Die edelmütige Äbtissin – erste Forschungsergebnisse aus der Prinzessinnenbibliothek

Die sogenannte Prinzessinnenbibliothek stellt einen der großen Schätze der Staatsbibliothek zu Berlin dar. Die etwa 4.500 Bände umfassende Sammlung erzählt eine große preußisch-schwedische Beziehungsgeschichte, sie erlaubt Einblicke in Leben, Bildung und Interessen der drei Besitzerinnen: der preußischen Königin Sophia Dorothea, ihrer Tochter Luise Ulrike, Königin von Schweden, und wiederum ihrer Tochter, der schwedischen Prinzessin Sofia Albertina.

 

Neben gedruckten Werken enthält die Prinzessinnenbibliothek auch einige Handschriften. Darunter befindet sich das Drama Die edelmütige Äbtissin oder Die wieder vereinten Emigranten der nahezu unbekannten schwedischen Autorin Emelie M. Pettersson, verfasst zum Namenstag der Prinzessin und ehemaligen Äbtissin des Stiftes Quedlinburg, Sofia Albertina – wahrscheinlich im Jahr 1820. Es handelt sich hier um das älteste uns bekannte schwedischsprachige Drama einer Autorin. Dabei mutet der Text ungemein modern an: Er erzählt von Krieg, Flucht sowie Asyl und stellt eine handlungsstarke Herrscherin ins Zentrum. Die in dieser Neuerscheinung vorliegende Transkription der Handschrift samt deutscher Übersetzung bietet erstmals die Möglichkeit, das bisher versteckte und unbekannte Stück zugänglich zu machen – eine echte Premiere. Begleitet wird das Stück von Beiträgen, die den Text, die Beschenkte sowie historische und literarische Zusammenhänge beleuchten.

Weitere Informationen zur Prinzessinnenbibliothek finden Sie z.B.:

Die Handschrift ist in den Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin verfügbar.

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