nutzungsbedingungen: https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/

Völkertafel

Beginnen wir mit der „Kurzen Beschreibung der in Europa befindlichen Völker und ihrer Eigenschaften“, der sogenannten Völkertafel, einer Anfang des 18. Jahrhundert in der Steiermark entstandenen illustrierten Zusammenstellung von zehn europäischen Nationen. Jedes Volk wird in einer Tabelle durch 17 Eigenschaften gekennzeichnet. Unter diesen Kategorien finden wir u. a. „Natur und Charakter“, „Verstand“, „Wissenschaften“, „Kleidung“, „Untugenden“, „Kriegstugenden“. In der Kategorie „Gegenstück in der Tierwelt“ wurden die Polen mit einem Bären verglichen.

Dies lässt sich zweifellos auf die verhältnismäßig große Bärenpopulation in den polnischen und litauischen Wäldern zurückführen. Ein Bär, eines der mächtigsten Tiere, die in den Forsten des alten Kontinentes lebten, stellte ein Symbol für die Größe und die Stärke des polnisch-litauischen Staatsverbands dar. Es ist nicht auszuschließen, dass er gleichzeitig auf die rohen Sitten und unedlen Bräuche seiner Bewohner hinwies. Eine Rolle konnten auch etymologische Überlegungen spielen. Als Sebastian Klonowic, ein polnischer Schriftsteller und Dichter, gegen Ende des 16. Jahrhunderts Rotruthenien beschrieb, verwendete er ein lateinisches Wortspiel: Russia-Ursia:

Russia, si mutes apices ex ordine primos,

Non inconveniens Ursia nomen erit.

[Russia – sobald du die ersten Buchstaben vertauschst,

kommt ein passender Name für das Bärenland heraus – Ursia.]

Klonowic, Sebastian: Roxolania : Bl. 16v – Quelle: Polona – Lizenz: Domena Publiczna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Sebastian Klonowic], Roxolania, Cracoviae 1584, Bl. 16v, s. a. in Polona, der digtalen Bibliothek der Biblioteka Narodowa: https://polona.pl/item/roxolania-sebastiani-svlmyrcensis-acerni,ODczMzIzOA/2/#info:metadata

Klonowic, Sebastian: Roxolania : Titelblatt – Quelle: Polona – Lizenz: Domena Publiczna

Wappen Samogitiens / Bastian (vector version) – Nutzungsbedingungen: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/

 

Den Bären finden wir auch in der Heraldik. Als Stadtwappen von Vilnius wurde er in der Chronik des Konzils von Konstanz (1414-1418) dargestellt. Ein schwarzer Bär auf grünem Wappenschild wurde lange als eines der gleichberechtigten Hoheitszeichen des Großfürstentums Litauen betrachtet. Während das Wappen Pogoń, ein weißer Ritter auf einem springenden Pferd, den Bären aus seiner Stellung verdrängte, etablierte dieser sich, in Rot, als Wappenzeichen Samogitiens. Auf den Siegeln der litauischen Großfürsten tauchte ein Bär als Symbol für die Kiewer Rus auf. Erst am Ende des Mittelalters wurde der Bär allmählich durch das Bild des Erzengels Michael ersetzt. Es ist aber zu beachten, dass noch in der Mitte des 18. Jahrhunderts die Ansicht vertreten wurde, dass das eigentliche Wappen der Woiwodschaft Kiew eine aus einem Engel und einem Bären zusammengesetzte Hybride gewesen sei.

 

Der Bär gilt heute als ein Sympathieträger. In der europäischen Schatzkammer der Motive und Symbole repräsentierte er jedoch eher negative Elemente. In der kirchlichen Tradition wurde der Bär mit dem Teufel, dem Vollstrecker der ewigen Verurteilung assoziiert, stellte ein Symbol für böse Mächte und Dämonen dar, die aus der Hölle zur Erde geschickt wurden. Mit dem Stempel der Teufelei war auch der Wolf gekennzeichnet, der auf der Völkertafel mit Ungarn identifiziert wurde, und ebenso der Fuchs, der hier die Franzosen versinnbildlichte. Die Deutschen wurden wiederum durch einen Löwen symbolisiert, der auch mit dem Teufel verglichen wurde, obwohl er gleichzeitig auch ein Bild von Christus, der den Teufel besiegte, darstellen konnte. Die Bären waren Geschöpfe der teuflischen Gewalt, die das Gottesvolk bedrohten. Wenn sie nicht den Teufel selbst symbolisierten, verkörperten sie verschiedene Sünden, besonders die Hauptsünden, vor allem Lust, Stolz, Gewalt, Wut und Faulheit. In der polnischen Tradition wurden die Bären manchmal auch mit den Sündern verglichen. In dieser Konfiguration wurde die Rolle des Teufels durch den Bärenführer übernommen.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts stießen die polnischen Bären auf reges Interesse in fast ganz Europa. Dies ist den Geschichten von Kindern, die in den litauischen Urwäldern verloren oder verlassen und von Bären aufgezogen wurden, zu verdanken. Verbreitet wurden sie ganz eifrig von den zahlreichen in Polen weilenden Ausländern.

Antoine de Gramont, ein Sohn des Marschalls von Frankreich, der sich während der Herrschaftsjahre Johann Kasimirs II. (1648-1668) in der polnisch-litauischen Adelsrepublik aufhielt, beschrieb den Fall eines Jungen, der 1663 den Bären fortgenommen und nach Warschau gebracht worden sei. Die litauischen Bauern aus der Nähe von Vilnius oder Kaunas mögen während einer Bärenjagd ein Weibchen mit ein paar Kleinen und einen mehrjährigen Jungen erblickt haben. Er sei ganz nackt gewesen, auf allen Vieren gegangen, habe Gras gegessen und Tiersprache gesprochen. Auf Befehl der Königin Luisa Maria Gonzaga sei das Kind in die Hauptstadt gebracht und den Barmherzigen Schwestern zur Erziehung übergeben worden. In einem Zeitraum von mehreren Monaten hätte er jedoch kein Wort auf Polnisch gelernt und nur solche Geräusche gemacht, die dem Bärengebrüll ähneln. Das Kind habe ernsthafte Schwierigkeiten gehabt, aufrecht zu bleiben, und hätte sich eher wie ein Tier bewegt. Einmal, schrieb der Franzose, als ihm ein im königlichen Palais gezüchteter Bär gebracht worden sei, habe er an ihm mit größter Zärtlichkeit angelegen. Als er danach eine große Portion rohes Rindfleisch bekommen habe, hätte er es gierig geschlungen. Abgesehen davon, dass er keine Klauen hatte und menschlicher Gestalt war, war er nach de Gramonts Meinung in Aussehen, Bräuchen, Geschmack und Kommunikationsart ganz tierisch. Seinen Bericht krönte er mit dem Schluss, dass ein Mensch, der von Anfang an durch Tiere erzogen worden sei, für das ganze Leben ein Tier bleiben müsse.

Viele Ausländer schenkten diesen Geschichten Glauben, darunter auch Bernard Connor, ein irischer Naturforscher, Hofarzt des polnischen Königs Johann III. Sobieski (1674-1696). In seiner „Beschreibung des Königreichs Polen und Groß-Herzogthums Litthauen” notierte der Ire: „Dieses versicherte mich der König selbst nebst unterschiedlichen reichs-räthen und andern hohen personen des königreichs. Ja, es ist der gemeine und ungezweiffelte bericht im gantzen königreiche. Ferner sagen sie auch, daß, wenn ein hungriger bär männliches geschlechts ein kind, welches man aus sorglosigkeit irgendswo liegen lassen, finde, er solches alsofort zerreisse; finde aber eine säugende bärin dasselbige, werde sie es alsofort in ihre höle tragen und nebst ihren jungen säugen und erziehen, welches dann offt nach einiger zeit von denen jägern gefangen und aus ihren klauen errettet werde.“ [Bernard Connor, Beschreibung des Königreichs Polen und Groß-Hertzogthums Litthauen, Bd. 1, Leipzig 1700, S. 390]

Darstellung einer Bärin, die ein verlassenes Kind säugt. Aus: Connor, Bernard : The History of Poland. – London, 1698, nach S. 342. – Public Domain

Die Entführung eines Kindes, meist eines Jungen, der in der Bärenhöhle von Jägern gefunden und befreit wird, kommt in der Volksüberlieferung vieler Länder vor. Die Sagen über „Bären-Kinder“ wurden in verschiedenen Kulturkreisen erzählt. Im Mittelalter manifestierte sich das Motiv der „Bären-Söhne“ vor allem in der angelsächsischen und skandinavischen Literatur, trat aber auch in anderen Traditionen auf. Geschichten über Kinder, die von Bären entführt, gefüttert und versorgt wurden, waren auch in der frühen Neuzeit bekannt. Besonders lebendig war dieses Thema in Skandinavien, in der Türkei, unter den Völkern Sibiriens und den nordamerikanischen Indianern. Am Beispiel der Sagen über die „Bären-Kinder“ können wir den Mechanismus betrachten, wie die Vorstellungen über verschiedene Länder und Nationen gestaltet, wiederholt und gefestigt wurden. Glauben wurde verschiedenen, nicht selten ganz unwirklichen Geschichten geschenkt. In den Reiseberichten und geographischen Kompendien wurden zahlreiche Mirabilien erwähnt, überraschende und seltsame Phänomene beschrieben. Nicht ohne Bedeutung war die Rücksicht auf den Leser, der phantasieanregende Berichte über die vom Menschen noch nicht erforschten Gebiete und Gelände wünschte.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde die polnisch-litauische Adelsrepublik immer noch mit den Bären assoziiert. Als Georg Forster, ein bekannter Naturforscher und Weltumsegler, 1784 an die Universität Vilnius als Professor für Naturgeschichte berufen wurde, schrieb er an seinen Freund Friedrich Justina Bertuch: „Wissen Sie schon, daß ich Cassel auf immer verlasse, und unter die Bären in Litthauen ziehe“ [Georg Forster an Friedrich Justina Bertuch, Kassel, 2. April 1784, Georg Forsters Werke. Sämtliche Schriften, Tagebücher, Briefe; Bd. 14 : Briefe 1784 – Juni 1787, bearb. von B. Leuschner, Berlin 1978, S. 37].

In der Epoche der drei Teilungen Polens finden wir in der aufgeklärten Debatte den Bären nicht. In den preußischen, russischen und österreichischen Schriften, die die Tilgung der Adelsrepublik von der europäischen Landkarte begründen und rechtfertigen sollten, taucht das Tier nur indirekt auf.  Insgesamt ergibt die Publizistik der Teilungsmächte das folgende Bild: Der polnisch-litauische Staatsverband sei ein großer, aber schwerfälliger und klobiger Körper gewesen, mit einer in Lethargie gefallenen Gesellschaft, die wilde und rohe Sitten und Bräuche kultiviert hätte. Ist eine Assoziation mit dem Bären berechtigt?

In dieser Hinsicht wurde Polen erst im 19. Jahrhundert durch Russland ersetzt, in dem wir heutzutage unbestreitbar ein Bärenland sehen.

 

Herr Dr. Jacek Kordel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Warschau, war im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2018 als Stipendiat an der Staatsbibliothek zu Berlin. Forschungsprojekt: “Die polnisch-litauische Adelsrepublik in der aufgeklärten Öffentlichkeit. Polen in der preußischen und russischen Propaganda (1763-1795)”

Lange Nacht der Recherche am 20.6., 17-23 Uhr

Lange Nacht der Recherche am 20.6., 17-23 Uhr

  • Termin

    Mi, 20. Juni 2018
    17-23 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Lesesaal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie hier um sich weitere Veranstaltungen anzeigen zu lassen.





Mit uns findet jede*r einen Volltreffer: Ob für den ersten Überblick, ein konkretes Arbeitsthema oder eine Detailfrage – wir bieten die Gelegenheit, in einer einzigen Nacht eine individuelle Literaturliste zu erstellen und sich dazu an zahlreichen Beratungs- und Mitmach-Stationen bei unseren Rechercheprofis den passenden Input zu holen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die für wissenschaftliche Zwecke recherchieren – sei es eine studentische Seminar- oder Abschlussarbeit, eine Prüfung, ein Buchprojekt oder andere Forschungsarbeiten.

Aus unseren Workshops, Posterpräsentationen, Kurzvorträgen, 1:1-Beratungen und Kreativangeboten lassen sich Programme nach Maß rund um die Recherche und das wissenschaftliche Arbeiten erstellen. Dabei werden auch neue Formate wie der Peer to Peer-Talk, bei dem sich die Teilnehmer*innen im Zwiegespräch über ihre Projekte austauschen und gegenseitig beraten, kurze Stand-Ups zu Portalen und speziellen Rechercheinstrumenten oder auch Methodentrainings zu Lesetechniken oder dem Finden von Schlüsselbegriffen angeboten.

Für Unterhaltung sorgen eine Lese-Lounge in der Cafeteria, ein Recherche-Preisquiz, Führungen hinter den Kulissen und eine Speed-Dating-Station, bei der man mit Bibliothekar*innen und Bibliotheksnutzer*innen unverbindlich ins Gespräch kommen kann. Zum Abschluss der Veranstaltung gibt es ein kleines Get-together mit Preisverleihung im Foyer – mit freundlicher Unterstützung der Berliner Brauerei BRLO brwhouse.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Bibliotheksausweis & Anmeldung sind nicht erforderlich.

Programm

Das Programm ist online! Die Details verbergen sich hinter den einzelnen Stationen, eine Übersicht gibt es als PDF.



Station 1: Recherche-Galerie

Was, wo und wie suche ich, um eine sinnvolle Literaturliste zusammenzustellen? An dieser Station stellen wir verschiedene Phasen der Literaturrecherche vor und geben Leitfragen an die Hand, mit denen man sich seinen persönlichen Wissensbedarf klarer machen kann. Hier stehen ein Pool von 26 Computern sowie freie Plätze für die Arbeit mit dem eigenen Laptop bereit, an denen man den ganzen Abend an seiner Literaturliste feilen kann. Unser Team steht für Fragen und Unterstützung bereit.

Zeit: durchgängig den ganzen Abend

Station 2: Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten

In unserem Gruppenarbeitsraum bieten wir verschiedene 30-minütige Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten an. Auf dem Programm stehen Projektplanung, Themeneingrenzung, Mindmapping, Schlüsselbegriffe finden, Lesetechniken und Zitieren/Anmerken.

Zeitplan:

17.45 Uhr – Tischgruppe 1: Projektplanung / Tischgruppe 2: Schlüsselbegriffe finden

18.30 Uhr – Tischgruppe 1: Thema erschließen / Tischgruppe 2: Lesetechniken

19.15 Uhr – Tischgruppe 1: Mindmapping / Tischgruppe 2: Zitieren

20.00 Uhr – Tischgruppe 1: Projektplanung / Tischgruppe 2: Schlüsselbegriffe finden

20.45 Uhr – Tischgruppe 1: Thema erschließen / Tischgruppe 2: Lesetechniken

21.30 Uhr – Tischgruppe 1: Mindmapping / Tischgruppe 2: Zitieren

Dauer: 20-30 Minuten


Materialien:

LangeNacht2018_Handout_Station2_Lesetechniken

LangeNacht2018_Handout_Station2_Schluesselbegriffe 

LangeNacht2018_Handout_Station2_ThemaErschliessen

Station 3: Kurzvorträge zu Recherche und Literaturverwaltung

In unserem Schulungsraum im Lesesaal bieten wir Einführungen zu folgenden Themen an:

  • How to start: Wie funktioniert das Arbeiten in der StaBi am besten? Welches sind die wichtigsten Rechercheinstrumente und wie nutze ich sie am effektivsten? Was sollte ich sonst noch über die Services wissen?
  • Elektronische Ressourcen an der StaBi und freie Webangebote für die Wissenschaft: Wie komme ich online zu den Volltexten und wie drucke oder maile ich diese? Wo finde ich relevante freie Webangebote und wie kann ich die Qualität beurteilen?
  • Literaturverwaltung: Welche Programme zur Literaturverwaltung sind auf dem Markt? Welches Programm kann was am besten und eignet sich für mich?

Zeitplan:

17.15 Uhr – How to start?

18.00 Uhr – Elektronische Ressourcen an der StaBi und freie Webangebote für die Wissenschaft

18.45 Uhr – Literaturverwaltung

19.30 Uhr – How to start?

20.15 Uhr – Elektronische Ressourcen an der StaBi und freie Webangebote für die Wissenschaft

21.00 Uhr – Literaturverwaltung

Dauer: 30 Minuten


Materialien:

LangeNacht2018_Handout_Station3_Literaturverwaltung

LangeNacht2018_Station3_Literaturverwaltung

LangeNacht2018_Station3_NutzungE-Ressourcen

LangeNacht2018_Station3_maier-grau-gruen-gold

Station 4: Individuelle Fach- und Rechercheberatung

An unserer Auskunftstheke besetzen wir parallel drei Beratungsplätze mit Fach- und Recherche-Experten, die sich den individuellen Fragen und Problemen der Teilnehmer*innen widmen.

Zeitplan:

1-2 Plätze sind durchgängig mit Recherche-Experten besetzt. Dazu kommen Fachexperten zu folgenden Zeiten:

17.00 Uhr – Romanistik

17.30 Uhr – Asienwissenschaften, Rechtswissenschaft

18.00 Uhr – Anglistik/Amerikanistik/Keltologie, Altertumswissenschaften/Klassische Philologie

18.30 Uhr – Kunst, Tanz-, Theater- und Filmwissenschaft, Geschichte

19.00 Uhr – Germanistik/Niederlandistik, Sozialwissenschaften

19.30 Uhr – Philosophie, Wissenschafts- und Technikforschung

20.00 Uhr – Anglistik/Amerikanistik/Keltologie, Romanistik

20.30 Uhr – Rechtswissenschaft, Altertumswissenschaften/Klassische Philologie

21.00 Uhr – Asienwissenschaften, Sozialwissenschaften

21.30 Uhr – Kunst, Tanz-, Theater- und Filmwissenschaft

22.00 Uhr – Geschichte, Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft, Nordische Philologien

Dauer: 30 Minuten

Station 5: Peer to Peer: Nutzer*innen beraten sich

An einer Stelle geht es einfach nicht weiter? Die Fragestellung ist noch nicht ganz schlüssig oder es lässt sich erst gar nicht eine erkennen? – Einfach mal hören, was andere zum eigenen Arbeitsthema sagen, die nicht schon tief in der Materie stecken! An dieser Station bringen wir zwei Personen zusammen, die jeweils 11 Minuten Zeit haben, um kurz ihr Thema oder ein Problem vorzustellen und dann in Gedankenaustausch mit ihrem “unbedarften” Gegenüber zu treten. Gute Tipps gibt es häufig in unerwarteten Momenten…

Startzeiten:

18.30 Uhr

20.00 Uhr

21.30 Uhr

Dauer: jeweils 2x 11 Minuten

Station 6: Posterpräsentationen

Im Ostfoyer ist viel Raum zum Flanieren und Nachdenken. An diesem Abend kann man seine Gedanken noch mit anschaulichen Kurzinformationen zu verschiedenen Themen rund um die Recherche und das wissenschaftliche Arbeiten anregen. So gibt es Poster zu:

  • wissenschaftlichen Qualitätskriterien
  • dem Kreislauf des wissenschaftlichen Arbeitens
  • den Phasen der Literaturrecherche
  • dem Unterschied zwischen systematischer Suche und Schneeballsuche
  • den Merkmalen der gängigen Literaturverwaltungsprogramme
  • den Systematiken der StaBi

Zeit: durchgängig den ganzen Abend

Station 7: Wissenschaftliches Publizieren: Schwerpunkt Rechtsfragen

In vier Vorträgen und jeweils anschließender Zeit für Fragen und Beratung beschäftigen wir uns mit den Grundfragen des Urheber- und Verlagsrechts beim konventionellen Publizieren, mit der Open-Content-Lizenzierung bei Open Access, mit Bildrechten und Rechtsfragen bei Forschungsdaten.

Zeitplan:

17.30–18.00 Uhr – Konventionelles Publizieren, Grundfragen des Urheber- und Verlagsrechts

19.00–19.30 Uhr – Open Access, Open-Content-Lizenzierung

20.30–21.00 Uhr – Bildrechte

22.00–22.15 Uhr – Rechtsfragen bei Forschungsdaten

Im Anschluss an die Vorträge steht der Referent für Fragen und individuelle Beratung zur Verfügung.

Station 8: Speed-Dating

Was treibt eigentlich andere Nutzer*innen in die StaBi und was machen die, wenn sie nicht gerade in der Bibliothek sitzen? Und die Bibliothekar*innen? Es muss ja nicht immer die Literaturrecherche sein: An dieser Station kann man sich einfach mal zu einem gemütlichen Smalltalk mit Bibliothekar*innen oder Nutzer*innen zusammensetzen, ein bisschen von der Arbeit entspannen und neue Leute kennenlernen – in 3x 11 Minuten…

Startzeiten:

19.30 Uhr

20.45 Uhr

22.00 Uhr (ggf.)

Dauer: jeweils 3x 11 Minuten

Station 9: Fernleihe

Was tun, wenn ich in der StaBi nicht alles finde, was ich brauche? Und genau ein Buch brauche ich am besten heute Nacht noch? An dieser Infowand stellen wir all die zahlreichen Möglichkeiten vor, wie man am einfachsten an das gesuchte Material kommt… und erläutern auch gerne, wie die Beschaffung im Hintergrund funktioniert.

Zeit: durchgängig den ganzen Abend


Materialien:

LangeNacht2018_Handout_Station9_Fernleihe

Station 10: StaBi Backstage

Wie genau kommt eigentlich das bestellte Buch zu mir? Wieso kann ich nicht alle Bücher ausleihen und wieso gibt es so viele verschiedene Ausgabestellen? Was mache ich, wenn ein gesuchtes Buch bereits ausgeliehen ist? Wie werde ich von der StaBi informiert? All diesen und zahlreichen anderen Fragen zu unseren umfassenden Benutzerservices widmen wir uns an dieser Station und erläutern an einer Infowand, wie der Kosmos StaBi funktioniert.

Zeit: durchgängig den ganzen Abend


Materialien:

LangeNacht2018_Handout_Station10_Backstage

Station 11: Projekte, Portale und spezielle Rechercheinstrumente

In kurzen Stand Up-Sessions stellen wir fünf ausgewählte Angebote der StaBi und darüber hinaus vor.

Zeitplan:

17.30 Uhr – Die digitalisierten Sammlungen der SBB

18.00 Uhr – CrossAsia: Fachinformationen für die asienbezogenen Wissenschaften

18.30 Uhr – Europeana

19.00 Uhr – ARK-Online: Sachliche Suche im Altbestand der SBB

19.30 Uhr – Fachinformationsdienst Recht

20.00 Uhr – Die digitalisierten Sammlungen der SBB

20.30 Uhr – CrossAsia: Fachinformationen für die asienbezogenen Wissenschaften

21.00 Uhr – Europeana

21.30 Uhr – ARK-Online: Sachliche Suche im Altbestand der SBB

22.00 Uhr – Fachinformationsdienst Recht

Dauer: 11 Minuten plus Zeit für Fragen


Materialien:

LangeNacht2018_Handout_Station11_DigitalisierteSammlungen

Station 12: Aktiv entspannen

An einem langen Recherchetag in der StaBi lässt irgendwann die Konzentration nach? Dann empfehlen wir diese Station, an der wir ein paar praktische Methoden zeigen, mit denen man eher sinnfrei oder auch ganz zielgerichtet für kurze Zeit den Kopf frei bekommt und neue Kräfte sammeln kann.

Zeitplan:

17.45 Uhr – Zendoodlen: Meditatives Zeichnen

18.30 Uhr – Visual Notes: Gedanken und Konzepte bildlich darstellen

19.15 Uhr – Papierfalten: Lesezeichen und Ordnungshilfe zugleich

20.00 Uhr – Zendoodlen: Meditatives Zeichnen

20.45 Uhr – Visual Notes: Gedanken und Konzept bildlich darstellen

21.30 Uhr – Papierfalten: Lesezeichen und Ordnungshilfe zugleich

22.15 Uhr – Zendoodlen: Meditatives Zeichnen

Dauer: 11-22 Minuten

Station 13: Blick hinter die Kulissen

Wie funktioniert die StaBi? Wir gewähren einen Blick ins Magazin, ins Großraumbüro und auf unsere Kastenförderanlage, mit der wir die Bücher durch das ganze Haus transportieren.

Führungszeiten:

17.30 Uhr
18.30 Uhr
19.30 Uhr
20.30 Uhr
21.30 Uhr

Dauer:  20-30 Minuten

Treffpunkt: Station 10 – StaBi Backstage

Station 14: Lese-Lounge in der Cafeteria

Unsere Cafeteria ist bis zum Ende der Veranstaltung geöffnet. Zwischendurch sorgen wir hier mit kurzen Lesungen für ein wenig Unterhaltung.

Zeitplan:

19.15 Uhr – Lesung 1

20.00 Uhr – Lesung 2

20.45 Uhr – Lesung 3

21.30 Uhr – Lesung 4

22.15 Uhr – Lesung 5

Dauer: 11 Minuten

Stillarbeitszone

Während der Veranstaltung ist die Bibliothek auch für reguläre Nutzer*innen geöffnet. Sicherlich wird es an diesem Abend im Lesesaal nicht so leise sein wie sonst, aber wir werden einen Bereich abgrenzen, in dem keine Aktivitäten vorgesehen sind und zumindest ein geräuschärmeres Arbeiten möglich sein wird.

Wo: Orient- und Ostasienlesesaal

Preisverleihung und gemütlicher Abschluss

Gegen 22.30 Uhr enden die einzelnen Aktionen. Zum Abschluss der Veranstaltung lädt die Staatsbibliothek zu einem kleinen Umtrunk im Foyer ein – mit freundlicher Unterstützung der Berliner Brauerei BRLO brwhouse.

Um 22.45 Uhr findet hier auch die Preisverleihung zu unserem Rechercherätsel statt – zu gewinnen gibt es attraktive Buchpreise von deGruyter, Suhrkamp, Matthes & Seitz und dem August Verlag Berlin. Es lohnt sich also, bis zum Ende zu bleiben.



Während der Veranstaltung findet auch der reguläre Nutzungsbetrieb statt. Wer das Haus an der Potsdamer Straße nutzen, aber nicht an der Veranstaltung teilnehmen möchte, profitiert an diesem Abend also auch von den verlängerten Öffnungszeiten, muss aber mit einem höheren Geräuschpegel im Lesesaal rechnen. Der Nutzungsbetrieb in den anderen Häusern bleibt davon unberührt.

An Authentic Example of Illustrated Shahnama: Ms. or. fol. 4255 in the Oriental Department of Staatsbibliothek zu Berlin

Gastbeitrag von Derya Aydın

Introduction

Being the most important work of Iranian literature and history, Shahnama was written by Abu Al-Qasim Firdausi (ca. 940 – 1020) in the early 11th century. Written in the form of masnavi, this work consists of 60,000 couplets. However, the number of couplets may vary in the extant manuscript copies of this work.

Shahnama begins with the creation of the first human and the universe and then narrates, in epic form, the wars, victories and loves of the sovereigns and heroes of the civilizations that used to live in Iran in the period from the Pre-Islamic period to the end of the Sassanid Empire (A.D. 226 – 651). Containing many mythological elements such as monsters (“div”) and dragons, these stories are generally known as heroic stories. The tradition of oral storytelling that used to exist in pre-Islamic Iran and works written before Shahnama  – some religious texts related to Iranian history, epics – form the source of the stories that constitute Shahnama.

Shahnama became very popular in the course of time after it had been written. Thanks to this popularity, illustrated copies of it came up, and the stories that constitute the book were illustrated by the most skilful artists of each era. . It is accepted that the version of Shahnama which had been written by Firdausi and presented to Mahmud of Ghazni contained no illustrations. The date when the first illustrated version of it was made is not exactly known. The earliest-known manuscript copies of Shahnama date back to the early 14th century. After the first illustrated examples of this work in the 14th century, more manuscripts of Shahnama were produced, and their prodcution became a tradition in the course of time. The influential art patrons and sovereigns of the era that ordered the books played the most effective role in beginning and continuing this tradition. Even, for the sovereigns that exerted dominance over Iran and its surroundings, possession of the illustrated Shahnama strengthened their dominance over the region, and it became also an important instrument that gave them authority. Accordingly, there are many copies of illustrated Shahnama from various centuries in the manuscript collections of museums and libraries across the world. It can be accepted that most of these copies, if not all of them, were produced for a powerful patron.

The manuscript Ms. or. fol. 4255 and its characteristics

In the Oriental Department of Staatsbiliothek zu Berlin, which has an important collection of manuscripts, there are copies of illustrated Shahnama from various centuries. One of these copies is Ms. or. fol. 4255 , dating from the year 1489. The work dates back to the late 15th century, in other words, to the Turkoman era when the Qaraqoyunlu (1351-1469) and Aqqoyunlu (1340-1514) states had dominance over Iran and its surroundings. Considering the binding, illumination, script and especially illustration style of the book, it is accepted that the work could have been produced in Shiraz in the era of Aqqoyunlu dominance. It is possible to find some more information on the work. Unfortunately, there is no information about for whom the book was prepared. The colophon of the book tells that its calligrapher was Shams al Din Ali b. Muhammed b. Husain al Fakhr din al Fashtaqi al Kirmani (Fig.2).

Fig. 2: Colophon of Ms. or. fol. 4255 (fol. 317v), Oriental Department of Staatsbibliothek zu Berlin / Staatsbibliothek zu Berlin-PK – Lizenz: CC-BY-NC-SA 3.0

Also, there are notes on the first (6r) and last (317r) pages of the book stating that the book belonged to Sultan Abdülmecid (1839-1861), an Ottoman Sultan. Some stamps which can be found on the pages give us clues about the adventure of the book in the Ottoman Empire and make it possible to find out about the circulation of the book after its production (Fig.3).

Fig. 3: Note and Ottoman Stamp (Ms. or. fol. 4255, Ausschnitt von fol. 6r), Oriental Department of Staatsbibliothek zu Berlin / Staatsbibliothek zu Berlin-PK – Lizenz: CC-BY-NC-SA 3.0

Ms. or. fol. 4255 has some similarities with other illustrated Shahnama examples dating back to late 15th century, but also specific characteristics. Firstly, the dimensions and outer design of the book are attracting attention. The book made in the dimensions of 26 x 36 cm is larger than other Shahnama copies prepared in the same era. . Its outer design includes a gold-bronze medallion on black leather binding in angled form (Fig.1). In respect of its binding design, this copy displays features much admired in its era, and it has a distinctive place in terms of its dimensions.

The cover of the book is followed by an illuminated heading page (1v) and illuminated pages organized as double pages (5v-6r). These illuminated patterns include gold-bronze embroidered flowers on a dark-blue background so as to appeal to the taste of the 15th century.

Besides the outer design and illuminated ornamentation of the book, the pages and their design constitute the special character of the book. The page layout which had been preferred in manuscripts especially since the early 15th century was laying-out texts in four columns on a page. In Ms. or. fol. 4255, the text is laid out in six columns. Such a layout is seen more in the manuscripts which were prepared in the early 14th century. However, the use of six columns in this copy is an indicator and example that such application was chosen in the late 15th century, as well.

The layout of the text on the page in this way surely affected the position of the text on it. The page layout which was preferred in most of the illustrated manuscript examples of Shahnama from the 15th century was, except some different applications, laying out the text above and the illustrations below, the illustrations thus narrating the mentioned story. This application is slightly different in Ms. or. fol. 4255. The narration of the story goes forward with the text above and the illustrations below, as it was preferred. However, the six-column design caused the text to continue on the sides of the illustrations, as well. The event narrated by the text surrounds the illustration, and hence text and illustration complement one another. Thus, the story was narrated to the reader as a whole consisting of text and illustrations.

Nonetheless, not all illustrations in the book were made in this design. Different designs were tried for the layout of the illustrations on the page. It is another characteristic of this copy that some stories, especially those narrating the struggles between heroes and continuing one another, were illustrated in a three-layered form. It was intended, by illustrating subjects in this way, to enable to follow the story (Fig.4).

Fig. 4: A: The Combat: Giv and Guruy; B: The Combat: Siyamek and Guraza; C: The Combat: Zanga kills Akhvasht (Ms. or. fol. 4255, fol. 130r), Oriental Department of Staatsbibliothek zu Berlin / Staatsbibliothek zu Berlin-PK – Lizenz: CC-BY-NC-SA 3.0

Another application was encountered while examining the illustrations. Some illustrations go beyond the page limits (frames). Especially the illustrations placed on the bottom corner of the page continue by exceeding the page limits, which can be interpreted as the effort to illustrate the subjects or as the painter’s preference. However, it is one of the distinctions, in terms of design, in the book. The illustrations that complement the text were prepared in a way that reflects the style of the era when they were made. Mostly, a plain natural landscape, figures made with a certain pattern and gold bronze as well as plain colours draw attention to these illustrations. The number of illustrations in the book that have these characteristics cannot be underestimated. 87 of the stories in the book were illustrated. In respect of the abundance of illustrations, Ms. or. fol. 4255 is outstanding among the illustrated examples of Shahnama, which also makes this a comprehensive work of high quality.

Ms. or. fol. 4255 is one example among the illustrated copies produced in the late 15th century. Considering the design and illustration style of the book and its proprietor’s preferences as well as its calligrapher’s and painter’s contributions, this book is a work that incorporates the applications preferred in the illustrated examples of Shahnama produced in this era.

 

Principal Sources:

Robinson, B. W. (1991). Fifteenth- Century Persian Painting. Problems and Issue. New York and London: New York University Press.

Robinson, Basil W., (1979). The Turkmen School to 1503. The Arts of the Book in the Central Asia, 14th- 16th Centuries. (Ed: Basil Gray ), Shambhala, pp. 179-215.

Grabar, O. and Blair, S. (1980). Epic Images and Contemporary History: The Illustrations of the Great Mongol Shahnama. USA: University of Chicago Press.

Simpson, M. S., (1979). The Illustration of an Epic. The Earliest Shahnama Manuscripts. Garland Publishing, New York and London.

Warner, A.G. and Warner, E. (1910), The Shahnama of Firdausi, (repr.2000, 2002), Great Britain: Routledge.

 

Frau Derya Aydın, Ankara, war im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2018 als Stipendiatin an der Staatsbibliothek zu Berlin. Forschungsprojekt: “Shiraz Atelier and the Illustrated Manuscripts of the Shahnama (Book of Kings)”