Tagungsband über den Aufklärer, Orientalisten und Büchersammler Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817)

Im September 2017 beschäftigte sich eine von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderte interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung an der Staatsbibliothek zu Berlin mit dem Wirken von Heinrich Friedrich von Diez, einer der schillerndsten Figuren der deutschen Spätaufklärung und ein großer Bücherliebhaber. Diez, Jahrgang 1751, begann als eloquenter und schreibwütiger Radikalaufklärer, bevor er als eigenwilliger preußischer Diplomat in Konstantinopel von sich reden machte. Bereits im Alter von vierzig Jahren zog er sich als Privatgelehrter zurück und widmete sich nunmehr dem Studium der türkischen Literatur. Seine  umfangreiche Bücher- und Handschriftensammlung ist eine der herausragenden Gelehrtenbibliotheken an der Staatsbibliothek zu Berlin.

Der kürzlich erschienene Tagungsband vereint erstmals Studien aus den Bereichen der Germanistik, (Bibliotheks-) Geschichte, Orientalistik und Philosophie, um sich Diez’ Persönlichkeit, seinem schriftstellerischen und diplomatischen Wirken sowie seiner Bedeutung als Büchersammler anzunähern. Die achtzehn enthaltenen Beiträge des Bandes ermöglichen uns nun eine viel genauere Vorstellung von diesem streitbaren Gelehrten, dem Goethe einige Inspiration zu seinem West-östlichen Divan verdankte.

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http://erf.sbb.spk-berlin.de/han/609779974/doi.org/10.1515/9783110647662

Eine erste Rezension des Bandes finden Sie hier:

http://www.informationsmittel-fuer-bibliotheken.de/showfile.php?id=10223

Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817): Freidenker – Diplomat – Orientkenner. Hg. von C. Rauch und G. Stiening, Berlin: deGruyter 2020. 434 S., 129,95 €

 

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