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Buchpatenschaft für den Monat Dezember – Vergeben

Weihnachten und Kinder gehören so eng zusammen, dass auch wir für die Buchpatenschaft in diesem Dezember eine Kinderbuch ausgesucht haben, dass ganz schlicht und einfach “Weihnachten” betitelt ist.

 

Weiss, Hedwig: Weihnachtsbuch – Hamburg : Im Gutenberg-Verlag Dr. Ernst Schultze, 1905; Bibliothekssignatur 53 BA 502287; Lizenz CC BY.NC.SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin – PK

Das im Jahr 1905 veröffentlichte „Weihnachtsbuch“ enthält Texte aus dem Lukas-Evangelium und bekannte Weihnachtslieder („Es ist ein Ros‘ entsprungen“, „Vom Himmel hoch, da komm ich her“), die von eindrucksvollen Lithografien auf farbigem Untergrund ergänzt werden. Die Malerin und Illustratorin Hedwig Weiss (1860-1923) stammte aus einer Königsberger Theologenfamilie. Sie absolvierte ihre künstlerische Ausbildung zunächst in ihrer Heimatstadt, studiert dann an der Mal- und Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen (VdBK) bei bei Karl Stauffer-Bern, wo sie Käthe Kollwitz und Maria Slavona kennenlernte, und nahm später Unterricht bei Fritz von Uhde. Diese unterschiedlichen Einflüsse prägten das Werk der vielseitigen Künstlerin, zu deren Œuvre Porträts, Landschaftsgemälde und biblische Historien ebenso gehören wie sozialkritische Darstellungen. Eine Mischung aus zeichnerischen und malerischen Elementen prägt auch das „Weihnachtsbuch“ und macht diesen seltenen Band, der außer der Staatsbibliothek zu Berlin nur in einer weiteren deutschen Bibliothek nachgewiesen ist, zu einem bemerkenswerten Beispiel der Buchkunst des frühen 20. Jahrhunderts.

Nötige Reparaturen: Bindung lose (Klammerheftung)

Kalkulierte Kosten: 120 €

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Kinderbuch restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.
Die Hungerkünstlerin Daisy wird nach 10 Tagen untersucht und gewogen, 1926 (Deutsche Presse Zentrale) © Stiftung Stadtmuseum Berlin-Sammlung Documenta Artistica. Reproduktion: Friedhelm Hoffmann, Berlin

Hunger. Perspektiven aus der Medizingeschichte, Kunst und Politik. Werkstattgespräch am 30.11.

Werkstattgespräch: Hunger. Perspektiven aus der Medizingeschichte, Kunst und Politik

  • Veranstaltung

    Klicken Sie auf den obigen Link um sich weitere Veranstaltungen anzeigen zu lassen.

  • Termin

    Do, 30. November 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)



Die Hungerkünstlerin Daisy wird nach 10 Tagen untersucht und gewogen, 1926 (Deutsche Presse Zentrale) © Stiftung Stadtmuseum Berlin-Sammlung Documenta Artistica. Reproduktion: Friedhelm Hoffmann, Berlin


Präsentation und Podiumsdiskussion mit Barbara Gronau, Ulrike Thoms und Michael Windfuhr

Im Hunger artikuliert sich eine der grundlegenden Erfahrungen des Menschen, nämlich existentiell bedürftig zu sein. Er reduziert das Subjekt auf ein bohrendes Verlangen, erzeugt Kraft- und Antriebslosigkeit, verursacht mentale Störungen und lässt Motorik und Organfunktionen ausfallen. Chronische Unterernährung hat Auszehrung, Wachstumsverzögerung und eine hohe Sterblichkeitsrate zur Folge. Bis heute gehört der Hunger zu den größten Herausforderungen unserer globalisierten Welt.

Zugleich ist die Wahrnehmung, Beschreibung und Bekämpfung von Hungererscheinungen historisch ausgesprochen different. Ob in der medizinischen Deutung körperlicher Symptome, in Formen der künstlerischen Darstellung oder in politischen Mitteln der Abwehr: in der Moderne entsteht ein vielfältiges – zum Teil widersprüchliches – Wissen um den Nahrungsmangel und dessen Ursachen und Folgen. In der Aufschlüsselung der verschiedenen Diskurse und Praktiken werden Konstellationen deutlich, die bis in die Gegenwart reichen.
Die Wissenswerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin widmet sich dem Hunger in einem Podiumsgespräch, das der Komplexität und Reichweite des Themas mit der Zusammenführung einer medizinhistorischen, kunstwissenschaftlichen und politischen Position begegnet.

Barbara Gronau lehrt als Theaterwissenschaftlerin an der Universität der Künste Berlin und forscht seit 2007 zu Formen der Hungerkunst als Spektakeln moderner Askese.

Ulrike Thoms hat zahlreiche einschlägige Publikationen zur Körper- und Ernährungsgeschichte und zur Geschichte der Biomedizin vorgelegt.

Michael Windfuhr entwickelt als stellvertretender Direktor des Instituts für Menschenrechte und Mitbegründer des Food First Information and Action Network seit mehr als zwei Jahrzehnten Strategien der Bekämpfung von Nahrungsunsicherheit.

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Wissenswerkstatt-Schulungen im Dezember

Seit September haben wir unser Schulungsangebot für Sie neu strukturiert: Aus vier übersichtlichen Modulen können Sie sich genau die Schulungen aussuchen, die am besten auf Ihre aktuelle Situation zugeschnitten sind. Im Modul A finden Sie die grundlegenden Einführungen in die Benutzung der Bibliothek. Die Kurse der Module B (Einführung) und C (Vertiefung) widmen sich den […]