Gemeinsame Restitution: 14 Bibliotheken und Archive geben Bücher aus der Sammlung Raoul Fernand Jellinek-Mercedes zurück

In einer von der Deutschen Nationalbibliothek koordinierten gemeinsamen Restitution haben 14 deutsche Bibliotheken und Archive, darunter die Staatsbibliothek zu Berlin, insgesamt 41 Bücher aus dem Eigentum des österreichischen Schriftstellers Raoul Fernand Jellinek-Mercedes (1888 Algier–1939 Baden bei Wien) zurückgegeben. Jellinek-Mercedes wurde nach dem ‘Anschluss’ Österreichs im März 1938 aufgrund seiner jüdischen Herkunft verfolgt. Unter dem Druck […]

Auf in den Süden!

Auch im Mittelalter gab es Reiseführer Wenn man heute eine Reise plant, ist es selbstverständlich sich mit einem Reiseführer über das Ziel zu informieren. So etwas gab es auch im Mittelalter, zum Beispiel mit dem lateinischen Werk von Cristoforo Buondelmonti (1386–1430) über Kreta und die Ägäischen Inseln – auch heute noch attraktive Reiseziele. Das Werk, […]

Felix verleiht Flügel! – Eine bisher unbekannte Quelle zu einem bekannten Mendelssohn-Lied

  Auch wenn Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) mehr als 100 klavierbegleitete Lieder hinterlassen hat, sind seine Liedkompositionen im heutigen Konzertleben weit weniger präsent als diejenigen seiner Zeitgenossen Franz Schubert (1797-1828) und Robert Schumann (1810-1856). Zu den wenigen Lieder, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen, gehört Mendelssohns Vertonung des Gedichtes „Auf Flügeln des Gesanges“ MWV […]

Neue Raumnamen im Haus Unter den Linden | New Room Names Unter den Linden

Im Mai bekommen fünf weitere Lesesäle im Haus Unter den Linden neue Namen und werden nach besonderen Orten benannt: Berlin (Zeitungslesesaal) Karthago (Kartenlesesaal) Venedig (Rara-Lesesaal) Vivarium (Handschriftenlesesaal) Wien (Musiklesesaal) Die Zonierung in stille, ruhige und kommunikative Arbeitsräume und -Bereiche bleibt bestehen. Der Raum Berlin ermöglicht ruhiges Arbeiten. Die Benennung der Lesesäle leitet sich bisher überwiegend […]

Von den Vorteilen der Infrarot-Reflektographie: Die Entzifferung des Titels eines medizinischen Rezeptbuchs aus dem China des 19. Jahrhundert

Unter den knapp 1.000 Manuskripten der Sammlung Unschuld, die sich heute in der Staatsbibliothek zu Berlin befinden, ist auch ein kleiner, fadengehefteter Band mit einem unscheinbaren Äußeren doch einem außerordentlich reichen Inhalt von insgesamt um die 800 zumeist medizinischen Rezepten. Als ich das Manuskript in den Händen umherwendete, fielen mir Spuren von Tusche am Unterschnitt des Bandes auf, die wie Schrift aussahen.

First we took Berlin – ein weiterer Schritt zur Open Access-Transformation des nationalen typographischen Kulturerbes

Reichtum und Vielfalt der typographischen Kultur des Industriezeitalters spiegeln nicht alleine die erhaltenen Holz-, Blei- und Kunststofflettern sowie die damit hergestellten Bücher, Broschüren und anderen Druckprodukte, sondern auch die nur im Entwurf überlieferten Schriften, wie sie tausendfach in Schriftproben zu finden sind. Solche ephemeren Musterbücher mit einem Umfang von einem Blatt bis zu aberhundert Seiten […]