• BLOG-NETZWERK FÜR FORSCHUNG UND KULTUR
SBB aktuell
  • FOYER
  • SERVICE
  • IT-INNOVATION
  • WISSEN
  • FEUILLETON
  • Menü Menü

Schlosstheater Rheinsberg – zwischen Rückblick auf 2023 und Ausblick auf 2024

30.10.2023/0 Kommentare/in Feuilleton, Foyer, Musik, SBB-Startseite, Wissen/von Marina Schieke-Gordienko

Bei den diesjährigen Osterfestspielen im Schlosstheater Rheinsberg wurde die Opera seria „Silla“ von Carl Heinrich Graun (1704-1759) in einer Koproduktion mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wiederaufgeführt.

Die letzte Aufführung der Oper fand 1783 im Königlichen Opernhaus statt, dann fiel der Vorhang und das Werk geriet in Vergessenheit – zu Unrecht!

Mit einer exzellenten solistischen Besetzung (u.a. vier Countertenöre, wie Bejun Mehta in der Rolle des Sulla) und dem Orchester der Innsbrucker Festwochen unter der Leitung von Alessandro de Marchi, wurde die Inszenierung des Opernregisseurs Georg Quander als Wiederentdeckung gefeiert.

Die Aufführung basierte auf der praktischen Urtextausgabe, die aufgrund von zwei Manuskripten und einem Textdruck aus dem Bestand der Musikabteilung erstellt wurde.

Libretto (Mus. Tg 884)

Partitur 1 von 1753 (Mus.ms. 8230)

Partitur 2 von 1780 (Am B. 207)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im kommenden Jahr wird das Schlosstheater in Rheinsberg 250 Jahre alt.

Aus diesem Anlass stehen die Osterfestspiele 2024 im Zeichen der Feierlichkeiten um die Musik-, Theater- und Festkultur am Hofe des Prinzen Heinrich. Er liebte die französischen Vaudevilles, ließ zahlreiche Opern von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) aufführen und förderte auch das Opernschaffen des Dirigenten Johann Peter Salomon (1745-1815). Der Geiger und Komponist stammte aus Bonn und war mit der Familie Beethoven bekannt. Von 1764-1778 prägte er das Musikleben am Rheinsberger Hof und wurde zum Hofkapellmeister ernannt. Prinz Heinrich verfasste auch Libretti zu Salomons Opern.

Auf Anfrage der Intendanz der Rheinsberger Festspiele beförderten die Recherchen in verfügbaren Antiquariats-Katalogen und anderen Nachweisinstrumenten der Musikabteilung keine verwendbaren Quellen zu Opern von Salomon zu Tage. Alle Aufführungsmaterialien der im Rheinsberger Theater erfolgreich aufgeführten Opern von Johann Peter Salomon  (u.a. „Titus“) gelten als verschollen.

Aufgrund der geringen Aussicht auf Aufführungsmaterialien, entschied sich die Rheinsberger Festspielleitung für Christoph Willibald Gluck und somit wird der Mythos des antiken Tragödienstoffs der 1774 in Paris erstmals aufgeführten Tragédie Opéra „Iphigenie in Aulis“ (Text: François Louis Gaud-Lebland du Roullet, nach Jean Racine / Euripides) neu zu entdecken sein.

Sie wird der Auftakt zu einem Troja-Zyklus sein, der im Sommer 2024 in der Kammeroper Rheinsberg fortgesetzt werden soll.

Wir sind gespannt und wünschen schon jetzt gutes Gelingen!


Weitere Informationen:

Informationen zur Wiederaufführung Schlosstheater Rheinsberg:
https://osterfestspiele-schloss-rheinsberg.de/produktionen/silla/
https://osterfestspiele-schloss-rheinsberg.de/produktionen/iphigenie-in-aulis/

Quelle: Andrew Hamilton: Rheinsberg, Friedrich der Grosse und Prinz Heinrich von Preussen. Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Dielitz, Berlin 1882.

Schlagworte: Musik
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Auf WhatsApp teilen
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/Schlosstheater-scaled.jpg 1442 2560 Marina Schieke-Gordienko https://blog.sbb.berlin/wp-content/uploads/stabi-logo-kante.png Marina Schieke-Gordienko2023-10-30 12:08:072026-06-24 09:45:04Schlosstheater Rheinsberg – zwischen Rückblick auf 2023 und Ausblick auf 2024
Das könnte Sie auch interessieren
Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron! Mendelssohns römisches Weihnachtslied – ein Luther-Choral
Einband von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Concerto in D moll pour le Piano Forte, Nr. 13. Avec Accompagnement de deux Violons, deux Violes, Flute…(KV 466). Partiturabschrift von Otto Hatwig (1766-1834) aus dem Jahr 1831. Bibliothekssignatur: Mus.ms. 15483/1. Staatsbibliothek zu Berlin - PK. Lizenz: CC-BY-NC-SA Buchpatenschaft für den Monat Juni 2018
„Mit herzlichen Grüßen, Ihr Wilhelm Furtwängler“
Der Paukenschlag zum Kirchentag – Wiederaufnahme der Ausstellung Bibel – Thesen – Propaganda
Beethovens 9. Sinfonie „Freude, schöner Götterfunken…“
Erste Vertonung von Shakespeares „Romeo und Julia“ erworben
Fabricius, Johann: Rosen Gärtlein : Christlicher Rosengarte/ Daraus ein jeder Christ in allerleyCreutz/ Trübsal/ Angst/ und Noth/ Kräutlein/ blümlein/ und mancherley schöne Rößlein zur Labung und erquickung/ abbrechen und hinweg nehmen mag / In diesen Zeiten gantz tröstlich und lieblich zu lesen zugericht. - Nürnberg: Heussler, 1602. Bibliothekssignatur Slg Wernigerode Hb 540. Staatsbibliothek zu Berlin - PK. Lizenz: CC-BY-NC-SA Buchpatenschaft für den Monat September 2018
Carl Maria von Weber: Romanza siciliana
0 Kommentare

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Search Search

Kommentare:

  • Anna bei Neue Trinkwasserspender für alle | New Drinking Water Dispensers for All
  • Thomas Parschik bei Röntgentermin für den Pharao
  • SuK bei Wissenshunger stillen ohne Krümel | Feed Your Hunger for Knowledge — Without the Crumbs
  • Thomas Parschik bei Tollkühne Frauen und Männer und fliegende Kisten
  • Benutzungskommunikation bei Wissenshunger stillen ohne Krümel | Feed Your Hunger for Knowledge — Without the Crumbs

Schlagwörter

Ausbildung Ausleihe Ausstellung Benutzung Benutzungseinschränkung Bilderbuch Buchpatenschaft CrossAsia Datenbank digitale Lektüretipps Digitalisierung E.T.A. Hoffmann Fachinformation Freunde der Staatsbibliothek Geschichte Hinweis Import Jugendbuch Kinderbuch Kulturelles Erbe Lesesaal Martin Luther Materialität Musik Osteuropa Presse Promovierende Provenienzforschung Recherche Recht Rechtsforschung Rechtswissenschaften Reformation Restaurierung sbb online offen Service Servicezeiten Slawistik Stipendienprogramm Werkstattgespräch Wissenswerkstatt Workshop Zeitschriftendatenbank Zeitungen Öffnungszeiten

Unsere Blogs

  • E. T. A. HOFFMANN PORTAL
  • FEUILLETON
  • FOYER
  • FREUNDE DER BIBLIOTHEK
  • HISTORISCHE DRUCKE
  • INKUNABELN
  • IT-INNOVATION
  • KARTEN
  • MUSIK
  • ORIENT
  • PODCAST
  • PRESSE
  • SERVICE
  • TERMINE
  • WISSEN

Suche über alle Beiträge:

Search Search

Folgen Sie uns auf Instagram

Folgen Sie uns auf Bluesky

Folgen Sie uns auf Mastodon

Besuchen Sie uns auf Youtube

ARCHIV ALLER BLOGBEITRÄGE

Zum Kalender
© Copyright - Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
  • RSS-Feeds abonnieren
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Barriere melden
Link to: Für die kleinen und großen Kinder der Welt Link to: Für die kleinen und großen Kinder der Welt Für die kleinen und großen Kinder der Welt© F.J. Tripp, kol. von Mathias Weber, Thienemann Verlag Link to: ChatGPT & Co., Slavistik-Portal, Recherche nach Zeitungen und mehr: Online-Workshops der Wissenswerkstatt im November Link to: ChatGPT & Co., Slavistik-Portal, Recherche nach Zeitungen und mehr: Online-Workshops der Wissenswerkstatt im November Wissenswerkstatt | SBB-PK CC BY-NC-SA 3.0ChatGPT & Co., Slavistik-Portal, Recherche nach Zeitungen und mehr: Online-Workshops...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen