The Jerusalem Post, 1932 – 2008, in der Staatsbibliothek lizenziert

Die israelische Tageszeitung The Jerusalem Post (JPost) steht für Leser:innen der Staatsbibliothek zu Berlin ab sofort als Volltextdatenbank für den Zeitraum von 1932 – 2008 zur Verfügung.

Die Zeitung wurde 1932 während des britischen Mandatsgebiets Palästina von Gershon Agron als The Palestine Post gegründet und etablierte sich rasch als führende englischsprachige Zeitung im Nahen Osten und der jüdischen Welt. Sie wurde von den in der Region stationierten britischen Soldat:innen ebenso geschätzt wie von Leser:innen in Kairo und Alexandria und hatte eine große Leserschaft in ganz Palästina in jüdischen wie arabischen Städten. Sie unterstützte den Kampf für ein jüdisches Heimatland und lehnte die britischen Beschränkungen für die jüdische Einwanderung entschieden ab.

Im Jahr 1950, zwei Jahre nach der Ausrufung des Staates Israel, wurde die Zeitung in The Jerusalem Post umbenannt. Sie gilt als eine der wichtigsten Zeitungen der Welt, die ausführlich über regionale und weltweite Ereignisse berichtet und eine hervorragende Quelle für Forscher:innen aller Wissenschaftsdisziplinen ist. Die großformatige Zeitung erscheint von Sonntag bis Freitag, wobei am Samstag (dem jüdischen Sabbat) und an jüdischen Feiertagen keine Ausgabe erscheint. Regelmäßige Meinungskolumnist:innen schreiben über Themen wie Religion, Außenpolitik und Wirtschaft. Vor allem liefert die Jerusalem Post (1932-2008) Informationen und Hintergründe aus der Geschichte des Staates Israel aus erster Hand.

Die politische Ausrichtung hat sich nach verschiedenen Richtungswechseln, unter anderem wegen mehrfachen Wechsels der Eigentümer:innen und damit einhergehenden redaktionellen Veränderungen, im neuen Jahrtausend auf eine konservativ-liberale Linie eingependelt, ohne jedoch einer bestimmten Partei nahezustehen. Gemeinsam mit der Haaretz zählt die JPost zu den Qualitätszeitungen des Landes. Ähnlich wie die Haaretz legt die JPost Wert auf Meinungspluralismus. So sind abgesehen von einer gewissen Konstanz in den Leitartikeln und einem fast durchgehend liberal orientierten Wirtschaftsteil regelmäßig Artikel und Kolumnen verschiedener politischer Richtungen im Blatt zu finden.

Die Zeitung bekennt sich zur israelischen Mitte und kritisiert in ihrem Leitartikel die politische Korruption, befürwortet die Trennung von Religion und Staat in Israel und ist gegen einseitige Zugeständnisse an die Palästinenser:innen. Sie ist auch eine starke Befürworterin größerer Investitionen des Staates Israel in das Weltjudentum und Bildungsprogramme für die jüdische Diaspora.

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