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Noch bis 24. Juli: Beethoven pur in Ausstellung “Diesen Kuß der ganzen Welt”

Mit Einschränkungen geöffnet: Beethoven pur in „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin“, die Ausstellung mit den Sinfonien Nr. 5 und Nr. 9 sowie dem Brief an die Unsterbliche Geliebte

Nur drei Tage lang konnte Mitte März 2020 die Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin“ besucht werden. Nach dem Ausbruch der Pandemie in Mitteleuropa wurden die 135 wertvollen Originale vorerst in die Tresore zurückgebracht, die Ausstellungsarchitektur blieb für bessere Zeiten stehen.

Seit Donnerstag, 25. Juni 2020, bis Freitag, 24. Juli 2020 wird die Ausstellung nun zu großen Teilen nachgeholt, geöffnet ist sie dienstags bis samstags von 14 bis 19 Uhr.

Als virtuelle Ausstellung sind einige Beethoven-Pretiosen auch online zu betrachten.


„Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin“
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
25. Juni – 24. Juli 2020, dienstags bis samstags 14-19 Uhr
Eintritt frei
Begleitband mit 208 Seiten, 25 €


Honorarfreie Pressebilder https://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/presse-news/pressebilder/aktuelle-themen/


Aus der größten Sammlung von Autographen Ludwig van Beethovens (1770-1827) – diese befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin – wurde eine in ihrer Qualität und Fülle nie dagewesene Ausstellung erarbeitet. Sie ist Teil des bundesweiten Programms BTHVN2020 anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten und Klaviervirtuosen Ludwig van Beethoven.

Wissenschaftliche Leitung: Martina Rebmann
Kuratorinnen: Friederike Heinze, Nancy Tanneberger
Graphic Novel: Mikael Ross
Ausstellungsgestaltung: atelier rosenthal

 

In der Ausstellung sind 135 Exponate zusammengetragen, darunter seine beiden berühmtesten Sinfonien, Briefe von und an Beethoven, fünf Konversationshefte und zehn musikalische Skizzen.

Ausgestellt sind etwa die Partituren seiner berühmtesten Sinfonien, der 5. Sinfonie in c-Moll op. 67 und in mehreren Teilen der 9. Sinfonie in d-Moll op. 125. In diesen Autographen zeigen zahlreiche Streichungen, Anmerkungen und Ergänzungen den intensiven Schaffensprozess des Komponisten.

Zu sehen ist auch die letzte seiner Klaviersonaten, Nr. 32 in c-Moll op. 111, wie auch das Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur op. 73.

Die drei Fassungen seiner einzigen vollendeten Oper Leonore/Fidelio op. 72 verdeutlichen seine über zehnjährige Beschäftigung mit diesem Werk.

Fünf seiner Konversationshefte – von 139 überlieferten besitzt die Staatsbibliothek 137 – dokumentieren, wie der nahezu ertaubte Komponist „Gespräche“ führte.

Das für die Wissenschaft wohl nach wie vor rätselhafteste Lebensdokument Beethovens ist sein Brief an die Unsterbliche Geliebte. An wen dieser Brief gerichtet war, ist bislang nicht geklärt. Er war in Beethovens Nachlass verblieben, nun befindet er sich in der Ausstellung.

Das Oratorium Christus am Ölberge op. 85 gehört zu den wenigen geistlichen Werken, die Beethoven schuf.

Weniger bekannt dürfte seine Befassung mit Volksliedern sein – allein zwischen 1809 und 1820 schrieb Beethoven für einen schottischen Verleger über 170 Volksliedbearbeitungen nieder, einige davon sind zu sehen.

Eine andere Facette Beethovens zeigt die eigens für die Ausstellung geschaffene Graphic Novel „Die neue Musik“ des Berliner Künstlers Mikael Ross, der einen fiktiven Tag in der Kindheit des jungen Ludwig darstellt.

Nie zuvor wurden durch die Bibliothek der Öffentlichkeit gleichzeitig so viele Werke und Lebenszeugnisse Ludwig van Beethovens vorgestellt. Zwar war im Jahr 1908 die Beethoven-Sammlung der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin bereits weitgehend aufgebaut, jedoch spiegelten sich auch im Schicksal dieser außerordentlichen Sammlung fortan die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Deutschlands im 20. Jahrhundert mit zwei Weltkriegen und der Jahrzehnte dauernden Teilung des Landes wider. Erst nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten konnte die Sammlung im Haus Unter den Linden wieder zusammengeführt werden.

Heute lagert der Beethoven-Schatz in modernen Tresoren unter konservatorisch besten Bedingungen. Wir zählen 19.300 von Ludwig van Beethoven mit Kompositionen und Skizzen beschriebene Seiten, des Weiteren ca. 10.000 Seiten handschriftlicher Konversationen, Briefe und andere Dokumente, ergänzt durch 965 Erst- und Frühdrucke Beethovenscher Werke.

Seit dem Jahr 2019 kann sämtliches Material der Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz online recherchiert und in hoher Auflösung betrachtet werden. Sowohl die wissenschaftliche Erschließung, Digitalisierung und Onlinestellung wie auch die Ausrichtung der Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.

Leihgaben und Unterstützung für die Ausstellung kamen außerdem vom Beethovenhaus Bonn, Martin Häner aus Olpe, Deutschlandfunk Kultur, dem Zentrum für Digitale Güter, Zedikum, und museum4punk0.


Bitte lesen Sie hier weiter

Die Geschichte der Berliner Beethoven-Sammlung (März 2020)

Beethoven Digital – alles kostenlos online (Juli 2019)

Berlin entsendet Götterfunken nach Bonn und Wien (Dezember 2019)

Website über die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin

Website über die Sinfonie Nr. 9 D-dur, op. 125, im Jahr 2001 aufgenommen in das UNESCO-Register “Memory of the World / Weltdokumentenerbe”

Beethoven-Quartette erworben (September 2016)


Im Rahmen des bundesweiten Programms BTHVN2020 gefördert durch
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Beethoven aktuell

Auch in der aktuellen Situation möchten wir Sie gerne über unsere Beethoven-Ausstellung ‘Diesen Kuß der ganzen Welt – Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin’ informieren. Um Sie ein bisschen neugierig zu machen, hier erst einmal alles, was Sie durch die vorzeitige Schließung der Ausstellung versäumt haben:

Für die Ausstellung wurden 135 Exponate zusammengetragen, darunter seine beiden berühmtesten Sinfonien, Briefe von und an Beethoven, fünf Konversationshefte und zehn musikalische Skizzen. Ausgestellt wurden die Partituren seiner berühmtesten Sinfonien, der 5. Sinfonie in c-Moll op. 67 und die in mehrere Teile gebundene Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125. Der Entstehung und dem wechselvollen Schicksal der Partitur der 9. Sinfonie war in der Ausstellung ein eigenes großes Kapitel gewidmet. Zu sehen waren die letzte seiner Klaviersonaten, Nr. 32 in c-Moll op. 111 wie auch das Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur op. 73, die drei Fassungen seiner einzigen vollendeten Oper Leonore/Fidelio op. 72 und die Missa solemnis op. 123.
Das für die Wissenschaft wohl nach wie vor rätselhafteste Lebensdokument Beethovens ist sein Brief an die Unsterbliche Geliebte. An wen dieser Brief gerichtet war, ist bislang nicht geklärt.
Eine weitere Facette Beethovens zeigte die eigens für die Ausstellung geschaffene Graphic Novel „Die neue Musik“ des Berliner Künstlers Mikael Ross, der einen fiktiven Tag in der Kindheit des jungen Ludwig darstellt.

Jetzt fragen Sie sich sicher, was es Ihnen hilft, zu lesen, was Sie verpasst haben? Auch in der aktuellen Krisen-Situation gibt es viele Möglichkeiten, Beethoven ganz allgemein und auch unsere Ausstellung zu genießen. Vielleicht gehen Sie in die Digital Concert Hall unserer Kooperationspartner, den Berliner Philharmonikern, und starten z. B. den Mitschnitt vom Konzert vor dem Brandenburger Tor: Kirill Petrenko dirigiert Beethovens Neunte. Im Augenblick gibt es sogar ein kostenloses Angebot. Danach besuchen Sie unsere Ausstellung virtuell. Hier haben Sie durch die Verlinkungen zu unseren hochauflösenden Digitalisaten sogar den Vorteil, die gezeigten Werke ganz nah heranzoomen zu können – so nah dürfen Sie den Originalen nie kommen!

Das ist Ihnen zu elektronisch? Kein Problem! Im Buchhandel können Sie den Begleitband zur Ausstellung erwerben. Sie finden alle Angaben auf der Seite des Verlages, einen direkten Link mit ‘Blick ins Buch’ gibt es auch.

Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin. „Diesen Kuß der ganzen Welt!“
Herausgeberinnen: Friederike Heinze, Martina Rebmann, Nancy Tanneberger
ISBN: 978-3-7319-0914-9

Und wenn Sie nun ganz besonders enttäuscht sind, weil Sie jetzt wissen, welche wunderbaren Originale Sie nicht sehen konnten, haben wir noch einen letzten Trost für Sie. Im Augenblick befinden sich die kostbaren Stücke natürlich wieder in den Tresoren der Bibliothek. Die Ausstellungsaufbauten haben wir aber stehen gelassen – sobald die Bibliothek wieder geöffnet werden darf, zeigen wir Ihnen die Ausstellung noch einmal. Das ist dann tatsächlich noch einmal die Gelegenheit, der Aura des großen Künstlers in seinem handschriftlichen Vermächtnis fast so nah wie bei einem Kuss zu sein.

 

Im Rahmen des bundesweiten Programms BTHVN2020 gefördert durch
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

 

Cover des Berliner Faksimile 7, Sandra Caspers, Staatsbibliothek zu Berlin-PK - Lizenz: CC-BY-NC-SA-3.0

Beethoven gedruckt – Faksimile von Beethovens 9. Sinfonie neu erschienen

Begleitend zu unserer Beethoven-Ausstellung “Diesen Kuss der ganzen Welt!” ist ein Nachdruck des Berliner Faksimile 7 erschienen. Es zeigt zwei Blätter aus dem Autographen der Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125, die Beethoven zwischen 1822 und 1824 in Wien schrieb. Aufgrund ihrer internationalen Bedeutung wurde die Handschrift im Jahr 2001 in die Liste des Weltdokumentenerbes der UNESCO aufgenommen.

Das Faksimile kostet 5 Euro und kann bei einem Ausstellungsbesuch oder per Mail (zuzüglich Porto- und Versandkosten) erworben werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung: https://blog.sbb.berlin/beethovenstart/
Faksimile per Mail bestellen: publikationen@sbb.spk-berlin.de