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Ausschnitt des Kartenblattes aus dem Großen deutschen Kolonialatlas: Karte von Kamerun 1:1.000.000, Blatt 2 Tschad. (links von 1901, rechts von 1909). CC BY-NC-SA 3.0

Namen auf Karten: Werkstattgespräch zur Vergleichenden Kolonialtoponomastik am 20.2.

Werkstattgespräch: Namen auf Karten – einige Einblicke in Forschungsfragen der Vergleichenden Kolonialtoponomastik

  • Termin

    Di 20. Februar 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Schulungsraum K3 im Lesesaal
    (Treffpunkt I-Punkt im Foyer)
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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Ausschnitt des Kartenblattes aus dem Großen deutschen Kolonialatlas: Karte von Kamerun 1:1.000.000, Blatt 2 Tschad. (links von 1901, rechts von 1909). CC BY-NC-SA 3.0


Prof. Dr. Thomas Stolz & Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Universität Bremen
Fachliche Betreuung: Wolfgang Crom, Kartenabteilung Staatsbibliothek zu Berlin

Dass die materielle Fixierung von Ortsnamen auf Karten einen linguistischen Forschungsgegenstand eigener Art darstellt, darf bereits in der Toponomastik als innovativer Gedanke gelten. Während man sich in der Namenkunde selbstverständlich ausführlich mit Ortsnamen befasst hat und eine solche Beschäftigung gerade für koloniales Place-Making jüngst mit Arbeiten im Projektzusammenhang der Vergleichenden Kolonialtoponomastik geschieht (vgl. u.a. Stolz & Warnke 2017; Stolz, Warnke & Levkovych 2016), neigt eine medial eher wenig interessierte Linguistik dazu, Fragen der materiellen Vorkommen von Ortsnamen bei ihren Analysen unberücksichtigt zu lassen, das Toponym also zu entkontextualisieren. Demgegenüber möchten wir dafür plädieren, Toponyme nicht nur als eine Namenklasse zu verstehen, sondern auch in Bindung an Kontextualisierungen im sogenannten Umfeld. Karl Bühler unterscheidet in seiner Sprachtheorie (Bühler 1934/1999: 154–168) drei Typen des so genannten Umfelds: Vorkommen von Zeichen in Bindung an praktische Handlungen, an materielle Kontexte und an textuelle Umgebungen. Wir halten diese Differenzierung auch im Rahmen einer toponomastischen Neukonzeption für sinnvoll und wollen uns zu diesem Zweck insbesondere mit der materiellen Vertextung von Toponymen auf Karten befassen. Dazu etablieren wir die toponomastische Teilkategorie von ‚Namen auf Karten’, die wir als ‚Epichartika’ bezeichnen. Wir werden im Vortrag diese Namenklasse einführen und am Beispiel kolonialtoponomastischer Daten die empirische Bedeutung damit anknüpfender Fragestellungen aufzuzeigen versuchen. Der Vortrag dient insofern auch der Vorstellung bisheriger Arbeitsweisen im Bremer Forschungszusammenhang der Vergleichenden Kolonialtoponomastik.


Bühler, Karl. 1934/1999. Sprachtheorie. Die Darstellungsfunktion der Sprache. Stuttgart: Lucius und Lucius.

Stolz, Thomas & Ingo H. Warnke. 2017. Anoikonyme und Oikonyme im Kontext der vergleichenden Kolonialtoponomastik. In A. Dunker, Th. Stolz & I. H. Warnke (eds.), Benennungspraktiken in Prozessen kolonialer Raumaneignung. Berlin/Boston: de Gruyter, 205–229.

Stolz, Thomas, Ingo H. Warnke & Nataliya Levkovych. 2016. Colonial Place Names in a Comparative Perspective. Beiträge zur Namenforschung 51, 3/4. 279–355.

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BKM-Förderprogramm zur Bestandserhaltung geht weiter

Um national wertvolles schriftliches Kulturgut zu erhalten, schreibt Kulturstaatsministerin Grütters auch in diesem Jahr zusätzliche Fördermittel aus. Der Bund unterstützt Projekte etwa von Bibliotheken und Archiven mit bis zu 50 Prozent der Kosten.

Mehr finden Sie auf der entsprechenden Website der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien

SBB-PK CC BY-NC-SA

Wissenswerkstatt-Schulungen im Februar

In den Workshops der Wissenswerkstatt können Sie sich aus vier übersichtlichen Modulen genau die Schulungen aussuchen, die am besten auf Ihre aktuelle Situation zugeschnitten sind:

  • Im Modul A finden Sie die grundlegenden Einführungen in die Benutzung der Bibliothek.
  • Die Kurse der Module B (Einführung) und C (Vertiefung) widmen sich den Recherchetechniken bei der Literatursuche.
  • Das Modul W ist unser Angebot für Wissenschaft und Forschung. Literaturverwaltung, wissenschaftliches Arbeiten und Publikationsberatung stehen hier auf dem Plan.

Im Februar möchten wir Sie zu folgenden Veranstaltungen einladen:

 

Modul A – StabiStart-Einführungen:

  • Haus Potsdamer Straße:
    Montag, Mittwoch und Freitag: 11 Uhr
    Dienstag und Donnerstag: 17 Uhr
    Treffpunkt: I-Punkt in der Eingangshalle
  • Haus Unter den Linden:
    Mittwoch: 11 Uhr
    Treffpunkt: Erstauskunft im Eingangsbereich

 

Modul B – allgemeine und fachspezifische Rechercheworkshops:

 

Workshop Modul C – Fachspezifischer Workshop mit eigenem Thema:

 

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