Beiträge aus der Abteilung Historische Drucke

Restitution an das Institut für Sozialforschung

536 Bücher sind nach über 80 Jahren wieder in Frankfurt am Main eingetroffen.

Transparenz dank Förderung

In jahrelanger Kleinarbeit konnte im Rahmen des drittmittelgeförderten Forschungsprojektes “Transparenz schaffen” (2010 bis 2014) nach dem Verbleib der Bibliotheksbestände aus dem Institut für Sozialforschung gesucht werden. Die schwierigen Recherchen wurden von der Abteilung Historische Drucke auch nach Abschluss des Projektes weiter fortgeführt. Seit 2016 ist das Institut für Sozialforschung in die Vorbereitungen für die Rückgabe der gefundenen Bücher involviert. Möglich wurde das Projekt durch Fördermittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder, die noch über die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung vergeben wurden. Inzwischen ist die Arbeitsstelle in der 2015 gegründeten Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste aufgegangen.

Karikatur aus einer 1829 in Moskau gedruckten Marx-Engels-Ausgabe. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Beschlagnahme und Verteilung

Die Vorgänge um das Schicksal der Bibliothek des Instituts für Sozialforschung in der NS-Zeit sind zuletzt von Cornelia Briel im Rahmen eines weiteren Forschungsprojektes an der Staatsbibliothek intensiv untersucht worden:

Nicht nur das Frankfurter Institut, sondern auch die dazugehörige Bibliothek wurde 1933 von der Geheimen Staatspolizei als „staatsfeindlich“ eingestuft und geschlossen. Im Mai 1933 wurde die Bibliothek zugunsten des Preußischen Staates beschlagnahmt. Noch im April 1935 bemühte sich Max Horkheimer von London aus um die Herausgabe der Bibliothek, stellte seine vergeblichen Versuche aber im Juli 1936 ein.

Die als „unbedenklich“ eingestuften Bücher erhielten Instituts- und Seminarbibliotheken der Frankfurter Universität. Die „staatsfeindliche und zersetzende Literatur“ wies das Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Preußischen Staatsbibliothek zu. Im Jahr 1936 erhielt die Staatsbibliothek daraufhin eine Aufstellung dieses Bestandes, die „ungefähr 20.000 Bände und Flugschriften“ umfasste. Die Staatsbibliothek sprach sich aufgrund des Wertes dieser Spezialbibliothek mit ihrer ausländischen und vor allem russischen Literatur inklusive der seltenen Flugschriften dafür aus, den gesamten Bestand zu erwerben.

Auch der Sicherheitsdienst der SS hatte Interesse an dieser Sammlung: Der Leiter des Geheimen Staatspolizeiamtes Berlin ersuchte am 12. März 1936 darum, die Bücherei des Instituts für Sozialforschung der im Aufbau befindlichen Zentralbibliothek des Sicherheitshauptamtes zu überlassen. Das Ministerium wies die Staatsbibliothek daraufhin an zu prüfen, welche Werke bereits im eigenen Bestand vorhanden waren, um die Dubletten mit der Zentralbibliothek des Sicherheitshauptamtes zu tauschen.

Am 8. Januar 1937 erhielt die Preußische Staatsbibliothek 418 Pakete aus Frankfurt, die zunächst im Keller aufbewahrt wurden. Zu dem Dublettentausch kam es dann 1938: Die Staatsbibliothek überließ der Zentralbibliothek des Sicherheitshauptamtes ca. 750 Dubletten aus dem Bestand der Bibliothek des Instituts für Sozialforschung und erhielt im Gegenzug beschlagnahmte freimaurerische Schriften.

Schaubild aus der 1925 in Leningrad erschienenen Geschichte der russischen kommunistischen Partei von Vladimir Nevskij. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Fehlende Quellen und Kriegsverluste

Zugangsnummer der Preußischen Staatsbibliothek “IfS 148”. Lizenz: CC-BY-NC-SA

In der Preußischen Staatsbibliothek wurde 1937 mit der Einarbeitung der beschlagnahmten Bände aus Frankfurt begonnen. Die dabei separat geführten Zugangsbücher sind leider nicht erhalten: Nur so wäre über die darin verzeichneten Titel ein gezielter Zugriff auf die in Frage kommenden Exemplare möglich gewesen. Die nun auf Umwegen gefundenen Bücher tragen Zugangsnummern mit dem Kürzel “IfS” bis hin zur laufenden Nummer 1.279 bzw. Z 93 für Zeitschriften. Der überwiegende Teil der Bände aus dem Bestand der Bücherei des Instituts für Sozialforschung blieb demnach unbearbeitet und muss heute weitgehend als verschollen gelten.

Typische Signatur des Instituts für Sozialforschung. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Wegen der fehlenden Zugangsbücher gestaltete sich die Suche nach den “richtigen” Exemplaren in dem ca. 3 Millionen Bände umfassenden historischen Bestand der Staatsbibliothek zeitaufwändig und kompliziert: Zum Teil wurde nach einschlägigen Autoren im historischen alphabetischen Zettelkatalog gesucht, um so eventuell auf die gesuchten Zugangsnummern IfS/IfS Z zu stoßen, zum Teil wurden sachlich aufgestellte Magazinbestände am Regal durchgesehen und schließlich gab es noch einige Funde im Zusammenhang mit dem derzeit laufenden Forschungsprojekt zu “NS-Raubgut nach 1945”. Die Bücher selbst tragen fast durchgehend Besitzstempel des Instituts und für geübte Provenienzforschende gut erkennbare Signaturen und Nummern. Nicht immer jedoch sind die ermittelten Bände noch vorhanden, da fast ein Drittel des Bestandes der Preußischen Staatsbibliothek nach 1945 nicht aus den Auslagerungsorten zurückgekehrt ist.

 

Identifiziert wurden so nicht nur die jetzt in das Institut für Sozialforschung zurückgekehrten 536 Bücher, sondern auch weitere 97 Titel, die zu den Kriegsverlusten der Staatsbibliothek gerechnet werden müssen. Sicher wird es auch in Zukunft noch weitere Einzel-Funde aus dieser Provenienz in der Staatsbibliothek geben, die große Masse der hier vermuteten sozialistischen und marxistischen Literatur ist jedoch nicht mehr vorhanden.

 

Neu im VD 17: Spezialbibliotheken der Bundeswehr

Erfassung der bislang wenig bekannten historischen Sammlungen der Spezialbibliotheken der Bundeswehr in der VD 17-Datenbank erfolgreich abgeschlossen! Weitere 50 Nova gefunden!

Ein Beitrag von Friederike Willasch.

Die Staatsbibliothek zu Berlin als VD 17-Trägerbibliothek unterstützt immer wieder gerade kleinere Bibliotheken und Institutionen, die ihre Bestände im VD 17 nachweisen möchten. Nach der St. Nikolai-Kirchenbibliothek in Berlin-Spandau  im Jahr 2015 und der St. Bartholomäuskirche in Röhrsdorf bei Meißen im Jahr 2017 leistete die Abteilung Historische Drucke dieses Mal der Bundeswehr Schützenhilfe.

In Zahlen

Auf diesem Wege konnten jetzt insgesamt fast 500 Titel aus den militärhistorischen Sammlungen der Spezialbibliotheken der Bundeswehr verzeichnet werden, darunter überwiegend Bände aus den Bereichen Kriegskunde und Festungsbau. Zudem nicht untypisch für frühneuzeitliche Sammlungen: Etwa 40% der Titel sind Dissertationen. Besonders sind dabei die Königsberger medizinischen Dissertationen hervorzuheben, die über die Hälfte der insgesamt 50 neuen Titel ausmachen, die bisher noch gar nicht im VD 17 verzeichnet waren. Soweit konservatorisch möglich wurden die Nova durch die Staatsbibliothek zu Berlin im Rahmen des VD 17-Unika Projekts digitalisiert und sind über die Digitalisierten Sammlungen der SBB zugänglich.

 

Illustration einer Festung auf einer Felsklippe im Meer in Pietro Sardis „Couronne Imperiale De L’Architecture Militaire“ (1623). Bibliothek/Fachinformationsstelle des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Kriegskunde und Festungsbau

Zu den Bibliotheken, die ihre militärhistorischen Bestände im VD 17 verzeichnen ließen, gehört die Bibliothek des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr  in Potsdam, die neben einem ca. 250.000 Bände zählenden Bestand zur nationalen und internationalen Militärgeschichte über zahlreiche Drucke des 16. bis 19. Jahrhunderts verfügt,  darunter viele Werke mit Schwerpunkt Festungsbau aus der Burgsdorff-Sammlung.

Religionskriege in Frankreich

Für das VD 17 sind dabei 174 Titel relevant, die nun in der Datenbank nachgewiesen sind. 13 davon sind bisher nur in Potsdam nachgewiesen, so zum Beispiel Le Parfaict Capitaine von Henri de Rohan in deutscher Übersetzung aus dem Jahr 1670 und gedruckt im niederschlesischen Dyhernfurth an der Oder (das Original ist 1636 in Paris erschienen). Es war nicht das einzige, aber doch das Schlüsselwerk des Anführers der Hugenotten in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts in Frankreich. Er befasste sich mit dem Verhältnis von Festungs- und Belagerungskriegen und Schlacht, von Kriegskunst und Staatskunst.

Neue Waffentechnologie

Neben der strategischen Annäherung an das Thema Festungsbau kamen in der Frühen Neuzeit vor allem auch neue mathematisch-geometrische Methoden in der Militärarchitektur zur Anwendung. Bereits im 16. Jahrhundert nahm entsprechende Traktatliteratur im Militärwesen zu, darunter z.B. auch über Festungsarchitektur ggf. mit anschaulichen Illustrationen und Musterlösungen, an denen sich die Überlegungen und Argumentationen militärischer Konstruktionen nachvollziehen lassen. Denn es galt, den Veränderungen in Kriegs- und Waffentechnologie (so z.B. der zunehmende Einsatz von Eisen oder mit Schießpulver befeuerte Kanonen) gerecht zu werden. Neue Befestigungsformen, Grundrisse, Profile der Wälle etc. wurden notwendig. Soldaten wurden zu Ingenieuren.

Namenseintrag „Jac. Aug. Thuanus“ in Pietro Sardis „Couronne Imperiale De L’Architecture Militaire“ (1623). Bibliothek/Fachinformationsstelle des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Bekannte Provenienz: Bibliotheca Thuana

Großen Einfluss hatten dabei italienische Traktate, die auch im deutschen Reichsgebiet nachgedruckt wurden, z.B. die Corona imperiale dell’architettura militare des römischen Ingenieurs Pietro Sardi in französischer Übersetzung im Jahr 1623. Dieses Exemplar aus Potsdam verrät außerdem, in wessen Besitz es sich bereits befunden hatte: vermutlich kein geringerer als Jacques-Auguste de Thou (1609–1677) hatte seinen Namen auf dem Vorsatzpapier im Buch hinterlassen. Er hatte die sogenannte „Bibliotheca Thuana“ seines berühmten Vaters, des französischen Staatsmannes Jacques- Auguste de Thou (1553–1617), übernommen und noch ausgebaut, bis er noch zu Lebzeiten die etwa 13.000 Bände der Bibliothek abgeben musste, um angehäufte Schulden zu begleichen.

Kriegsbaukunst

Mit der Kriegsbaukunst beschäftigt sich auch ein Spätwerk des 17. Jahrhunderts aus dem Bestand der Bibliothek des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden. Mehrere Tafeln mit Zeichnungen – teilweise sogar koloriert – wurden in das Werk Fundamenta der Krieges-Bau-Kunst eingebunden und veranschaulichen die Ausführungen des Ingenieurs Thomas Werckner. Es handelt sich dabei um einen der 105 VD 17-relevanten Titel aus der etwa 1.000 Bände umfassenden Sammlung des Militärhistorischen Museums mit Rara-Beständen vom 16. Jahrhundert bis 1850. Einen weiteren Nachweis für das VD 17 lieferte außerdem die Bibliothek der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.

Grundriss einer Festung in Thomas Werckners „Fundamenta der Krieges-Bau-Kunst“ von 1697. Bibliothek/Fachinformationsstelle des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr Dresden. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Medizinische Dissertationen in Strausberg

Des Weiteren steuerte die Bibliothek des Zentrums Informationsarbeit Bundeswehr in Strausberg als größte militärwissenschaftliche Fachbibliothek in Deutschland  (und zugleich zentrale Archiv- und Speicherbibliothek der Bundeswehr) 212 relevante Titel bei – darunter 33 neue Titel für das VD 17!

Stempel „Büchersammlung D. K. Pr. Medic. Chir. Friedr. Wilh. Instituts“. Bibliothek/Fachinformationsstelle des Zentrums Informationsarbeit Bundeswehr Strausberg. Lizenz: CC-BY-NC-SA

Den Bestand in Strausberg kennzeichnen vor allem medizinische Dissertationen. Interessant ist dabei die Herkunft dieser zu einem Großteil an der Universität von Königsberg verteidigten Dissertationen, da sie alle ursprünglich aus derselben Sammlung stammten. Darauf weist ein Stempel der Bibliothek des Friedrich-Wilhelms-Instituts hin, der in den Bänden zu finden ist.

Das Institut ging 1818 aus der von Friedrich Wilhelm II. von Preußen gestifteten Pépinière hervor, die neben der Charité die wichtigste Chirurgenschule in Berlin und ein Institut zur Aus- und Weiterbildung von Militärärzten im Königreich Preußen gewesen war.

Im Jahr 1895 wurde das Friedrich-Wilhelms-Institut zunächst umbenannt, bevor es nach dem Ersten Weltkrieg gänzlich aufgelöst wurde. Die medizinische Fachbibliothek blieb jedoch erhalten, wurde sogar weitergeführt und unterstand in der Folge dem Reichsgesundheitsamt. Ein Teil der Bücher aus dieser deutschen Ärztebibliothek wurde vermutlich nach 1945 in die Sowjetunion gebracht. Die Exemplare aus Strausberg gelangten aber offenbar über die Sanitätsakademie der Bundeswehr – die nach diversen Umbenennungen und strukturellen Veränderungen ab 1997 als Nachfolgeinstitution des Friedrich-Wilhelms-Instituts gelten kann – in den historischen Bestand des Zentrums Informationsarbeit Bundeswehr in Strausberg.

Das VD 17 ist somit nun um einige sehr interessante Exemplare reicher! Für die gute Zusammenarbeit und die hervorragenden Vorarbeiten bedanken wir uns bei Frau Birgit Schulte vom Fachinformationszentrum der Bundeswehr in Bonn und allen anderen beteiligten Kolleginnen in den Spezialbibliotheken.

Glück und Glas – wie leicht bricht das! Der Relaunch der Einbanddatenbank (EBDB)

 

Ein Beitrag von Andreas Wittenberg

Wer kennt nicht dieses Sprichwort und wer hat es – aus ganz unterschiedlichen Gründen – nicht schon einmal verwendet? Dass der Mensch zuweilen ein wenig auf glückliche Umstände angewiesen ist, um sein Leben zu meistern, wusste man schon zu allen Zeiten. So verwundert es also nicht, dass bereits im 16. Jahrhundert diese Lebensweisheit auch die Graveure und Buchbinder inspirierte, und unser Sprichwort auf den Einbänden von Büchern aus dieser Zeit zu finden ist.

Fortuna, das Glücksrad in der Hand haltend. Prägeplatte auf einem Druck von 1567
Unter der Darstellung beschreibt ein zweizeiliger Text die dargestellte Figur: FORTVNA VITREA EST CVM // MAXIME SPLENDET FRANG[itur] (Das Glück ist wie Glas: Wenn es am meisten glänzt, zerbricht es)

Das Glücksrad mit den Initialen H und C für den Wittenberger Buchbinder Hans Cantzler

Dieses Motiv ist nur eines von sehr vielen, die auf Bucheinbände der Frühen Neuzeit mit Hilfe verschiedener Werkzeuge geprägt wurden. Richtig interpretiert bieten die so verzierten Bucheinbände wichtige Informationen zur Genese von Handschriften und Drucken. Aber auch zur Kunstgeschichte, zur Handwerks- und Sozialgeschichte sowie zu den historischen und theologischen Ereignissen jener Zeit können sie wichtige Aussagen treffen.

Um diese Erkenntnisse in kompakter und gut zugänglicher Form der Fachcommunity zur Verfügung zu stellen, gibt es seit 2001 die Einbanddatenbank (EBDB). Diese unter Federführung der SBB entwickelte Spezialdatenbank war seit ihrer Freischaltung im Netz ein Kooperationsprojekt zwischen mehreren Bibliotheken. Unsere eingangs erwähnte Fortuna war dem Projekt sehr freundlich gesonnen, denn  die Bestände in den drei bereits seit Projektbeginn beteiligten Bibliotheken Berlin, Stuttgart und Wolfenbüttel ergänzen sich in überaus glücklicher Weise und bildeten die Basis für den weiteren Ausbau der Datenbank.

Inzwischen sind weitere Partner dazugekommen, nicht nur aus Deutschland. Die EBDB entwickelt sich zum zentralen Nachweisinstrument für deutsche Bucheinbände aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Um den technischen Innovationen, aber auch dem sich veränderten Rechercheverhalten der User Rechnung zu tragen, wird zurzeit in der SBB in enger Kooperation der Abteilungen Historische Drucke und Information- und Datenmanagement ein Relaunch der Datenbank durchgeführt.

Am Projekt beteiligte KollegInnen vor historischen Drucken aus der Einbandsammlung der SBB

Die sehr detaillierten und umfangreichen Informationen zu Buchbindern, Werkzeugen, Provenienzen sowie Motiven können künftig wesentlich besser recherchiert werden. Die sich in den vergangenen Jahren als richtig und sehr zielführend erwiesene Strategie, neben den beschreibenden Metadaten auch konsequent  Images der Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, wird beibehalten und weiter ausgebaut. Ein absolutes Novum in der Einbandforschung waren die mit der Etablierung der EBDB eingeführten normierten Bezeichnungen für die auf den Einbänden verwendeten Motive.

Im April 2018 wurden die bisher beim Relaunch erreichten Ergebnisse den Projektpartnern vorgestellt. Während des Treffens in der SBB konnten die teilnehmenden EinbandspezialistInnen Wünsche und Erwartungen, Anregungen und Kritik direkt mit den KollegInnen der IT-Abteilung beraten.

Techniker unter sich: KollegInnen der Abteilung IDM während des Treffens in der SBB

Fortuna begleitete auch dieses Treffen wohlwollend, denn es kam – wie erhofft – zu sehr fruchtbaren Gesprächen zwischen den Fachleuten aus sehr disparaten Disziplinen.

Projektpartnertreffen am 23. April 2018 in der SBB

Die Ergebnisse des Treffens werden in die weitere Entwicklung der Einbanddatenbank einfließen, dadurch diese Anwendung zukünftig weiter verbessern und so der Erforschung des Bucheinbands neue Impulse geben. Bei dieser Arbeit sind weitere Projektpartner der EBDB sehr willkommen. Bei diesen – und auch bei allen anderen Nutzern und Kollegen – soll ein Blick auf die Eingangsseite der „neuen“ Datenbank schon jetzt das Interesse und die Neugierde wecken.

Gehen wir davon aus, dass Fortuna auch weiterhin allen an der EBDB Beteiligten so wie bisher gewogen bleibt – dann steht sicher dem Umstand nichts im Wege, dass Entwickler, Projektpartner und Nutzer (hier seien ausdrückliche alle weiblichen Formen einbezogen!) durch ihre segensreiche Tätigkeit auf einer Leiter direkt in den Himmel gelangen –  vielleicht so, wie es einst im Alten Testament (Gen 28,11) in der Erzählung vom Traum Jacobs beschrieben wurde…

 

So wird sich die EBDB künftig im Netz präsentieren

Der Traum Jacobs von der Himmelsleiter. Geprägt auf einem Bucheinband von     1588

Die Initialen H und B weisen auf den Wittenberger Buchbinder Hans Blume