• BLOG-NETZWERK FÜR FORSCHUNG UND KULTUR
SBB aktuell
  • FOYER
  • SERVICE
  • IT-INNOVATION
  • WISSEN
  • FEUILLETON
  • Menü Menü

Persische Handschriften der Staatsbibliotheken in Berlin und München in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen

19.05.2023/0 Kommentare/in Presse, SBB-Startseite/von Pia Beckmann

Berlin/München. 19.05.2023

Zwei bedeutende Handschriften des persischen Dichters Dschalal ad-Din Rumi (1207 – 1273) sind in das Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes aufgenommen. Die beiden Werke – aus den Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek – sind Teil eines insgesamt 15 Handschriften umfassenden Gemeinschaftsantrags, an dem sechs Länder beteiligt waren und der unter Federführung der türkischen UNESCO-Kommission eingereicht wurde.

Dschalal ad-Din Rumi gilt als einer der bedeutendsten persischsprachigen Dichter, Philosophen und Mystiker des Mittelalters. Auf Rumi, auch als Maulana (türk. Mevlana, „unser Meister”) bekannt, geht der Mevlevi-Orden, der Orden der tanzenden Derwische, zurück.

Bei der Handschrift aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB Cod.pers. 45) handelt es sich um das zweite von sechs Büchern des bedeutenden Werks „Masnawi-ye ma’nawi“ (dt. „Geistige Doppelverse“) von Rumi. Die Handschrift entstand 1307 und zählt zu den frühesten Manuskripten des „Masnawi-ye ma’nawi“. Zur hohen wissenschaftlichen und textgeschichtlichen Relevanz der Handschrift tragen die Sekundäreinträge an den Seitenrändern, zwischen den Zeilen oder den Kolumnen bei. Die Münchner Handschrift stammt aus der Bibliothek des bekannten französischen Orientalisten Étienne Marc Quatremère (1782 – 1857), die 1858 für die damalige Hofbibliothek erworben wurde.

Die Handschrift im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin (Minutoli 21) umfasst alle sechs Bücher des „Maṯnawī-i maʿnawī“ und enthält etwa 25 000 Verse. Gefertigt im Jahr 1337, weist die Handschrift zwei Glossare auf, die das Textverständnis mit Erklärungen unterstützen und ist zusätzlich mit Randbemerkungen in Form von Ergänzungen und Varianten ausgestattet. Die Handschrift ist Teil der Minutoli-Sammlung, die 1863 von der damals Königlichen Bibliothek erworben wurde. Die Sammlung umfasst 300 Bände, darunter 117 persische Manuskripte.

Dr. Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, und Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek: „Die Aufnahme der Handschriften von Dschalal ad-Din Rumi in die Liste des UNESCO-Weltdokumentenerbes unterstreicht einmal mehr die internationale Bedeutung, die den beiden Staatsbibliotheken aufgrund ihres einzigartigen historischen Bestandes zukommt.“

BSB Cod.pers. 45 in den Digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek:
https://mdz-nbn-resolving.de/details:bsb00036285

Minutoli 21 in den Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin:
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00002D7400000000

Bildmaterial
Die Pressebilder zu den beiden Handschriften BSB Cod.pers. 45 und Minutoli 21 finden Sie unter
https://syncandshare.lrz.de/getlink/fi5Z1A4mK6LF3JJy8Qc2X3/

Kontakt Bayerische Staatsbibliothek

Dr. Dorothea Sommer
Stellvertretende Generaldirektorin
Telefon  +49 89 28638-2205
sommer@bsb-muenchen.de

Ulrike Rehusch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon  +49 89 28638-2057
presse@bsb-muenchen.de

Kontakt Staatsbibliothek zu Berlin

Dr. Christoph Rauch
Leiter der Orientabteilung
Telefon  +49 30 26643-5800
christoph.rauch@sbb.spk-berlin.de

Barbara Heindl
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon  +49 30 26643-31900
presse@sbb.spk-berlin.de

Schlagworte: BSB, Orient, Orientabteilung, Persien, Rumi, sbb, UNESCO, UNESCO-Weltdokumentenerbe, Wetdokumentenerbe
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Auf WhatsApp teilen
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/SBB_Matnawi192v-e1684489264708.jpg 896 1097 Pia Beckmann https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/stabi-logo-kante.png Pia Beckmann2023-05-19 11:42:472026-06-24 09:49:46Persische Handschriften der Staatsbibliotheken in Berlin und München in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen
Das könnte Sie auch interessieren
SBB-PK Orient-Digital wird großzügig von Deutscher Forschungsgemeinschaft gefördert
SBB-PK: Mus. ms. autogr. Beethoven, L. v. 40,1, S. 50Public Domain 1.0 Beethovens „Divan“
Kabbalah Phillipps 1392 – Orientabteilung SBB-SPK „Jewish Kabbalah and Magic in Ashkenaz“ – Werkstattgespräch am 17.3.
Yosef Gar: Umkum fun der yiddisher Kovne. Minkhen : Farband fun Liṭṿishe Yidn in der Ameriḳaner-Zone in Dayṭshland 1948. Signatur: O 63_4 A. Staatsbibliothek zu Berlin - PK - Lizenz: CC BY_NC-SA 2. Buchpatenschaft für den Monat Mai
Adventskalender-Türchen17
Noch bis 24. Juli: Beethoven pur in Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt“
Schwarz auf weiß: h-Moll-Messe ist UNESCO-Weltdokumentenerbe
Symposium „Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817) – Diplomat, Orientalist und Sammler“
0 Kommentare

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Search Search

Kommentare:

  • Anna bei Neue Trinkwasserspender für alle | New Drinking Water Dispensers for All
  • Thomas Parschik bei Röntgentermin für den Pharao
  • SuK bei Wissenshunger stillen ohne Krümel | Feed Your Hunger for Knowledge — Without the Crumbs
  • Thomas Parschik bei Tollkühne Frauen und Männer und fliegende Kisten
  • Benutzungskommunikation bei Wissenshunger stillen ohne Krümel | Feed Your Hunger for Knowledge — Without the Crumbs

Schlagwörter

Ausbildung Ausleihe Ausstellung Benutzung Benutzungseinschränkung Bilderbuch Buchpatenschaft CrossAsia Datenbank digitale Lektüretipps Digitalisierung E.T.A. Hoffmann Fachinformation Freunde der Staatsbibliothek Geschichte Hinweis Import Jugendbuch Kinderbuch Kulturelles Erbe Lesesaal Martin Luther Materialität Musik Osteuropa Presse Promovierende Provenienzforschung Recherche Recht Rechtsforschung Rechtswissenschaften Reformation Restaurierung sbb online offen Service Servicezeiten Slawistik Stipendienprogramm Werkstattgespräch Wissenswerkstatt Workshop Zeitschriftendatenbank Zeitungen Öffnungszeiten

Unsere Blogs

  • E. T. A. HOFFMANN PORTAL
  • FEUILLETON
  • FOYER
  • FREUNDE DER BIBLIOTHEK
  • HISTORISCHE DRUCKE
  • INKUNABELN
  • IT-INNOVATION
  • KARTEN
  • MUSIK
  • ORIENT
  • PODCAST
  • PRESSE
  • SERVICE
  • TERMINE
  • WISSEN

Suche über alle Beiträge:

Search Search

Folgen Sie uns auf Instagram

Folgen Sie uns auf Bluesky

Folgen Sie uns auf Mastodon

Besuchen Sie uns auf Youtube

ARCHIV ALLER BLOGBEITRÄGE

Zum Kalender
© Copyright - Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
  • RSS-Feeds abonnieren
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Barriere melden
Link to: „Hyakunin isshu“ and the Hiroshige studio: Utagawa Hiroshige and „Hyakunin isshu jokunshō“ Link to: „Hyakunin isshu“ and the Hiroshige studio: Utagawa Hiroshige and „Hyakunin isshu jokunshō“ „Hyakunin isshu“ and the Hiroshige studio: Utagawa Hiroshige and...Detail of a portrait of Fujiwara no Teika by Utagawa Hiroshige in "Hyakunin isshu jokunshō". - Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, shelf mark: 5 A 230984 ROA, 11vPublic Domain Link to: „Hyakunin isshu“ and the Hiroshige studio: Utagawa Hiroshige and „Hyakunin isshu jokunshō“ Link to: „Hyakunin isshu“ and the Hiroshige studio: Utagawa Hiroshige and „Hyakunin isshu jokunshō“ „Hyakunin isshu“ and the Hiroshige studio: Utagawa Hiroshige and „Hyakunin...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen