UPDATE: Lesesäle öffnen wieder

Ab dem 1.7. können wir wieder einen großen Schritt in Richtung Normalbetrieb machen (Überblick über alle aktuellen Services). Der Besuch der Lesesaaallandschaft in der Potsdamer Straße ist wieder möglich, allerdings unter Einhaltung einiger Regeln und für weniger Personen als gewohnt.

Nutzung der Lesesäle – nach Terminbuchung

Ähnlich wie Sie es bereits von Kurzbesuchen an der Leihstelle und dem Buchabholbereich kennen, wo Sie sich auch weiterhin für kurze Terminslots anmelden können, finden Sie nun auch eine Terminbuchung für den Lesesaal auf der Webseite. Beide Optionen erreichen Sie über den Button Terminbuchung Vor-Ort-Services. Dort haben Sie die Wahl zwischen der Terminbuchung Kurzaufenthalt, um Medien oder Ausweise abzuholen, oder der Variante Terminbuchung Lesesaal. Hier reservieren Sie sich quasi einen Sitzplatz im Lesesaal für einen Tag.
Wenn Sie erfolgreich einen der Termine reserviert haben, ist es Ihre Entscheidung, wann Sie innerhalb des gebuchten Zeitfensters zu uns kommen.

Ab dem 13.7.2020 werden für den Lesesaal getrennte Termine für vormittags (9 – 13 Uhr) und nachmittags (14 – 18 Uhr) angeboten, um mehr Personen die Nutzung unserer Lesesäle zu ermöglichen. Während der Schließung am Mittag werden die Plätze gereinigt.

Die Freigabe dieser Termine erfolgt täglich jeweils für denselben Wochentag in der darauffolgenden Woche. Die Vormittagstermine werden zwischen 9 und 10 Uhr eingestellt und die Nachmittagstermine zwischen 14 und 15 Uhr. Es ist uns bewusst, dass auch dieses Angebot die Nachfrage nicht deckt und wir arbeiten auch weiterhin an der Verbesserung der Services.

Mit einer Buchung für den Lesesaal ist es auch möglich, zur Leihstelle oder zum Buchabholbereich im Foyer zu gehen. Umgekehrt geht das leider nicht: mit einem Kurztermin kommen Sie nicht in den Lesesaal.

Einlasskontrolle

Beim Betreten des kontrollierten Bereiches zeigen Sie uns bitte entweder Ihre Buchungsbestätigung oder nennen Ihren Namen, damit dieser auf einer Liste abgehakt werden kann.
Außerdem erhalten Sie einen kleinen Zettel zur „Anwesenheitsdokumentation“, den Sie bitte beim endgültigen Verlassen des Lesesaals wieder ausgefüllt abgeben. Bitte teilen Sie uns dort Ihren Namen und Ihre Bibliotheksausweisnummer sowie die Uhrzeit Ihres Kommens und Gehens mit. Außerdem haben wir die Arbeitsplätze im Lesesaal mit Nummern versehen, um auch die Belegung der Sitzplätze genau dokumentieren zu können – tragen Sie auch diese Nummer auf dem Zettel ein. Ähnlich wie in Gaststätten oder anderen Einrichtungen dient dieser als Nachweis Ihrer Anwesenheit und wird von uns vier Wochen lang aufbewahrt und dann vernichtet.

Bücher bestellen

Ab 1.7. ist es wieder möglich, Bücher und andere Medien in den Lesesaal zu bestellen. Das gilt besonders für den nicht außer Haus entleihbaren allgemeinen Bestand, wie zum Beispiel Bände, die vor 1956 erschienen sind. Anders als vor der Schließung finden Sie diese Bände bereits für Sie verbucht in der Buchrücklage im Lesesaal, sortiert nach den beiden Endziffern Ihres Bibliotheksausweises. Sonderbestände stellen wir für Sie vorerst weiterhin auf einem Wagen in der Nähe des abgekordelten Bereiches bereit. Dort können sie auch eingesehen werden.

Ab 1.7. können wieder 10 Bände zeitgleich bestellt werden. Insgesamt können 20 Bände für den Lesesaal und 50 Bände für die Außer-Haus-Nutzung entliehen werden.

Ab dem 17.7. werden Bände aus der Buchrücklage im Lesesaal ausgeräumt, die vor der Schließung im März bereitgestellt worden waren und seitdem nicht verlängert wurden sowie Bücher, die von anderen Interessenten vorgemerkt worden sind.

Arbeitsplätze

Da wir im gesamten Gebäude darauf achten müssen, dass Abstandsregeln eingehalten werden, können Sie in unserem Lesesaal bis auf weiteres nicht alle Plätze nutzen. Die verfügbaren Arbeitstische sind deutlich gekennzeichnet und mit einem Stuhl ausgestattet. Bitte nutzen Sie nur diese Plätze. Die Tische werden einmal täglich desinfiziert, gleiches gilt auch für die Rechercheplätze, von denen auch einige zur Verfügung stehen.

Information

Sowohl im Erdgeschoss, als auch im Lesesaal selbst ist eine Auskunftstheke besetzt. Dort hilft man Ihnen gerne weiter, wenn Sie Fragen zu den aktuellen Dienstleistungen oder zur Recherche haben.

Cafeteria

Die Cafeteria hat ab dem 1.7. in der Zeit zwischen 11.30 und 16 Uhr für Sie geöffnet.

 

 

4 Kommentare
  1. Avatar
    Johanna Steiner sagte:

    Werte Stabi-Mitarbeiter,

    sind Sie sicher, dass Sie die richtige Vorgehensweise gewählt haben? Vor einer dreiviertel Stunde kam die Meldung über den Stabi-WhatsApp-Service, dass ab morgen Lesesaalplätze angeboten werden und schon sind alle Tage aufgebucht. Das System provoziert die Leute dazu, sich für jeden freien Tag einzutragen und unsolidarisch zu handeln.
    Und wird es in Zukunft möglich sein, eine Schicht (eine vormittags, eine nachmittags) auszuwählen, damit bei gleicher Auslastung mehr Leute den Lesesaal nutzen können? So, wie es jetzt gehandhabt wird, blockiert ein Nutzer, der die Stabi für zwei Stunden aufsucht, einen kompletten Tagesslot. Sicher wissen Sie, dass viele andere Bibliotheken (auch rein wissenschaftliche, wie die Ihre) ihre Lesesaalnutzung mittels Schichtsystem handhaben.
    Es wäre für Nutzer auch interessant zu wissen, wie viele Plätze nun eigentlich zur Verfügung stehen und wann eine Rückkehr zum Normalbetrieb geplant ist. Es ist schon seltsam, dass man in einem voll besetzten Flugzeug, aber nicht in einer riesigen Bibliothek sitzen darf. Wenn Sie inbesondere für Letzteres einen geeigneten Ansprechpartner im Berliner Senat o.ä. kennen, freue ich mich über jeden Hinweis.

    Mit freundlichen Grüßen
    Johanna Steiner

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      PD Dr. Pascal Weitmann sagte:

      Ich kann mich der Vor-Schreiberin weithin nur anschließen:
      Es ist die gesamte nächste Woche ausgebucht! – für Lesesaalbestände, die a) gerade häufiger benötigtes Material bereithalten, das b) oft eher nur zum Nachschlagen benötigt wird, halte ich das für einen Zustand, der schlechter ist als vor der Wiedereröffnung.
      Es kann auch nicht sein, daß man auf whats-app-Nachrichten angewiesen sein muß – ich habe derartiges nicht. Und habe auch keine Lust, ggf. zu nächtlicher Stunde in einem Wettrennen einen Platz 1 Woche später zu erkämpfen, wenn ich bestimmte Informationen akut benötige.

      Schließlich, nicht vergessen: Für alle diejenigen, die nicht Angehörige von FU,HU,TU sind, sind Sie derzeit die einzige wissenschaftliche Bibliothek Berlins, in der man überhaupt irgendetwas bekommen kann.

      Solange nicht der Zugang wieder völlig frei gegeben werden kann, würde ich vorschlagen, daß man den Lesesaal ausschließlich für nach Alter, Erhaltung oder besonderem Wert nicht verleihbare Werke reserviert – und alle anderen Bücher weiterhin zur Ausleihe nach Hause freigibt. Meinetwegen auf nur 1 Woche – mit der jetzigen Lösung kommt vorher ja auch niemand anderes an solch ein Werk.

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  2. Avatar
    Arkadi Junold sagte:

    Das Problem wird noch dadurch verschärft, daß schon wieder angehende Juristen, Ärzte oder ähnliche Fächer im Lesesaal sind, “nur”, um zu lernen, und damit den Lesern, die die Bestände des Hauses wirklich brauchen, den Platz wegnehmen. Und wie Herr Dr. Weitmann zu Recht bemerkt, ist die Stabi die einzige wissenschaftliche Bibliothek, die für Leser, die nicht einer Uni angehören, zumindest teilweise geöffnet ist, an die Bestände zum Beispiel des Musiklesesaals kommt man bis heute noch nicht.

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    Schmidt sagte:

    Auch “angehende Juristen, Ärzte oder ähnliche Fächer” (was auch immer darunter Fallen soll), sind teils auf die Bestände des Hauses angewiesen.

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