Darstellung im Bereich ‚Aktuelles‘ auf der Startseite des SBB-Webauftritts.

Aller guten Materialitäten sind drei – mindestens!

Unser Dialog mit der Forschung …

Die Aufwertung von objektbezogenen Kompetenzen zu wissenschaftlichen Schlüsselqualifikationen im Zuge des Material Turn der Geistes- und Kulturwissenschaften eröffnet gerade für Forschungsbibliotheken mit herausragenden Spezialbeständen und historischen Sondersammlungen ungeahnte Chancen für ihre Neupositionierung gegenüber Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund organisieren die Staatsbibliothek zu Berlin und der Arbeitskreis Materialität der Literatur seit 2014 die beliebte Vortragsreihe „Die Materialität von Schriftlichkeit“. Ziel dieses Dialogs zwischen Bibliothek und Forschung – so der programmatische Untertitel der Veranstaltungsserie – ist es, theoriegeleitete Perspektiven auf Handschriften, historische Drucke und moderne Künstlerbücher mit aus der Praxis entwickelten Fragestellungen zu konfrontieren und dabei den Dualismus von Trägersubstanz und semiotischer Ebene von Texten zu überwinden.

Als integrierende Klammer der ausgewählten Vorträge dient das Forschungsprogramm des von Angehörigen der Freien Universität, der Humboldt-Universität sowie der Universität Potsdam getragenen Arbeitskreises. Konkret geht es den sich in den Grenzbereichen von Literatur- und Buchwissenschaft sowie von Analytischer Bibliographie, Typographiegeschichte, Materialitätsstudien und Artefaktanalyse verortenden Mitgliedern dieses Netzwerks darum, die Möglichkeiten vor allem literaturwissenschaftlicher Forschung durch die theoretische und systematische Beschäftigung mit den materialen und medialen Grundlagen von Texten zu erweitern: Im Zentrum stehen dabei sowohl die Theorie der textuellen Materialität und Dinghaftigkeit als auch die historische Beschäftigung mit den Trägermaterialien und Technologien, Schreibgeräten und Schreibstoffen, Formaten und Formen materieller Texte.

… geht natürlich weiter

Gerade mit Blick auf das neue Forschungsinteresse der Geistes- und Kulturwissenschaften nach ihrem Material Turn an Artefakten und „Nonhumans“ (Bruno Latour) ist es insofern wohl auch nur folgerichtig, dass wir im Rahmen unserer Veranstaltungsaktivitäten das gute alte Sprichwort beherzigen, dem zufolge aller guten Dinge drei sind – oder vielmehr: mindestens drei. Denn von unserer Nachbarschaft im Berliner Regierungsviertel wissen wir ja nur zu gut, wie wichtig es ist, den Dialog keinesfalls abreißen zu lassen.

Seien Sie also herzlich eingeladen zur dritten Staffel unserer gemeinsamen Vortragsreihe „Die Materialität von Schriftlichkeit – Bibliothek und Forschung im Dialog“, die wir natürlich nicht im Pay-TV, sondern wie immer live und exklusiv in unseren Räumen übertragen und gelegentlich auch über unseren YouTube-Kanal im Nachgang zugänglich machen. Während wir uns schon auf Sie freuen, dürfen Sie sich auf ein gewohnt abwechslungsreiches Programm freuen, das gewissermaßen den Bogen vom Druckbogen zum Geigenbogen schlägt und zum Reformationsjubiläum mit einem echten Hammerthema aufwarten möchte. Neugierig geworden? Dann werfen Sie doch einfach einen Blick in unsere Informationsmateriali(tät)en unter:

www.staatsbibliothek-berlin.de/materialitaet

P.S. Die Vortragsreihe ist Bestandteil eines übergreifenden Akademieprogramms, unter dessen Dach die Staatsbibliothek zu Berlin voraussichtlich ab 2017 ihre Veranstaltungsaktivitäten bündeln möchte.

Neue Blogreihe: Meere und Ozeane

Am 7. Juni fiel der Startschuss für das aktuelle Wissenschaftsjahr 2016*2017, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Initiative Wissenschaft im Dialog ausgerichtet wird. Im Zentrum stehen dieses Mal Meere und Ozeane. Unter dem Motto Entdecken. Nutzen. Schützen finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zu den sechs Themenschwerpunkten Nahrungsquelle und Schatzkammer, Rohstofflager und Energielieferant, Arktis und Antarktis, Wetterküche und Klimamaschine, Seestraße und Handelsroute sowie Sehnsuchtsort und Naturgewalt statt.

Vielleicht sind Sie bereits an Bord der MS Wissenschaft gewesen, die im Juni am Berliner Schiffbauerdamm ankerte und zur Mitmach-Ausstellung „Meere und Ozeane“ einlud, und können nun nicht genug davon bekommen? Oder Sie kommen gerade aus dem Sommerurlaub an der See zurück und vermissen die frische Meeresluft? Die Berliner Luft hat zwar „einen holden Duft“, wie schon Heinrich Bolten-Baeckers – Texter der Berliner Landeshymne – wusste, doch wahrlich keinen salzhaltigen, und die Spree ist auch nicht ganz ein Ozean, doch Berlin, vor allem aber die Staatsbibliothek zu Berlin hat Ihnen da einiges zum Thema zu bieten – nicht nur architektonisch mit dem „großen Bibliothekstanker“ Hans Scharouns mit seinen Bullaugenfenstern und den relingartigen Galerien. Deshalb setzen wir für Sie die Segel und stechen in See zu einer Entdeckungsreise durch unsere Fachgebiete und Sammlungsbereiche.

In der Blogreihe „Meere und Ozeane“ schließen wir uns dem Motto Entdecken. Nutzen. Schützen an und berichten während des Wissenschaftsjahrs regelmäßig über allerlei Wissenswertes zum Thema aus verschiedenen Fachgebieten, besondere Buchschätze und skurrile Fakten – mal ernsthafter, mal unterhaltsamer, und immer mit Bezug zu unseren Sammlungen. Freuen Sie sich beispielsweise auf Beiträge aus den Bereichen Politik, Technik, Literatur, Geografie, Tourismus und vieles mehr.

Lichten Sie mit uns die Anker und tauchen Sie gleich zum Auftakt mit uns ab in die Tiefsee – mit einem Beitrag aus der Zoologie: Zwischen Mythos und Wissen: Vom Leviathan zum Riesenkalmar.

Sehen Sie grün im StaBiKat!

Mit unserer neuen Verfügbarkeitsanzeige im klassischen StaBiKat erkennen Sie jetzt bereits in der Trefferliste, welche der gefundenen Medien Sie zeitnah lesen können. Dazu nutzen wir die bewährten Ampelfarben kombiniert mit einer beschreibenden Ausschrift. So können Sie gleich auf den ersten Blick erfassen, dass Sie ein gesuchtes Buch bestellen können und sparen viele Klicks!

Unsere Ampelfarben

Grün steht für aktuell verfügbare, bestellbare Bände und Präsenzbestand in den Lesesälen sowie für online verfügbare Quellen. Hierbei haben wir uns von Ihren Aussagen zu „verfügbar“ in der stabikat+ -Umfrage im letzten Sommer leiten lassen.
Gelb angezeigt werden verliehene, vormerkbare Bände aber auch einige ältere Werke mit dem Hinweis „Kriegsverlust möglich“, deren Daten wir in der nächsten Zeit noch korrigieren werden.

StaBiKat-Ausschnitt mit Verfügbarkeitsanzeige – Staatsbibliothek zu Berlin – PK / CC BY-SA-NC

Rot werden Werke gekennzeichnet, die nicht mehr in der Staatsbibliothek vorhanden oder langfristig nicht zugänglich sind, also Verluste oder vermisste Bände, die aber der Vollständigkeit halber weiterhin im StaBiKat angezeigt bleiben.
Graue Buttons sehen Sie, wenn zu einem Treffer mehrere Exemplare oder mehrere Bände gehören. Die Ampelfarben finden Sie dann erst nach dem nächsten Klick in der Detailanzeige des Treffers wieder.
Der farbige Button mit der zugehörigen Ausschrift führt entweder direkt zum Bestellen oder zur Detailanzeige im StaBiKat.

Snippets im Katalog?

Haben Sie unter einigen Suchergebnissen … Snippets … bemerkt? Snippets sind kurze Textauszüge. Im StaBiKat zeigen sie den Kontext des gesuchten Begriffes im Inhaltsverzeichnis des Bandes oder einer Rezension an, wenn Ihr Suchbegriff nicht in der Titelbeschreibung genannt ist.

Jetzt die neuen Funktionen testen

… und selbst den Mehrwert entdecken. Wir bieten Ihnen die Verfügbarkeitsanzeige zunächst im klassischen StaBiKat in einer Beta-Version an. Manche Einstellungen könnten sich noch ändern. Die komfortable Trefferanzeige möchten wir Ihnen aber nicht länger vorenthalten.

Verfügbarkeit demnächst auch in stabikat+

Für unsere Literatursuchmaschine stabikat+ ist die Einbindung der Verfügbarkeitsanzeige selbstverständlich ebenfalls aktuell geplant, um auch hier die Recherche für Sie noch attraktiver zu gestalten.

 

Kennen Sie eigentlich schon….statista?

Wir bieten Ihnen eine Vielzahl elektronischer Datenbanken an, auf die Sie über die bekannten Zugangswege StaBiKat/stabikat+  und Datenbank-Infosystem (DBIS) zugreifen können. In unregelmäßigen Abständen stellen wir hier in SBB aktuell Highlights aus unseren digitalen Ressourcen vor, so beispielsweise Britannica ImageQuest oder MLA.
Dieser Beitrag widmet sich einer weiteren Ressource aus unserem Portfolio, welche wir in diesem Jahr für Sie lizenziert haben: das Statistik-Portal statista.

Inhalt der Ressource:

Statista ist eine der umfangreichsten Datenbanken mit statistischen Zahlen, Daten und Fakten. Neben eigenen Statistiken des Anbieters sind weitere Quellen von Markt- und Meinungsforschungsinstituten, Verbänden und Forschungseinrichtungen, nationaler öffentlicher Institutionen und internationaler Organisationen unter einer Oberfläche enthalten.
Die Bandbreite ist (fast) unerschöpflich:
Von der durchschnittlichen Sonnenscheindauer pro Monat in Berlin über die Anzahl der Richter in Deutschland nach Gerichtsart oder Hotelpreise in europäischen Städten bis hin zu besten Geldanlagen vergangener Tage.

Zugriff:

Die Staatsbibliothek bietet eine so genannte Campus-Lizenz an. Diese bietet nach Eingabe Ihrer SBB-Benutzerdaten den direkten und unlimitierten Zugriff auf die Statistiken mit Download-Optionen. Wie für viele andere von uns lizenzierten Ressourcen gilt auch für statista: Remote Access im Sinne eines Fernzugriffes ist möglich.

Recherchemöglichkeiten:

Die Suche nach geeigneten Statistiken erfolgt mittels Stich-/Schlagwortsuche über eine einfache Suche oder eine Browsingstruktur nach Branchen, Ländern, Themen, Digital Markets oder Infografiken.

Anzeige:

Die Einzelstatistiken können grundsätzlich in drei Formen dargestellt werden: als Balken- oder Liniendiagramm oder als Tabelle.
Zur besseren Orientierung werden zu jeder Statistik die verfügbaren Metadaten wie Quelle, Veröffentlichungsdatum, Anzahl und Art der Befragten, Erhebungszeitraum usw. mit angezeigt. Verwandte und aktuelle Statistiken, passende Studien und Themen-Dossiers führen zu weiteren Informationen. Umfangreiche Treffermengen können zudem über Filter weiter reduziert werden.

Datenexport:

Standardmäßig ist der Export/Download als PNG, XLS, PPT und PDF möglich, um die Ergebnisse in wissenschaftlichen Arbeiten einzubinden. Eine Zitat-Funktion ermöglicht zudem die Auswahl gängiger Zitierstile mit dem Ziel der wissenschaftlich korrekten Referenzierung der Statistik.
Die Veröffentlichung im Internet über eigene Webseiten, Blogs usw. ist für  die Basisstatistiken möglich. Hierzu ist der mitgelieferte HTML-Code per copy and paste einzubinden. Für weitere Informationen diesbezüglich lesen Sie bitte die Nutzungsbedingungen von statista.

Ein kurzes Online-Tutorial erleichtert den Einstieg im Umgang mit der Ressource.

Überzeugen Sie sich selbst von diesem hervorragenden Angebot für alle, die zielgerichtet nach validen Zahlen, Daten und Fakten suchen oder die einfach nur Statistiken durchstöbern wollen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an den Autor dieses Beitrages: Heinz-Juergen.Bove@sbb.spk-berlin.de

Kreative Sommerpause und dann ….?

Die Stammkunden der StaBi-Wissenswerkstatt wissen es bereits, jeden Sommer, von Mitte Juli bis Anfang September, gönnt sich das Team eine kleine Verschnaufpause, um neue Ideen für unser Schulungsangebot zu sammeln. Ausgehend von den Fragen unserer Leserinnen und Leser, aber auch aufgrund von Veränderungen bei den Dienstleistungen der Bibliothek, im Wissenschaftsbetrieb oder auf dem Publikationsmarkt stellen wir für Sie neue Workshops und Informationsangebote zusammen.

Wir, das sind vor allem die Fachreferentinnen und Fachreferenten der Wissenschaftlichen Dienste sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen.
Noch stimmen wir intern Termine ab, buchen Räume und formulieren Infotexte, möchten ihnen aber bereits jetzt einen Vorgeschmack auf das geben, was Sie von Mitte September bis kurz vor dem Jahreswechsel bei uns erwarten können. Sobald das Programm steht, finden Sie dieses wie gewohnt auf unserer Webseite. Noch unkomplizierter erhalten Sie die Informationen, wenn Sie unseren Wissenswerkstatt-Newsletter abonnieren, der Sie ca. 1x im Monat mit aktuellen Nachrichten zu unseren  Veranstaltungen versorgt.

Konkret geplant sind für den Herbst folgende Schwerpunktthemen oder Reihen, wobei sich Titel natürlich noch ändern können:

Sie fragen, wir antworten!

Unter diesem Motto bieten wir Ihnen vier offene Fragestunden an. Sie nennen uns vorab oder direkt im Workshop Ihr Anliegen, ein bestimmtes Recherchethema, eine Datenbank, mit der Sie nicht klarkommen o.ä. und wir helfen Ihnen weiter. Die Fachspezialisten kommen diesmal aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Geschichte, Sozialwissenschaften und den Philologien.

Open Access – Publikationskulturen im Wandel

In diesen neu ins Programm aufgenommene Workshops zeigen wir Ihnen zum einen, wie Sie in freien Webangeboten, Publikationsservern oder Fachrepositorien an wissenschaftliche Texte und Informationen gelangen und erklären außerdem, welche Möglichkeiten es in den jeweiligen Disziplinen gibt, eigene Texte im Netz zu publizieren. Thematische Schwerpunkte sind auch hier Philologien, Kultur- und Geschichtswissenschaften sowie Sozial- und Rechtswissenschaften.

Workshop-Klassiker

Nicht fehlen dürfen natürlich Angebote, die immer wieder sehr stark nachgefragt werden. Für die kommende Saison haben wir hier vier Themen ausgewählt, die sich zum einen eher an Anfänger richten (allgemeine Recherchestrategien), aber auch etwas für Personen, die sich mitten in einer Recherchephase befinden und einfach noch mehr Inhalte suchen (statistische Daten und Fakten sowie Geschichte) und für Promovierende gibt es wieder den Doppelpack „Publish or Perish!?“.

„Zeitmaschine StaBi“: zurück in unsere Historischen Bestände

Und für alle, die sehen möchten, welche Kostbarkeiten noch in den Magazinen der Bibliothek verborgen sind und wie man diese auch bequem auf elektronischem Wege erreichen kann, startet die „Zeitmaschine StaBi“. Diesmal mit Briefen und Nachlässen in der Datenbank Kalliope, dem Angebot der Kartenabteilung und Digitalisaten aus vergangenen Jahrhunderten.

Sollten Sie darüber hinaus Themenvorschläge für neue Workshops haben oder mit einer größeren Gruppe an ihrem Wunschtermin zu uns kommen wollen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Wir freuen uns auf Sie!