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Rahmungen: Psalmen – Faust – Insel-Verlag. Werkstattgespräch am 8.11.

Wissenswerkstatt
Rahmungen: Psalmen – Faust – Insel-Verlag
Werkstattgespräch mit Dr. Philip Ajouri, PD Dr. Ursula Kundert, PD Dr. Carsten Rohde, Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel
Dienstag 8. November 2016
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden (Eingang Dorotheenstraße 27)
Treffpunkt in der Eingangshalle (Rotunde)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Der Vortrag fragt nach dem Effekt materialer Rahmungen bei der Präsentation kanonischer Werke. Im Kontrast von Stoffen, Gattungen, Produktionszusammenhängen und Zeitpunkten werden Beispiele medialer Konstellationen beschrieben, welche zur systematischen und mediengeschichtlichen Diskussion anregen: War zum Beispiel der Einband für norddeutsche Psalmen des 15. Jahrhunderts, für Medialisierungen des Faust-Stoffes im 19. Jahrhunderts sowie für Bände des Insel-Verlages zu Anfang des 20. Jahrhunderts gleichermaßen wichtig und wirkmächtig? Welche mediengeschichtlichen Veränderungen gehen mit je unterschiedlichen Rahmungen einher? Welche Rahmungen sind über alle genannten Faktoren hinweg erstaunlich konstant?

Philip Ajouri, Carsten Rohde und Ursula Kundert bilden das Projekt „Text und Rahmen“ im Forschungsverbund des Deutschen Literaturarchivs Marbach, der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.
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Hänsel, Gretel und Zeitgeist. Werkstattgespräch zu Märchenopern am 20.10.

Wissenswerkstatt
Hänsel, Gretel und Zeitgeist. Märchenopern als Spiegel ihrer Entstehungszeit
Werkstattgespräch mit Dr. Beata Kornatowska, Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, Polen,
2015 Stipendiatin im Stipendienprogramm der SPK
Donnerstag 20. Oktober 2016
18.15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt in der Eingangshalle (I-Punkt)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Oper bevorzugt bekannte Stoffe, daher stellen Märchen für sie ein dankbares Objekt dar. Oft beschränken sich die Verfasser von Adaptionen, Librettisten und Komponisten nicht auf die bloße Anpassung der Vorlage an die spezifischen Anforderungen der Opernform, sondern benutzen sie als Projektionsfläche für aktuelle oder persönlich relevante Inhalte. So entstehen Interpretationen, die vom Zeitgeist und von künstlerischer Individualität geprägt sind: Dieselbe Märchenvorlage erscheint z.B. einmal im Gewand des dämonischen Pathos (Undine von E. T. A. Hoffmann), ein anderes Mal in biedermeierlicher Alltagskleidung (Undine von Albert Lortzing). An einigen Beispielen aus der deutschen Operngeschichte (Werke von E. T. A. Hoffmann, Albert Lortzing, Engelbert Humperdinck, Siegfried Wagner, Alexander von Zemlinsky) wird im Vortrag gezeigt, wie sich geistige und ästhetische Tendenzen der Entstehungszeit in den Opernwerken spiegeln, wie Märchenstoffe und Märchenfiguren gleich Schiefertafeln neu beschrieben, mit einer komischen, ironischen, psychologischen oder zeitkritischen Dimension versehen werden.

 

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Stipendienprogramm der SPK an der Staatsbibliothek zu Berlin

Den Beobachter beobachten. Werkstattgespräch zur ethnologischen Objektivität am 11.10.

Wissenswerkstatt
Den Beobachter beobachten. Eine sehr kurze Geschichte ethnologischer Objektivität
Werkstattgespräch mit Dr. Jörg Lehmann, Freie Universität Berlin
Dienstag 11. Oktober 2016
18.15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt in der Eingangshalle (I-Punkt)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Paratexte sind all jene Informationen, die einen Text umgeben und verlängern, um ihn im üblichen, aber auch im vollsten Sinn des Wortes zu präsentieren; ihn präsent zu machen. Als bibliographische Metadaten werden sie routinemäßig von Verlagen erstellt und z.B. der Deutschen Nationalbibliothek übermittelt oder als Library of Congress Cataloging-in-Publication Data erfasst. Am Beispiel von über 100 Ethnographien soll dargestellt werden, wie diese Textsignale systematisch ausgewertet werden können. Dabei soll folgenden Leitfragen nachgegangen werden: Wie lassen sich Darstellungskonventionen in der Ethnologie beschreiben? Können Abweichungen von diesen Konventionen identifiziert werden und wie sehen sie aus? Wie funktionieren Gattungsprogramme, wie wird ethnologisches Schreiben generisch formatiert? Wie bedingen Paratexte ethnologische Objektivität und Subjektivität sowie die spezifische Sachlichkeit und Emotionalität in der Ethnologie? Und welche Anschlussfähigkeit im Hinblick auf Metadaten und bibliometrische Werte ergibt sich hieraus?

 

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