Beiträge für Forschung und Kultur

“Nachhaltigkeit und Zugang” – Reinhard Altenhöner moderiert die Podiumsdiskussion

Die Digitalisierung des kulturellen Erbes hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Doch angesichts der rasanten technologischen Entwicklung der elektronischen Medien, der Projektorientierung von Kulturförderung und der Flüchtigkeit digitaler Kommunikation gewinnen Fragen nach der Nachhaltigkeit an Bedeutung. Auf der 6. internationalen “Zugang gestalten!”-Konferenz sollen am 17. und 18. November 2016 die damit zusammenhängenden Aspekte erörtert werden.

Veranstaltungsort:
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstr. 50-51
10557 Berlin

Der Eintritt ist frei – Tagungsprogramm

Innerhalb der Konferenz moderiert Reinhard Altenhöner, Ständiger Vertreter der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und Leiter der Zentralabteilung der Staatsbibliothek, am 17. November eine Podiumsdiskussion zum Thema

Nachhaltigkeit und Zugang

Wenn die Verantwortung für das kulturelle Erbe eine gesellschaftliche ist, wer trägt sie dann genau und wie?

Das Panel “Nachhaltigkeit und Zugang” ist ideal besetzt, um zu diskutieren, welche Rollen Institutionen und Bürger heute haben und in Zukunft haben sollten, wenn es um die Nachhaltigkeit des Zugangs zum kulturellen Erbe geht. Hier stellen sich weniger Fragen des Eigentums an Kulturobjekten, sondern der Berechtigung, den Zugang zu ihnen zu regeln. Gedächtnisinstitutionen bewegen sich hierbei in einem Spannungsfeld zwischen spürbarem Veränderungsdruck auf ihr Selbstverständnis auf der einen und öffentlichem Auftrag auf der anderen Seite. Dadurch entsteht die Notwendigkeit zu strategischen Weichenstellungen, die in ihrer Tragweite noch vor wenigen Jahren kaum vorhersehbar waren.

 

 

Philharmonieleuchten im Lesesaal Potsdamer Straße; Foto: Hagen Immel - Lizenz CC-BY-NC-SA

„Darunter sieht man gut aus!“ Ausstellung zu den Leuchten Günter Ssymmanks eröffnet

Vor genau 50 Jahren, im Februar 1966, wurde im Berliner Möbelhaus Modus eine Ausstellung eröffnet, die sich der ‚Philharmonieleuchte‘ Günter Ssymmanks widmete – einer Leuchte, die Ende der 1950er Jahre für das Foyer des gleichnamigen Konzerthauses entworfen und wenige Jahre später auch in der Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße aufgehangen wurde.

Ausstellungsdetail Polyamid-Pilze, Foto: Hagen Immel - Lizenz CC-BY-NC-SA

Ausstellungsdetail Polyamid-Pilze, Foto: Hagen Immel, Staatsbibliothek zu Berlin – Lizenz CC-BY-NC-SA 3.0

Ein wesentliches Charakteristikum der Leuchte besteht in der Verwendung asymmetrischer Grundformen: Wie die Fünfecke, die sich im Grundriß des Scharounschen Konzertsaals übereinanderstaffeln, schieben sich die Polyamid-Pilze, aus denen die ‚Philharmonieleuchte‘ zusammengesetzt ist, ineinander.

Sie überlappen sich in ihren Ausläufern und erzeugen dadurch ein diffuses, blendfreies Licht, das Günter Ssymmank gern als „Sonnenuntergangslicht“ bezeichnete. „Darunter“, meinte er, „sieht man gut aus!

Die Ästhetik der Leuchte lässt sich jedoch nicht nur durch den Lichteffekt, den Ssymmank zu erzeugen suchte, erklären. Sie ist auch von den kulturellen, wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen ihrer Zeit geprägt. So mochte etwa die planetenkugelförmige Anmutung der Leuchte u.a. die Weltraumbegeisterung assoziieren, die durch die Erfolge der Raumfahrt in den späten 1950ern einen zunehmend großen Teil der Gesellschaft in ihren Bann zog.

Innenansicht Philharmonieleuchte, Foto: Hagen Immel, Staatsbibliothek zu Berlin – Lizenz CC-BY-NC-SA 3.0

Eine kürzlich eröffnete Vitrinenausstellung im Foyer der Staatsbibliothek (Haus Potsdamer Straße) geht diesen Entwicklungen nach. In Anlehnung an die Ausstellung im Berliner Möbelhaus Modus veranschaulicht sie den Aufbau und die Zusammensetzung der Leuchte und verortet sie im Kontext des deutschen Nachkriegsdesigns.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Staatsbibliothek besucht werden.

10. November: Reinhard Altenhöner spricht über “Die Staatsbibliothek als digitale Bibliothek: Aktivitäten und Perspektiven”

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir möchten Sie herzlich zu folgender Veranstaltung des “BAK Information” einladen:

Reinhard Altenhöner

spricht zum Thema

Die Staatsbibliothek als digitale Bibliothek: Aktivitäten und Perspektiven”

 

Das traditionell geprägte Bibliothekswesen ist durch die „Digitale Transformation” stark in Bewegung geraten. Eine Herausforderung liegt darin, neue und agile Geschäftsmodelle auf Institutionen zu übertragen, die aufgrund der eigenen Geschichte in der Vermittlung von analogen Medien verankert sind, deren Benutzerinnen und Benutzer aber verstärkt in digitalen Kontexten agieren und dies selbstverständlich auch in eine Serviceerwartung gegenüber den Bibliotheken übertragen.

Aus dem Anspruch heraus, die “Kundschaft” dort abzuholen, wo sie steht, möchte die Staatsbibliothek, ihre Aktivitäten im Bereich der digitalen Bibliothek deutlich erweitern. Dies beinhaltet sowohl, dass Servicebereiche weiter ausgebaut werden, denen digitale Infrastrukturen zugrunde liegen, als auch neue Tätigkeitsfelder mit Zukunftspotential zu besetzen.

Reinhard Altenhöner wird in diesem Vortrag aufzeigen, wo die SBB-PK hier Erfahrungen hat, wo die zukünftigen digitalen Betätigungsfelder liegen und welcher Organisationstrukturen sich die Bibliothek bedient, um diese zu erschließen.

Reinhard Altenhöner ist seit 2015 Ständiger Vertreter der Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und Leiter der dortigen Zentralabteilung. Zuvor war er 12 Jahre an der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/Main Leiter der Abteilung Informationstechnik und ab 2014 Fachbereichsleiter der Abteilung Informationsinfrastruktur und Bestandserhaltung.

Vortrag und Diskussion finden am Donnerstag, den 10. November 2016 um 17:30 Uhr im Simon-Bolivar-Saal in der Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin-Tiergarten (S/U Potsdamer Platz) statt.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, die sich ergebenden Fragen bei einem Snack und Getränken mit dem Vortragenden zu diskutieren.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich trotzdem telefonisch (030-755 183 66) oder per Mail (bak[at]ub.tu-berlin.de) an.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Tania Estler-Ziegler
(Vorstandsvorsitzende)

Berliner Arbeitskreis Information (BAK)
c/o Universitätsbibliothek der TU Berlin
Fasanenstr. 88
10623 Berlin