Das Blog-Netzwerk der Staatsbibliothek zu Berlin – Beiträge für Forschung und Kultur

Ausstellung SchriftSprache am 1. Oktober eröffnet

Ungewohnt buntes Treiben im Foyer des Hauses Potsdamer Straße: Am 1. Oktober wurde die Ausstellung SchriftSprache – Aksara dan Bahasa durch die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, den Botschafter der Republik Indonesien, Seine Exzellenz Dr.-Ing. Fauzi Bowo, sowie die Direktorin des Nationalsmuseums Jakarta, Dra. Intan Mardiana, feierlich eröffnet. Nach einem vielseitigen Abendprogramm mit indonesischer Musik und Tanz zogen die beiden Direktorinnen und der Botschafter an der Spitze der Gäste in einer Prozession zum Dietrich-Bonhoeffer-Saal und durchschnitten dort gemeinsam das Band zur Eröffnung. Neben der Präsentation der wertvollen Handschriften im Ausstellungsraum finden im Foyer Vorführungen zu indonesischen Schriften und zur Herstellung von Maulbeerbaumpapier statt. Ebenfalls präsentiert sich das World Culture Forum der UNESCO mit einem Informationsstand über Indonesien. Die Ausstellung findet aus Anlass der Frankfurter Buchmesse statt, auf der in diesem Jahr Indonesien das Ehrengastland ist.

In ihrer Ansprache betonte Barbara Schneider-Kempf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Indonesien und dem Nationalmuseum, aus der die Neukatalogisierung des indonesischen Handschriftenbestands resultiert. Zu der Ausstellung erscheint ein reich bebilderter zweisprachiger Katalog. Der vor allem für die Wissenschaft interessante Katalog der Handschriften wird ebenfalls in Kürze veröffentlicht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Oktober 2015 im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße 33, zu sehen (weitere Informationen).

Zum 500. Geburtstag Cranachs des Jüngeren

Heute vor 500 Jahren wurde in Wittenberg einer der bedeutendsten Maler der Renaissance geboren: Am 4. Oktober 1515 kam Lucas Cranach der Jüngere auf die Welt. Martin Luther sollte wenige Jahre später seine Thesen veröffentlichen, die noch junge Wittenberger Universität zu einem Zentrum humanistischer Gelehrsamkeit avancieren. Zahlreiche Studenten strömten in die Vorlesungen Melanchthons und lernten die griechische Grammatik. Fürsten und Gelehrte diskutierten über antike Autoren und biblische Schriften.

Die Bilder Cranachs des Jüngeren stellen diese Welt vor Augen. Sie behandeln die Themen der Reformationszeit und lassen dabei die Gesichtszüge zeitgenössischer Gelehrter lebendig werden. In einer vierbändigen Bibel, die 1561 in Wittenberg gedruckt wurde, stellt Cranach sogar einen Gelehrten mit seiner Familie dar: In Form von Miniaturportraits, die auf Vorsatzblättern in die verschiedenen Bände eingefügt sind, werden – neben Martin Luther (Bd. 1) – der thüringisch-sächsische Edelmann Nikolaus von Ebeleben (Bd. 2), dessen Frau (Bd. 3) sowie drei seiner Kinder (Bd. 4) vorgestellt.

In der Staatsbibliothek zu Berlin werden die Bände heute aufbewahrt. Sie tragen die Signatur: Libr. in membr. impr. 12-15. Nähere Informationen zu ihnen finden sich in: Jutta Fliege, Die Bibel des Nikolaus von Ebeleben im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. In: Mitteilungen / Staatsbibliothek zu Berlin, Preussischer Kulturbesitz N.F. – 7.1998, S. 261-295.

 

Herzlich willkommen auf SBB aktuell, unserem neuen Blog-Netzwerk

Wir freuen uns heute den nächsten Schritt im digitalen Raum zu unternehmen.  Gerne gemeinsam mit Ihnen!

Unsere zahlreichen und vielfältigen Informationskanäle, wie unsere Website, unsere Newsletter und regelmäßigen Publikationen, unsere Aktivitäten in den Sozialen Medien auf Facebook, Twitter, YouTube finden mit diesem Blog nun eine sinnvolle und zeitgemäße Ergänzung.

Mit diesem Netzwerk wollen wir den Inhalt der verteilten Informationen unserer Einrichtung bündeln und in neuer Form und mit ansprechendem Design für Sie präsentieren.

Inhaltlich dürfen Sie eine Zusammenschau unserer Tätigkeiten, Services und Veranstaltungen erwarten.  Unserem Leitmotiv „Für Forschung und Kultur“ folgend werden die Beiträge über Wissenswertes informieren.  Seien diese kurz und knapp gehalten zum schnellen Wahrnehmen oder auch länger, in die Tiefe gehend, so verfolgen wir mit SBB aktuell ein Ziel:  Ihnen transparent zu machen, was Sie von dieser Institution in der Mitte Berlins erwarten können.

Sicher gehören wir nicht zu den ersten bloggenden Bibliotheken, aber zum Ausgleich beginnen wir vom Start weg mit einem ganzen Bündel an thematisch aufgebauten Einzelblogs. Vom ersten Tag an erwarten Sie Beiträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedensten Bereichen unserer Bibliothek. Unsere Sammlungsaktivitäten und Dienstleistungen sind so vielfältig wie das Personal.  Auch wir sind gespannt, welch thematischer Blumenstrauß nun ab Herbst erblühen wird. Lassen wir uns überraschen!

Blogs leben vom Austausch mit den Leserinnen und Lesern. Wir freuen uns daher ganz besonders auf Ihre Anregungen, Kommentare und Kritiken.

Ihre Barbara Schneider-Kempf

Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz